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Iarnac, ein geringer flecken in der provintz AngoumorS,führt den titul einer Grafschafft, und liegt an dem flusse Cha-rente, zwischen Chateauneuf und Cognac. Er ist wegen derschlacht zu mercken, in welcher Henricus, Hertzog von Anjou,nachgehends König in Frankreich , als damaliger General derCatholischen , an. i;6p. die Protestanten unter dem commandodes Printzen von Conde schlug,welcher letztere von Montesquiou,einem Capitain unter des Hertzogs armee, als er gch andernschon gefangen gegeben hatte, mit schlechter ehre gelobtet wur-de , ohngeachtct er io°ooc>. pfund zu seiner ranzion anbot.Es gehöret der ort den Herren von dem Hause Chabot, worunterGuido Heinrich von Chabot, Marquis von Iarnac, König-licher General-Lieutenant bey dem Gouvernement von Sain-tonge und Angoumois war. sommenc. äs ü-wu
relig. itin. 6kli. *
Iaromir, eine stadt in Böhmen, in dem Königgrätzer-krcrse, an der Elbe und dem flusse Uxau , welche von dem Her-tzoge Iaromiro erbauet worden, und heut zu tage eine von derKöniginnen leibgeding - stadten ist. In dem Hußiten - kriegeward ffe von dem Fischka gewonnen , und wider den gemachtenaccord übel gewartet. Der Kayser ^arolus IV. hat allhier einregulier-kloster gestiftet. Böhmische chronick.
eyit. rer. Lok.
* Iaromir, ein söhn Boleslai III. Hertzogs in Böhmen,
ward an. roo;. zugleich mit seinem vatter von Boleslao, Kö-nige in Polen , gefangen genommen. bitt. kol. II.
x.Als nach diesem an. ioo6. sein bruder, Udalricus,seiner gefangenschafft entlassen war, und sich des KönigreichsBöhmen, worinnen auch sein bruder gefangen gehalten ward,bemächtigte, wurden ihm von selbigem beyde äugen ausgesto-chert. 1. c. II. p. 150. VI. p. 166. ,4/i-
crst. Kitt. polit. III. IsÄ. VI. y. 4-1- Endlich wurde er von ei-nem Böhmen , nahmens Coczü, weil er diejenigen, bey denener gefangen gewesen, auszurotten gerathen hatte, an. 10; 6. hin-terlistiger weise umgebracht. I. s. II. x. 19z.
* Iaromir , ein söhn Brzeciskai oder Bretislai, Hertzogsin Bohmen , lebte im eilften jahrhundert, und wurde von sei-nem vatter zum geistlichen stände auferzogen. Glafev, prag-rnat. gesch. der Cron Böhmen , 5. n. 6. p. 6;. Als er abervon dem tode seines bruders Spitignei hörete, verließ er seinenbisher geführten stand, in der Hoffnung , ein stück von der ver-lassenschafft zu erhalten. Weil nun sein bruder, Wratislans,merckte, daß er grössere lust zum soldaten-wesen als zu seinervorigen lebens-art bezeigte, suchte er ihn mit bitten und drohun-gen wieder zu seinem ersten Vorsätze zu bereden. Iaromirgieng es auch endlich, unter dem versprechen, daß er nach Se-vero das Bißthum zu Prag erhielte, wiewol mit Unwillen ein.Er ward auch würcklich zum viasono gemacht, und verrichteteftine bienste. Es wahrte aber nicht lange, so erwehlte er dasjoldaten-leben wieder, und begab sich zum Hertzoge von Polen.
, IM. kni. III. p. 2zi. feg. Nach dem tode des Pra-gischen Bischoffs wollte Wratislaus einen andern dazu beför-dern , aber seine bruder, Conrad und Otto, brachten es durchunabläßiges anhalten dahin, daß ihm Iaromir vorgezogenwurde. Glafev, l. c. 6. n. 2. x. 67. Dieser erhielt auchnoch in diesem 1068. jähre von Kayser Henrico III. durch denring und Bischoffs-stab die bestätigung , wobey er zugleich dennahmen Gebhard annahm. 1. c. III. p. 266. Er
suchte hierauf an. 107z. das Mährische Bißthum , welcheszuvor mit dem Pragischen vereiniget gewesen war , wieder ansich zu bringen, und spielte deshalben dem Bischoffe sehr übelmit, welchen aber sein bruder , Wratislaus, auf erhalteneNachricht sogleich in schütz nahm. Es wurden nach diesemGesandte nach Rom abgefertiget, ihn bey dem Papste zu ver-klagen ; doch Jaromirs leuthe fielen dieselbe auf dem Wege an,und schickten sie verstümmelt und beschimpfet wieder nach Hau-se. Hierauf wurden andere auf einem sichern Wege abgeferti-get, welche dem Papst alles haar-klein erzehlten, und umschleunige hülffe ansuchnng thaten. Dieser schickte deswegeneinen Cardinal, nahmens Rudolph , nach Prag , welcher diefache gehörig untersuchen, und nach der billichkeit sprechen soll-te. Als er in Prag angelanget, und mit aller ehrerbietungaufgenommen worden war, lud er sogleich Gebharden vorsich', erkannte ihn auch wegen seines hartnäckigen aussenblci-bens vor unwürdig, den Bischoffs-stab zu führen. So balddieses die Böhmische Geistlichkeit in erfahrung brachte, er-klärten sie sich gegen den Cardinal, wo er ihren Bischoff nichtwieder in sein amt einsetzte, wären sie gleichfalls bereit, ih-re dienste aufzugeben , und mit ihm herum zu wandern.Es muste also der Cardinal, ärgernrs zu vermeiden, ihn wie-der einsetzen ; doch befahl er beyden Bischoffen ernstlich, nachRom zu kommen, und des Papsts ausspruch darüber zu ver-nehmen. Als sie beyde daselbst anlangten , und nunmehro vor-gelassen wurden , hatte der Papst, der von allem genügsameNachricht eingezogen, in dem sinn, Gebharden seines Viß-thums zu entsetzen ; aber auf vorbitte der Gräfin Mathildis,welche mit Gebharden verwandt war, fällete er endlich diesesurtheil, daß beyde mit dem ihrigen vergnügt seyn, und ein-ander in ruhe lassen sollten. cbron. ftokem. ,9.
gx. lcripr. rer. 6erm. wm. III. p. 1666. legg.
, I. c. III. p. ,72. legg. Nach absterben gedachtenBischoffs zu Olmutz »n Mahren suchte er aufs neue die verei-
st
mgung beyder Bißthummer , war auch , weil er Abruder, Wratislao, der die Königliche wurde eM . Hounterstützet ward, in seinem ansuchen glücklich, " eEan. 1086. von Kayser Henrico III. die destatlguns^ Mkdarüber ausgestellten schreiben. Als er sich aber nE hciBnur gedachten seinen bruder sehr hochmüthig auffM^pck 'ste.s dieser an. 1089. durch bitte bey dem Papff.hin, daß ihm erlaubet ward, in seinem schlosse W^ AMLollsgium Lancmicorum, über welches dem Bsschst^Mlwalt zustünde, anzulegen. Weil sich aber dem ""Echtehard oder Iaromir immer mehr und mehr erhub- ' eH
lieh sein bruder ihm das Mährische Bißthum wreoe^E
hen , und einen besondern Bischoff dahin zu setzA pM,r1. c. 6. n. p. 68. feg. So bald er dieses mE'jstWsich auf den weg nach Rom , um des Papsts beysm^ch ek ^fache zu erhalten. Er gieng hierauf durch Ungarn, >selbst am sichersten durchzukommen vermuthete, wo ^einer kranckheit überfallen, welche ihn nach weE ..jähr 109«. den 1. jul. der zeitlichkeit entledigte-.. ^ Mckron. Lobem. 4). leg. spuä I. s. toM- e
legg. I. c. IV. x.; ig.
Jaromirus , Hertzog in Böhmen, ein sich"warb von seinem bruder Boleslao III. castriret, vl-rstsckrHser Henrico II. aber an.no;. an desselben und des v n .
Wladeboji stelle zum Hertzoge gemacht; und end>>w Es,andern bruder Udalrico von der regierung verdrunge xum das jähr 1040. (Siehe auch Loleslaus ,7.
ricus. ) p. 162. L. 8- p- . ,, c.
üb. II. c. 14. x. r;7. Milseli. äec. I. lib. VII- le 'p. 64. H 1^,
* Jaropolcus , Fürst der Russen zu Kiow, ,!5Suantoslai, und kam nach dessen tode an. 971-, E zs/MEr erschlug an. 976. seinen bruder Olgam, MlExpMFlaw ; wurde aber noch dasselbe jähr von seinemchM/Wlodimiro I. Fürsten zu Novogrod, mit ME. ei^stzahlet, und hinterließ von seiner gemahlin M >dem kloster entführten Griechin, keine kinder. ^^kolon. irer Äloscov.
* * Iaropolcus, Fürst zu Pereslaw und KiAsöhn Wlodimiri zu Ploczko und Kiow, und em en ^, jvGroß-Fürsten der Russen. Nach seines vatters 1 ^ri z»1126. erfolgte, suchte er sich von dem joche der gp.freyen, wurde aber an. 11,4. gefangen, und ^nachdem sein söhn Basilius die ranzion erleget/
Das folgende jähr schlug er die Polen bey HE ftackM/und starb an. 1140. den 10. februarii. Als dme ^einstens die Polen unversehens überfiel , machte
wode von Cracau, sieden grossen ^theil der ^
commandirte , eiligst aus dem staube. -S'V'^0,schickte ihm der Hertzog Boleslaus 81. ein haasem^ ptisALcken mit flachs, und einen strick, welcher M'vs.M H Ewode so nahe gieng , daß er sich selbst M »strick aufhieng. Seit dieser zeit hat der Cal>e'cau die stelle eines Woywoden, beydes wasaulhorität betrift, beständig mit vertreten.
in vim Lolesl-ii. Ytt. z>I'
Iaroslaus , Groß - Fürst in Rußland rheE'/ t/!Wolodomiri I. Sein vatter hatte ihm M der ^ M ^100;. die provintz Rossow, seinen jungem vruHertzvgthum Kiow zugeschlagen. Allein er war ^ ^
zufrieden, nahm deswegen Kiow mit llst eM'w .Mdarinnen alle vätterliche schätze. Hierauf kam ^, L.F'kriege , in welchem Iaroslaus mit seinen ou ^den kiec^ngis, in die^ flucht geschlagen tA,ek,rop,, thends siegele er zwar über seinen bruderHertzog zu Twere, ward aber hingegen
Polen geschlagen , welche Snentopulcus zu ^
hatte. Diesem ohngeachtet brachte er endümRußland unter den fuß, und ward an. r Postb LrLworauf er an. i°;8. den ^
das gantze land
schaden zufügte. Seine Unternehmungen, ' „ dvt
Griechen zu Wasser an. 1040. vorhatte, wm „nker^ et i,heftigen schiffbruch, welchen er erlitte, Zwar p.
als aber dieselben seine grentzen verunruhlM'^.r.lande unterschiedliche schlachten. Er starb an- Wtess, psechs und siebenzigsten jähre seines alters, uimsöhne, welche Rußland unter sich ä/ihellm -F
k°l. lib. II. III. Hübners genealogische tabeur'
* Iaroslaus , Groß - Fürst der Ruffenwar em bruder Georgii II. und Georgugleitete als ein Tartarischer Vasall den mcwelcher zu ende des XIII. sseculi an denjuck abgeschickt wurde, und verlohr an beyr' ^beygebrachtes ,gift das leben. Von AEslawitz/^.Mgende merckwurdtg: r.) Alexander 3ar^'^DaM ISoben ein artickul handelt. 2.) Andreas -w. hyE xiSM/der Russen zu Susdal , und Urheber oe ^
;.) Iaroslaus Jaroslawitz , Fürst der ^n^x letz . ^und urheber der Hertzoge zu Tweere 'chael, von seinem schwager dem Czaar r
verjagt worden. 4. ) Michael Iaroslarvltz'