Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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ANKmw-S»,! d>-we!l,-r hinmm dSrf-n sich nicht s»?l>A von ihren Männern scheiden, sie musten sich dennund schütz eines mächtigen Herrn begeben. Stau.eiÄ^Evnnen ihre stauen nicht verflossen, wol aber mehr^chru^^ben, und die weiberso den geringsten schein emes^ sich geben, werden hart gestraft. kietder!fhr p^chgehends von seide. Je vornehmer eine fraulst, ,eNabexsRsie.rocke und deren manchmal bis ro. anzuhaben ,74er ^>chr du- — - -

Ihre art, die kranckheiten zu curiren,

t-stauch jauchen gantz zuwider. Sie lassen niemals zur «der,U unv "Klienten nichts als gesaltzene, saure und har-XMed>°^chren kranckendiefteyheit, ihrem appetttzu fol-ichNtt ss etzte urtheilen die kranckheiten aus dem pulst. DieSwUsehr xUngernein ehrgeitzig und über den geringsteniE'lsvonMudlich, dabey aber höflich und aufrichtig, mei-de verstände, und tiefer einsicht, auch feinde

^ech°^rre,, ?sidern übel nachreden. Alle großsprecher halten»i^M. btngegen aber dasjenige fehr genau, was sie ver-

^ b unerschrocken und hertzhafft sie sind, so fehr neh-

kr ihr!» a' ^wanden zu beleidigen , thun auch nichts,es q°j. u lrand ist, erweifen einander allen refpect, sind">s , ' diebstahls, geld - fpielens und überhaupt al-

. -perlen auch wieder, was man ihnen zu viel giebt..LE» nutz" lestn sich unter ihren Hausgenossen einen ver-MriNene fpU^udhafften menfchen aus, der ihnen täglich ih-"e». ^Mes, vorhalten muß. Armuth achten sie vor nichtsRlchiM sowol hohe als niedrige darein verfallen kön-Rli/A, ffekle, und großmuth in Widerwärtigkeiten ist un-sten sich auch über nichts, können das ange-skzK einer gelassenen mine verbeissen, und sind voll-j.H.M über ihren zorn. Sie ziehen ihre kinder mitdj, Mt ohne drohungen und schlüge, und den-Nki Mit in ihren eitern »«gemeinen refpect, weilj/daß diefe gewalt haben, sie zu todten. DieAkr s^e», minder vor dem siebenden jähre nicht in die> Äi^Ejqk-i^lche nicht eher vor fähig darzu halten. WennNtz?iier dV unter einander haben, so musi eines vonrM, lirrd -a entscheiden, wodurch sie ihren verstand

Kt^tz^wnen die liebe zur gerechtigkeit einzudrückenM M a Mjonen pflegen ihren Andern, wenn sie 20 .S !» ' ihre landschafften und güther abzutreten,

°Aeben, »nd ihnen mit rath und that an dietb>>" füssMnn die Japaner jemanden grüssen , so ent-i? Grieben ! chbem sie ihre schuhe ein wenig vorwärtsl2 V Ben »MMn es manchmal mit den Pantoffeln zu- ke sitz!» unnehniung der visiten stehen sie nicht auf, fon->»,!!i>^?Juei.,--Und meynen dadurch den ankommenden be-Un^"^ Die schwärtzesten zähne sind bey ihnenlie?„ ble schwartze färbe ein zeichen der freude, die2 'Uerckmahl des traurens. In den Häusern

ah / b^sonen mäntel, bey dem ausgehen aber le-2»iiei,t^ichch^ud ziehen weite Hosen an, die sie bey ihrerM i leii 5be« h, uu^Srchen. Mit den köpfen gehen sie allezeiti»^2.-»>el, ' die Standes - Personen aber lassen som-

über sich tragen. Und die vornehmen^ ihre Häupter mit einem stück leinwand,

>I^M' Und Ms. Ihre spräche ist sehr nachdrücklich und»Mein!' Eint!- Mrte sind nach bewandnis der PersonenR^e!Mvr K.3chvren vor alte, und andere für jungeV>v2»°r tveik-!, s - andere vor geringe, einige vor inan-V^bvderr^, 'Personen, ja diequalitätderPerson, so^ttiIvk Und ein- art gebrauchet, kan ein schimpf-zutvjM, das ' Wort zu einer schimpf - rede ma-s »vd »? auf dem munde eines Fürsten ein ehren-

^2kie2?U eine n^"^ eines bürgers zu einem schimpf-e ej^x - person sich einer redens - art be-

aig 'oervs-perstn gehöret, so bedeutet sie gantzey "ad redens'^ Udn dieser ausgesprochen worden. An-

° - ichr!'^ urten gebrauchen sie sich bey dem reden,' V- zeit , und anderer, wenn sie etwas drucken

M und tÄ , wenn und wo etwas geredt wird,f>ebnMes M schren!» des accents ändern die bedeutung der, ssesteh/j ewen bedienen sie sich eines doppelten alpha-^d bjt deu Uuesxo»"Us buchstgh^^ das andere aus figuren,in d^^Einder der Stands - Personen gr«^u^dieAeu^p ble schulen , welche sie lestn, schreibenN»i sMh2 sie sich buchstaben machen lernen. Einersl^ibeo Und sy^u einen König, der andern gegen ei-u gebrau^uer , «ach bewandnis des standes.?ue Pinsel , sie an statt der feder einen ehernen«rKt^^hv^und r!Ü!.d 'M dmtc,sst nichts flieffendes,

v, Cu2^!U entweder schwartze , oder rothe

^li>k?UfejM^aisch- ^h. Ihr papjer ist feiner und glat-weK5^?, lo weiß. Dieses beschreiben

üderm^-"^de blau und an einigen orten

.

ikii- ^e drm. ,J>e and?,--

vx. tz bd« öbMn. Die vierte besiehet darin», daßsnade herunter, nach der ChmesttTHerl.

schreiben istvon der rechten Hand ge-

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und meisten Indianer art schreiben, und von der rechten feiteanfangen. Aufdie Pferde steigen sie von der rechten zur linckcaHand. Ihre Waffen sind fäbel, dolche, buchst» und lange pi-cken. Diese tragen sie vvm zwölften jähre an, und legen sol-che niemals eher ab, als bis sie sich des abends, und zwar inAndern auf ihre binzen - decken zur ruhe begeben, da sie diesel-ben an ihre schlaf - stätten hängen. Gleichwie aber, kein Reichin der welt ist, welches so grossen und schweren Veränderungenunterworffen, als Japan, also fällt es auch fehr schwer, dieregierungs - art desselben zu beschreiben. Wenn den jähr - bü-chern der Japaner zu trauen, so haben sie vor 5. oder 60s. jäh-ren nicht mehr als einen Monarchen, oder Kayser gehabt, wel-cher Dao oder Dairi genennet wurde, und über gantz Japanherrfchetc. Dieser hatte 2. grosse Herren, als Staats-bedientenbey sich, die man Endes nennete. Wie nun einer davon sahe,daß der Dairi mehr der Wollust als regierungs - sorge nachgieng,so rebellirte er wider denselben, und brachte den andern Staats-bedienten um. Die vornehmsten im Reiche, fo das aufnehmendes rebellirenden Cubo mit eifersüchtigen äugen ansahen» grif-fen zwar zu den Waffen, unter dem verwand, den Dairi zu ver-theidigen , allein ihre rechte absicht war, sich fo viel landes, alsmöglich zu bemächtigen, und den Cubo dadurch zu verhindern,sich zum absoluten Herrn von Japan zu machen. Der deswe-gen entstandene krieg war langwierig und hartnäckig , Cuboaber so glücklich, daß er endlich den grösten theil des landes un-ter sein joch brachte. Diejenigen Grossen aber, so einiges landerobert und inne hatten, behielten dasselbe gleichfalls, und nen-neten sich Jacatas, oder Könige davon. Dieses nun war dieUrsache so vieler noch währenden Königreiche. Weil sich aber derrebellirende Cubo zu diesen Konigen nicht viel gutes versähe, undder abgefetzte Dairi noch beym leben war, so verglich er sich mitselbigem , fetzte ihn wieder auf den thron, und er blieb StaatS»Minister, jedoch fo, daß der Dairi nur den nahmen eines Ober-Herrn und Kaystrs und die gewalt dignitaten, titul und wapenzu ertheilen, der Cubo aber die wurckliche regierung, admini-stration der landes - einkünfte und völlige botmäßigkeit über diearmeen behielt. Bey dieser regierungs-art ist es viel hundertjähre geblieben , und Japan hat 2. Kayser , einen dem nahmen,den andern der that nach gehabt. So umfchräuckt aber die ge«walt des Dairi ist, so fehr wird er doch von den Königen undandern vornehmen des landes refpectiret, weil er ihrem ehrgeitzdurch ertheilung gewisser ehren-siellen,titul und wapen ein genü-gen thun und sie vor andern distinguiren kan. Und eben deswe-gen haben die kleinen Könige stets ihre Gesandten an seinem Ho-fe, mächen ihm jährlich reiche präsente, auch wol persönlich ih-re aufwartung, der pöbel aber, der ihn selten zu sehen bekommt,hält denselben so hoch, als einen gott. Seine resideutz ist diestadt Meaco, eine von den grösten des landes, in welcher er sich,nebst seiner gantzen Hofstatt aufhält. In seinem pallast hat er;66. götzen, von denen er alle nacht einen an statt der schildwachtvor sein bethe fetzen läßt, wenn er nun nicht wohl ruhet, so wirdder götze geprügelt, und aufhundert tage aus dem pallast verban-net , alsdann aber wieder zu gnaden angenommen , und in seinevorige ordnung gefetzet. Er hat nicht mehr als eine gemahlin,und so oft der neumond angehet, muß er sich derselben, bis zumVollmond, enthalten, speiset auch sodann des tages nicht mehrals einmal. Wenn seine gemahlin unterm dreißigsten jähre stirbt,so darf er sich wieder vermählen, nicht aber wenn sie bey ihremabsterben über zo. jähr alt ist. Sonsten stellet die gestalt des Dai-ri mehr einen wilde» menschen, als Kayser vor, weil man ihmweder haare, bart noch nägel abschneiden darf. Seine vornehm-ste bedienten werden Conges genennet, welche derselbe als Com-missarien durch das gantze land herum sendet, die streitigkeitenzwischen den Königen und andern Grossen des Reichs in der gütebeyzulegen. Und so weit erstrecket sich das ansehen und gemaltdes Japanischen Dairi. Wie aber einer dem andern, nach obenbeschriebener Veränderung in der regierung succediret, davon fin-det man keine Nachricht. Neben dem Dairi, Haben auch dienachkommen des Cubo, oder würcklichen KayserS lange zeit zuMeaco residiret, und den Kayserlichen titul grführet. Alle Köni-ge des landes huldigen dem Cubo, und halten ihre Gesandten anseinem Hofe, um mit demselben und dem Dairi, des landes undihre eigene angelegenheiten zu tractiren. Dieser Cubo, oder wieer auch sonst genennet zu werden pfleget,Cubozama, ist der würck-liche besitzer der oberwehnten 5. Königreiche, oder Domamen,die ihm jährlich 5. Millionen goldes einbringen. Seit dem XVH.üeculo hat er seine residentz von Meaco nach Jeddo transferiret,und den Dairi zu Meaco gelassen. Die stadt Jeddo ist so volck-reich, als nicht leichtlich eine in Europa. In der ringmauerderselben stehet ein grosses, starck bevestigtes prächtiges schloß,in welchem der Cubozama, oder Kayser, ferne gantze familieund Hofstatt residiren. Wie übrigens die regrments - folge de-rer Cubozama, seit obgemeldter Veränderung, bewandt gewe-sen, davon findet man bis zu den zeiten , da Japan den Euro-päern nach und nach bekannt worden, nichts zuverläßiges auf-gezeichnet , wol aber, daß die Nachfolger des Dairi und Cubo-zama die regierung , obbeschriebener mästen, neben einander bisan. 1 ; 8 z. fortgeführet. , In diesem jähre aber gieng es dem Cu-bozama, oder Kayser, eben jo, wie es seine vorfahren dem Dai-ri gemacht. Dieser hatte 2. Lrlaats-bebienlen, einer war Reichs-Cantzler und hieß Miormdono, der andere hatte das commandvüber die soldaten und den nahmen Daxandono. Beyde ver-schworen sich wider den Kayser, und belagerten denselben in sei-

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