Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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307
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zu St. Iohannis in Breßlau. Jener aberu 'M'o, Petrum und Nicolaum, davon der ersted.Ä'alsV^- ^onicus zu Breßlau , der andere aber an.nves-Hcmptmann des Brcßlauifchen Fürstcnthumssöhn Abraham von Ienckwitz auf Gold-Kutsch und Baumgarten/ gierig an. 1606.ab. ^ouptmann des Breßlaurschen Fürstenlhums mit

a^Ien ^ Schles. curios.

a^Kc ! (Fridericus) ein berühmter von Mantua ge-öes XVI. stec. Nachdem er verschiedene2 '^cKöm^Äs" seiner wisscnschasst gegeben, sandte ,hn die^"achA„^Elisabeth zu dem Bürgermeister von St.Alde-iur zeit da diese stadl von dem HcrtzogeM- an/.. ward. Ienedelli gab viele vortreflicheNgZ t» fcind abbruch zu thun, und ließ unter

ade^eiiien n '^^en, in einem jeden ein vestes gewöibe von»»"^en; das eine Mete er mit üo. das anderelc°. . i"^rn schjeß-pulver an, und ließ selbige den 4.ktzZ i'w r«t der fiuth den fluß hinunter fahren, daschade bey der brücke zu stellen kamen. Als nun^ nichts gefährliches zum Vorschein kam ,lksM» ad^°',"nd sprangen in grosser anzahl in die schiffe.

»>!>, is^"ü der knall los , und wurden über achlhun-»^e w^'^ich zerstückct, und in die luft gesprenget;

(»ß n ^uetstv. Ovn den herabfallenden quaderstücken elen-" ße a,,f ' Die erschütterung war Hiebey so heftig,VD die Meilen weil gespüret hat. Die meistenew-^ Mll gehöret, fielen als von dem donnerge-.'"Eber, wie denn dieser zufall auch den Her-ss -,Md sein gantzes gefvlge traf. Die drücke wardArs > Chalet . ^gerichtet, baß als gedachter Hertzog fichnnss,und zu derbrücke gekommen war, er solcheDr anders als mit erstaunen ansehen konnte.^eyehM u> möglichster eile wieder in vorigen stand-°»!^mat aber einen zweyten versuch auf vorige^Ee»sicb die feindliche schiff-brücke zum andern mal.

e? Sed, stiert.. die Spanier wiederum zu hclffen, und ih-MLen. Thuanus und andere geschicht-schrei-Nny ^/"^elli, als des vortreflichsten Ingenieursdxx Lls eines geistes, der in erschröcklichen und zu^ khlib, w'noe abzweckenden erfindungen seines gleichen

?dÄ?"!ieb Friedrich) der H. Schrift Istc. Moral.Nl»fmie zu Leipzig vecemvir, des kleinenÄt ^Uyd M^mt rc. ein mann, der sich durch seine ge-d,?^iick-s " beständigen eifer vor das gemeine beste^ n, e^^emken gestiftet hat. Er war im jährMl, "Mlvv e-M ^u Eutritz einem Raths-dvrfe bey LeipzigN>a, .Diye w, 5 ?Eer, M. George Ienichen, Pfarrer gewe-lkt ^L^er, ,^ier war v. Friedr. Balduins, praÄiciin»^r. gr^7, des berühmten Wtttenbergischen Gottsge-<> >?^^,Mkig^, dums enckelin. Anfangs ließ ihn sein v'at-V' Li i" di? Nennern zu Hause unterrichten, und thatN-i M^draün-iEe und in das Lymnalium zu Alten-

V kvss u«ch dx!» ^ es unter Friesern und Grosser» so weit,

V V?' (/x D^ren mit nutzen auf die Academie be-

» XssMie hier Hardten, Alberti, Schmidten,

> v a». ./^Mencken, und Cyprianum sehr fleißig,

Mmcken ,

H-Htky a. »e so rzuvä xlacet, und ward NN.

dss-ANMch aber neben den philosophischen wissen-^rE^ogle, und genoß bannn des UnterrichtsJvh M" Lehrer, disputirte auch unter Joh.8^ »beKsich^jAchmldten. An. 170;. gieng er auf rei-n, .s.ejer gelegenhert, von vielen dingen gantzd>^eikh!Mbe - als man sich manchmal auf sei-

in die bekanntschafft mit den gro-

V°hl^ M^"isehland, Holland und Engelland, undbedjA"g der beschaffenheit unterschiedener steten^»d^An^ndv»."'- Insbesondere hatte er das glück vonI^Den l.Ä"^n in die geheime Jesuiter - didlio-^ j>,^N^Dgte ^kters geführet zu werden. In Londenr'ii,s!,Dch?'Nterijxg^. oftmals nicht ohne beyfall. Nach seiner' als g^Llcht, sich sowvl durch schriften bekann-.vssipt>er studirendenjugend mit lesen zuMischen erste nachmittags-predigt in der

Dd ^>t<y,orü. unn In eben diesem jähr erhielt er dieX q^ireue un^ "nb nach die übrigen ämter, desforgfalt vorstund. Er warein mit-r» dessen ssubilero er an.Lejk.^kiyx ^ chachl, wte auch des kKilobibllLi undK. .707'^ften sind : »ittori. 8pino.ismi Lesn-t/Di, LroMLum sgpientis <L feliLis

b^dq^Dnhxj, ^ ».O^nsümanria, 1699. wozu ihm die">e,^t'n^?»"^mes knaben zu Amsterdam ei-D^eieg^um den" ?om andern die Lateinischen wor-d' p?<"he>t gab7",aug-apfel sehr deutlich zu lesen gc-

0» ^' Ooltu blsroin^rum, stiM vel w-"l- ,, 0 m 8enlmim externocum OsLono-

"wriz ^ IwmclIrnenti's OKciorum erga ka-Wxamen Lullse Lmi-(2.uesne1tumse,

1714. 6s 8katu Lubäikorum narursli, In religuus luis ipecta«w . 1721. eis so, guoä justum L clecorum est circa ^ocoS<L kacseia8, 1724. 6s Lapiäs Jacobe unÄo, 17z 1. Lc. Eflhat auch unterschiedene xrogrammma, und diejenigen, welcheim nahmen der Academie ausgefertiget werden, fast ic>. jahfllang geschrieben. Folgende sind vor andern zu mercken r6e boceats <L kono kscrekstmiliss <L oKcivso Kl->riw ; äs ku-tilitats Lommercii pspyrscsi, 6silis äctions elicti; eis Nmo->nino phiiosopbo; eis Xenons Liciec,; äs 8sntemÜ8 Moral!«dus Lpicuri, Lc. Übrigens hat er Clcrici /irrem Lriticsm undphilosophische wercke wieder auflegen lassen, und mit nützli-chen vorreden versehen, auch an den LQis Lruäirorum fleißiggearbeitet. Gelehrte Zeitungen.

* Ienichen, (Peter) fteckor und Prediger zu Thoren, wardan. 1679. den 7. jan. zu Fürstenberg in der Laußnitz gebohsren, allwo sein vatter Pfarrer und Aufseher über die schulengewesen. In seinem 14. jähre kam er nach Cüstrin, und warddaselbst 7. jähr wohl unterwiesen. Hierauf verfügte er sichnoch auf das Oyirmalmm zu Berlin, da er zwey jähr Versblieben. An. 1700. begab er sich nach Wittenberg, und nahman. 1702. die NsMsr-würde an. Zwey jähr hernach ward eräcijunckus der philosophischen Facultät. Das Rectorat zuThore» erhielt er an. 1706. wozu an. 172;. noch die stelle ei-nes Viacom bey der Altstädtischen gemeinde kam. Er starbden iz. febr. an. 17)8. Seine schriften sind, ausser vielen di»sputationen und orationen : Imlsris Vicremm , welche auch inHofmanni sammlung lcripk. Lulär. stehet; Hist. ChronologischeTabellen; Xoütia LiblioftiecT Tstvi'unierM ; MelstemakaINorunienlia Kc. Gel. ZkitUNgM, 174:. imm. I.

Jeniscey oder Jenci, ein fluß in der nördlichen gegenvvon Moscau, in der provintz Lopia, nahe bey dem volcke, Tin«göses genannt. Er hat auf der ost-seite grosse berge, auf derwestlichen aber eine grosse und sehr fruchtbare ebene. Mansagt, daß dessen lauf sich so weit erstrecke, als deö flusses Oby,und daß er in vorigen zeiten fast 70. weilen lang in das landhinein geflossen. Beschreibung Moscau.

* Jenisch, lat. fsmliu8, fenilcliiug, (Paulus) war an»iz;l. zu Annaberg gebohren. Sein vatter, der ein bergmannwar, und gleichen nahmen mit ihm führest, hielte ihm erstlichPrivat-Inkormswres, schickte ihn aber nachqehends in die schulezu Annaberg, worinn er in llum-mioribus so zunahm, daßdie krsecepwres ihm nicht allein das lob eines fleißigen fchülersgaben, sondern auch sein damaliger ftekkor ihn an. 1570. selbstauf die Universität nach Wittenberg brachte, und den Ge-lehrten daselbst aufs beste recommendirte. Ob nun wol seinestief-mutter, welche ihn nach absterben seines vatters aus ihrenMitteln erhielte, und seine freunde gerne gesehen, daß er sichauf die Medicin appliciret hätte, so ergriff er doch die Theolo-gie, ward an. 1576. zu Wittenberg kstiloloplurs Magister, er-langte kurtz darauf das Conrectorat, und ;. jähr darnach dasRectorat in seiner vatter-stadt. In seinem schul-amte verfer-tigte er unter andern bey den gewöhnlichen Lxammidus netteund wohlgesetzte Orarionea, die er in drey classen eingetheilet,schriftlich hinterlassen Hai. Jedoch sind davon vier, als: Xar°ratio 6s Vica, 6sst>8 atgus Obstu Lstristiam II. in Obittiin v.Lnn-e VIsÄricis 8sx. in Obimm v. Lugusti stlc-storiz , und inObitum v. Lstristiani I. LIsÄ. 8axoa. Leipzig 1612. in 4. ge-druckt worden. Nachdem er r8. jähr diesem amte vorgestan-den hatte, so legte er solches an. 159;. freywillig nieder, undward zu ansang des folgenden jahrs Prediger zu Eyla beyBorna, blieb aber nicht länger daselbst als bis zu ansang des1596. jahrs, da er als Superintendent nach Eilenburg vociretward. Nachdem er hier sieden jähr zugebracht hatte, ward eran. i6c>z. erstlich dritter Hof-Prediger an dem Chur-Sächsi-sehen Hofe zu Dreßden , wie auch List-stör des Ober - Loniisto-r!i, erhielt aber hernach an. 1607. die mittlere, und an. lüro»die erste Hof-Prediger-stelle daselbst, welcher er auch bis an sei«nen tod rühmlich vorgestanden hat. Er hat sich an. 1579. per-ehlichet mit Catharina, Johann Coyters, Raths-verwandtenin Annaberg tochter, hat mit selbigerjähr im ehestande ge«lebet, und drey söhne und eine tochter erzeuget. An. 1612. warder vom stein und der colic überfallen, und gantz und gar aus-gezehret , daß er auch den 9. nov. gedachten jahrs starb. Seineschriften, welche sowvl vor als nach seinem tobe heraus kom-men , sind folgende: in lubiranesm <L ludkuniam ännTber»gre Oeüagrstionem vpiüolN XVI. Phrenoälse XXX. a civibuSpüttiöegue amanükub aliisgus conicriptee, Dreßden 1605. m 4.LnnLbsrgD ÜlisnisL (Irbis Iflistoria in 6uo8 libros 6igesta , ik.160;. in 4. 6s Vita, (Isit>8 atgus Obitn Lbriüiani II. Llsäk.8axon. Leipzig i6n. 1612. in 4. Illustrium guürunäum Vita ,viÄs, ssaÄa, cum bssto ipsorum Obitu , ibid. 1612. in 4.der LXXVIII. Ps. frommen Christlichen Eheleuthen zur Lehre,und nützlichen Unterricht in drey Hochzeit - predigten, Leipzig1600. r6c>9. Eine Leichen-Predigt über ^svsua XXIV. 29. ibid.iSoo. Leichen-Predigt über vcclef. IX. 12. ibi6. i6so. in 4.Leichen-Predigt über Joh. XVI. 20. 22. ibi6. ,6oi. jn 4. VonVieh - Schaden in drey predigten über Psal. bXVI. ibid. 1601.in 4. Zwölf Predigten von der Kmder-Zucht, ibiä. 1601. ,«09.

in 4. Erndt-Predigten, ibicl. 160z. i6n. in 4. Der lehr-undtrostreiche Psalm bXXXVIl. m drey predigten, ib!6. ,604.Himmlisches Heer, oder acht predigten von den heiligen En,geln GOttes, ibi6° räoz. m 4. Zehen Predigten zur Psingst-zcit

Cc 4 gehalten,