Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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Julianus von seinem vorhaben abstehen müssen. Der KayserConstantinus besetzte Jerusalem wieder mit einwvhncrn, undbauete nebst seiner Mutter Helena verschiedene kirchen daselbstan dem orte, wo Christus gebohren , begraben und gen Himmelgefahren. Unter des Kaysers Heraclii regierung au. 614. wur-de Jerusalem von dem Könige in Persien, Chosroe II. einge-nommen. Nachgehenbs an. 6;6. kam diese stadt nebst demgantzen heiligen lande an die Saracenen, und ist gantz falschund alber, was mehrere scribenten der mittlern zeiten, welche sichallzu leicht von dem falschen Turpino verführen lassen, melden,daß Carolus III. diese stadt zusamt dem gelobten lande eingenom-men , oder gar von dem damaligen Persischen Könige Aaron,als ein geschenck erhalten habe. Das allein ist wahr, daßAaron dem Carolo III. das heilige grab zu eigen geschencket umsjähr 807. wiewol auch dieser besitz nicht gar lange scheinet gedau-ret zu haben. An. 1096. thaten einige Europäische Fürstennach dem zu Clermont gehaltenen Lnocili», unter anführungHertzog Gottfrieds von Bouillon, einen zug in das gelobte land,und eroberten Jerusalem an. 1099. worauf berührter Hertzogvon Bouillon König daselbst wurde. Nach ihm folgten unter-schiedliche andere, welche aber von den Saracenen stets verun-ruhiget wurden. Unter der regierung Gmdonis von Lusignan,welcher mit seiner gemahlin Sibylla diese Crone bekommen, er-hielt Saladinus, König in Egypten und <2yrien,unterschiedlichesiege wider die Christen, und eroberte endlich den 2. oct. an. 1187.Jerusalem nebst dem gantzen heiligen lande, bis auf Tvro,Tripoli, Antiochien und einige schlösser, so noch in Christli-chen Händen geblieben. Der Kayser Friedrich II. erobertezwar an. 1229. das gantze Königreich wieder , nach seiner rück-kehr aber machten sich die Türcken an. 1244. wieder meister da-von. An. 1288. nahm Alfix, Sultan in Egypten, den Christenviele städte weg, so, daß sie letztlich nichts mehr übrig behielten,als St. Jean ä'Acre, oder Ptolemais, welchen ort nachgehendsan. 1291. der Sultan, Melec Arafe, Alfirs Nachfolger, bela-gerte , und nach 40. tagen, den 29. may mit stürmender Handeinbekam, da er alle einwohner niedermachen ließ , bis auf die-jenigen, so in kühnen entflohen. Seit dem Acre verlohren ge-gangen , so ist kein Christlich kriegs-herr mehr nach Jerusalemgekommen, sondern allein pilgrim. Der letzte besondere Königvon Jerusalem war Johannes von Brienne, dessen tochter derKayser Friedrich II- zur gemahlin hatte, weicher dadurch dentitul und das wapen von Jerusalem auf die Könige von Nea-polis und Sicilien gebracht hat. Es kam hierauf das heiligegrab in die Hände der Egyptifchen Califs oder Fürsten, und bliebunter ihnen bis an. 1517. da der Türckische Kayser Selim sichmeister darvon machte, und anietzo stehet sie unter dem Bassenvon Damasco. Die neuen relationen, so wir von Jerusalemhaben, versichern uns, daß diese stadt vorjetzo sehr schlecht be-wohnet , und daß der gröste theil der einwohner aus der solda-tesca und den bedienten des Cadi bestehe, wie auch, daß einegrosse anzahl von Dervis,Santons und andernTürckischenMön-chen sich daselbst aufhalte, welche ihre mosqueen allda haben.Die andern einwohner sind Araber, Jüden, Abyßinier,Griechen,Armenianer, Maroniten, Nestorianer und einige Franciscaner-Mönche, welche daselbst das schöne kloster St. Salvator, wieauch noch eine andere Wohnung bey dem heiligen grabe besitzen.Es werden noch bis dato viel örter daselbst gezeiget, deren in derheiligen Schrift gedacht wird. Sie ist noch die Haupt-stadt imgelobten lande, liegt auf einem felsigten berge, und ist wegender tiefen thäler, damit sie umgeben, von natur vcste. Sieliegt nicht mehr an dem alten orte, indem der Calvaricn-berg,welcher sonst äusser der stadt war, jetzund fast mitten darinnenist. Wenn man auf den andern benachbarten bergen ist, sohat es das ansehen, als wann die stadt in der mitten eines sm-pkitksatri läge. Auf der osr-seite ist der Oel-berg, so von derstadt durch das that Josaphat abgesondert ist, welches sich gegennorden zu erstreckt und den dach Kidron hat. Gegen süden liegtder berg Scandal, das thal Gchinnom aber westwärts. Dasheilige grab stehet zwar unter der Türcken herrschafft, es habenes aber bishero die Franciscaner innen gehabt. Jedoch willnoch gezweifelt werden, ob es das wahre grab Christi sey. Indem vorigen kriege zu ende des XVII. steculi wollten dieTürckenselbiges den Christen verkauften; weil sie aber grosse geld-sum-men forderten, kam es nicht zum stände. *

Das Bißthum zu Jerusalem.

Die kirche zu Jerusalem, welche die heiligen Apostel gegründethaben, ist vor die erste in der welk zu halten. Sie wurde durchdie ausgiessunq des heiligen Geistes, durch der Apostel predigtenund durch St. Jacobi des kleinern Martyrer-tod geheiliget,welcher der erste Bischofs gewesen seyn soll. Nichts destoweni-ger stund sie unter der von Cäsareen. Auf dem Nicänischen Lou-cilio erhielt zwar der Bischofs von Jerusalem den titul und rangeines Patriarchen, jedoch blieb die jurisdiction dem Patriarchenzu Cäsareen, wie er dieselbige vorher über andere Bischöffe seinerprovintz gehabt hatte. Allein auf dem fünften allgemeinen oderConstantinopolitanischen Loncilio an. sollen, wieWilhel-mus von Tyro berichtet, die Bischöffe, nach Verdammung dersogenannten z. Capitul der kirche zu Jerusalem, die städte Cäsa-reen im gelobten lande und Scythopolis , so zuvor unter demPatriarchen von Antiochien gewesen, wie auch Berytus undTyrus in Syrien, die vorhin unter dem Bischöffe zu Alexan-

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drien gestanden, unterworffen haben. Damit>E A zy e>^äquivalent dafür haben möchte, so machte es der KW MBAsogenannten civilste proconlulsri, welche wurdeh-jMssst»vvrhero gehabt hatte. Diese kirche hat berühmtehabt, und von den Heyden, Ketzern, Saracenenunterschiedliche Verfolgungen gelitten.

Loncilis zu Jerusalem.

Das erste Loncilium daselbst hielten die Apostei/ "Alo^andern Apostel au Judas stelle zu erwehlen/ da de«' „s, 'Matthiam traf. Aufdem andern erwehlten sie 7-" pjeMwelchem es klar ist, daß auch den gemeinen ChrM"'Ekeine Priester waren, das recht ihre stimmen Msen worden. Das dritte, so insonderheit der Apon" "lung genennet wird, wurde um das jähr 4y- „öM.

ge die neubekehrten Christen zu Haltung des gejMv ^ Bwollten, worauf der schluß fiel, sie sollten sich eMham^y.opfer, von dem blute, von ersticktem und von der v» MnM tdem vierten schlössen die Apostel, daß man um d" Lwillen aus dem Judenthum die ceremonien des gM ^7.einige zeit zulassen sollte, ungefehr im jähre 58.der Bischofs Narcissus daselbst ein Loncilium wegefeyer. An.;;7. ließ der Kayser Constantinus öl- ^ B L

versammelten Morgenländischen Prälaten aubefty^,.. a.

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nach Jerusalem kommen, und allda derprächtigen kirche, welche er nahe bey dem heiligen»"renlassen, beywohnensollteir. Eusebius bericht"akkus mit allen kirchen-ceremonien geftyert wowen,wahrendem feste einige von den versammelten Busy > ^ r»e Ldiget, andere hingegen mit einander sich unterredet, § gll-Lp

Schrift erkläret, und diejenigen-, so keine gaaben y-J xjcdie heiligen Sakramenten aüsgespendet hätten. hielll" -gläubigen Bischöffe von Jerusalem weggegangen/ > ist /Arianer, so damals Eusebianer genennet wurde", ^

äum, und nahmen Arium in die gemeinschafftAndere halten davor, daß diese versammlunazu Tyro, oder doch derselben fortsetzung gewesen /nasius Lxoräium 8^noclo/um Lrisnsrum nennenhielt Maximus von Jerusalem einen 8ynoäum, "welche zu Tyro bey des Athanasii absetzung leiden MstchMdasjenige, was sie wider ihn gethan und gered" /

herriefen, und es der Arianer und Eusebianer ge^

' 4?4> hielt Juvenalis, der BssM,^

zuschrieben. An. 4?4> zürn ^uvrnauv, oeiein Loncilium provincisls, um die wahre nno .selbst wieder aufzurichten, und das Loncilium r, -einzuführen. Darauf schrieben die Bischöffe la»^»Ebrief an die Priester und Mönche in dem gewm^,,, >L j!>ihnen dasjenige, so beschlossen worden, kund M /-Lzur beständigkeit in der Catholischen lehre zu erM"v d s-Fauch noch em synodal-brief von einem an. ^8-/fers Justini regierung zu Jerusalem gehaltenenHanden. Nachdem der Bischoff von Jerusalem /

Mennas dem Patriarchen zu Constantinopel, vrm -worinn ihm derselbige kund gethan, daßnu8, Petrus von Apamea und Zoara nebst den » -

I>8 auf einem in seiner stadt gehaltenen Loncu>o v^^,„. ,M.den , versammelte dieser auch einendasjenige angenommen und bestätigt wurde, w»

Loncilio zu Constantinopel beschlossen hnlss-..ssnssdzu Jerusalem ein Loncilium gehalten, welches r» ^ 0 "° BÄmeine Loncilium billigte, so , daß in diesem,letzle^^hi i^Bißthum Jerusalem mit der Patriarchen-wuede PE'

Als man Sophronium nach Modesto an. 6N-yje DssE

erwehrt hatte, hielt derselbige ein Loncilium wsser ^leten, und schickte ihre acten den Päpsten co' .stt

von Constantinopel zu. Mir finden auch

nibu8 der Lonciliorum einen 8Moäum, weim .

rusalem wider die sogenannte Agonycliten gchs,^„ckt a" S

immer stehend bäteten. Wilhelm von Tyro A v F

Loncilii, welches man an. It>99. nachdem I

Hertzoge von Bouillon erobert, und Dolde" ich n'ss i»L„

gemacht worden, gehalten. Nach der zeit sind

liche andere versammelt gewesen, als an.

den Kayser Henricum IV. welcher stch derü"«,

massete, an. mz. widerArnoldum, welchen

zum Patriarchen machen wollte, und an- * r > M ,,

cher letztere 8vuncius durch Aldericum, des

zu einweyhung einer kirche beruffen wurde-z

wider Maximum, einen Armenianischen vtSK

Die anzahl der Patriarchen zu Jeriisalem von^F^,ckss l-

kleinern an, welcher au. z z. zum ersten 1^4. >v v

worden seyn soll , bis auf Americum u- " K

letzter war, erstreckt sich vhugefehr auf vo-

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c^omrr tbestr. terr-e ssuct-c.

/Mgl, iüuer. 8crixc. sscree. Loclmiss, g^og -zu /bitt. keZni ljicrololz-mitsni.

Mlcellrmeor. tom. II. LiZdr/ssr, cüorogc. ^ ^ /vchl-Lei äs ls tsrre Isints. LeÄarrr nor. orb. a - ^