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Iezid I. der i. Calif oder MahometS Nachfolger. Er re-gierte nach seines vatters Moavia tobe an. szr. folgte aberdemselbigen in der lapferkeit nicht nach. Sein gantzes ver-gnügen suchte er in Verfertigung von allerley liebes-verien. Imandern jähre seiner regierunq erwehlten die Araber Cufa denHussein/ des Ali söhn, zum Calif. Dieses veranlasset«:, daß Je-zid eine grosse armee zusammen brachte, und das commandodavon seinem bruder Abdala gab, welcher den Hussein verrä-terischer weise hinrichten ließ, als er auf der ebene Carabnlaum Cufa herum eine schlacht liefern wollte. Darauf verfolgteIezid das gantze gefchlecht des Ali , und ließ einen grossen theilvon dem Arabischen Adel hinrichten, wodurch er sich bey allemvolcke verhaßt machte. Um diese zeit wiegelte Muclar, einer ausdem geschlechte Ali, gantz Persten auf, ließ sich einen Calif nen-nen , und gab vor, daß Iezid sich besser zu einem Poeten alsKönige schickte; dahero währete feine regierunq nur ;. jähr.Sein söhn Maala aber, welcher ihm darinn folgere, regiertenur 6. Monate. Lkrica, üb. II.
Iezid II. der n. Calif ober Nachfolger Mahomets, kamnach Omar II. zur regierung, dessen ältester bruder er war.Er wurde zwar nach Solyman Husseins tobe erwehlet, weiler sich aber eines aufstandes von der armee befahrete, welcheden Omar haben wollte, so überließ er diesem seinem jüngstenbruder die Crone, und succedirte ihm nachgehends. Er fiengan. 72;. an zu regieren , und wurde gleich anfangs genöthi-get, eine armee wider einen andern des nahmens Iezid ans-znfenden, welcher sich einen Calif von Persten nennete, undDamascum zu belagern kam. Diesem tyrannen gieng Mar-van, des Iezid II. General, entgegen, tödtete ihn, und brach-te also Persten wiederum unter seinen rechtmäßigen Herrn.
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wodurch sie den köpf stecken können. Dieses wird »si» ^ gA'vor ein geheimnis gehalten, und soll zum andencken ^tzenden scheines geschehen, welches an dem halsund Fürsten nach einer vierzigtägigen fasten vom hlw' Mkommen seyn soll. Die schwachen sind gleichsam ckchc, obste wol im ehestande leben. Sie nennen gii^'
arme; ob sie wol in der that den reichthum heftig E
armuth hassen. Die Türcken haben einen absche» »
Wenn man einen unter ihnen am höchsten schimpf ,darf inan ihn nur einen Iezid oder fohn Iezids »en> Wheissen sie esel, welche am jüngsten tage die Iüden ^werden tragen müssen. Dahero pressen sie sie anw ^ctch-meinen auflagen bis auf das blut. Hingegen HE' ^ «E,,äerieles die Türcken vor ihre tod-feinde, und wen» ^ Eim zorn verfluchen wollen, so nennen sie es nurmann oder Türcken. Die.je/iäes halten die Christe«',, BL,und nennen sie ihre gevattern, weil sie nemlich gw'UgB M .zid eben derfelbige gewesen, welchen die Christennen, oder aber, weil ihr religions - stifter Iezidden Christen geschlagen, und mit ihnen wider diesich verbunden, die er nachgehends in einer gewiM'leget, worinnen die 2. Generals Hussa» und HE^M-kGleichwol sind sie weder Türcken noch Christen, obsto mehr als dem Mahomet zugethan sind. Sieeinen rühm, daß sie wein trincken und schwejne-flelD^Meie Ldie Türcken und Jüden einen abscheu haben. D>e v'.fliehen sie so sehr als sie können, und nehmen W
an, als wenn sie von den Türcken dazu gezwungenübrigen sind sie über alle Massen unwissend, und «E.ne bücher , ihren glauben darinn an den tag l» A
den Christlichen kirchen hinweg zu nehmen , starb aber zu an-sang des 727. jahres, ehe noch dieser befehl vollzogen wurde.
L EcrrE, kill. 8araLLll. Hs«r«ro/rr ükric». ^airrr-kill. äss IconoclallW.
Iezid oder Gelid, der 1;. Calif oder Mahomets Nachfol-ger! Er regierte nach seines vatters Gualid tobe an. 746.und wurde Gelid zugenannt, weil er schön war. Dieser Ka-lif brachte Cypern unter sich, und führeke alle Anwohner derinsul mit sich in Syrien. Dem Patriarchen zu Damasco ließer die zunge ausfchneiden , weil er wider die Manjchäer undAraber geprediget, und verwies ihn in das glückselige Arabien,woselbst ihn die ungläubigen tödteten. St. Petrus, der Mär-tyrer, müste um gleicher Ursache willen sterben. Eine zeit-lang hernach wurde Iezid von den Saracenen verrätherischerweise erschlagen. ükriLS, lib. II.
* Iezid Beil Mahleb, Ben Abousaffrah, einer der gröstenKriegs-Helden zu seiner zeit, und General über die armee So-limanni VII. des Califen aus dem Hause der Ommiaden. Erbezwäng mit seinen Waffen die Georgianer, und machte sie ihmunterwürfig, hernach wendete er sich in das Tabarestanische,wo Akschid, welcher daselbst commandirte, sich so tapfer undmit solcher grossen kriegs-macht widersetzte, daß Iezid bey demersten treffen in die flucht geschlagen wurde; die Georgianer, alssie dieses erfuhren, glaubeten, daß es nunmehro zeit sey, sich unge-straft zu empören, und machten den grösten theil des volcks, wel-ches Iezid, um sie im zäum zu halten, bey ihnen gelassen, nieder.Iezid, so bald er dessen benachrichtiget worden, schloß eine»frieden mit Akschid, und fiel sofort mit allen seinen kräfftenin das Georgianische ein. Man saget, daß Akschid diesen friedensechsten erkauftet, ob er schon der sieger gewesen,' und soll erdem Iezid 700000. silberne drachmen, 400. lasten safran, (da-von in dasigem lande sehr viel wachst) und 400. sclaven, da-von ein jeder einen schönen seidenen lurban zu einem silber-nen decken vor sich her getragen , zum geschencke übersandt ha-ben. Nach diesem friedens-fchluß eilte Iezid auf die Georgia-nische armee zu stossen, welche Marzam zum General halte;dieser aber, als der es nicht auf ejne öffentliche schlacht ankom-men zu lassen wagen dorfte, schlösse sich in einen der vestestenörter im Georgianischen ein. Er ward aber mit stürm einge-nommen, Marza gefangen, und enthauptet, welche strafe nochviel andere von den vornehmsten Generalen dieser armee habenausstehen müssen. Vier tausend von den erbittersten soldatenwurden aufgeknüpft, und die provintz gab er seinen soldaten zurbeute. Sonsten hat dieser Iezid noch viel andere grosse thatengethan, welche bey Herbelot in seiner Orientalischen bibliotheckumständlich können nachgeschlagen werden.
sind eine gewisse art völckerin derTürckey undPersien. Sie haben diesen nahmen von ihrem Haupte dem obenangeführten Iezid I. einem Arabischen Fürsten bekommen, derHussan und Hussein, des Mahomets schwieger-vatters Ali söhne,erschlug, und deswegen vor einen vatter-morder und ketzer vonden Mahometanern geachtet wurde; von welcher zeit an dieTürcken diejenigen, die eine andere secte als sie haben, die Jezi-den zu nennen pflegen. Es sind in die 200000. .sericiss in Per-sien und der Türckey. Sie haben einerley spräche mit den Our-ckes oder einwohnern in Kurdistan, welche der Persianischen sehrnahe kömmt. Es find aber die ^Acle« in zweyerley gattungenunterschieden, nemlich in weisse und schwartze. Die weiften ge-hen wie die Türcken gekleidet, und sind. nur den Hemden nach vonselbigen unterschieden, als welche an dem halse nicht aufge-schlitzt sind, wie jener ihre, sondern nur ein rund loch haben,
nicht darum lesen , ja etliche unter ihnen braEAlcoran, und sagen dahero gemeiniglich wie die Tur» „ j-e^ise ;. bücher vom Himmel gekommen. Dahero E"viel wunberwercke, welche Christus soll gethan tE'« «c S/doch nicht in dem Evangelio beschrieben sind, Ms jzkgeredet habe, da er auf die Welt gekommen, daß ^sehen von den todten auferwecket, welcher schonren gestorben, und viel andere dinge mehr. S>Egch, vlubde und wallfahrten, wie die Türcken lind Chr» ck-Faber keine tempel, und gehen auch in keine mE.denn aus curiosirät. Jedoch giengen sie gerne m»' „ L" ffliehen kirchen, wenn sie sich nicht deshalben vor e«forchten müsten. Sie halten keine feste noch ftvAi, V!rem gottesdienste pflegen sie Christo, der InngftA ehrckcharia, Mosi und bisweilen auch dem Mahomet»^liehe Ueber zu singen. Wenn sie bäten, kehren siegegen morgen, wie die Christen thun, und lE-W L ßenach der Türcken weise. Einer von den vornev» ^ M Fihrer religion ist, daß sie dem teufel nicht flnWsörEönen nahmen nennen sollen, weil sie sich nem>>w »er diesen schimpf rächen könnte , wofern V '"
GOtt wieder in gnaden käme, wie sie solchesglauben; oder auch, daß sie ihm nicht etwan »a ^t U B1die Hände gerathen möchten, da er sie denn v« Ugter abstrafen, und sich also an ihnen rächen E,
von dem teufel reden, nennen sie ihn den eng" »7-welchem die unwissenden leuthe fluchen, ^todten ohne einige ceremonien an dem ersten.» jsse Mkommen. Jedoch haben die reichen ihre begrav»sen zum gvttesdienst gewiedmeten örtern, welw^^^pgmand von den ihrigen begraben, einen gewü>e ^auf der zitter dazu spielen, und ihre stimme ^
ilschen Instrumente richten. Bey dem lor>e^ 1
bey einem banquet, um den einzng, welche»
Himmel hält, damit sicherlich zu beehren. '
dörfen sie nicht schreyen, sönd^' müssch ^abev^^oft^
Dies""'
zu veeyrr«. >
daß wenn m»E:rer nähme E „ g„p,
den in solchen ehren gehalten,!redet, denselbigen ein besonderer naymr ,,,wol nur der färbe nach von andern unteri«» nah'-j-E«Hemde belegen sie nicht mit dem geme"»,'^! nNLeMdern nennen es ein Priester-gewand; ein '»'--M- d'pe, und der tnrban oder bund eine mnrs vdiese schwartze» se/icies mehrentheils Nicht» ,„>schäfer, deren vornehmste Verrichtungen 0^,^sie auf den bergen die fchaase und ziege» wsshendlE, ^
Iezid darf kein schaaf, hun, noch andere
bringen, jedoch essen mager es, wenn es
tet hat. Sie sind durchgehends ein starck"" WN
gehen in gefellschafflen, wie die Araber
verändern ihre Wohnungen alle 14. tage- LF'I'/p
schwartzen aus ziegen-haaren gewebte» re^gE^ cL
sträuchen und dorn-hecken, welche m eM»»^
den sind. Ihre zelte stehen in der runde, '
ein offener platz ist, allwo sie ihr vleh hnba'^ ^
piren sie oben auf den ebenen Hügeln oder ^
ter aber machen sie sich auf die berge. ,E',und pfeile, schleudern, und em Turckss^
Achtungen bestehen darinn, daß sie dasland besäen; wiewol ihnen dle Tmcken c pMund kaum so viel übrig lassen, als l" w.
Weinberge oder gärten pflegen sio ^ ..«v krä»^sondern leben meistentheils von fleisch