Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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-Amras wie auch gegen Hall im Jnnthal keine mauren, und obsie schon gegen andern orten mit drey thoren versehen, ist sie dochnur vor eine offene stadt zu halten. Die dächer sind mehren-theils platt, und vor den Häusern sind schwiebbogen, darunterman gehen kau. Die Vorstädte sind nicht weniger wohl erbauet.Otto, Hertzog von Meran, hat diesen ort mit der stadt - freyheitversehen. Nachdem aber das Haus Oesterreich Tyrol zu besi-tzen angefangen, haben sie auch daselbst ihre Hofhaltung gehabt,und zu dem ende die noch allda stehende ansehnliche bürg er-bauet. Dieses ist zwar ein gar weitläuftiges aber unförmlichesgebäude, weil es zu unterschiedenen zeiten aufgeführet worden.Die Cantzeley liegt mitten auf dem marckte, woran das goldenedach zu sehen, welches Ertz-Hertzog Friedrich mit der leeren la-sche an. 142;. machen lassen, so 202000. ducaten schwer seynsoll. Eben dieser Ertz-Hertzog Friedrich soll auch die acht undzwanzig metallene bildcr, welche in der Barfüsser-kirche zu se-hen , haben machen lassen , wiewol der Churfürst von Bayernselbige in seinem letzter» einfalle meistens wegführen lassen. Soist auch in selbiger kirche des Kayftrs Maximiliani I. prächtigesgrabmahl zu sehen, und viel capellen, welche verschiedener Ertz-Hertzoge von Oesterreich grabmahle zeigen. Eine halbe stundedavon liegt das Ertz-Hertzogliche lust-schloß Amras an dem fusseeines berges, woselbst man einen grossen vorrath von allerhandraritäten findet. Kayser Maximilianus I. hat an. 1404. hier-selbst mit Bianca, Hertzogin von Mayland, ein prächtigesbeylager angestellet. Churfürst Moritz von Sachsen hätte Kay-ser Carl den V. hieseldst gefangen bekommen , da er um seinenschwäher, Landgraf Philipp von Hessen, der gefangenschaffl zubefreyen , unvermuthet die Waffen ergriff,-und um der fachedesto ehender ein ende zu machen, ungesäumt auf den damalsnoch gantz ungerüsteten Kayser los gieng. Kayser Ferdinan-dus II. ließ sich an. 1622. daselbst mit der Hertzogin Eleonoravon Mantua vermählen. An. 1655. that hie Königin Christi-na von Schweden allhier ihr öffentliches Catholisches glaubend-bekänntnis. An. 170;. wurde dieser ort von dem Churfürstenvon Bayern erobert, aber bald wieder nebst dem gantzen landeverlassen. icln. 6erm. Beschreib. Tyrol. Missons

reise-beschreibung, p-127. *

Infterburg, ein seiner ort in dem BrandenburgischenPreussen , in Bartland , wo der fluß Jnster (welcher in Na-dravia , bey Lasteinen , an den grentzen von Samogitien, ent-springt , und in seinem lauste die kleine flüsse Ragup, Bodup,Iodüp, Eimen, Nipvl und Striege in sich nimmt) mit derAngerab sich vereiniget, woraus allda die Pregel entstehet. Eshat dieser ort ein schloß, ingleichen die stadt-qerechtigkeit, istaber ohne mauren. Indessen gehört ein grosses Amt darzu,welches vor das beste Scatullen-Amt des Königs von Preussenin selbiger landschafft gehalten wird, zumal es dreyzehen meilenin die lange und acht in die breite sich erstrecken soll. Es ist son«sten dasselbe den Brandenburgischen erben in Francken von derCron Polen bey abgang der Churfürstlichen ünie in dem We-lauischen vertrag vor 150000. Reichsthaler verschrieben wor-den. In der pest an. 1712. ist das Amt fast gantz ausgestorben,und sonderlich die Schweitzer-familien, die einige jähre zuvorsich daselbst niedergelassen, daraufgegangen. Das hiesige viersoll gantz schwartz , und so starck seyn, daß es sich wie brandte-wein anzünden läßt. Die vorwercke Dzauper und Altenhoff sinddurch eine schöne linden-allee zusammen gehänget. preußischeStaats-geographie.

* Jnftitor, (Henricus) ein Dominicaner aus Teutsch-land , ward an. 1484. von Papst Innocentto VIII. zum Inguiü-rore fteneiali in den fünf landschafften Mayntz, Cöln, Trier,Saltzburg und Bremen, nedst seinem ordens-genossen JacobSprenger, ernennet. Damit sie nun ihrem amte wohl vorstehenmöchten, verfertigten sie mit einander das bekannte buch, Mi-kas MlekLsrum genannt , und zu Lyon 1484. zu Paris undzu Cöln 1520. in 8. zu Venedig 1576. zu Lyon 1620. und 1669.in 4. gedruckt, darinn die materie von der zauberey und anderndahin gehörigen stücken ausführlich abgehandelt wird. Manfindet, daß er an. 1495. Leökor IkeologlX zu Saltzburg ge-wesen , UNd das jähr darauf liaöistas vsrios cum8ermonibus

xlurlmis contra guatuor silrrores aäverlus LucksrilliL 8scra-rnentum, zu Nürnberg in 4. heraus gegeben, hernach abervon seinem General nach Italien beruffen worden, woselbster auch Antonii Roseüi, eines Juristen von Padua, seine schrittüe lVtvnarctüa , live äe kotcüate Imperator!« im druck zu Ve-nedig 1499. in fol. widerleget. Unter dem Papst Alcxan-Lro VI. ist er Lenfar Liäei in Mähren und Böhmen gewesen,UNd hat bey solcher gelegenheit Llvpeum 8. HomanL Lcclesi«DekcnliomL contra kMaräos <8: v^aläenses, Olmütz i^or. infol. geschrieben, mehrere umstände aber sind von ihm nicht be-kannt. bibl. krXäicator. tom. I. x. 896.

Insubria, ward vor alters diejenige landschafft genennet,welche heutiges tages das Hertzogthum Mayland heißt, odervielmehr nur ein stück davon, nemlich was zwischen den bey-den flussen Adda und Demo liegt. Die einwohner nennet manInlubrss , welche ursprünglich aus Gallien hergekommen seynsollen.

Insula, ( Melchior «K) Herr von Hmmenwald, /. II. 0.und krokcllor zu Baftl, ist daselbst gebohren an. 1580. von ei-nem edlen Genueser srancisco, welcher zuerst in Italien kriegs-ämter, hernach bey Carvlo V. in Teutschland ein Niederländi-

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sches Commissariat bedienet: aber auf aichörungpredigten , die Reformirte religion angenommen"'.^sei gezogen, da er an. 1581. gestorben. Er besilsic' §,»0'^legten fundämenken in den schulen, und empfange^llcaciem. sonderlich auf die Wohlredenheit undwelcher er auch in seinem ein und zwanzigsten jähre verlangte. Nach abgelegten reisen durch TeiitManreich, Engelland, Italien wurde er in seinem U W161z. zu der kwleü'ione Inüitntion. siustinian-v !, MK,1618. wurde er als Gesandter von der Universität'schoss von Basel, Wilhelm Rhineck von Balderflet" ^

Er war vieler' sprachen, als der Französischen /

Spanischen, Englischen rc. kundig: auch oernicht gantz unerfahren. Ließ sich insonderheit d?.,,angelegen seyn , und wußte sehr wohl mit hohe"'neu umzugehen. Daher er auch seine Liokellion a> - ^

willig abgelegt, und sich mit sämtlicher famliss " ybürg begeben. Schon vorher war er bey zehentiiLandgrafen von Hessen Rath,und machte ihnr"'

König in Franckreich zu seinem Cämmerling.. A"' . »MFer von dem Landgrafen in Hessen zu dem Reichs-»»^enspurg , und bald hernach von den ProtcstlEen und Fürsten, als klenipotentisrius nach -z^d

An. 1651. verrichtete er von feiten ermeldten K»'sandtsthassten, als an die Churfürsten in SacMdenburg, an den König in Schweben Gustavs"' vo'SMan den Hertzog von Würlemberg rc. bis er an.vico zu einem residirenden Gesandten in StE. stgs b Vund unter die vornehmsten Minister diesesworden. Er wußte seine person mit aller gravi"" Kmagmficentz wohl zu vertreten, daher er oft/, m^raE'iivetwas hoch treiben wollte, in grosse bifficuttäM Shat sich zweymal verehlichet, erstlich mit Jacobsehen Predigers zu Basel tochter, Elisabeth / yE/nysia, Herrn k Bey Batil, Königlichen Raths/ ^

ten des Parlements zu Metz, tochter: von welchen E

terschiedliche kinder gehabt. An. 1644. im wer-einem hitzigen fieber angegriffen, und nachStraßburg weggenommen ; daselbst er auch r« ^ler hohen Herren zur erden bestattet worden,

Pfeils daselbst gehaltenen leich-rcde. Lrckiv.^c» 'M8VLL , hiessen in Rom eine anzahl klebteander stossende, und rings herum von salftn' .-xy v>von wassern, umgebene Häuser, in welchen des>v W M«,re bürger zu wohnen pflegten, welche man s'nennete, da hingegen die, so dergleichen an geEp H

äomus, ob sie schon gemeiniglich auch allem m"e gel>o ^fang und mauren stunden, und an keine a«^ B^> ,,stiessen, dennoch nur für einzeler, aber gar^ Mmer Haushaltungen Wohnung zu dienen Pv"

Ls-s- ftib. L«er. c. 5?- c-4- r

äe ulii L k'-ibic. ftom. vet. üb- k. ' pl^t-

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rkes. am. ^om. ^

Intaphernes, war einer von den /oben Ain Persten, welche zusammen conipirrrten, chrolu.D> ,jjwelcher sich der Crone angemaßet, von

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>. Er verursachte sich ftldsten »nd einem » ^

steinigen den tod, als er aus Verdruß/ ^Ache ,1»^

bediente, die doch dessen eine genügsame url ^,cr ek^mals nicht wollten in des Königs gehennes V .

lassen, selbigen nasen und ohren abhieb,nen noch dazu einen zäum an den hals A heist"-ch.WHerrn dem Könige zuschickte. Er meynte sieseyn , weil die obgemeldte sieben Perstr / also .Aaus ihrem Mittel zum Könige erwehlet, ! ch jhrcr ° c>>A-hatten, daß der würckliche König keinem«^ eiwAziiMzugang nie weigern sollte , ausgenommen. Aach ». Mausgedruckten fall; gedachte aber nickt/^n«^ ko"0.^ger stunde eben in demselbigen fall sich bcsi.h yftser soll nun sich darüber heftig entrüstet/ ^m^ten 7F Vum für den ausbruch einer wider thu ge> F

anspinnung gehalten haben; daher er perdessen biuts - freunden, als ob die sa>n^A„glick ^ /beten zusammenschwörung theil hätten, gss Dein .

und bald daraust zum tobe verdammen "ev- gnat

alle tage vor des Darii pallast, und bm ' ^yi kN ^

dem sich nun der König durch ihre thnmen^^,

wegen lassen, gab er ihr die freyheit ' '^ehltcss' n Bw'j

tzen gesellschafft zu erwehlen. Damuf erw^ ^

der, und bat, daß der Komg selbigem

möchte. Darüber verwunderte sich b//.«Mos/si», 07 /,

nach der Ursache. Hierauf gab sie ^^yere E^otl F0

fall der noth einen andern mann und an^o'-F.

nen andern bruder bekommen konnte.

dem Könige dermaßen, daß er ihr nick ., Ilissp^ h '

sondern auch ihren ältesten söhn los s

nebst den übrigen wurden hingerM«.

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