Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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10. von seinen vertrautesten hinterlassen, welche die ^ MTaca fort - und ihn selbst unter die gotter gesttzet < Zlydaß sie dem Amida vor ihm den vorzug gelassen , n

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ferner lebens - gefähr liche, nahm 200. mann von feiner Hofstattzu sich, und fetzte sodann mit entblößtem säbel auf die rebellenan, in der absieht, sich durchzuschlagen. Der anfall war zwarverzweifelt, allein der Kayfer muste doch, nach einem hartnä-ckigten gefechte, leben und Crone im stiche lasten. Seine gantzefamilie ward hierauf jämmerlich ermordet, bis auf einen bru-der desselben, der ein Bonze war und im kloster steckte. Mio-pindonoward sodann Kayfer, es währete aber die freude nichtlange; denn der noch lebende bruder des ermordeten Kayfers,Kovadono, entwischte aus dem kloster, und wurde durch hülstedes Vatadono und Nobunanga, welche den Mioxindono undDaxandono aufdas Haupt geschlagen, wieder aufben thron sei-nes bruders gesetzet, und endlich auch an. r;?;. von Nobu-nanga ermordet, welcher sich zum Kayfer auswarf, aber gleich-falls an. 1580. mit feinem gantzen Hause zu gründe gieng. Nachdiesem gelangete an. 1584. Taickosama zum Kayserthnm, wel-cher an. i;y8. starb, und einen unmündigen söhn, Fideri ge-nannt, unter der vormundschafft des Daifusama hinterließ.Daifusama vermählte alsobald seine noch kleine tochter mit demPrintzen Fideri. Wie ihn aber sechsten ein appetit zur Croneankam, so verbrannte er beyde in dem schönen schlösse Osaka,und ward Kayfer. Auf seinen an. 1617. erfolgten tod, kamsein söhn Xognu, und wie dieser an. r6;r. die weit verlassen,des Xognus söhn, Toxognusama zur regierung. Mit diesemstarb an. 1658. das geschlecht des Daifusama aus , und seinnächster anverwandter Quane ward hierauf zum Kayfer moch-tet , von dessen nachkommen man weiter keine Nachricht findet.Die Unterthanen in Japan werden in Geist-und Weltliche ab-getheilet. Von diesen ist der Adel der ansehnlichste theil, wel-cher aus 4. classen, nemlich Königen, Fürsten, Grafen undHerren, und dem gemeinen Adel bestehet. ES ist schon oben ge-meldet worden, bey was vor gelegenheit in Japan so viel Königeentstanden. Diese find von den nachkommen des Cubo , oderwürcklichen Kayfers, nach und nach wieder unter das joch ge-bracht , die eroberten Königreiche aber von den Kaysern ihrenvertrauten, mit der bedingung, zur lehen gegeben worden, daßsie zur kriegs - zeit eine anzahl foldaten auf ihre kosten stellen musssen, doch haben sich jene das recht vorbehalten, ihnen gemeldteKönigreiche wieder abzunehmen und andern zu geben. Auf sol-che weise erhalten fle gemeldte Könige in beständigem gehorsam.Der Adel hat eine unumschränckte gemalt über seine Untertha-nen , diese hingegen die freyheit, ihre Herren zu quittiren, jaso gar die Waffen wider sie zu ergreiffen, ohne deswegen vor re-bellen gehalten zu werden. Es giebt hier weder ordentliche Rich-ter noch Ädvocaten. Bey gemeinen leuthen werden die streitig-keiten durch schieds - leuthe, beydem Adel und Standes - Per-sonen durch die Waffen entschieden. Verbrennen, umgekehrtcreutzigen, mit 4. Pferden zerreissen, und einem so viel wasserin den hals füllen, bis er ersticket, find die härtesten strafen,welche der Kayfer, Könige und Magnaten ihren Unterthanen,die vätter aber ihren kindern dictiren. Die Könige werbewnichtam leben gestraft, sondern auf eine unfruchtbare insul von ei-ner meile groß in das elend geschicket, die andern Grossen desReichs aber müssen sich entweder selbst mit einem Messer die lei-der aufschneiden , oder werden von den Kaiserlichen foldaten inihren Häusern umringet und ermordet, dieses machet infam ,jenes aber nicht, und das härteste bey solchen strafen ist, daß sichselbige auch auf die bluts - und gemülhs - freunde der Verbrechererstrecken. Von der religion, götzen - dienst und geistlichen Un-terthanen des Japanischen Reichs ist endlich noch folgendes zumercken. Die Japaner haben zweyerley götter. Die ersten hal-ten sie vor teufet, und bäten dieselben unter mancherley gestaltan, damit fie ihnen kein leid thun möchten. Die andere sorteaber bestund ehemals aus ihren verstorbenen Königen, Heldenund Gelehrten, so sie unter die götter gesetzt, und nur um diegüther dieses lebens zu bitten pflegten, weil sie von einem künf-tigen nichts wußten. Jetzo aber find nebst vorhergemeldten, ih-re vornehmsten götter Amida und Taca. Dieser Taca ist einboshaffler und arglistiger mensch gewesen. Anfänglich lebte der-selbe in China, Und die Japaner wissen viel lächerliche fabelnvon seinem Ursprünge zu erzehlen. Seine begierde, sich in derWelt groß zu machen, brachte ihn endlich dahin, daß er eine neuereligion erdachte, und den Chinesern viel von einem gott vor-schwatzte , den er Amida nennete. Weil er aber in China wenigbeyfall bekam ', so wandte er sich nach Japan. Allhier gab ervor, er wüßte weit vortreflichere götter, als die Japanischen,Welche Fotognen hiessen, und einen zum Oberhaupt hätten, derAmida genennet würde, und die menschen nach diesem leben erstglücklich machte. Die Hoffnung eines künftigen glücklichern le-bens machte, daß Taca grossen anhang bekam. Unter den viel-fältigen fabeln, die er den Japanern weiß gemacht, ist dietransmigration der seelen eine der vornehmsten. Denn er gabvor , es wüsten alle seelen 24000. mal in die cörper der bestienpaßiren, die seelen der groben sünder aber sieben mal in die cörperder schlangen und säue kommen. Wenn sie nun in diesen bussegethan < und sich von ihren fünden gereiniget hätten, so kämen siein die cörper der ochsen, vögel, fische, ja so gar in die bäume,Hlocketen, sangen, schwämmen und blüheten mit denselben.Endlich aber, wenn die seeie so vielmal transformiret wäre, ge-langete sie m emm meisten elephanten, und folglich zu ihrer voll-kommenen gluckseligkett. Und eben deswegen find die weissen

da bey ihnen in so grossem ansehen ist, daß fiene sie beständig glücklich machen, wenn sie nur zumchen: glücklicher Amida mache uns selig. VorgedEten des Taca find die Urheber der sogenanntenpanischen Priester, die sich nach und nach bey den V Bin so grossen credit gesetzet, daß sie den grösser, rcA«haben. Theils von solchen Bonzes leben in den Wu ^ Maufdem lande, theils aber in gewissen klöstern. secick -K

in den gründ - sätzen ihrer religion, und folglich m ^ ßterschieden find, so kommen sie doch darin» überern' -E«des ehelichen lebens, fleisches und fische enthaltenköpfen und bärten glatt abscheeren lassen,und äussem^^ges leben annehmen. Die vornehmsten stücke E ^predigen, bäten, opfern , die jugend unterricht« ' pH.todten begraben. Von den todten haben sie den Windem das gemeine vvlck in den gedancken stehet, vn' ^ ßs Iverwandten müssen in jenem leben noth leidenBonzes in diesem nicht reichlich allmosen gäben. 7 .-hisse ^wilde Bonzes, welche in den gebürgen wohnen, »»bey einer gewissen wallfahrt die gröfle tyranney M« ^

me aus, womit es folgende bewandnis hat.

ra versammeln sich jährlich an einem gewissen Elydo. Personen, diese thun über unwegsame undeine wallfahrt von ungefehr 75. Französischentempel des Taca. Zu diesem werden fle vonBonzes geführet, bis man an den fuß eines grosse»langet. Mitten aus demselben stehet ein feist» vo» ,,07^höhe, der so gähe ist, daß es unmöglich scheinet sDFmen; dem aber ungeachtet haben die Bonzes »» ssFselben einen eisernen balcken veste gemacht,derlang hervor raget, und welchen sie mit der grasten ^keil zurück nehmen können. An dem ende dieseswaage mit 2. schaalen. In eine derselben wirdtzet, in die andere aber ein gewicht geleget, u»0f - giD,. ssdann mit den waag - schaalen über den felsen hw»'.^ hä»

So bald der pilqrim also zwischen Himmel undbefehlen ihm die Bonzes, daß er alle seine fünde» »sf, B'me beichten und bekennen solle. Wenn ihnen »" hM'Wbeichte das geringste mißfällt, so schütteln siede» ja A ^dem die waaqc hänget, dergestalt, daß die sch»»ss^E^der pilgrim sitzet, die überwicht bekommt, u»v'^11^der entsetzlichen höhe zu tobe stürtzen muß; Wei', Eß,bekänntnis des pilgrims an, so ziehen sie den bam E >' Mrück, lassen diesen heraus und sich einen andern . k

tzen. Diejenigen nun, so aus diesem gefchrmv« lck'/,>>Edavon gekommen, werden sodann in obgemew^^tt MTaca, und von hier durch einen angenehmen A

nach Nara geführet. Alle Bonzes haben em sE ^jc ssHaupt über sich, welches Jaco oder Tacoser residiret zu Meaco, hat ihnen absolut zu detty i Fgions - streitigkeiten zu untersuchen, einen a»°wzu thun, und ihre r'—^ ^ ..

.. glaubens-'artickul zu erklMchstH

dieTundes, welche dieJachen, so vongettligfr^,,.

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entscheiden, und denErtz-und Bischöffen glrjA-.die Hierarchie der Japaner so ordentlich eingernssdarf man sich nicht wundern, warum die CW«rien bey ihrem unternehmen von dieser so gsE' t>-.funden. Der erste, so sich angelegen sey« lam'' jec szu Christo zu bekehren , ist St. FranclscusDieser langte an. l?4y. in Japan an, wo»'giesen, die an. 1542. das erste mal in 2»pa» Theilsund predigte das Evangelium von Christo »"t ss,,

daß sich in kurtzer zeit viel tausend Japaner pickte v

zu konnten die Bonzes, ihres intereffe wegen/ ^schweigen, sondern fanden endlich, nach ^ fpsalN^,>chen disputiren, einen weg, den Kayfer DEzpcrfiAssAden, daß die Christen an. i6,6. auf emm»'»theils jämmerlich ermordet, theils wieder He» ch pst 'zwungen wurden. Mit welcher grausam«» " paßmen des Daifusama dergestalt sortgefahee»ikein Christ in Japan darf blicken lassen -dahin handeln, auf befragen, ob sie EdEder antwort, sie waren Holländer, dmcM»>bey aber zu mercken, daß in dem versta»^nach der meynung, welche sie einmal gsfastei ,>>

Christ nichts anders bedeute, als einen so^e»cher dem Römischen Papst sich durchaus umestn oberste gewalt über weltliche Könige u»^ ^ E 1 ^dem recht der entsetzung und verstossung ^7" ge »I,,äs l'LZliss äu .jLpon. ..

ssiü. Inä. äslcr. Inä. ^

L IV. epik. Linbssssäs äes ÜoÜaaäois endolphs schau - bühne.

, eine Ost - Indianische stadt ii»» Kmsul Java, an der nord - küste, worbey emSchultzens Ost - Indianische reift - ^