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verwahrete, daß sie sich keiner Reichs - geschäffte annehmenkonnte , und nicht besser als eine gefangene gehalten ward.Doch als sie sich durch ihre ljst , und vermittelst der entdeckungeines anschlags auf den König, so sie selbst angesponnen hatte,seine gnnst und Vertraulichkeit wiederum zuwege gebracht,und ziemliche freyheit erlanget hatte, spielte sie die fache sowohl, daß sie ihren gemahl unversehens auf einer Mahlzeitüberfallen, und gefangen in das castell äelllOvo stecken ließ. Erentkam zwar auf einem Genuesischen schiffe, getrauete sich abernicht mehr im Neapolitanischen sicher zu seyn, begab sich des-wegen wieder in Franckreich, und beschloß sein leben in einemkloster zu Besan^on. Hierauf zerfiel Johanna mit demPapste Martins V. welcher Lndovicum III. Hertzoq von Anjou,mit dem Königreiche Napoli belehnete; zu welchem sich auch, der Königin General Sforzia, fv von dieser heftig beleidigetworden , schlug, so daß die Königin in grosse gefahr Mie-the. In dieser noth adoptirte sie den Konig Alphonfum vonAragonien; allein Alphonsus erwies sich so undanckbar darge-gen, daß sie an dessen statt Ludovicum von Anjou annahm.Nach diesem eroberte sie an. 1425. die stadt Napoli. DieAragonier hatten zuvor einige stadte eingenommen, wurdenaber bald wiederum daraus vertrieben. Darauf gewann Lu-dovicus von Anjou die schlackst bey Aguila an. 1429. und starban. l4;4. Nachgehcnds vermachte Johanna das KönigreichRenato von Anjou, des Königs Ludovici bruder, der aberselbiges wider Alphonfum nicht vermochte zu behaupten , undstarb an. 14;;. in dem 6 ;. jähre ihres alters, nachdem sie überLv. jähr regieret hatte. Lra«-
röme. *
Aönigin von portugall:
Johanna , Jnfantin und Regentin von Portugall. Siewurde an. 1452. gedohren. Ihr vatter war Alphonsus V.König in Portugall, welcher so grossen estim von ihr machte,-aß er sie an. 1470. da er mit den Mauren krieg führte, alsRegentin in dem Reiche hinterließ, worein sie sich dermaßenwohl zu schicken wußte, daß sie alles volck werth hielt. Alsder König wieder zurück gekommen, begab sie sich in ein Do-minicaner-kloster , Odivellas genannt, ohngeachtet viel mäch,tige Monarchen um sie freyeten. Sie starb endlich an. 1490.
Röniginnen von Spanien:
Johanna, des Königs Henrici IV. in Castilien und Leonandere gemahlin. Sie hatte von ihrem gemahl keine kinder,daher nahm sie Bertrandum von Cueva zum gehülffen, undzeugte mit demselben an.i4?9. eine Printzeßin gleiches nahmens.Ja weil der König Heinrich diesen Bertrandum nachmals zumGrafen von Ledesma machte, wollen einige dafür halten, daßes mit des Königs willen geschehen. Henricus ernennte zwardiese Johannam zu seiner Nachfolgerin, allein die Stande ver-mählten dessen schwester Isabellam in aller stille mit dem Ara-gonischen Cron-Printzen Ferdinands. Ob auch gleich Henri-cus die jüngere Johannam mit Hertzog Carln von Berry, soKönig Ludwigs XI. in Franckreich bruder war, zu vermählensuchte, so starb er doch an. 1472. vor der Vollziehung. Daheroals nicht viel vor sie auszurichten war, muste sie sich in Portu-gall retiriren, und mit dem Königlichen titul, den sie führte,begnügen lassen. Die alte Johanna aber begab sich in ihr klo-ster zum heiligen Creutz zu Santaren, welches sie gestiftet hatte,worinnen sie an. 1481. verstarb. ^- 7 ^. üb. I.
üb. XXIII. elog. äes vani. üiustr.
Johanna, Königin von Castilien, war des Königs Ferdi-nand und der Jsabellä tochter, an. 1479- gebohren. Sie wur-de mit des Kaysers Maximiliani I. Printzen, dem Ertz-HertzogePhilippo von Oesterreich, den 21. oct. an. 1496. vermählet.Allein es schlug diese ehe nicht zum besten aus, indem Johannanicht gar wohl bey verstände und heßlich war, dahero Philtppusandere lieber, als sie hatte, welches dann nicht wenig beytrug,daß Johanna in einigen Wahnwitz verfiel, welcher sich nach ihresgemahls tobe, den sie gleichwol immer gar sehr geliebet hatte,nicht wenig vermehrte, und bis an ihr ende continuirte. Alsihre mutter Jsabella verstarb, verließ sie in ihrem testament,-aß zwar diest ihre tochter das Königreich Castilien erben, dieVerwaltung des Reichs aber bey Ferdinands Latboüco bis zudes enckels Caroli majorennitat bleiben sollte; allein Philippusmästete sich der reqierung in Castilien an, starb aber darüber an.a?c>6. Nach dessen tobe wollte zwar diese Johanna die regie-rung in Castilien übernehmen, doch weil solches viele unruhenunter den Grossen machte, behielt Ferdinandus die Verwaltungvon Castilien bis an sein ende. Nach solcher zeit wollten diemeisten Spanier sie ungeachtet ihrer Unfähigkeit wiederum zurKönigin haben, und so gar deswegen ihrem enckel Carolo V.nicht schwören. Allein der Cardinal Ximenes dränge doch fürCarolum durch ; jedoch so, daß , so lange Johanna lebte, selbigein allenKoniglichen Verordnungen neben Carolo,und zwar zuerst,gemeldet wurde. Ihre kinder siehe im artickul ihres ehc-herrnPhilippr. Sie starb an. 1 5567 ,^ 2 /«-, in vim
Ximemi. üb. XXI. ülar-ri arm. Lelg. *
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Ertz-Hertzoginnen von Oesterreich r
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Sebastiano ,
Johanna, des Kaysers Caroli V. tochter.
Joyannis III. Königs von Portugall Printzen ^wählet, nach dessen tode sie mit Sebastians,
König wurde, nieder kam. Sie starb an. 1478 ^
Johanna, des Kaysers Ferdinand! I. tochter,jan. an. 1547. gebohren, und an. izs-;. mildem^Francisco von Florentz, Cosmi I. söhne, vermahle - HM',aber an. i?? 8 . und hinterließ ihre tochter MattenKönigs Henrici IV. von Franckreich gemahlin.elog. cles Dam. illulir,
Andere berühmte Weibs personen:
Johanna , Gräfin von Flandern und HeiineM^,jiii^an. np;. Sie war die älteste tochter und erbn'ssGrafen von den jetztgedachten landschafftcn,als Cvnstantinopoliranischer Kayser, von ftinenü' „AA,richtet worden. An. irn. ward sie zu Paris M"ten, Don Fernando, einem söhn des Königs vo>> ,!§Sancho I. vermählt, nachdem sie vorher viel andere, ^
gehabt. Der Französische Erb - Printz, nachn'a'vVIII. nahm ihr die städte St. Omer nnd A<re^ '
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auf alles , was sein vatter Philippus II. in dem nEzu Peronne geschlossenen frieden an Balduimim^' EFhatte. Dieses verursachte eines theils, daß M ^bey seinen Unterthanen nicht viel gewogenheu LxMchüjFtheils aber, daß er nebst seiner gemahlin an den » Mtauf alle weise zu rächen suchte. In dieser letzter»sen sie ein bündnis mit dem Könige von Ensteu«'.,^'' MDie Franzosen, so bald sie solches inne worden,einfall in Flandern, und machten darinnen fidovOb auch gleich denn und wenn Don Fernando - üjptt ^theile davon trug, so muste er dennoch , well ^sehr überhand nahmen, sich an. 121;. nach Enge» ,,„rVon bannen kam er noch in eben demseldiaen 'I »icis,ziemlichen succurs zurück, und that den FrarizE' ,piigenabdruch. An. 1214.trat der Kayser Otto'bündnis wider Frackreich, und den julii defiew^FE^es bey Bovines zu einer blutigen schlacht, worknn ^ KI.«die oberhand behielten , und Don Fernando 'ward. Man brachte ihn nach Paris , und sems?
Hanna that ohne Verzug eine reise dahin, um dm 'bey dem Könige Philipps II. seine freyheit astEsie muste unverrichteter stachen sich zurück m Erstenallwo sie, weil mit Franckreich ein stillstand -rtN'M!ziemlicher ruhe und mit grosser klugheit dre res' ppB /'auch sowol durch allerhand milde stistungen, 0zu ihres landes besten gereichende anstalten fish 0 . ^
An. 1218. soll sie, nach einiger scribenten
dum von Avesncs, mit welchem wider ihren
gere schwester Margaretha sich vermählt gehad',
se zu Rupelmonde haben köpfen lassen- T E
Alost, und einige andere örter entzog ihr der K«'.st 1
II. unter dem vorwande, daß sie nicht zu rechl^jstpp^,,,«^
nicht r»
darüber gesucht. Als -,. ...
Franckreich mit tode abgegangen war, w^'ffrcken s>reise, um ihres gemahls lvslassung «us;»w'söhne und Nachfolger Ludovico VlII.; sie ko»ses mal nichts erhalten. An. 1225. kam einerwelcher sich vor ihren vatter, den Kayser Ba>d»^ ^„1^und so grossen glauben bey de» leuthenfand^
uio rcepemaylgen änlln
Die Gräfin Johanna, welche anfangs dm- ,pv .tet, bemuhete sich hernach vergebens, dem „^gert^,,,unterdrücken. Ja zuletzt, weil sie bey chrn ^gends recht sicher war, muste sie nach 6 '»"'ssrdaselbst den König um hülffe ansprechen. .^4
vermeynten Balduinum einen Herold, unvsprechung eines sichern geleits, nach Compiess§liche Unterredung einladen. Er kam auch, aefo^,,ite>' .lv ^Kayser gekleidet, und mit einem Pracht'^" st ^ /
dahin. Well er aber mit beantwortung »r ... «ct>
dahin. Weil er aber mit beantwortungnicht recht hatte fortkommen können , so >>>
zu Valencicnnes wieder angelanget, -on I» „achL.« ^hange dergestalt verlassen, daß er aus vonsich retirirte. Daselbst nahm ihn Eberhard . ßlbers ^ rMverhafft, und überlieferte ihn vor4o°-qesta'Ä.Johanna. Nachdem er nun auf der Er Bernha^Alist^M'ein betrieger sey, nahmens Bertrand oder ^von Rheims, so ließ sie ihn zu Rvsse- A, perViele aber blieben beständig dabey, er V"
Balduinus gewesen, und blos aus rrglon /o^pgN>'chen tochter zu einem so schmähliche» dasA,,L<An. 1226. erhielt endlich die Gräfin ^oyam ge^F^Fnachdem er 12. jähr und e-monate gefa»» ^ da»auf freyen fuß geftcllet ward; worauf erdas interesse von Franckreich die waffe»' z»er zu Noyon an dem stein, und ward m