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die Lateinische spräche zu erlernen. Er fieng also im jähr 1524«an die gvammatic zu traciiren, und bediente sich zu ubnng derLatemischen spräche des Erasmi Lnckiriciii milicis LKriülsni,dessen er doch bald überdrüßig wurde , indem dadurch seineandacht abzunehmen und zu erkalten schiene; dannenhero ernichts mehr davon wissen wollte, und an dessen stelle lieber denThomam a Kempis las. Zwey jähr hat er hierseibst zuge-Hracht, da Man ihn tüchtig hielt, die Philosophie zu hören, dan-nenhero er sich an. i;- 6 . nach Alcala begab. Im übrigen ,weil er sich gantz sonderbar aufführte, durch allmosen erlangte,was zu seiner nothdurst gehörte, und bereits viele PersonenHatte, die sich zu ihm hielten, und in allem nach ihm richte-ten, er auch unterschiedene leuthe, die sich etwa» um ihn herversammelten, zu unterrichten pflegte, machte solches ein gros-ses aufsehen, daß auch die Inquisition sich genöthiget befand,sich der fache zu erkundigen. Ja es kam so weit, daß man ihnins gefangnis warf, und nicht eher heraus ließ, als bis er ver-sprochen, innerhalb 4. jähren nicht zu lehren, wodurch der rufvon ihm nur grösser wurde, sintemal in dem gefängniö selbstsich viele Personen zu ihm versammelten und ihn discnrirenhörten. Unterdessen verließ er dennoch diesen ort, weil ihm diededtngung, sich des lehrens so lange zu enthalten, gar zu hartevorkam, und begab sich nach Salamanca, allwo er in seinembeginnen fortfuhr. Hierselbst wurde er gleichfalls in ein gefäng.nis gemorsten, und mit eben solchen bedingungcn, wie zu Al-cala, heraus gelassen. Derowegen faßte er den fchluß, nach Pa-ris zu gehen, und langte daselbst im febr. an. 1528. an , mitdem vesten vorsah, an diesem orte fleißig zu studiren. Allein derarmselige zustand , darinn er sich befand, indem er auf dengasten betteln, und sich in das Hospital von St. Jacob bege-ben muste, hinderte ihn an diesem Vorsätze. Er bediente sichzwar unterschiedener Mittel, alle schwierigkeiten zu heben, dochwann er eines überwunden, so fand sich alsobald etwas neues.Das gröste war, daß er in verdacht kam, sowol'wegen seinerbesondern lebens-art, als auch, weit er die jugend mit ernst zueinem geistlichen leben zu ermähnen pflegte. Man gab ihn beyder Inquisition an, und fehlte es wenig, baß nicht der KsNordes Oollegü St. Barbara ihn hätte mit ruthen geißeln lassen,weil er durch seine ermahnungen zu dem geistlichen leben eini-ge schüler vom studiren abhielte, wiewol hernach derselbige, daer Jgnatium reden hörte, für ihm niederfiel, und um Verzei-hung bat. Er selbst studirte dabey die Lateinische spräche indem LolieZio von Montaigu , und brachte es endlich so weit,baß er den curlum kKilolopKiD und IhsoloAÜL absolvirte. Da-bey er eine gewisse anzahl von mitgesellen bekam, die sich durchein gelübde mit ihm zu einer neuen lebens-art verbunden. Sol-ches geschahe in der kirche von Montmartre den 1;. aug. an.i;;4. an welchem orte und an welchem tage sie nachgehendszweymal dieses ihr gelübde mit einerley ceremonien erneuerthaben. Anfänglich waren ihrer, St. Jgnatium mitgerechnet,nur sieben, endlich aber wurden ihrer zehen. Sie beschlossenunter sich, Jgnatius sollte wieder nach Spanien kehren, daselbsteinige gefchäffte zu verrichten, und nachgehends nach Venedigsich begeben, dahin auch die andern den 2;. jan. an. i;z7. vonParis aufbrechen wollten, wiewol sie solches noch eher, nem-lich dennov. an. i;;6. bewerkstelligten, und also den 8. jan.an. i;z7. zusammen kamen. Indem aber Jgnatius seine mit-gesellen erwartete, war er nicht müßig, sondern bemühele sichseelen zu gewinnen, gerieth auch zu dieser reit in bekanntschafftmit Johann Petro Caraffa, dem stifter des Theatiner-ordens, derhernach unter dem nahmen Pauli IV. Papst wurde. Hieraufnun bereiteten sie sich zu der reise nach Jerusalem, worzu sie sichdurch ein gelübde verbindlich gemacht, giengen auch zu diesemende nach Rom, des Papsts fegen und erlaubnis zu diesem vor-haben zu erlangen. Da sie wiederum nach Venedig kamen, zuschiffe zu gehen, fanden sie keine gelegenheit dazu, indem derkrieg mit den Türcken dergleichen schiff-fahrt nicht zuließ. Da-mit sie nun ihre zeit nicht vergeblich zubrächten, zertheilten siesich in die städte des Venelianischen gedieths, und predigten aufden gaffen. Insonderheit begaben sie sich an örter, wo Acade-mien waren , die studzrende jugend zu gewinnen, und an sichzu ziehen, und giengen endlich wieder nach Rom. Um diese zeitmachte Jgnatius den grund-riß von einer neuen Societät, wel-che der Papst Paulus III. an. 1540. mit einigen limitationen,und an. 154;-.ohne limitationen bestätiget. Jgnatius wurdezum General dieses neuen ordens an. 1541. erwehlet, und hieltsich zu Rom auf, da hingegen seine mitgesellen sich allenthal-ben zerstreueten. Er ließ sich auch daselbst unter andern die be-kehrung der Jüden und der weibs-personen, die ein unzüchtigesleben führten, angelegen seyn , und nahm sich auch dabey derwayftn an. Ob er nun gleich hierbey viel schmach, böse nach-reden und Verfolgungen ausstehen muste, ließ er sich doch hier-durch an dem Vorsätze, seinen orden in aufnähme zu bringen,nichts hindern. Es wollten zwar auch einige weibs - Personensich in diesen orden begeben, gleichwie auch in andern ordengewöhnlich, da fowol weibs-alsmanns-Personen ihre eigeneklöster haben, weil er aber wahrgenommen , wie viele müheihm die direttion dreyer weibs - Personen verursachet, wollte erseine Societät davon befreyet wissen. Im übrigen, nachdem eran. durch den Papst Jnlium III. seinen orden hatte bestä-tigen lassen, wollte er von dem Generalat abdancken, welchesaber seine mitgesellen nicht wollten geschehen lassen. Also be-hielt er diese würde bis an das ende stines lekens, welches erden letzten jul. an. erreichet. Der Papst Paulus V.
ign iho
unterkldie seligen, undahl der Heiligen. Jnnocentiuö ^
setzte ihn? an. 1609
1622. unter die zahl vee >
mens IX. vergrößerten seine ehre durch verordnu'^ceremonien, womit man allenthalben Jgnatiumligen verehren sollte. Am meisten wurde st'".-,hulsbreitet durch den grossen und »»gemeinen waun s ^ .Societät, welche, ob sie gleich auf das heftigsteder angefochten wurde, dennoch gar bald zum v ^der authorität gekommen , welchen sie nochhauptet, und sich durch die gantze Welt in mmIsgüs ausgebreitet, bey den meisten CatholiE. , y,eBeicht-vatter-steüe, und auf den meisten Untver »a xkelliones MeolozßLas und Lkilolopkicss Mfl A -Sonst ist noch merckwürdig, daß das Haus, ' ,-ch
tius gebohren , heutiges tages In Ihnm Lala g' ,68--.^nachdem die verwittibte Königin in Spanien "ches den Jesuiten, geschencket, haben sie daselbst ^ihrer Societät aufgerichtet. Das leben St. I" pcrer ^Johanne Eusebio Nürenbergio und von andern ^zahl fast auf 20. sich belauft, beschrieben, wor»" n>berühmte Jesuit Bouhours sich befindet, ^
IZnat. cls hcßols. L Är-we/, KibliotN. r
^es. in vit. Ignst. cle Dojvla. Of
8oc. ^ses. , in kill. steluit.
nstilms cle 1'Lglile llomaine. , kiüoi. -
L. I. Lc. Nlie E
* Jcznatius, Diaconus oder 8acrilla, odefwnennen, Lullos Vasomm lacrorum bey der k>rw.^° „liltinopel, ward nach der Hand Ertz-Bischoff zu Nn« g,unter der regierung Irene und Nicephori, WenVIII. ÜLLuli, und im anfange des IX. Er beWMB>AlTarasii und Nicephori, der Patriarchen von KF' Er ^das erste kan noch bey Surio gesehen werden.
sich darinn Jgnatium Nonackum , Suidas ao ^
L, ist
* Iguvira , ein Africanisches Königreich, -e-!.
lande der Negern; es liegt Arzin gegen norden, ^ eskleinen Jncassanischen, dem grossen Jncassa"v>süden, und hat Mompa gegen morgen. Man io" ^ ,ns
daselbst finden, und was man von diesem themv^ds^ stAlbina und Aßina ziehet, und sonsten bey 20. sogesammelt und aufgebracht wird, wie auch dasiem> /weit jenseit des Lapo clss tres kuntas herbringediesem Königreiche gesammelt werden. Zwey^^ec«.Wwelche sich daherum gesetzet haben, kamenreich wieder nach Europa, und haben es alleM X^E,,„i Ldel nach Iguvira erworben, daraus dieses K" ? vest'tzXthum zu ersehen ist. Die Portugiesen hatten pstselbst, welche sie doch verlassen musten, nachdem 'I^cst ^der auf dieser küste bekannt gemacht, und die a 'diesen letztern zu schaffen Haben wollten. 6eo^'.,h»r^'hsrique, tom. III. ^
Ihor, eine Indianische stadt und KönigrelM^ ^insul jenseit des Ganges. Das Königrerchchen gegend von Indien, in dem vesten lande n '^grM W.welches dahero von dem Könige von Ihor ottden. Die stadt, wovon selbiges den nahmen ve^^, ^auf Pfeilern nahe bey einem flusse gleiches naw Esbey dem vorgebürge Syncapura in die see s«»
ter Hafen daselbst. Das gröste theil der staM ^
das kleinste aber Cota-Sabran genennet.bar an Pfeffer und andern waaren. D>e e"Mist Ehometaner, haben genügsame tapferkeit, und gr ' »»"Handel, sind auch liebhaber von der ,,std ^
nachdarte insuln sind fast colonien von ihnen, ^1
von ihrer regierung. äclcr. Inü-K- soßst^M,.
Ihor, Jngor, ein Rußischer Fürst, ^ ^
welcher aus der Slavischen nation derund nebst seinen 2. brüdern, Sinaus und ^ ^
Rußland eingenommen. Er brachte Kl0w tz^ocl^sB,j,unter seine bölmäßigkeit, und drang bis §ii
wurde aber von den Griechischen Kayferu i ^nttt.,ckDa er aber an. y;o. die Dr-ewignor - ^ " gsf ^
genen Fürsten stehendes an dem Don u^nselbiEbeoUl'tridut belegen wollte, ward er von yqchEüEWDoch seine wittwe , Olha oder Olga, l . „ach.^,regierung führte, rächte seinen tod,am » jMDenn als die Drrevlsni ihr eine VermählungMiskina, antrugen, ließ sie die deswegen an.0.'fönen lebendig begraben, und die andere ach,
Männern bestehende Gesandtschaffl, welchegleichfalls aus dem wege räumen. H^ÄnerI-tnis zu wissen, sie möchten zu dem devlag^y M, s' ^indem sie in bereitschafft stünde, mttfaufzubrechen. Wie nun diese nichts ube'S , ^ von y s Fmit ;°oo. mann entgegen reiseten , "Äsie all^stärckern armee dermaßen empfangen, daö ' ^yes Mblieben. Hierauf gieng Olga vor die ha « be«Ljbelagerre dieselbe ein gantz jähr lang, bis ^ z». ^i>
friede geschlossen ward. Nach diesem uahw^ nad'^Ilpel an. y;4. die Griechische rellgwn und B t
an,ihren söhn Svantoslaum aber konnten^ , Mnicht bereden. Sie liegt zu
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