Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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317
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dA. DerEil die lichter aus, und machten sich in dieer 'Mit des guten Ietzers ward hierdurch so erhitzet,-?/baß hj"Ab z„ stillen war, doch endlich ließ er sich dere-lx.Wn, altes nur ihn zu probiren geschehen sey, unds° k > ibe» könn» ^ wahren erscheinungen von den falschen un-lieb gemecA-,' Man lobte ihn darüber, daß er diese probe-"be„ ,'wd überredete ihn dabey, daß die andern vor-be« folgen ,schafft gewesen, und noch mehr dergleichen her-«>it>^r, den. Den 6 . may erinnerte der Unter-Priordie Jungfrau Maria versprochen habe, dieb, V deß>„"" 0 -mäler einzudrucken, und es ehestens haltenb»s wusch er ihm die füsse, und gab ihm den

»ex V- er EAEU' wie es der Unter-Prior sechsten genennet,M einen guten schlaf-trunck, welcher ihn sei-ln Ä Die ' u»d ließ ihn also auf, die erscheimmgEinen ^""gfrau Maria ihrer seits säumte nicht ihm' >>icht vn« Druckte ihm die versprochenen vier KiZ-l>!„ - derqixjAE seinen grossen fchmertzen ein. Dieses und»icg^lig spiele währte so lange, bis der arme Ietzer^kS °^g„„s"ch mit Händen greiften muste, und die Domi-Ecke« " ^Eht ohne gründ zu fürchten, daß er zuletzt'!>» „E bqrvn ' Und sie anstatt der gesuchten ehre, nichts als?l.E bktM Etagen würden. Sie entschlossen sich deswegenund also seiner los zu werden; es wollte abersto bst, nw" E angehen, und blieben die vergifteten Hostien ,M d,?"ter d-^walt eingegeben, nicht bey ihm. Auch wurde derfasset dem volcke ruchtvar, so baß die Odrig-

Avis -,!>d »o^, , ven, den guten Ietzer unter ihre gemalt zu neh-»^lvrechw tausch,ne zuschicken, um ihn von dem Bi-?trh xch, dix 'äffe,,. Die Dominicaner nahmen, ehe es> v?kü>. absck,e„,!^ge, den Ietzer nach vieler tortur zu zwingen,I'ch°>,Echen "Me eyde die Verschwiegenheit in dieser fache/»E er,^ "> dren . E'swegen, da ihn der Bischoff den 8 . i?. unds r^Erschiedenen malen examiniret hat, behaup-

^ die ^E erscheinungen wahrhafft gewesen. DaVtze »-...chttur geWagen worden, ' ' .. .

.'»c», >sr Nek-i"""' geichiagen worden, bekannte er endlich!>M')ist E>mnis, und wurde also nach Bern zuruck ge-^Erst jh 'M 8 . degradirten die Dominicaner den Ketzer,^-de.ihrem" Ehren registern durch, als einen unwürdigen,''d k? bi lden zu bleiben. Am?, fedr. wurde Ietzer->ss"Est I>wlber geschlagen ; die Deputirten vom grossenN waren zugegen, und da er dißmal alles de-bewußt gewesen , wurden die vier Haupt-? Ast^Erß k^lEr - spiels gefangen gesetzel, und bekennetenK Äd b?A mit verschiedenen reden vergangen ) zuletzt^EE stio Eist d^.. Der gantze Proceß wurde von zwey Xma-

^ie

desch^Er gantze proceß-.... .....-

>v^!l stk 7^ live»"^Echen, und bestehet derselbe in i?c>. bogen,eist-r ste^kschj.- Eidschriften, davon die eine nach Rom demd°st sek/» ^"den, die andere aber blieb zu Bern,I^ben v°" Castro"' lw-ckte der Papst nach Bern

i -7 V'est Eello , nahmens Achilles äs GraßisstU-^istc,',^. 3 ur nemlichen zeit wurde auch der Bsschoff^ !s>-«dcr von Sitten dmkin Mewn.

st,^!iest bi/c von Sitten dahin beruffen. Diese Präla-?»k?> r, "l, kram M nochmals, und sprachen den sententz^ies-s E>kl>mder mAcsein wurden die besagten vier Mönche^tst-EENh-j,^ den Echen Obrigkeit übergeben. Bald dar-st^ t st,. ;i. may z„m feuer verdammet , und ist

AEg aus"?.?" ihnen vollzogen worden; Ietzer aber..Ee a^k.^idor- und Nieder-Deutschland bannisirt,

?EEfei?k°ds-E. 8 asttzxAAc-und Nieder-Deutschland bannisirt,Eh i/i I-..E hghch> EEadl Bern, eine papierne Bischoffs - mutzeVe "Er, ^,g ' geführt, und endlich vor dem Rathhause^Et.'kj.k-ff-Phrt. ,-E öen pranger gestellet, nnd zuletzt aus* stee^ klekbrm ttlers Nüchtländische geschicht.^^Etzler^- i'h- V om- VI. p. ; 6 ;. Ls. Hotting. Hel.

Hotttng. Hel-

.üL'vder^'i

st^Ä?Eest s"' uiid anf-' (. 3 oh.) war zu Schafhause,! an.

kixchb,-,b""fangl,ch Catholisch, trat aber zu der- E ' ^LEihxihEM. Er wurde daselbst, nachdem er zu^°ükst °gie-?' HierM.c^"cp»rg und Paris den studten ob-U' kstg° Ü. leA/^auf „ahm man ihn aus der schule, um^ d^N^der ward er auch in den Rath

oh d,^ erste mhren sein geistliches amt wle-h:^',au^ . iielle unter den Pkeologis, als er an.

Er hat Vitas katriarsharum §5 kro-

«KN-stUE

Basel r? 94 . in 8 . äs Virtuts;- Eirlniünum comp^eÄLMe 8 ; Vo-> Uch Oomrn. in OKicm Oieeronis

EIehr,^'ssy?k,b'vturwA Opuscula heraus gegeben. Sein- E^est. i hilvl klelli LllLbariüisi werden in derVj Ell, EUilg. ^/"Lvi.fz^iL.I 1 l.sIair.IV. recensiret,

e. 7 'st ^

>^cv°? 8 ^Er. Holstein, ohnweit Rendsburg ,

>>st V' ein- ^ Werths Schleßw. und Holst. k. UI.Kh°t E"bstr7 besond-.. .

nr„""",nebA ^"schafft, st, ehemals den Grafen

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wa?" Ist ^ ^Ule ^ Mitternachtwarts ist es vonMvr. , viel i„ U°ffe erstrecket sich aufweilen in die^ ^cite, und bestehet selbige ausEcherl.

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kleinen ländlein, Rnstringen, Ostringen und Wangexland. Dar,zu gehöret die stadt und vestung Jever, ingleichen die Voigteyen Hohenkirchen, Minsen, Oldorff, Rustringen, SiöenstädtLettens und Wadwarden, ausser den schlossern Knorrimhau-'sen, Loppelt, Marienhausen, Middoch, Rickelhauftn, Lcha-gen , Tibenfeld, Vischhaustn, u. a. m. Vor alten zeitcn wa«reu die einwohner gantz frey, nur baß sie einem selbst-erwchl-ten Land-Richter oder Voigt gehorsam geleistet. Als aber ihrejunge mannschafft nachgehends viel müthwillen verübte, wußtesich Edo Wimeke, aus den» geschlechte Papinga, bey seinenlands-leuthen den Rustringer - Friesen , so beliebt zumachen,daß sie ihn als einen streitbaren mann an. i;;;. zu ihremHauptmann und Regenten erwehlten; bey dessen nachkommendie regierung dieser Herrschafft über 200. jähr geblieben. EdoWimeke der jüngere hinterließ von seiner gemahlin Hedwigoder Heilwig, einer Gräfin von Oldenburg, einen söhn, nah-mens Christoph, welcher ausser ehe verstorben, und zwey töch-ter, Annam und Mariam , davon die letztere allein als erbinüberblieb, sich aber nicht verheurathete. Diese, weil sie vonden Grafen von Ost-Frießland viel ungemach ausstehen muste,trug ihr vätterliches erd-land Icvern , so insgesamt allodial,güther waren , Kayser Carolo V. als Hertzoge in Brabantund Grafen von Holland, zu lehn auf. Daher es aufdem Reichs-tage zu Augspnrg an. 1548. dem Burgundischen kreis incorpo,rirt wurde. Diese Maria setzte durch ein an. 157;. aufge-richtetes testament, so von dem Gouverneur der SpanischenNiederlande bestätiget wurde, GrafJohannsen XVI. von Ol-denburg zum erben ein; der auch damit zu Brüssel belehntwurde, und den proceß , so der Graf von Ost-Frießland vordem Brabanter Lehen-Hof deswegen führte, gewann. Als aberGraf Iohannsens söhn, Anchon Günther, an. 1667. ohne ehe-liche leibes-erben abgieng, vermachte er diese Herrschafft seinerschwester söhn, dem Fürsten Iohanni von Zerbst. Nun hätteder König von Dänemarck gern selbige Herrschafft gehabt, oc-cupirte auch an. 107?. bey gelegenheit des damaligen Reichs,krieges dieselbe, vorgebend, daß er als Graf von Oldenburgrecht darauf hätte. Worzu noch kam, daß Franckreich an.,682. diese Herrschafft als ein Burgundisch lehn, welches ihm,als Hertzoge von Burgund, heimgefaüen, dem Könige von Dä-nemarck zum recompens der mit ihm geschlossenen alliantz ge-schencket; dannenhero selbiger die Fürstliche beamten darausvertrieb. Es beschwerte sich zwar das Haus Anhalt sowol alsder Burgundische Gesandte hierwider auf dem Reichs-tage;allein weil Franckreich damals mächtig war, und sich Däne,marcks annahm, konnte man nichts ausrichten. Endlich wur-de es den 16. jul. an. i68y. zu Coppenhagen dergestalt ver.glichen; das Haus Anhalt-Zerbst sollte allen güthern, die^s inden Grafschafften Oldenburg und Delmenhorst, auch cstad-und Buthiadmgerland, darauf es aus GrafAnthon Günthers te,stament als allodial - und fideicommiß-güthern ein recht präten,dirte, ausser der anwartschafft auf Kniphansen, absagen, unddarüber ivoooo. Rthlr. innerhalb ?. jähren bezahlen; hingegenwollte der König von Dänemarck allen seinen ansprücheii aufIcvern remmciren. Von solcher zeit an ist diese Herrschafftbey dem Hause Anhalt - Zerbst beständig geblieben. Hamel-manns Oldenb. chron. X. ?. VaKitt»», lffffor. krine.

Mlislc. p. 2oi. Eursp. Herold, k. I. p. ?42.

* Ieune, oder ^suvenis, (Jvh. Ie) ein Cardinal,'m XV.

lseculs, war zu Amiens in der Picardie von Roberto, Baillifdie,fts orts, gezeuget, und erlangte nachgehends durch seine gute ei-genschaffken erstlich das Bißthum zu Macon, sodann das zuAmiens , und endlich das zu Leromme. Engenius IV. gab ihman. 14; y. den Cardinals-Hut, da er sich, als Gesandter des Her-tzogs von Blirgund, auf dem Lonsilio zu Florentz befand. NachEugen» tode wohnte er der wähl Papsts Nicolai V. bey. In des.sen geschäfften gieng er als I-egsrus ä Iscsre nach Ferrara , undstarb endlich zu Rom an. 14? i. den y. sept. im 40. jähre seinesalters, wie man saget, an beygebrachtem gifte. Er hat das lebendes Papsts Eugenik IV. geschrieben. 6-i!Iia Lkritt.

* Jeune, (Johannes Ie) ein Priester des Orswrii in Franck-reich, war zu Poligni in der krrmsKe-Lomre an. i?y2. auseinem edlen und ansehnlichen geschlechte entsprossen. Nachdemer inMn studien einen sattsame» gründ geleget, ertheilte ihmder Ertz-Hertzog Albertus von Oesterreich ein Canonicat an derCollegial-kirche zu Arbvis; er legte aber solches nach einigerzeit freywillig nieder, und begab sich, als er ungefehr zu Doleden nachmaligen Cardinal äs Bernlle kennen lernen, um dasjähr -6i;. in die Congregation des Or-nom. Nicht lange dar-auf ward er Priester, und führte folgends nebst dem ?. Benceauf beseht des Bischoffs von Langres in der Abtey du Tart diereforme ein. Die übrige zeit seines lebens aber brachte ermit predigen an verschiedenen orten in dem Königreiche zu, underweckte dabey grossen beyfall, ungeachtet er die letzten 40. jähreblind gewesen, und dahero auch durchgehends der blinde karergenennet worden. Er starb den iy. aug. an. 1672. und sollsowol in seinem lebe», als nach seinem tode viele wunder ge-than haben. Seine predigten sind zum oftern unter andern znRouen und Paris «1 zehen octav-banden Französisch gedruckt,nach diesem aber auch m die Lateinische spräche übersetzet, und

zu Mayntz unter dem titul : .lob. Mnü Delici-e ksKorum . lsu

Lonciones, in 4. aufgeleget worden. ällsours sur I-r vis

L la mort äu k. 1 o äeune.

Dd; Iezid