Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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cher in den TunguSka fället. Die gegend wird von Tungustnund Russen bewohnet. Hamb. remarq. an. 1699.

Ilione, hieß des Trojanischen Königs Priami älteste kochtenwelche nachmals an den Polymnestor, König von Thrakien,vermählt ward. Hbr. iiiaä. Ln. üb. I. v. 657.

Ilioneus , war des Trojanischen Phorbas söhn, und desKönigs Priami enckel. Er begleitete Aeneam nach Italien,und weil er sehr beredt war , so ward er von demselben inunterschiedenen Gesandtschafften gebraucht. ' in Ln.üb. I. v. 525.

* Iltonois, Illinois, lat. Hin,, gewisse völcker in Neu,Frankreich, in Nord-Amerika, die südwärts an einem schiffba-ren see gleiches nahmens ihre Wohnung haben. Sie nehren sichmeistens mit fischen und körn, welches letztere sie aber doch sehrunfleißlg bauen, und von der jagd. Sie sind sonst sehr munterund aufgeweckt, lieben aber dabey den raub. Die meisten vonihnen haben die Christliche religion angenommen , und haltensich beständig einige NWonarü bey ihnen auf. , vier.Oeoxr.

Ilium, siehe Troja.

* Jlkhan, der letzte König der M ogolen aus dem stammeOguz-Ktzan; er war ein söhn Menkeli, oder Mengheli-Khan,und lebte zu den zeiten, da Tour, der söhn Feridoun, Königsin Persien, welcher von seinem vatter das MavaralnaharischeUi seinem erbtheil bekommen hat, ( so das land ist, das jenseitdes Gihons lieget,) die bekriegung des Turquestanischen un-ternommen hat. Um zu seinem zweck zu kommen, muste Tourzuerst diesen Jlkhan bekriegen, welcher den grösten theil davonbesässe. Er fand aber disseits so viel widerstand, daß er sichmit Sounege, dem letzten Könige des stammes Tatar, in einbündnis einlassen muste. Dieser hatte noch von altem her eineeifersucht in seinem hertzen geheget, welche zwischen den Mo-golischen völckern und den Tartarn sehr gemein war, und ließsich daher leicht bewegen, alle seine kläfften mit diesem Tour zuvereinigen. Der Persische König Tour, mir dieser grossen machtunterstützet, dränge bis in das Hertz des landes Ilkhans hinein;daselbst kam es zu einer blutigen Wacht, und stritten beydeparteyen so hartnäckig mit einander, aber endlich mit solchemglück für die Persianer, daß von dieser gantzen grossen armeeIlkhans, unter welchem auf diesen tag so zu reden das ge,samte volck der Mogolen kämpfete, nur Kian der söhn Jlkhan,nebst einem seiner vettern, Teguz genennet, und ihren weibern,das leben davon brachte. Diese wenige Personen verstecktensich des tages unter den erschlagenen, und da die nacht ange,krochen, bedienten sie sich etlicher Pferde, die sie noch auf derwahlstatt gefunden , und fluchtete» sich auf diese weise in diegebürge. Wann man den geschicht-schreibern der Mogolen glau-ben zustellen soll, so drangen diese flüchtlinge im ersten schreckenso tief in die gebürge hinein, daß sie den ausweg nicht mehrfinden konnten. Nachdem sie also lange in der irre herum ge-schweiset hatten, entschlossen sie sich endlich auf den gipfel einesder gebürge sich zu begeben, da der zugang ihnen am leichte-sten schiene. Als sie denselben erreichet, entdeckten sie davonunten eine fruchtbare und angenehme ebene , welche durchverschiedene schöne und klare bäche durchschnitten wurde, undmit vielen fruchtbaren bäumen aller orten prangete. Diese er-wünschte entdeckunq entzückte sie fast; endlich entschlossen sie sichihre wohnungdaselbst aufzuschlagen, und fiengen an nach ihremausgestandenen mühseligen herumirren sich wieder zu erquicken.Auf diesem gebürge, Erkene Komi genannt, welches der höchsteund berühmteste berg in dem gantzen Mogolischen lande ist,legten Kian und Teguz ihre kleine pflantz - stadt an , welchemit der zeit so starck anwuchs, daß dieses landgen nicht mehrgenugsam war ihr dich und die menschen zu erhalten, daherwurden sie genöthiget auszuziehen, und ein neues land zu su-chen. Sie thaten den ersten versuch auf ihr ehemaliges vat-terland, und waren so glücklich es zu behaupten, und sich inkurtzer zeit gäntzlich davon Meister zu machen. Daher ist nocheine tradition unter den Mogolischen , daß diejenigen, welchevon dem geschlechte Kian entsprossen, Kiater, und die, so vonTeguz hergekommen, mit der zeit Derlighin sind genennetworden.

Jll, ein flnß im Elsaß, welcher an den grentzen des dem Bk-schoff von Basel zugehörigen lands in dem Bnrgnndischen ge-bürge Jura entspringet. Er fließt durch das gantze Elsaß, wel-ches auch von ihm seinen nahmen haben soll, wie er denn inalten Urkunden auch Alse geschrieben wird. Anfänglich kommter aus dem gebürge hervor, gehet aufPrundrut durch die Herr-schafft Mörsperg, Grafschafft Psirt, und das Sundgan. Ober-halb Mühlhausen fallen die Halle und Large, ingleichen ande.re bäche hinein, und alsdenn fliestet er durch Mühlhausen.Unterhalb Mühlhausen bey Jllzach fällt die Tolder hinein, ge-het weiter auf Schlcttstadt (da die Fecht herbey rinnt, nebstdem dach aus dem Lcberthal) Benfeld, Erstem, Grafenstaden,Straßburg und Wantzenau. Allda kommen die Jll und Sau,vel gleichfalls zusammen, und fallen mit andern wassern in denRhein. In der stadt Straßburg wird der fluß die Breusch ge-nannt , welches schon aus König Hilderichs befreyungs-briefedes klosters St. Stephan zu Straßburg zu sehen. Wiewvl imElsaß ein anderer fluß ist , der auch bey Straßburg an dermauer hinfließt, und die Breusche heißt. Weil aber ein theil

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desselben noch oberhalb Straßburg bey St.die Jll fällt, so hat diese den nahmen der Breusch ENoch eine andere Jll ist im Tyrolischen B

durch das Montafuner-thal herab, Pludentz unds^-al^bey unterhalb Bendern in den Rhein fällt. xsL>

NLMr. Larol: p. 27. cbrou»

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Larol: x. HertzOgS Elf. khrvNitin. 6erm. L topogr. Listn. *

Illa , ist ein kleiner ort in Roußillon, am wall roberhalb Perpignan gelegen , der aber den tut»Grafschafft führet. *

* Illescas, oder Jlescas, eine stadt in Neu-H^ M^' Meilen von Madrid, südwärts nach Toledo zu. s"vor des Antonini, itiaersr. p. 4z 8. 4?s> 446. Tu«" .notit. orb. ant. II. i. §. 74.

Illisweil, ein dorf und Herrschafft in der E,,len, Berner-gebieths, vor zeiten ein stamm-hauL..»yer,A-von Illisweil. An. 17,9. verkauften des alldasige"chers söhne diese Herrschafft an den ehemaligen ^ ^ ^

General von Erlach , nunmehro Schultheiß zu Mselbige an den Stand Bern gegen so viele Gerecht ^dorss vertauschet. * ,<7,

Illock, eine kleine stadt, nebst einem vesten stW' A»vonien, 6. meilen von Esseck, an der Donau, g^E'^ürw ^de an. 1688. von der aus zooo. mann bestehende« ^ ^besatzung, bey annäherung der Kayserlichen verian -aber in brand gesteckt. KiEk, Ottom. Pf. k- ^

Illov, ein in der Ober-Ungarischen GrafMwgelegenes vestes schloß , welches die Kayserlichen a>"Malcontente» mit gemalt abnahmen. ß

oderLüvNMLV 08 , geE^.ketzer, welche um das jähr 157?. zum Vorschein r? dereii'Vdiese secte dergestalt starck worden , daß man auw ^10000. gezehlel hat. Als aber der Urheber davon ^ Mvon der Inquisition gestraft worden, gieng diese 'Vunter, bis an. 162;. da sie mit noch grossemvrosces von Sevilien wieder hervor kamen. Def fjeßAndreas Pachero , General-Inguilstor in Spanun^ygen^,den rädelsführern verbrennen, und zwang Me«s r>c Vre irrthümmer entweder abzuschwören, oder Mnigreiche fortzumachen. Das wider sie heraus

machet 76. irrthümmer nahmhafft, Unterwelten

sten diese sind, daß sie vermittelst des innerliche" ' ^

und der Vereinigung mit GOtt (deren sie sich s?^n,edck

solchen stände der Vollkommenheit wären, die^M

ten wercke noch der sacramente nöthig hatten/ »l>

schand-thaten ohne fünde begehen könnten. ^

der zeit, da sie in Spanien ausgerottet waren, M)M' F

ketzer hervor, die ebenfalls den nahmen IIIuwmW

se lehrten, daß die menschen mit GOtt so verewig ^

sten , daß alle ihre Handlungen vergöttert

wenn sie zu solcher Vereinigung gelangt, sie M" hqB.

in sich würcken lassen müsten , ohne selbst

verrichten, daß GOtt nichts liebe als sich selbst

man ihre lehre annähme, man sodann des Win M fF'

entbehren könnte. Auf des Königs Ludovikl

wurden diese keuche in Franckreich an. l6;z. V

^ra Nrr. sä sn. 162z. n. 7.

äi c. 28. , bist. eccl. lib. lll- ^ 7 ^ 8 -

kspstus. Arnolds ketzer-historie, k. M- o-

, ist der nähme einer r» ^, BAKferrat aufgerichteten Gesellschafft gelehrter leuw ^ >>. "statt eines sinnbildes, die sonne mit dem W/' ^ ß,>» ^

monden gebrauchen, wobey die worte geW'incieüciens.

Illyeczhast, (Stephanus j von

Königreichs Ungarn, Oder-Gespan zu TrenM

Richter der Cumaner, so an. >546.

Fürsten Sigismundi Bathorr in Siebenburgen ^

gerieth wegen einiger schriften, die er w'pe so

dolphum II. heraus gegeben, in ungelegen»

dem Johanne Jovio hart angeklagt, und bere> ^ss er "

den, ihn zu arrestiren. Er falvirte N^Äcich

vor den Ertz-Hertzog Matthiam zu Oesterrem^E^

fordert ward, auf fein schloß Trentfchln ^"^/vlieöe^jevA^

sem guth nach Polen, woselbst er». M

Stephano Botfchkay, als solcher das FuE iilidAÄ ^

gen erlangt hatte, an. is°z. wieder beruffe'n

schin und andere güther wiedergegeben wo ^

kay aßistirte er hernach mit rath und thal,^^lNdbM

nach Wien gesendet, die friedens-tractattn 'bolpho II. fürzunehmen, dahin, sr.ancv^ ber.'Lvi^A.

ooipyo tt. surzuncymen , vayu. ^zum andern und dritten mal geschickt, "n.ihn d-fördert »nd gesthloNn warp,^

V

Georgen eingeräumet,geben ward, bald nacBotfchkay. Zeit währender seiner

.-Hertzoae Maru^-- ,sprechen, noch bey leben Kaysers Rudow"

Crone zuwege zu bringen, und nachdem » ^

tzogs vertrautesten Ministern, Graf Pam

nicht leer ausgieng, indem ihm die jn 2"Georgen eingeräumet, und das schloß

geben ward, bald nach ffiner Wiederkunft

Botfchkay. Zeit wahrender seinerderlich bey dem Ertz-Hertzvae Matthw msi""!