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geschehen sollte, sich durch einen revers an eydes-statt verbinden,daß er damit zufrieden seyn, und darüber halten wollte, (a)AIs in diesem i6c>;. jähre Marggraf Georg Friedrich starb ,nahm er von der erbschafft das Hertzogthum Jagerndorff, wel-ches ihm dieser Marggraf schon 8- iahr vorher als eine äonauo-nem mortib eausa verschrieben, zu sich, die Hrcmckischen lnnderaber überließ er stinen halb - brüdern Christian und JoachimErnst, deren erstem er damit vor die neue Marck, welche ihm ausdem väterlichen testament zufallen sollen , contentiret. In die.sem jähre ließ er auch die vestung Driefen gegen Polen anlegen.Iln. 1605. stiftete er das geheime Raths - Lollsgium zu Berlin ,machte auch eine policey - und kleider - ordnung. An. 160z. er-langte er nach einigen fchwierigkeiten, die ihm feine brüder inFrancken machten, die vormundfchafft des blöden Hertzog Al-brecht Friedrichs in Preussen , und nahm die Huldigung ein.Und als ihm das folgende jähr übermal einige schwierigkeit we-gen der Preußischen fucceßion gemacht wurde, sandte er etlicheRäthe auf den Reichs - tag nach Warschau, welche aber von ei-ner partey soldaten auf öffentlicher straffe übel tractirt, und derLecrewrius gar umgebracht worden , welches der Konig an denthätern , deren man habhafft werden können, bestrafet. Ineben diesem jähre ließ er auch die Franckfurtifche Universität ihrjubel-jahr begehen , und an. 1607. stiftete er das Oymn-ilftunzum Joachimsthal, so nach der zeit nach Berlin verlegt wor-den. An. 1608. ließ er die Dom-kirche zu Cöln der heiligenDreyfaltigkeit wiedmen, und einweyhen, schaffte auch einigeceremonien ab, woraus es das ansehen gewann, als wollte erallmählich auf der Reformirten feite treten. Er starb in diesemjähre den 18. iul. auf feinem wagen unfern Köpeniek, von wel-chem orte er wegen eines verspürten magen - krampfes nach Ber-lin eilen wollte. 8Lriptores krsnäsrwurgiLi , N^äeburgici,Lorufflci. (») Der Gerauifche vertrag befindet sich in LünigsReichs - Archiv, park. Ipec. com. II. L. 4. f. z. n. 20.
Ioachimus Erneftus, Marggraf zu Brandenburg, undstifter der jungem Fränckifchen linie zu Änspach, wurde zu Cölnan der Spree an. 158;. den z. junii gebohren, in seiner jugendauf die Universität Franckfurt an der Oder geschickt, und an.1584. zum Loachuwre des Iohanniker - Meisterthums erwehlet.Er hat Danemarck, Franckreich, Engelland, und die Nieder-lande besehen , Und nachdem er die an. 160;. ihm zugefallenehelfte der Fränckifchen lande unterhalb gebürges angetreten,und seine regierung zu Anspach angerichtet, ist er aus lust zu denkriegs - Übungen wieder in die Niederlande gegangen, und an.1606. in der harten action bey Roerort auf das dritte pferd ge-kommen. An. 1609. und im folgenden jähre half er feinen bru-der den Churfürsten, und Pfaltz - Neuburg bey den Jülichischenlanden schützen, indem er als das Haupt der Union in Elsaß ein-fiel, die völcker, so der Bifchoff zu Straßburg , Ertz-HertzogLeopold, nach Jülich führen wollte, zerstreuete, und Dach-stein , Molsheim nebst einigen andern orten im Elfaß einnahm.Zu ansang der Böhmischen unruhe meng er erstlich mit derUnions - armee in Schwaben, setzte sich bey Ulm, und wollteden Churfürsten von Bayern hindern, in Böhmen einzufallen;es wurde aber durch den Französischen Gesandten bald vermit-telt, daßdie Union versprach , sich der Böhmen, solange dieunruhe in diesem lande bliebe, nicht anzunehmen. Er zog dar-auf in die Nieder - Pfaltz, konnte aber wider den verschlagenenGeneral Spinolam nichts profitables ausrichten, so gar daß erselbst darüber bey den unirten Ständen in mißcredit kam. Wiesich denn ohnedem diese Union an. 1621. zerschlug. Der Marg,gras starb an. 162z. den 2?. febr. am schlage. Sein andenckenerhalten unter den Gelehrten die sogenannten 8läers Lrancien-burgica, oder 4. um den Jupiter sich herum drehende kleine Pla-neten 7 welche sein Mmnomus Simon Marius an. 1609. ent-decket , und ihm zu ehren also genennets wiewol das folgendejähr der Italiänische Mrkem-lticus Galiläus sie auch zuerst ge-sehen haben wollte, und dem Florentinischen Hanfe zu ehrenPleälces 8I6era nennete.
* Ioachimus, Fürst zu Anhalt, war der jüngste söhn Er-nesti, Fürsten zu Anhalt, und Elisabeths, gebohrner Hertzoginvon Münsterberg, die ihn an. 1509. den 8. aug. zu Dessau ge-bühren hatte. Er wurde an. 1519- mit seinem bruder Georgioauf die Universität Leipzig geschickt, und wohl erzogen. An.1-27. begab er sich an den HofHertzogs Georg» zu Sachsen ,und meng mit demselben an. iz;o. auf den Reichs - tag zu Aug-spurq. An. i;;4- half er die Lutherische lehre in Dessau einfüh-ren , und ließ sich daö beste dieser stadt besonders angelegen seyn.An ie,6. trat er in den Schmalkaldsschen bund. An. 1541.begleitete er seinen bruder Johannem auf den Reichs - tag zu Re-aenspurg, begab sich auch mit demselben an. .1547- zu dem Kay-fer ins lager vor Wittenbsrg, allwo er gnädig aufgenommenwurde. Er starb endlich an. 1561. den 6. dec. unvermahlt,und ward in der Pfarr - kirche zu Dessau m dem chor beygesetzet.Beckmanns Anhältische Historie, k. V. x>. i 7 ,.wgg.
* Ioachimus Erneftus, Fürst zu Anhalt, war der anderefi)hn Johannis II. Fürsten zu Anhalt, den ihm stine gemahlin,Margaretha, Joachimi I. Churfürsten zu Brandenburg , loch.ler, an. izzs. den 20. oclober gebohren. Nachdem er sich inden gelehrten wissenschassten wohl umgesehen, und in den Rit-terlichen leides - Übungen eine besondere fertigkeit erlanget hatte,begab er sich an. izzz. nach Cüstrin, woselbst seiner Mutterbruder, Johannes, Marggraf zu Brandenburg , Hof hielt.
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Von dar gl'eng er an. 16z 7. in die Niederlande,
Cron Spanien, da er denn bey der belagerung von ^ V''m grosse lebens - gefahr gerieth, und in der im," 7 » erQuintin nicht geringe ehre einlegte. An. iz6r. i)««» , s»glück, daß sein vetter Wolfgang wegen hohen alter»seinem bruder Bernhards seinen landcs - antheil, ^ ,h'
the», Bernburg, Vandersleden rc. abtrat, woramzu Plötzke, theils zu Bernburg residiere, und an dienorte an. - 564. von dem Ertz - Bischoss Sigismundo LMbürg, Hertzog Julio zu Braunfchweig, undzu Liegnitz besuchet wurde. An. 1 566. begleiteteChurfürsten zu Sachsen, auf den Reichs - tag »aal ^und wurde, nebst seinem bruder Bernhards, von ^^Maximiliano II. mit dem Fürstenthum Anhalt venogleichen an. iz67. mildenBambergischen lehen "ssn „schoff Vito, und an. i z 68. mit den Quedlinburgs ^he. An. 1570. fiel ihm nach seines bruders abstehentze Furstenthum Anhalt heim, worauf er an. 'EzMordnung publicirte. An. 1574. war er bey dem se» g,co III. in Halle zugegen, als derselbe nach Polen 8an. i?7z. wartete er dem Kayfer Maximilians u- ^auf. In eben diesem jähre warf er zu Stuttgaro" M ^lager des Hertzogs Ludovici von Würtemberg,fen vvn Hollach, bey einem turnier mit solches "
Pferde, daß derselbe sechs tage hernach seinen
'577. wohnte er in Stettin Hertzogs Johannis ^
ger bey, und fieng den schloß - bau zu Dessau an < .
1578. zu stände kam. In diesem letzten jähreferne Gesandten die lehn über das 'Fürstenthum ^ vschickte zwey von feinen IkeoloM auf das Lollogu'u °berg. An. 1582. stiftete er das Ovmn^lum zu ZeÄi;8). ließ er bey Roßiau eine kostbare brückegen. An. 1585. intercedirte er bey Henrico 1 U- ^,el s»'als Henricus I V. damaliger König von Navarra/hielt, vor die Reformirten in Franckreich,
1586. den 6. december in Dessau das zeitliche.dern siehe den gefchlechts - artickul ?Inhalt. Bea »hältische Historie, k. V. x>. 18; -197. ^erA,i<
Ioachimus Erneftus II. Fürst zu Anhalt,
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Pfältzischen Hof, und besähe daraus Franckrelw, gy. ^
die Niederlande und den Kayferlichen Hofz» d ^
Wohnte er der belagerung von Jülich bey / "/' einen'eine compagnie zu pferde, mit welcher er sieh u^errn ^ Ejenseit der Maas nngemein wohl hielt, und den ^
holt gefangen bekam. An. 1614. wurde er zu An n x L'den unirten Churfürsten und Ständen zum B
regiment infanterie von 2000. köpfen ernenn» sein16i z. den 28. may zu Dessau im ledigen stände, .jk,
ters leben. Beckmann, k. V. p. 222. .
* Ioachimus , des heiligen Römischen Reich,tzog zu Münsterberg, auch in Schlesien zu A bCaroli I. ältester söhn, und an. izoz. gebolMu-^esich dem geistlichen stände, ward an. MIM, A«.
hannis m Breßlau, bald hernach Matthestr ^
«äjutor des Priorats zu Strackenitz in Bohme ^
Probst zu Groß - Glogau, und an.
An. rz;6. reifete er wegen verschiedener ange M .^
Bißthums Breßlau nach Rom, wollte au^Vsen , wurde aber durch das immittelst erfolg"vatters davon abgehalten , und führte felgnchdern, Henrico II. Johanne und Georgio die
schafftlich. An. 154z. trat er das Decanat zu^„es aBreßlau an, und erhielt folgendes jähr, »«>> M ge ^.
niie bwiv < wegen
mit dem Chur - Hause Brandenburg wegen jVergleichs, von dem Churfürsten die consirm» ^thum zu Brandenburg, welchem er v" ,
Breßlau verschieden, vorgestanden.tom. I. p. 1048. leq. Zu seiner zeit lst ^.„Liegv^s.Ä^sterberg und Franckenstein dem Hertzogeum 4vovo. gülden verpfändet worden. v x,
Würdigkeiten, IV. x. 99;. V. i. x. . szchlefich/,„t^* Ioachimus Fridericus, HertzognitzundBricg, der älteste söhn Georg»/b-""
barä, gebohrner Printzeßin aus dem Cburbürg, war gebohren an. izzo. am ^8. >
Hielt er sich viele jähre an dem Chur ^ Brmw^chucg^l^auf, ward an. 1585. Dom - Prodst m M^^i;88. ward ihm von Fürsten und Stand»' ^jyecHkriegs - fachen aufgetragen. Nach absterben > ^des einzigen bruders Johannis Georg»,, t
völlige regierung des Fürstenthums Br"g^ zuLAel^c,1596. nach absterben Friderice lV.dieses Fürstenthum. Bey der restdentz-stndt ^ ,
vestung auf der Oder - feite. Er kauf" ""Asts A <städte Reichstem und Silberdcrg. !
Herrschafft Parchwitz noch an. merLÄt^ ^
thum Liegnitz. Erstarb an. 1602. am r,s' MAnna Maria Joachimi Frideri«, -!>