Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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und in die Demere fällt, nachdem er bey Hougarde, Tille-monk und Leuwe vorbey geflossen. Ehemals hat sie einem be-rühmten geschlechte gleiches nahmens zugehört; allein Johan-nes von Jauche verkaufte sie an. 1511. dringender schuldenhalber aissJohannam von Gros. Jedoch Margaretha vonViteux, Johannis Coutereau gemahlin, deren mutter Johannavon Jauche des besagten Johannis schweflet gewesen, brachtesie an. 1517. wieder an sich, von welcher zelt an sie bey ih-ren nachkommen geblieben. , croxb. cle ümb. rom. II.

x. 129. L snpxl. rom. II. ps8- 20.

* Iavellus, (Chrysost.) ein Dominicaner, gebürtig aus Ca-vanese im Piemontesischen, daher er auch Lavanacivs genen-net wird. Er lehrte von an. 1507. bis 1519. zu Bolognadie Theologie, als Petrus Pomponatius, sein vertrautesterfreund, wegen feines bekannten buchs, cle ImmortLütate /mi-ni« , in grosse Händel gerieth, auch mit seiner Verantwortungbey den Inqnisitoribns gar nicht zu rechte kommen konnte.Iavellus schlug sich demnach in das mittet, gieng auf Pom-ponatii verlangen sein buch ordentlich durch, und fügte dem-selben hier und da einige glimpfliche erläuterunqen bey. Die-ses hatte solche würckung, daß nicht allein Pomponatius vonder beschuldigung des arkeilmi los gesprochen, sondern auchverordnet wurde, daß künftighin diese schrift anders nicht, alsmit beyfügung der erklärungen Javelli aufgelegt werden sollte;wie solches auch in der Venetianischen editivn in fol. an. 152-;.in acht genommen worden. Übrigens wpllte Iavellus nie-mals keine bedienung bey seinem orden übernehmen, damit erdesto ungehinderter feinem stubiren, und der Verfertigung ver-schiedener sowol theologischer als philosophischer schriften ob-liegen könnte. Iavellus ist ungefehr an. 154°. gestorben.Seine schriften aber sind: /lristoceÜL« Morsüs kbilolopbi«vilpolicio, Venedig I?,;. Noralis kbilos. Llaton. visgullitio,Venedig I5;6. in 4. Liviüs kkilosopki« sä mentem klsto-nis Öisposirio üogica; Inüitutiones Lbrlüian« kliilosopbic«

Lc. Seine weme sind an. 158,0. zu Lyon in zwey theilenin fol. heraus gekommen, blbüorb. clo

Icript. sxc. XVI. x. i?2. stück XIV. n. 2.

;ic>. segg. Lrtrarüi, bibl. kr«6. tom. II. p. 104.

Jauer, das Fürstenthum, ist eines der allerconsiderable-sten in gantz Schlesien, so die grentze mit Böhmen und Lau-sitz hält, da es von jenem das hohe Riesen-gedürge, von diesemder Queiß entscheidet,, an der andern seile flösset es an dieSchlesische Fürstenthümmer Sagan, Glogau, Liegnitz undSchweidnitz. Es hat 4. Weichbilder, das Jaurische, dasLemdergische, das Buntzlauische und Hirschbergische, ist sehrwohl bewohnet, hat einen grossen und vornehmen Adel, undtreibt starcken Handel mit seinen daselbst verfertigten leinwandenund schleyern. Vor allers gehörte das Jauerische Fürstenthumden ersten Hertzogen von Breßlau und Liegnitz, nach HenriciII. tode aber ««.1241. behielt es sein söhn Boleslaus II. Lslvus.Nach ihm gelangte es nach und nach an seinen jüngern söhnBoleslaum Oloriolum oder Bolckonem I. welcher auch dasSchwridnitzische und Monsterbergische Fürstenthum dabey be-saß , so zwar unter seinen nachkommen wieder zertrennet wor-den , das Schweidnitz-uyd Jaurische aber ist bey dem HertzogeBolckone dem letztem, so an. i;68. starb , wieder zusammen ge-kommen , und seiner wittwe Agnes, Ertz-Hertzogin von Oester-reich, auf lebenslang mit gewissen condttionen überlassen wor-den, worauf, als sie an. 1^92. gestorben, selbige völlig, ver-möge deS mit dem Kayser Carolo IV. als er sich mit Henrici II.des letzten Hertzogs von Jauer erb-tochter Anna vermählet, ge-schlossenen tractaten, auf ihren söhn den Kayser Wenceslaümgefallen. Von welcher zeit an diese beyde Fürstenthümmer un>feparirt stets beysammen geblieben, und durch einen vollmäch-tigen Königlichen Landes - Hauptmann regieret worden. Siesind auch die eigentlichen güther eines Cron-Printzen von Böh-men. Sie haben ein ^uäiLiuminappellabils, das rothe Siegelgenannt, bey welchem der Landes-Hauptmann präsidiret.

Jauer, vor alters Jawor, lat. isaumvia, die Haupt-stadtobgemeldten Fürstenthums, liegt 7. meilen von Breßlau, undz. von Liegnitz , in einer angenehmen ebenen gegend, da einemeile darhinter sich schon das Riesen-gebürge nach und nach an-fängt. Als Schlesien unter die söhne des vertriebenen HertzogsUladislai an. 1164. getheilet wurde, war sie schon als eine stadtmit pfälen umschlossen, und bekam sie der Hertzog Boleslaus I.Mus, bey dessen nachkommen sie auch geblieben, wie sie dennan. 1244. sein ur-enckel, Hertzog Henricus III. von Breßlau be-sessen , und ihm die Fürstliche bürg zu seiner beständigen Woh-nung erwehlet und erbauet, von dem sie an. 1266. auf Henri-cum ?iobum, und an. 1290. auf Henricum V. Lrslüun z„Breßlau und Liegnitz gekommen, welcher diese stadt und an-dere seinem bruder dem Hertzoge Bolckoni abgetreten. Diesestadt ist mit starcken mauren und einem graben beseitiget, undfliestet ein dach, die wütende Misse, darbcy vorbey. Vor demdreißigjährigen kriege war sie wohl bewohnet, und angebauet,und trieb einen grossen leinwand-handel, daher auch noch dieSchlesischen leinwande in Holland Jaurische linnen genennetwerden. Allein, als von an. 1646. an die Schweden die stadtinue hatten, kamen an. 1648. die Kayserlichen aus Liegnitzdurch eine krieges-list hinein, plünderten die Häuser, und steck-ten sie m brand, wodurch die gantze stadt samt der bürg in dieasche gelegt wurde, von welcher zeit an sie ihre nahrung verloh--

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rett , und sich nicht mehr erholen können. An.phalischen frieden bekam sie die freyheit, daß eine Luwche in der Vorstadt allda möchte erbauet werden, ss'/Miie kE1708. nach der Alt - Ranstädtischen convention etwIn der bürg oder dem schlösse hat der vollmachtM ""Landes - Hauptmann der Fürstenthümmer Schw m cdc°sJauer stine residentz. kolon. 0»^

blies. sie» er, 8üeüogr. Xa/o»ü kücLiüx reaivibuicln. ^Lurciv. . ^c0»l^

Javersac , war einer von denen, welche mit >vEvers zwischen dem Balzac und dem ?. Goulu mtemaEr war aus einer kleinen stadt ohnfern Angoulew^Igieng aber nebst einem buche, so er einen Discoursque an den Nicandre intituliret, und welches er ^ Molarchum und Narciffum (unter welchen nahmen ve, seinesund Balzac stecken) geschrieben, nach Paris; wi^^che "gtique nicht weit her ist. Er wurde allda in stwm ^ er Lyprügeln, degen und Pistolen angegriffen. Allem ' Meriund munter war, ergriff er seinen degen, verfolge >bis auf die gaffe, und wehrte sich dergestaltvon ihm redete, wie wenigstens die fache von z ue r'Kfreunden, nahmentlich von Sorel in der P'blE s^che A^oiks, erzehlet wird. Nichts destoweniger wurde ^„l ^diesem gantz anders referiret, in einer schrift, ss rer ^ret: üs Oekiite äu kal»cün javersac , als nach sst ^che f»te kerl bey keiner gar ehrbaren gesellschafft in IM

den pruglern sollte angetroffen worden seyn, und "HEAbis ans ende mit gröster gedult ertragen haben.solche erzehlung grossen schein einer fabel undMan schriebe solche dem Balzac zu, dem auchgen anstiftung der prügelung selbsten schuld gEUzac so gar in dem titul vbgemeldter schrift die Mvden Goulu, oder wie er da redete, auf die üMs -

ras äu krince cles seüilles hatte schieben wollen.schuldigen sowol den Goulu als den Balzac,wiß, daß Balzac, als er auf das tod-bethe ^

innerte, wie er in seinen ersten jähren mit dem ^del gehabt, einige seiner freunde zu ihm SThen^? /zu sich erbäten. Als nun Javersac zu dem ster ^zac gekommen, hat er ihn mit grosser fteude u» ^ yen Fhaben sie sich also mit einander vertragen, ^einÄ/versac dergestalt bewogen, daß er solches mu.' §gen annahm, und ein sonnet machte, "M^tod zu betrauren. KlKl. kr-mg.

Javolenus oder Iabolenuo priscus,Rechtsgelehrter unter Trajano, Hadriano um>der auch den noch berühmtem Salvium Jul>aEger gehabt, und ihm so gar in Verwaltung der ^ gegter und provintzen mit seinem rathe an die v TGleichwol war er zu reiten von seltsamen «nv ,ten einfüllen ; dessen zu einem Muster dienennius der jüngere erzehlet: Als ein gewisser M lnahmens Paßienus Paulus vor einer ansthnss^ BPsslung ein geticht habe vorlesen wollen, mw hjesck V.macht mit den Worten : krilce jubes, vsiL gh er ^ v»Jabolenus sich zum gespötte anstellend, als ^man wolle von ihm reden, den vers untermow s"ein geruffen : Lgo vero non jubeo; da dann he >1

aber zugleich „„zeitige und unhöfliche ^ tzl

wesenden grosses gelächter , und dem gutenverdienen ziemlichen schimpf und bejchämung ° ^je.j^Inius giebet bey diesem anlas zu erkemien, so ^ ocowohl zu verwundern habe, daß eine solcheden Rechten raths gefragt werde; klaget denn Hyi s -

lich der leichtsinnigkeit an. Die schriften, ss l-b- ^

pore )uris angeführet werden , sind : six ^klsutiam Üb. V. sipiltolsrum lib. XIV. s ',z. ^

epllt. 15. cle clar. leg. int. üb- -- ' ,0

vitX IL. üb. I. c. 9. * .

Javols, Iavoux, Lnäsnclum, Oi viMS i-s ^ !

nunmehr ein dorf 4. stunden von Mende Wl ^ ^vor diesem die Haupt-stadt der Gadalen uno w? .)

Menbe, oder im Gevaudan. Man hat w^beii. /S!M.tzen, aufschriften, todten-krüge rc. herfurgeg , l

* Javorsky oder Iaworskv, Iaworow ^ ^Ertz-Btsthoff von Rezan und Murom in Mvl ,

Ireculo, war in Polnisch-Rnßland vonbohren, studirte in Polen, und erwarb Mdurch die freygebigkeit des Kiovischen BN«unterstützet wurde, eine so gute gelehrsamken^ er Dnen allen seinen lands-leuthen zuvor E PwF

derum nach haust kam, und einst nach Dt >de, setzte er sich durch eine leichen-rede bey 0 l 7 °^c»in so grosse Hochachtung, daß ihn derselbe ««sterben des Patriarchen Adrian der gantz Mch..xe,,,ss,vorsetzte. Er verblieb in dieser wurde bis f>^>

cher an. 1722. den 27. sept. in seinem 64-' ^schrieb ein werck unter dem titul: ^ netrowelches zwar schon längst gedruckt,, von ^dderselbe gesehen, daß es mit Mmchmige" xen >vvten angefüllet sey, ans licht zu stellen vewlein nach Pekri I. tode hat solches dennoch v