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ein bürger mit einem Ziegelstein nach dem topf. (K) Der Grafvon Waideck hatte das Hertz, dem Könige seine gemahlin weg-zunehmen , und so lange vorzuenthalten, bis sie mit einer geld-summe wieder von ihm ausgelöset wurde. (i) Der Ertz-Bi-schoff von Cöln wollte ihn gar mit dem pallast, worinnen er sichaufhielt, zu Neus verbrennen. (K) Alle commercien und Hand-lungen lagen darnieder. Die straffen, die Wege, die walderwaren im qantzen Reiche unsicher, und allenthalben mit räu-bern angefüllet. Deswegen fiengen die am Rhein gelegene stütz-te auf eines Mayntzischen bürgers Ratbodönis einrathen an, (I)ein bündnis unter sich aufzurichten, um dadurch sowol den com-mercien zu helffen, als auch den überhand nehmenden räube-reyen zu fteuren. Die von Coln, Worms, Straßburg undBasel waren die allerersten, welche unter sich nicht nur auf ze-hrn jähr einen frieden, sondern auch ein bündnis schloffen.Wilhelmus von Holland bekräfftigte solches, und als die verei-nigte städte der gemachten ordnung nach bald znStraßburg, baldzu Baden, bald zu Oppenheim, bald zu Mayntz , bald an an-dern orten öftere zusammenkünfte hielten, wurde die zahl derbundes-genoffen von tage zu tage starcker, und zehlte man an.12;;. schon folgende städte darunter: Mayntz, Coln, Worms,Speyer, Straßburg, Basel, Zürich, Friburg, Brisach, Col-mar, Schletstadt, Wetzlar, Gellenhausen, Franckfurt, Mar«purg, Agisvelt, Grunperg, Hirschfeld, Valrda, Mulenhau-sen, Münster, Bremen, Hagenau, Weissenburg, Neustadt,Wimpen, Heidelberg, Lauternburg, Oppenheim, Friedberg,Aschaffenburg, Seligenstadt, Bingen, Erpach, Bacherach,Wesel, Poppard, Andernach, Bon , Neus, Aachen undnoch sechs andere , deren nahmen nicht aufgezeichnet sind.(m) Niemand war übler mit diesem bunde als die Fürsten desReichs und der benachbarte Adel zufrieden. Denn bende dach-ten bey diesen reiten im trüben zu sischen, und eine stadt nachder andern an sich zu ziehen , oder vermeynte doch wenigstensdie zölle an dem Rhein nach gefallen steigern, und von denstädten einfordern zu können. Allein da diese sich so genau miteinander verbunden , musten die Fürsten das erstere nicht nurunterlassen, sondern auch die zölle wieder herunter und aufden alten fuß setzen. (n) Ja sie wurden gezwungen sich indie zeit zu schicken, lind selbst in dasjenige bündnis zu begeben,welches ihnen doch äusserst verhaßt und ein dorn in äugen war.Wie denn folgende geistliche und weltliche Fürsten in gedach-ten bund getreten : Gebhard , Ertz - Bischoff von Mayntz,Cuno, Ertz - Bischoff von Cöln, Arnold, Ertz - Bischoff vonTrier, Richard, Bischoff von Worms , Heinrich , Bischoffvon Straßburg, Gerard, Bischoff von Basel, Jacob, Bi-schoff von Metz , Henricns , (c>) Abt von Fulda, rc. Lude«wig, Pfaltzqraf am Rhein, Cuno, Wildgraf, Wither, Grafvon Catzenelnbogen, Friedrich, Graf von Leiningen, Bertholt»,Graf von Ziegenhayn, Poppo, Graf von Thüringen, Ulri-cus, Graf von Pfirt, Sophia, Landgräfin von Thüringen,und viele andere mehr. (x) Einige in Schwaben sowol alsSachsen gelegene städte folgten dem exempel der Rheinischen.Goslar, Quedlinburg, Braunschweig, Göttingen, Eimbeck,Northeim und viele mehr, verbunden sich wider ihre feinde hülf-liche Hand einander zu leisten. (a) Wiewol alle diese in so un-ruhigen zeiten getroffene bündniffe waren von schlechter dauer,
< r) denn sie zerschlugen sich bald, weil die bundes-genoffen un-eins unter sich selbst wurden, und in viele blutige kriege mit ein-ander zerfielen. Also zum exempel war der Bischoff von Straß-burg sowol, als die stadt dieses nahmens, in dem Rheini-schen bunde begriffen, und dennoch verhinderte dieses nicht, daßbeyde mit einander in weit aussehende zwistigkeiten geriethen.Der Bischoff Gualterus von Geroldseck prätendirte in der stadteine grosse gemalt, die bürger von Straßburg hingegen , so ih-re erworbene freyheit mit Nachdruck zu vertheidigen suchten, fie-len aus der stadt, und zerstörten das dem Bischoffe zuständigeschloß Haldenburg dermaßen, daß kein stein auf dem andernblieb. Gualterus suchte hernach die geistlichen Waffen Herfür,und weil er mit seiner krieges - macht der stadt nichts anhabenkonnte, belegte er sie mit dem bann, nachdem er vorhero dergantzen Clerisey ernstlich befohlen , daß sie die stadt verlassen,und zu ihm sich heraus begeben sollten. Der Ertz-Bischoff vonTrier und unterschiedene Aebte nahmen sich des Bischofs an,gleichwie hingegen die Grafen von Kiburg , von Habspurg, vonRavenburg, von Ochsenstein und Freyburg die partey der stadtergriffen. Zwar suchte Richardus von Cornwal, der eben uMdiese zeit aus Britannien in Teutschland ankommen war, dieseunruhe in ihrem ersten anfange zu unterdrücken. Allein beydeParteyen waren auf einander dergestalt erbittert, und Richar-di ansehen so gering , daß weder die stadt noch der Bischoff sichan seinen befehl zu kehren begehrten. Vielmehr sielen die bür-ger von Straßburg, oder vielmehr, Graf Rudolph von Hab-spurg, nachmaliger Kayser, mit hulffe der stadt Straßburgund anderer mitverbündeten , die städte Müllhausen , Co 6mar, rc. feindlich an, und als sie solche nach geringen wider-stände erobert , muste die blutige Wacht bey Hausbergen ohn-fern Straßburg an. 1262. dem gantzen kriege den ausschlaqgebe«. Der Bischoff, ob er gleich durch seine tapfere gegen-wehr zeigte, daß auch ein geistlicher steten - Hirt dann und wanneinen joldaten abgeben könne, zöge dennoch den kürtzern, weiler sich durch den an der zahl viel stärckern feind im freyen selbeziemlich unvorMtrg umringen ließ, und verlohr nicht nur seinebeste mannschafft, sondern muste auch sehen, daß der vornehmste
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der Bischoff nach einer so grossen Niederlage dem RE
so lange vergebens, («) bis dieser unruhige mann 7
mer und hertzeleyd starb, (r) und sein Caprtmfreyheit setzte, einen sichern vergleich mit der burgeri" jM"richten zu können. Unterdessen gieng es an dem ssSjs ynsürnemlich über die Kayserlichen tasel-güther und ^ Eweil alle auch sonst ohnmächtige Fürsten sich vonüberbliebenen kleinen rest zu bereichern suchten. tMlich machte der Psaltzgrasam Rhein,Ludovicusdevemgewissen,der Geistlichkeit selbst die flügelzu beschnervc^Mvon ihren güthern an sich zu ziehen, weswegen ihn a^in den bann thun ließ. (x) Überhaupt kan man woM' Mdie zeiten des Zwischen-ReichS, fast der gesamte» ^und trübselige zeiten gewesen. Als Engelbertus , 0^ yMt,schoff von Cöln , die stadt dieses nahmens durch hN't B!,Atzogs von Limburg , des Grasen von Eleve und aM» «refreyheit zu bringen suchte, nahm Wilhelm Grat ..M^dieser bedrängten stadt sich mit großem eiser an. .dU,auch diesem Herrn dermassen günstig , daß er »E, Aschöfflichen trouppen bey Marienwalde in einer Wsondern auch Engelbertum persönlich gefangen SAgantze jähr auf dem schlösse Niddeck arrest halten ^besser ergieng es dem Ertz-Bischoff Gerhard von Mp,chen Hertzog Albrecht von Braunschweig, nebst 0von Eberstein , der schimpflich von ihm geredet, M E §Macht gefangen bekam, und diesen bey den As ckWdgen, (2) jenen aber nicht eher los ließ, bisw»von Cornwal mit marck silbers ranzionrrek.
Aebte von Fulda wurden von den nahe gelegen^ ejß, ^fern derer von Adel nicht wenig angefochten. Msviel mühe Henricus, der Prälat dieses klosters,müßen, bevor er den Grafen Bartoldum von VHilM
so viele Unruhen anrichtete, bändigen konnte, ^
gieng es seinem Nachfolger Bertholdo desto uMU»''" jgeals dieser in Henrici fußstapfen trat, und nichtschlösser, sonderlich aber Franckenstein, N>cderl« M ^purg, Schwartzenfels und andere mehr der ero , Wmacht, wurde der Adel auf ihn dermassen erb m KvonEversberg, Steinau, Brandaw,rc. stw.'^bunden, in das kloster brachen, und den unsiM"? Lc) ,Kkten unter währendem amt der messe luederstieistN'.yciesA,,»die Bischoffe von Hildesheim musten gar vieleausstehen , als Johannes von den Grafen von ^
Herren von Eskerde verschiedene güther an sich «
die stadt Peine war, aufweiche das Haus Brauns M ffalls einen gegründeten ansprach zu haben vermey''confus es im geistlichen stände und bey der Clenstvelend und kümmerlich, ja um so viel desto fch!A.,^en
dem weltlichen beschaffen. ^
Teutschland, in welchen mächtige Hertzoge regn ^ .
mulhigen Adel widerstand leisten konnten, »m"ruhe noch ziemlich ruhig und glücklich zu sey"v,rV)W>Les in den provintzen, wo entweder keine, 0^- ^ Mmächtige Fürsten damals vorhanden waren/ ^
zu. In Schwaben war kein Hertzog, d
gent, seit dem gewaltsamen tobe des llMgcn ^ ^ v» Dpgewesen, und da der Schwäbische Adel ohne dem ^währten scribenten das lob hat, daß er sich. Übe» Ä, ^des Schwäbischen Kaysers, zeiten mehr auf rAdem als andere dinge gelegt, (kk) so lsteben dieser Adel, in dem groffen InkerreMv, Äxsts'!'ser noch Hertzog vorhanden, und also kernwar, je länger je mehr sein ansehen und stnff " MUnterdessen irren diejenigen dennoch, pei» »x '
daß der Ursprung des unmittelbaren Reichs-Ai" >
Intsrregno seinen ersten ansang genommen. Ä z,
ben deutliche Zeugnisse, daß sonderlich d" EsÄ
mittelbare Adel schon vor diesen zeitenster Ursprung nirgends anders, als in derbischen Kaysers Philippi zu suchen. (68 )
te man meynen, wurde die Ritterschafftgewesen seyn, weil doch dieses land ferne As'§ "i-
weit gefehlet. Denn weil Henricus örab-mcnahmen das ktnd, und Henricus llluüns '
Meisten, auf Thüringen zugleich ihre, prE>entstunden daraus innerliche und blutige
gischen Edelleuthe fischeten mehrentheils rm rr
gen bald dieser bald jener partey an. Sre v« ^ r»i>windliche berg-schlösscr an vielen orten vatw^^ MMäzseyn, daß sie anfangs zur eigenensollen, so aber nachgehends von ihnen chk gchra»AAle>^,imacht, und zu Verletzung reisender bE»» §,>/ , A Fsind. Heldenstein , Kraqenburg, b» ^ f l>kund unzehliche mehr sind von dieser gattung-^^^«^dem Thüringischen Adel damals bevestrger
RudS^s'K'- Adel damM beoem«..... ,
Aden und raub-schwAs"^' weicher ein grosser