Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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341
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Herkü^ k,der Interamnium , ward vor alters die«uik> Svoleto liegende stadt Terni genennet, und

, weU sie auf der einen feite mit dem -usse Nar^ "^geben ist Einern aus diesem Kusse geleiteten tiefen

Per , hiessen in den mittlern zelten die Vi-

M,lanae^'^^^ore8, welche bey einem vacanten Biß-war ,-,'e regierung übernahmen, bis wieder einer ge-Hen?Eereid^ ^ II. ». yg.

T'lchen aL.i oder Intercidonus , eine von den dreyanq-rssMeiten , welche als beschutzer der schwängern1^' «r;. wurden. Siehe Deverra. panck.

ode!^^, war in den mittlern zeiten, wennauch ein Bischofs ein qantzes land oder stadt inkeiji ch' w dasi aller gottesdienst verboten war. Dennd°tst^ "»d A'chor eine messe lesen, nicht predigen; dercvprch", stx wurden vom altar weggenommen, niemand, ^ w. ' oder mit Christlichen ceremouien begraben

^ ^7ala, (Johannes) lat. Interignu8, oderHfjA ^ Spanischer Mönch von dem geistlichen Rit-' war voclor und krokeftor HieologiLi>g j^be. aa ' ^ iu Salamanca, und starb zn Madrid dengchx' 7lc). nachdem er sein alter auf vier und sieben«Er war ein guter Poet, Iliüorieus, Lritteushinterließ verschiedene schriften, worunter

^ .'«VU8 Lruäitu8 , isu äs Lrroridus, gui p:Min

ja pinMnäs8 läcrgb imaßins8, so zu Madrid- ous gekommen, den meisten beyfall erlan-le«. ' w epjstoli5, lib. II. x. loü. leg. it. lib. V.

e.^8. wurde ein gewisses formular einiger glaubens-? Prvt/a^blches nach Luther, todc Carolus V. an.

aufdringen wollte. Es wurde ihm die-allaȆ gegeben, weil es nur auf eine zeitlang, bis>!n Oonsilium die damals streitige reli-

"»»^kk.. d!

, -.„er entschieden haben , gelten sollte. Als nem-"w Schmalkaldischen bund zertrennet, und

ftE« ^ Ji-,^^ungen gerne wollte gehoben wissen, wardN^Ax^o-taste zu Regenspurg schlüßig, die fache etli-Deinigen - übergeben. Weil aber diese sich nicht zu-ausa»." konnten, wurde es gantz in geheim dreyen^ Vrg°Dgen, welche waren Julius Pflug, BischoffA^kl Helding, Titular-Bischoff von SidonN!"lkr ^ ll, Mayntz, und Johann Agricola, des

U ewe^^nburg Hof - Prediger. Diese setzten mit

r«/ !Mns-ordnung, wie es in den Reichs-ad-

' v'^o, auf, und versicherten darbe» den Kay-

«idv» ! , unv vcr„u-cr,cn varvey ven zcay-

V?Me!°^er in sich hielte, so der Catholischen

^ai., He «„^5' ausgenommen die zwey pnnete, vonV5 Diee-s ^ gebrauche des kelchs in dem heiligen^ck ?pkvbÄj^.?koject schickte der Kaysev dem Papste zu,

Herein''dv,lherhalten, womit ihm aber dieser nicht«l,sda ?La>'vt ^b'n er sich besorgte, der Kayser möchtehL '^a/H bemL klrche in Teutschland aufzuwerffen su-v * religions-sachen zu entscheiden. Hter-redens-artey darinn mildern, undn Interim den 15. may an. 1548.

^^k^MrenÄ, ^ugspurg. Allein dieser Vorschlag gefielu s" iu ^ schriebe«^^kvtestanten , als welche hauffen-„ Der Papst hatte zwar vor einige^ L,^sH„»oÜeiu «in, schicken, und dieses Imerim corrigi-widxr^!^ Kardinäle und zu Bologna versam-^ ,hm. Jmmittelst protestirten^h-^ichÄkei; darwlder, ziimal an denjenigen orten,«ist ^'adten angenommen hatte, welches in

iu c^^"^ vor des Kaysers drohungen ge-^iin^ ^n!^r desbnA^aben und au dem Rhein-stroine vier-^dl^jstMen abgedanckt wurden, woraus nach-ei,N und Adiaphoristischen controversien? «r V«tjx» ^ ^vvr hielten, man könne in etlichenb^chstu 'ssükir Eilten "^kchl annehmen, welches aber andereRvk?°u Sar^^^^^en wollte es auch der gefan-> CenaUbn nicht annehmen. Es widerlegte

l stc Iuz d^^' Bychoff von Avranches , und einN Paris das Interim in fti-

,^ey >akvlu§ v titulirte. Anderer seits aber

stre»7- wlt den örtern, so es nicht anneh-«flMe Mlltz, w?5t.uue er dann die beyden stadte Mag-^^ , wj^s^ch ihm dißfalls widersetzten, aller

kti

'i Wt vlysnuv wrversegren/ auer

sich^^Lm dann mit der letztem so wohl^> H>sch^ussen , "u bas Haus Oesterreich als ei-

5??' c '? ?on selbiger zeit an annoch unter6s«' ^Mcit stcher. bist. lib. XX.

Lsno. -rriäent. lib. III. ?«§«-!^lgrh? kursier ^ tom. II. ,ib. IV. c. 4.

biü. äu butbsr.

in Auanw ^l!werl„cu8, war ehemals^stor ,^bechKust,n,^venß . an. , 10 . von Seil-77 Ried, gestiftet, zusamt einemTheil.

int Z 41

Nomm -kloster, im Bernerischen Oberlande zwischen demBrientzer-und Thuner-see, daher es auch den nahmen Incerlscusführet, gleichwie es den nahmen Jnterlappen, gu->li inter 1a-xiäer von den zwey hoben stotzichten fclsen, in deren mitte esauch, obwol in einem schönen weiten that gelegen, her bekom-men. Kayser Lotharius 1l. Conradus II. und Carolus IV.Haben selbiges befreyet und begäbet. Die Kastvogtey führteanfangs Bertholdus V. Hertzog von Zäringen, erbauer derstadt Bern , und nach ihm Walther von Wädischweil, der ersteSchultheiß zn Bern, bis sie endlich an. izsr. an die stadtBern gelanget, als deren es deswegen zinsbar war. Dieseskloster beherrschet das gantze thal Grinbelwald, erkaufte auchdie Herrschafft Ringgenberg. An. 1449. waren die ordens-Ieu.the daselbst in ein so ärgerliches leben gerathen, daß es im-puäiss Isbala vitivrum genennet wurde. Sonderlich abergieng es bey den Nonnen, als welche vierzig an der zahl,samt einer Priorin unter des Probsts inspection stunden, sobunt durch einander, daß das kloster durch ihre Verwahrlosungin kurtzer zeit zweymal abgebrannt. Durch solche Unordnungward die stadt Bern veranlasset ihren damaligen Stadtschrei-ber , Qocllor Thüring Fricker, nach Rom zu senden , um da-selbst eine reformation dieses klosters zu begehren, als welche dem-selben auch würcklich mitgegeben, und nachwärts , obwol nichtohne grossen widerstand des das,gen Prob stes und der Conventua.len, vollzogen worden. Das Frauen-kloster aber ward an. ,486.aus gleicher Ursache aufgehoben , und zum neuen Stift nachBern verlegt. Zur zeit der Reformation empörten sich diese or-dens-leuthe wider dte stadt Bern, und wollten die messe alldawiederum eingeführt wissen, wurden auch hierinn von vielenOberländischen gemeinden, und den Unterwaldnern unterstü-tzet ; von den Bernerischen trouppen aber, so wider sie ausge-zogen , bald wiederum zu paaren getrieben. Endlich übergabenan. i;2g. Probst und Convent allda das kloster an die stadtBern, da hingegen ein jeder derselben mit einem jährlichen un-terhalt versehen ward. Damit wurde dieses kloster secularistrt,und in eine Landvogtey verwandelt, welche die beyden Herrschaff,ten Grindelwald und Rrnggenberg begreiffet. Das kloster istnunmehro von dem Landvogt bewohnet, und wird daselbst einegrosse anzahl armer leuthe verpfleget: Es hat auch noch auf Heu.tigen tag seinen Schaffner zu Bern, der des klosters Haus be-wohnet. Bey demselben ist auch merckwürvig der schöne undzahlreiche fisch-oder aldöcks-fang, der aber nunmehro fast gäntz-ltch in abgang gekommen, seit dem sich daS rauhe wasser desflusses, die Cander genannt, in den Thuner-see ergießet.

L'r»r/er. *

MNMftNONCM. Teutschland hat zwar verschiedeneInterregna , aber niemals ein so langwieriges, als in demXlll. üeeulo gehabt. Nach Henrici II. ( s) und Albert, Lu-,ürisci tobe ( k) stund das Reich einige Wochen leer , in dem ge.dachten »ahrhundert hingegen hat das Interregnum viel jähre ge-währet. Einige fangen dasselbe von den zeiten Friderici II. an,weil dieser nicht nur von vielen Päpsten mit dem bann beleget,sondern auch von Jnnocentio IV. auf dem zu Lyon an. ,245.gehaltenen Loncilio der Kaysexl. würde beraubt , und öffentlichseines Reichs entsetzet worden, (c ) wodurch sich einige Geistli-che bewegen liessen, daß sie die partey ihres rechtmäßigen Königsverliessen, und ihm den Landgrafen von Thüringen, HenricumRasponem, entgegen setzten. Andere fangen dasselbe von an.,2^l. und dem in diesem jähre erfolgten tobe Friedrichs an.Aber auch diese dedencken nicht, daß dessen anderer Printz Con-raduö, der einmal von den Teutschen Fürsten rechtmäßigerweise erwehlet (ä) und als Römischer König seinem damalsnoch lebenden valter an die feite gesetzt worden, ein gegründe,tes recht gehabt, welches er wider alle Prätendenten mit Nach-druck zn behaupten gesucht. Nicht weniger irren diejenigen,welche von Conradi an. 12^4. erfolgten, tobe ihre rechnung an-heben. Denn man kan keine Ursache erdencken, warum manWilhelmum , Grafen von Holland, aus der reihe der Königeschließen, und sein in Teutschland geführtes regiment zum Zwi-schen-Reich zehlen sollte. Zwar kan man nicht läugnen, baßWilhelmi wähl anfänglich ungültig gewesen, weil sie zum prä-juditz Friderici II. und seines sohnes Conradi, welche ein weitgegründetes recht hatten, vorgenommen wurde. Jcdennochda nach dieser beyden tobe alle Fürsten Wilhelms einmüthig an-hiengen, und ihn vor ihren König erkennten, so wurde dieanfangs unkrafftige wähl dadurch gültig, und gleichsam ex postFgtcko legitimiret. (e) Endlich scheinen es auch diejenigen sogenau nicht zu treffen, welche den ersten ansang des Imern-M»auf das 1256. jähr, in weichem Wilheimus sein leben einge-büßet , setzen. Vielmehr wird man am besten thun, wenn manvon dem 1257. jähre, und dem abzuge Rtchardi (k) ausTeutschland zu zehlen anhebet, weil von demselben bis an. 127;.Teutschland gar keinen König gehabt, und also sechzehen jährdurch ein wahres Zwischen-Reich sich barmn ereignet hat. Zwarwenn man den zustand des Teutschen Relchs etwas genauerbetrachtet, so war derselbe freylich auch vor diesen zeiten elendgenug beschaffen, und gieng es da zum öfter« dermassen untereinander, als wenn kein Komg vorhanden gewesen wäre. Fei-dericns II. und sein söhn Conradus IV. hielten in den letztenjähren sich mehrentheils in Italien auf. Vor Wilhelms vonHolland, als einem ohnmächtigen Herrn, bezeugte fast niemanddie gebührende Hochachtung und respecr. Zu Utrecht warf ihm

Ff; ein