Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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306
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ZO 6 jemjen

Schlesien, zwischen Breßlau undBrieg, denGrafen von Sauer-mann gehörig. Es kam an. i6?4. in Sächsische und an.

1646. in Schwedische Hände, worauf es von den Kayserl. an.

1647. vergebens belagert, und erst nach dem Westfälischenfrieden von den Schweden verlassen worden. Luca Schles.ehron.

Iempterland , lat. fempua, war vor zeiten eine zu Dä-nemarck gehörige provintz von Nordland an den grentzenvon Norwegen, gehöret aber nunmehro seit dem an. 164;. zuBromsebroo geschlossenen frieden dem Könige in Schweden.Es ist eine kleine provintz, stösset gegen norden an Lappland undAngermannland, gegen osten an den Bothnischen meer-busen,gegen mittag an Hellingen, und gegen Mitternacht an das ge-bürgt Scarsfielt. Das land ist mehrentheils bergigt und wal-digl, und hat einen engen kleinen see, woraus ein fluß entspringt,der sich hernach in den 8mum Lotlmicum ergiesset. Die ein-wohner nähren sich meistens von dem fisch-fange., Es sind kei-ne sonderliche städte darinnen, ohne allein z. schlösser, nemlichRessund, Dvcre und Lith. 8uecia. Beschrei-

bung Schweden, k- H. c.

Jena, eine stadt, Universität, schloß und Amt in Thüringenan der Saale, 2. weilen von Weimar gelegen, in einer anmu«thigen gegend, aber mit hohen bergen umgeben. Einigen schei-net Jena der älteste ort zu seyn, und von dem dach Jemda,der unweit davon fliestet, den nahmen zu haben. Die erstenerbauer dieser stadt sind ungewiß, indem einige die Thüringer,andere die Schwaben und Hermundurer, oder, wie es amwahrscheinlichsten ist, die Sorben und Wenden davor ausge-ben, indem selbige in dieser gegend gewöhnet, und verschiedenedörfer um Jena herum, als Cloßwitz, Geschwitz, Osmaritz,Cumtz, Nerickivitz, Löbnitz, u. d. g. angelegt. Und zwar, wiees fast das ansehen gewinnen will, ist aus verschiedenen dör-fern eine stadt entstanden; wie denn dieses gewiß, daß die Vor-städte von Jena dörfer gewesen, auch in den alten registern ih-re vorige nahmen noch behalten. Es hat dieser ort in altenzeiten verschiedene Herren gehabt. Anfänglich hat selbiger denMarggrafen von Meisten zugestanden, wie denn auch Marg-grafEccardus II. den GrafSiffrid von Nordheim an. ioor.ermordet, allhier begraben worden. Nach diesem ist die helftean die Grafen von Lobdaburg und die von ihnen entsprosseneGrafen von Arnshaug gekommen. Es hat aber MarggrafFriedrich mit dem gebissenen backen den einen vierten theilan. i zoi. mit Adelherten, Gräfin von Arnshaug, erhcurathet,und den andern vierten theil an. i;,;. kauf-weist von denHerren zu Elsterburg und Arnshaug wieder an das Marg-qräfliche Haus gebracht. Als Marggraf Friedrich der streit-bare sich mit ftinem bruder Wilhelmen an. 1411. abtheilte,fiel Jena dem jungem zu, wiewo! sie an. 142;. mit einan-der umtauschten, dergestalt, daß stadt und Amt Jena anChurfürst Friedrich den streitbaren, Leipzig hingegen anMarggraf Wilhelmen kam. Hierauf bekam Jena ChurfürstFriedrichs anderer söhn , Sigismundus, und nach dessen ab-sterben Hertzog Wilhelm der tapfere, welcher auch an. 1446.mit Kayfer Albrechts tochter, Annen, hieselbst beylager hielte.Nach dessen tode kam dieser ort an Churfürst Friedrich dengütigen, und nach dieses absterben an die Ernestinifche li-nie. 'Churfürst Johann Friedrich ließ allda an. 1548. einOvmmü'ium H.ca6smieum anlegen, welches nach erhaltenenKayserlichen Privilegien an. i;;8. in eine völligeAcademie ver-wandelt wurde; wie man denn auch bald einen Schöppen-stuhl und ein Hof-Gericht allhier angerichtet. Nach diesemist die stadt zwar zu dem Weimarifchen antheile geschlagenworden , die Universität aber der Erncstinischen linie bis jetzogemeinschafftlich verblieben. Nach Hertzog Wilhelms tode tstin der unter den hinterlassenen Printzen gemachten theilungstadt und Amt Jena dem jüngsten Hertzog Bernhard zu theilworden, der seine resident; dahin verleget, und eine eigene li-nie gestiftet, fo aber mit dessen Printzen, Hertzog Johann Wil-helmen. wiederum verloschen. Es ist hierauf Jena an die Ei-stnachische linie gekommen, welche selbigen ort annoch besitzet.Der ort ist nicht groß, hat ein Fürstliches schloß , und ist mit;. kirchen versehen, worunter die zu St. Michaelis die vor-nehmste , fo einen altar hat, unter welchen man weggehenkau. Die Collegien-kirche hat vormals den Dominicanern ge-höret , ist aber bald nach aufgerichteter Academie nebst demdaran stossenden gebäude darzu gewiedmet worden. In demLoilsgic, ist die bibliotheck und das müntz-cabinet nicht zu ver-achten. Ausser der stadt findet man den Hansberg nebst demsogenannten Fuchsthurn, den Gleißberg, welcher wegen dertreflichen krauter berühmt, den Luther-brunnen, woselbst sichLutherus öfters ausgehalten, den Fürsten-brunnen, und andere;auch giebt es viel Weinberge da herum. In dem dreißig-jährigen kriege hat dieser ort viel ausstehen müssen, indem erbald von den Schwedischen, bald Kayserlichen volckern aus-geplündert worden. Nicht weniger hat auch daselbst die pestzum oftern graßiret, zumal an. 1578. in welchem jähre mandiestlnwersitat nach Saatfeld verleget, und an. i6;6. An.r üüo. entstund allhier ein heftiger studenten-tumult, so aber,nachdem die rädelsführer theils darinn umgekommen, theilsgefangen weggeführet worden, sich bald wieder gestillet. Ore.

6eoprapku8 ilrellsteÄua feoensis.bist. templi fon. Pfefferkorns merckw. der LandgrafschafftThüringen. HEerr annal. 8axon. o/ear» fM. rsr. Ikur.

1 e n

* Jena, (Friedrich von) ein bruder des nachfolM.^^hckfrieds von Jena, war um das jähr 1620. zuren, und nahm zu Wittenberg an. 16?;. den - M*vockoris an, wobey man ihm das jurament amcordien-duch erließ. Nach diesem wurde er an. .«.chEkor .suris zu Franckfurt an der Oder, ließ sich"!',,,,Staats-Rath in vielen Gesandtschafften brauchenstarb an. 1682. als er kurtz vorher im träum die > ^ ßlee-hört : Lxeunäuni eil iVlunüo. Er war vermahlt 2nora Margaretha Müllerin , von welcher drey g,

. /ilä Xs "

ren, als Eleonora X. von Ende,denn eines von Plathen gemahlinrichs von Börstet, und Dorothea,mahlinnen. Seine schriften sind: villerracionesciis eorumgue

)cme schriften sind: viilerratlon>---

_ , _karcibu8 L Koro LompsteotiL; g.

nibus; cle krobationibub; cle Imperators fiuMLN

nico; cle Najeüate L ejus stuiibus, guL vulM

sora voeamur ; cle Veionia ; cle 8ucce1Iione ^ '

ab iutestato; cle /ickioiiom in ÜXreäes Transitwv

Ku8 lic itantibus cliverli juris ; cle Loeacione äc

cle KegibuL; cle Lauka Lcmvemionum ex caku p Lgst.

cle.ftirs Livili, Lanonico, keuäali. BeckmNNNs

VII. p. Z44.

f Jena, (Gottfried von) Königlich-PreußELHERath und Cantzler in dem Hertzogthum Magdeburgwar den 24. nov. an. 1624. zu Zerbst gebührenvatterund groß-vatter Ober-Bürgermeister gewestl'vorfahren haben sich erst in der Graffchasst Schwach ^ t'in Thüringen aufgehalten , in dem XIII. sieorilo av)Ertz-Stifte Magdeburg niedergelassen. NachdemsH'mnaüo zu Zerbst, wie auch zu Wittenberg, MGiessen studiret, ingleichen die Niederlande, Ej^

land, Franckreich und Italien durchrcisct, istfürst Carl Ludwig von der Pfaltz zum Lrofsss»S-ln ^ Mdelberg, und hernach an. 16;;. von Churfürst L', a>>Helmen zu Brandenburg zum krofell'ore zu FransswOder verordnet worden. An. 1662. wurde crRathund Cantzler des Fürstenthums Minden gcss"bald hernach als Abgesandter nach Regenspuch Wlhdaraus an die Churfürsten zu Mayntz, Bayern /

schicket. An. 1680. wurde er zum Cantzler des MMagdeburg bestellet, wiewol er selbiges amt

an

Magdeburg bestellet, wiewol er selbiges au»

. 1687. nach seiner rückkunft von RegenfpMg w

stein, ymieruey aver reme eroen, oayer er fi^,er L'i'le nebst 60000. Rthl. zum unterhalt zehen ^^ yosp'Äijss!vermachte, auch über dieses an. 1697. "» ^-

Christlichen liebe gcnannt, vor arme gebrechlick^-J^

religion stiftete. Er starb zu Halle den 8- ja»-liegt in der schlvß-kirche begraben, woselbst ihmtapbium gesetzt worden. Er ist insonderheitwegen seinen rractaten äe Kations 8latu8;

Lenefieio Lomperentix ; cle ßure vfierencii > Lssore; äe ssurs katronatu8 KeelesiLlkiLl; i'oM'

Liv. Lan. keucl. 8ax. L Lonluet. novilf. cle k . fle gli-

^ure facrsto in 8scro Imperio Komano-6erm» ^

Lommiiloria; cle Degitima Kiberorum ; an oe ^ ^

feipt'vm öligere ant ssleÄioni fti» conlev ^

gUI8

Oaptivitate ; Öiss. V. cle Liectione Imperators^

gleichen hat er ediret Andreä Knichens rece .

kervelkigationem cle Komanorum ImperatorZerbst IÜ2I. in 4. Hamd. hjft. remarqu. m ' feg. §noticia Ilniverf. Krancok. VII. k- ^hist. VII.;. p. 14?. feg. merich^E

Ienatz, Jenatschchas dritte Gericht imunter Castels hinab lincker Hand gelegen;ses und wohlgebautes dorf. Es wird sonst a »^s,Gericht genennet, vvm nahe gelegenen schwv F

auch die hohen geeichte fertiget. * . ,

Iencköping oder Ieneköping, ^I'«rovin^,s EKSchwedische stadt in Smaland, so eine seesGothland ist. Sie liegt am südlichen «str ^ W/ aiüÄi/ist gantz von holtz gebauet, und Tewi .^e > F ,wärrs von Calmar entfernet. Der

aber das schloß ist mit einem aufgeworffenen e Mund an einem see gelegen. Die stadtzigen langen gasse, welche mit lauter hw^^. Äist. So macht man auch daselbst ftine tav ,vst fhielten vor zeiten allhier ihre zusammenkum^ ^erM.

Steno Sture an. 1^0;. hier eines jähe»der König Christianus IV. in Dämin^r«- ven pas ^

lodes

16?,

ping einnehmen wollte, haben die ^der in brand gesteckt, die vestung aber "0^ x. ^. 8uec. Befthr. Schrved sß,,A

esse uralte

Jenckwitz, Iencowitz, eine ur»»>-Schlesien , ist aus dem geschleckst derer von K M ^len entsprossen, und schreibt sich aus d/m h^,s ^den in dem Breßlauischen. Laurenlms WS,,, P),,

Witz auf Poslaniz zeugte mit Barbara Wem(Za"

M. Ambrosium. Dieser starb an. "77-