Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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334
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König Ludwig den jüngern zu Rheims, und an. uz;. Lotha-rium zum Römischen Kayser zu Rom. NachgehcndS kam erwieder in Italien , hielt zu Piacenza und Pisa Loncilis , gtengmit dem Kayser Lothario nach Rom , und hielt an. i,; 9. dasandere Loncilium ^cerariensL, worauf er Adailardum neölidessen schüler Arnolds von Brescia verdammte, wurde abernoch in demselbigen jähre von Rogerio, dem Könige in Sici-lien gefangen , mit welchem er in einen krieg verwickelt war;allein dieser streit wurde hernach mir dieser bedingung beygelegt,daß der Papst Rogerium mit der Crone von Stellten belehnenmnste, wofür dieser jenem den eyd der treue schwur. Nach-gehends hielt dieser Papst eine Unterredung mir dem Könige inEngelland Henrtco zu Chartres, worinn er jenen dahin zu be-wegen suchte, daß er eine reise ins gelobte land thun möchte.Auf dem Lateranensischen Lcmcllio verordnete er, daß kein layean eine geistliche perfon Hand anlegen sollte. Er starb den 24.an. 114;. nachdem er jähr, 7. monat und 10. tage denPäpstlichen stuhl besessen hatte. Seeo ciiwn.

cpist. , In Irmncent. II. stidl. kont.

(ÄvL, HU. litter.

Jnnocentiüs III. war zu Anagnia gebohren, Trasimundides Grafen von Signia söhn, und hieß zuvor Johannes Lotha-rius. Er wurde anfangs studirens halber nach Rom, Bonvnienund Paris geschickt, nach seiner rückkunft Lsuonicus zu Anagnia,und von Cölestino III. oder wie andere wollen, Elemente III.zum Cardinal gemacht. An. 1198. wurde er imjähre sei-nes alters zum Papste erwehlet, und fristete die Verfolgung wi-der die Albigenfer an. Er bestätigte Ottonem IV. inderKay-scrlichen würde wider Philippum aus Schwaben , und bemühe-te sich , die Christen zu einem sogenannten heiligen kriege anzu-reihen. Bald darauf that er Ottonem IV. in den bann, undwiegelte Fridericum II. wider ihn auf, welchem er aber gleich-wol die Crone nicht zuerkennen wollte. Zu feiner zeit machteJohannes, König in Engelland , um des Pavsts hülffe widerden König in Franckreich zugemessen, die Königreiche Engel-«nd Jrrland dem Römischen stuhl zinsbar. Er war sehr hoch-müthig , und that viele Potentaten in den bann , worunter derKönig Johannes von Engelland, Petrus König von Aragonien,der König von Portugal!, Hertzog Dandalus von Venedig undandere. An. 1198. schickte er den Cardinal Petrum von Capuain Franckreich , um den König Philippum Augustum zu bewe-gen , seine verstoßene gemahlin Ingerburgim wieder anzuneh-men. An. 1199. verbot er den Metzern die heilige Schrift inFranzösischer spräche zu lesen. An. 121;. hielt er das Latera-nensische Loncilium, worauf beschlossen ward,daß der Punct vonder transsudstantiation unter die glaubens-artickul sollte aufge-nommen werden. Wie denn auch die Dominicaner und Fran-ciscaner die confirmation ihrer orden auf demselbigen Loncilioerhielten. Er hat verschiedene schritten hinterlassen, als: 8er-inones äe Tsmpors öc 8snkkis ; < 1 e LoMemtu stlunäi; äs Kla-fterst« Klilste ; stpiftolss , Ac. ttarr/i ktt-

ssaeak'r stistl. kont.

kill. litter. 481.

Innocenttus IV. zu Genua, aus dem Hause Fieschi, soGrafen von Lavagna waren, gebohren, hieß zuvor Smibaldus.Er wurde aus einem Cardinal-Viscono des tituls St. Lauren-tit den 24. jun. an. 124;. zum Papste erwehlet, nachdem derPäpstliche stuhl wol 2. monat leer gestanden. Ungeachtet erdes Kaysers Friderici II. vertrautester freund gewesen , so ver-folgte er ihn dennoch, da er zu der Päpstlichen würde gelanget,mit weit grösserer Heftigkeit, als einige seiner vorfahren gethanhatten. Als er sich befahrete, daß sich der Kayser rächen möch-te , begab er sich an. 1244. in Franckreich, und berief in demnächstfolgenden jähre ein allgemeines Loncilium nach Lyon,woraufder Kayser in den bann gethan und abgesetzt wurde. Daaber selbiger an. 12z«. dieses zeitliche gesegnete , verließ derPapst Lyon, und begab sich an. 1252. wieder nach Rom. Erverfolgte nicht weniger Kaysers Friderici II. söhne, Conradumund Manfredum» welcher letztere aber seine völcker, die er inLas Königreich Neapolis gesendet, schlug. Dieses Unglück be-schleunigte des Papsts tod , so daß er den 7. dec. an. 1254. starb.Er wird vor einen gar gelehrten Papst gehalten, und von eini-gen Juristen ein vatter und werckzeug der Wahrheit genennet.Erwachte auf dem Loneilio zu Lyon die Verordnung, daß dieCardinäle purpur-farbene kleider tragen sollten, um sich darbeyzu erinnern, daß sie sthuldig wären, ihr blut vor den Päpstli-chen stuhl zu vermessen. Jedoch verfolgte er den gelehrten undfrommen Bifchoffzn Lincoln, Robert Grosted, welcher unterandern ihn den Antichrist genennet. Die gefchicht-schreiber be-richten , daß bemeldter Bischoff nach seinem tobe diesem Papsterschienen,und ihn mit diesen Worten angeredet habe: Ven! miistrAä Mälcium ! Er schrieb einen sppsrswm, oder glollss überdie Leckerstes.

PAa«,. LümckLk.

Innocenttus V. zuvor Petrus Tarantasia genannt, weil erin Taramasse an. 122;. gebohren war. Er nahm im rotenjähre seines alters den Dominicaner-orden an, lag zu Parisden studien ob , allwo er auch Loftor und Professor sskeolo-gi-L , ingleichen an. i26;. Provincial dieses ordens in Franck-reich wurde. Gregorius X. machte ihn zum Ertz-Bischoff vonLyon, und in dem folgenden jähre wurde er Ertz-Bischoff zu

Oftia, auch bald darauf Cardittal. An. rL?;.oberste stamirenrisrius von der Römischen kirche, U" MUdas folgende jähr dem zu Lyon gehaltenen Loucäio »v j cGregorii X. tobe wurde er den 2;. febr. zu Romhat wenig ausgerichtet, nur daß er die Florentiner MPäpstlichen dann , darein sie seine vorfahren gethan v» Mdem bedinge losgesprochen , daß sie die Gibelliner au Es'schaffen sollten. Er starb, nachdem er nur ;. nioPu „IBhalle, den 22. jun. an. 1276. Man hat von ihm

IsteoloNse; Lommeritsrium iu gustuor stidros 86» p

Lrirä. Jacol-r stibl. ?onc.

Iiinoceutius vi. hieß zuvor Stephanus Albertus lBischoff zu Clermont. Er war von ls Mont elM» rPompadour in Limosin gebürtig, anfänglich Locwrten und Advocat zu Toulouse, woselbst er auch ttNE,vor 20. arme schüler gestiftet, nach diesem BtfaM stzu Clermont, und keenirenrisrius, letztlich Carvn"^zu Ostia, und succedirte Clementi VI. den 18.zu welcher zeit der Päpstliche sitz zu Avignon war-hete sich, den Römischen Hof, als welcher Mwar, zu reformiren, und dem kriege zwischen dewEngelland und Franckreich ein ende zu machen, avr» ^Zu feiner zeit hatte Johannes äs Rupe Scum/-cifcaner - Mönch, die Offenbarung St. Johann,.

Päpste erkläret, und selbige Wider-Christen gfnelE^vben ihn dieser Jnnocentiüs VI. verbrennen heß.von seinen vorfahren ertheilten ablaß wieder aus'allen Geistlichen bey strafe des bannes sich wiedcrn'^ ygemeinen zu verfügen , mit Vorstellung, daß In ^nicht den Mietlingen überlassen sollten. Er fuwttschiedlichen Fürsten krieg , welche, feinem vorE' ^ MKirchen-Staats sich anmasseten. Er ließ es gefäMA. Mrolus IV. zu Rom von den Cardinälen gecrönet >v» ^ p,emuste er zuvor einen eyd leisten, daß er zu fw'^fB VRom eingehen , und nach der crönung Italienverlassen, auch ohne des Papsts willen nicht wieosrmenwollte. Erstarb zu Avignon den dec.hat einige episteln hinterlassen. Vor seinem tooe ' L''

gemeine sonnen-sinsternis. Siehe Aiberti. ss'

still. kont. , still. lirtsk. apk' ^/«2,r,k> äe Lapis även. -p jll

Jnnocentiüs VII. hieß Cofmus Meliorati,

Sulmona gebürtig. Er besaß vorhero einigeRavenna und Bonvnien , und wurde an. ^

Aber nach Bonifacio IX. wurde er von den Card»ten 17. oct. an. 1404. zur zeit des lcstil'matis w> . 1

Luna, welcher sich Benedictum XIII. nennete, n .^,,residirte, zum Papste erwehlet. Vor seinerschwören, daß er die Päpstliche würde wiederum " M'M

le, im fall Benedicius dergleichen thun wmve-^er einmal zum Papst erwehlet worden, gedacyican sein versprechen. Als ihn nun einige von bei'halber ermähnten, auch verlangten, daß ihnenund das Lapitolium wieder, wie vor diesem, s-rden sollte, so ließ er ihrer eilfen die köpfe heru"^dlE Mund ihre cörper zum fenster hinunter werffen- .Sy,v°wi>'den sie dermaßen erbittert, daß sie König LadlS' , .

poli zu hülffe riefen, das Lapitolium einnähme' ^eN ^ pcentium nöthigten, daß er sich nachViterdore

eemiu», Iwty,grell, t't>8 er „ey nn.ch.^"V'ükoM -von bannen er nicht ehe wieder zurück nach ^ zery.,, » .fihn die Römer selbst, welche mit Ladislao >m e ^1406. einholten; da er dann Ladislaum m den ^chven Nnoch eben dasselbige jähr seinen geist aufgab^'dem Päpstlichen stuhl 2. jähr und 22. tage A

gorius XII. succedirte ihm.^eoä. äe ^

Innocenttus VIII. aus der Genuesischen ^ ivKjj'Lljieß anfänglich Johann Baptista. Sein^^

hieß anfänglich .

Cibo, welcher Renato von Anjou , Kontg^?'^dienste gethan, und deswegen von ihm zum ^>7^ hi ^lworben. Er war an. 14; 2. gebohren, und ^.wgei' ^schen Könige Alphonsi und Ferdinandt Hei ^ ^

studirens halber nach Padua gieng, von dm ^ >va ^ .ßPhilippo Calandrinv nach Rom kam. HÄ^nusPäpstlichen Hofe bekannt, und machte ihnschoff von Savona, Sixtus IV. aber zum vmaMelphi und Cardinal, da er sich denn »ssM ,, 8^

tionen, und sonderlich in der Teutschen »m de ^ uuwohlverdiente. An. 1484- den29. aug. 'erwehlt, und hatte ein unruhig regiment.und Colonneser geriethen heftig an einanderer ^ 1mit raub und mord erfüllet ward. , indem F

Ferdinando, Könige von Neapolis, handtt^^M SMieiniger ins elend vertriebenen Neapolttancrden von feinen vorfahren dem KomF eu ^

20000. ducaten von neuen forderte. ^ ^ e> ^

schatz-cammer gewaltig erschöpft ward, m '^xneue ämter, die er verkaufte. So öfachc^

, die er verkaufte. So ^-7.,4 ^flüchtigen Türckischen Sultan Gemes an»Rom, und sich damit nebst einem stucke 00 ^die 40000. ducaten zuwege, welche der Tln"