Zi6 jet
schell bnchern, loleöot ^elcku genannt, zusammen gefastet,und lautet also : Ein gewisser zu Bethlehem wohnhaffter mann,nahmens pandera, verliebte sich in eine junge haar - kräuse-rin, welche mit einem, nahmens Iochanan, zuvor war ver-heurathek gewesen. Pandera brachte sie zu fall, und zeugte ei-nen söhn mit ihr; alS er nun hierauf nach Babylon entflohen,ward das kind der mutier zuerkannt, und diese gab ihm dennahmen Jehosua. Als er nun zur schule geschickt ward, zeigete«r schon einen grossen frevel, indem er, anstatt sein Haupt ingegenwart der Priester zu verhüllen, solches entdlössete. Diesefreche aufführung gab anlas, daß man seine geburt untersuchte,da sichs dann befände, daß sie unrein wäre. Nachdem er nuneine zeitlang in Galiläa gelebt, gieng er gen Jerusalem, undhatte vor den nahmen GVttes aus dem tempel zu entwen-den. Damit aber dieses von niemand möchte bewerckstelligetwerden , so hatte man durch zauber-kunst zwey löwen verferti-get , deren der eine zur rechten, der andere aber zur linckenHand des Allerheilittsten stunde. Diese lowen brülleten je-weilen , wann jemand heraus gieng, mit solcher Heftigkeit,daß denen, so sie höreten, das gedächtnis darüber zergienge.Der söhn des Pandera aber hatte sich die haut aufgeritzet,und den nahmen mn' darunter verstecket, mithin solchen ausdem tempel entwendet. Hierauf begab er sich nach Bethlehem,und heilete allda einen aussätzigen, und erweckte einen todten.Der rühm seiner wunder zog ihm eine grosse menge volckszu , welche ihn gen Jerusalem auf einem esel reutend sühreten.Die versammelte Priestcrschafft ersuchte Helenam die mutterHyrcani, daß sie Jesum möchte abstrafen lassen, worauf dannJesus vor ihr erschiene, durch seine wunder aber sie auf seinefeite brachte. Hierauf böte sich ein Priester nahmens Juda an,daß er den nahmen Jehovah auch erlernen wollte, wann diegantze Priesterfchafft seine dißorts begehende fünde wollte aufsich nehmen ; gesagt, gethan: Juda kam also, um wunder mitJesu ins gewette zu thun. Als er aber in dem ersten wundernichts gewinnen konnte, griff er die fache anders an , verstelltesich als einen jünger Jesu, und erlernte bey ihm alle seine Heim-lichkeiten , weiche er hernach den Weisen offenbarete. AIsnun Jesus auf eine zeit in den tempel kam, ward er samt ei-nigen seiner anhänger gefangen genommen, die übrigen abersiöhen auf die berge. Jesus ward hierauf an eine säule vonmarmor angebunden, gegeißelt, mit dornen gecrönet, und mitrßig geträncket. Das Sanhedrim verurtheilte ihn, daß er solltegesteiniget werden. Nachwärts wollte man ihn an ein holtzhängen, allein es zerbrach, weil Jesus solches zuvor bezauberkhatte. Juda half der fache, indem er eine kohl-staube aus sei-nem garten herbey brachte, an welche Jesus gehänget ward.Da nun Juda wohl vorsähe, daß die junger Jesu ausgebenwürden, er wäre von den todten auferstanden, als begrub erselbst den leichnam Jesu. Da nun Jesu jünger sagten , erwäre auferstanden, und es die Königin Helena auch glaubte,erwiese Juda die falsthheit von der fache, indem er den leich-nam Jesu zeigete, welchen man sobald an einen pferd-schweifbände', und ihn also bis für das Haus der Königin schleppete,welche nicht wußte, was sie dazu sagen sollte. Die Nararenerwurden hierüber so entrüstet, daß sie ein IcKilmL mit den Ju-den macheten, und zwölf Männer aussandten, welche ihre re-ljgion -in allen Reichen der well ausbreiten musten. Die Prie-ster , welche sich hierüber sehr betrübten, ernannten einen ge-wissen Simon Kepha, um der fache zu steurcn. Er nahmalso den nahmen Jehovah , und begab sich in die Haupt - stadtder Nazarener , und nachdem er allda viele wunder gethanhatte, bewog er sie ihm zu versprechen , alles zu thun, was erihnen befehlen würde. Er befahl ihnen also, daß sie die Jü-den nicht sollten verfolgen, sondern das fest der steinigung Jesufeyern , und anstatt der Pfingsten, den 40. tag nach seinem tobeals ein fest halten. Sie versprachen solches mit dem bedinge, daßer bey ihnen bleiben sollte : Zu dem ende habe man ihm einenthun, gebauet, in welchen er sich eingeschlossen, und nur mitWasser und brodt genähret hätte, bis er nach sechs jähren ge-storben. Man siehet diesen thurn, oder wenigstens den stein,worauf er gesessen, annoch zu Rom, da er Peter geheißenwird. Elias kam hierauf gen Rom, und sagte, Lümon hätte siebetrogen, er aber wäre es, dem Jesus seine befehle ertheilethätte. Er befahl ihnen hierauf, sie sollten sich beschneiden las-sen , und den ersten tag der woche, statt des samstags, feyern;da er aber also predigte, fiel ihm ein stein auf den köpf, undschlug ihn zu boden. bist. ^uiks , tom. III.
p. 420. >Lc.
Jethran, ist ein gewisses gebnrge in dem steinigten Arabien.Es lieget zwischen Faram uord - und Eilan südwärts , hat 6.weilen in der länge , und erstrecket sich in der forme eines rkea-tri bis an das östliche Ufer des Rothen Meers, so daß, wennder süd-wind starck wehet, er dessen krafft so sehr wieder zu-rück treibet, daß kein schiff in der unten gelegenen meer-krüm-me stille liegen kau, und ihrer sehr viel daselbst zerscheitert wor-den. tikrica.
Iethro, oder Raguel, Mosis schwieger-vatter, war einPriester in der wüsten Mibian. Artabanus nennet ihn bey demEusebio einen König in Arabien , weil nemlich ohne zweifel indiesem lande die Königliche wurde mit dem Priesterthum verein-baret gewesen. Nachdem Moses aus Egypten geflohen, heura-thete er in Midian an, 2;°;. Zephora, des Iethro tochter,
j e t
welche mit ihm 40. iahr lebte. Als nachgehendsvon den wundern gehöret, welche GOtt durch femm'söhn gewürcket, da er die kinder Jftael aus ihrer o "^Munter dem Könige Pharao erlösete, besuchte erw"sten um das jähr 2 ; 4 ?> und gab ihm den rath,volck in gewisse zünfte eintheilen , und darüber ^ eHauptleuthe und andere Unter-Officirer setzen mE,/ AB-gerechtigkeil zu handhaben, und im kriege zu du»-IV. XVIII. , clsmonürat. LvanZ. , . V-
üb. contra suciLvr. Ärerov. comment. sä 0^ - 7»
, in Lxoäum. .
l///errr annaies. , ^
Jett von Müntzenberg, eine adeliche familie ^Humbracht führet zuerst Jettam von Müntze»dA^,B.an. an Friedrich Hvrneck von Hornberg ^ M 0
worden. Um das jähr 1499. hatte X. von MlEMlsiEjvon Eppelsheim zur ehe, deren urenckel, Johannstarb an. 1609. Dessen älterer söhn gleiches nahmen-'vorhero zum wüsten Broel ermordet worden, der >» EJohann Carl, Fürstlicher Heßischer Cammer- Ju^Eein groß-vatterJohannis Ottonis, der an.burgischerHauptmann vor Philippsburg geblieben-Johann George Hartmann, Chur-Cölnischer Caw" i»>^,Stallmeister und General-Adjutant, hat sich an. F,ner von Pabberg vermählet, den Frcyherrllchen ", »
halten, und seinen stamm fortgepflantzet. Lolharw ^gedachten Johann Ottens bruders söhn, ist "
glücklicher weise todt gemorsten worden. HutERheinischen Adel, wb. 268. „esBÄ
Jetze, ein fluß in dem Lüneburgifchen, der ferMAaltz^der alten Marck hat, bey dem kloster Dambecknachgehends durch das Luchauische und Danneberg'' ,5 ^tzaker in die Elbe gehet. topogr. X
* Jetzer, (Johannes) ein schneider-gesell von xie si-,
kam gegen dem ende des 1506. jahrs nach Bern >>'minicaner, und weil er von natuv einfältig mw Mbig gewesen, so hielten ihn diese Mouche Mvorgewandten wundex, erscheinungen und v>!>ow.volck zu bringen. Zu dem ende ward zu -F
ral-Capitul von den Dominicanern angestellet,
Jetzer als ein vorwurf ihrer betrügereyen angeno»
Es hatten nemlich etliche der vornehmst"'^welche bey Wernhard von Selben zu Basel sich °than, einen schluß gefaßt, den Franciscanern, M 'w.»,
gen der unbefleckten empfängnis der Mutterphirten,, und dieselbe durch prätendirte gesichte u» ^, n, .gen bestätigt hatten, einige wunder entgegen zu '
das gegeutheil, und daß nach ihrem satz diese u ^
unbefleckt gewesen, darthun sollten. Zu dieser vorgeo^, ^comödie hielten sie Bern für den geschicktesten on, sM'/da die vornehmsten in dasigem Dominicaner-kioi> ^ ge»A»,Jetzer, als er zu ihnen gekommen, zu ihrem U 'als ein tüchtiges iubjeKum ausersehen hatten.minicaner feite sollten die vornehmsten acioresseyn, Johannes Falter von Marpach, derBoltzhorst von Offenburg, Vnckv,, Frantz uul"^,ve'>^F
Unter-Prior, und HeinrichSteinkehr vonLa»pM
fiengen die nacht vor drey Königen an. ? §„sauf die probe zu setzen, indem sie ihm eine M ^ r ^ kfeuer erscheinen machten, welche um erlosung v^ §,e> ^bäte. Diese seele erschien ihm zu verschiedenenschrocklicher gestalt, und nennte sich Heinrich E Fland von Solothurn, welcher ehedessen Prior >>'
Bern gewesen. Jetzer und die Mönche in '
ten sich casteyen und büße thun, um diese ftele w xiei ^glaubte dieser mummerey, und gehorchte der w'. Mr .
stes, welcher endlich aus dem feg-feuer beftev^^, ^
nach seiner befreynug dem Jetzer nochmals er,^. E. sseinen danck abstattete. Dabey brachte dieseerlößte seele dem Jetzer die zeitung mit, dastus, welcher die unbefleckte empfängnis dergelehret hatte, verdamint sey , und daß cx/tzer/^,^von der H. Barbara begleitet , selbst d^^pitckwerde.., Den 4. mertz erschien ihm die Mutter^ Fca> ßA,gens früh, und vertraute ihm, daß die lehre ^ihr zuwider sey, und daß sie seit ihrer dien^ßtt.^
stunden in der erb - fünde gewesen sey. ^-l pelN^F^rung druckte sie mit einem dreyeckigten §liEstigma in seine Hand, und versprach ihm m-/ ^gleichen wunden oder zeichen zu machen, dam« ^ sie "^lder ehre des leidens Christi hätte. Hieraufstenvpredigten, und bey den gemeinen reden mü . Wck » ^derliche begebenheiten, welche diesem <ehr''KcE,,er A'seyn, auszustreuen. Die Mutter GO.ttesfcheinungen öfters, und war immer für dle^^„il ^,Fren lehr-fätzen. Aber den 14. april fieng ^ xa"bige Jetzer an, einen argwohn zu schöpfn' a,xM> ^ Ferscheinung des betrugs gewahr worden,Fbethe auf, gieng auf die prätendirte I"'E sie ^
ergriff dieselbe, sie aber entwifchte, ^
weiße Hostie gewiesen, ließ sie ihm unverw xe -in der band. Auf diese weise wurde das