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Vierdter Theil. He - Mc.
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sie öffentlich sagten, daß sie es höher achteten, als wenn sie 500.man» gefangen hätten, liessen auch das 1s veum deswegensingen. Die Jungfer ward Johann» von Luxemburg zur ver.Währung übergeben, sie sprang aber in währender gefangen«schafft von einem hohen thurm herab, und weil sie sich amdein beschädigte, und nicht weiter fliehen konnte, wurde sie nachRouen gebracht. Daselbst wurde sie von dem Jnquisitions-Ge«richte als eine hexe angeklagt, desgleichen, daß sie ihr geschlechtverunehret, und manns-kleider getragen. Man legte sie zwarauf die folter, konnte aber nichts aus ihr bringen, weil sie balddieses bald jenes vorgab, auch von der Hertzogin von Bedfortvor eine wahre jungfer erkannt worden, und sich endlich demurtheil des Papsts zu unterwerffen versprach. Dennoch wardsie als eine der gotteslasternng, Hexerey und ketzerey »verwie-sene Person verdanrmt, und dem weltlichen arm übergeben.Weil sie aber kurtz vor der execution alle erscheinungen wiederIquqnete, und alle irrthümmer abschwur, ward sie zur ewigengefängnis verdammt. Allein sie widerrufte dieses den folgen-den tag, gab vor, sie hätte es aus forcht gethan, und deswe-gen ward sie als relspla zum feuer verdammt, und solchesurtheil an. 14; i. den zosten mart. vollzogen, wobey einigeFranzosen vorgeben, daß man ihr Hertz noch unter der aschegantz gefunden. Jmmittelst befahl König Carolus VH. ihrenanverwandten, daß sie bey den Päpstlichen Richtern auf einerevision des wider sie ergangenen Processes dringen sollten. Aufderselben ansuchen nun verordnete der Papst Calixtus III. denErtz-Bsschoffvon Rheims und die Bischöfe von Paris undCoutances zu Commissarien, welche zu Rouen an. 14?;. zu-sammen kommen, und nachdem sie viel zeugen abgehöret, dieseJungfer vor unschuldig, und den prvceß, durch welchen sieverdammt worden, vor null und nichtig erklärten. Es wardauch auf dem marckt-platz zu Rouen, wo ihre execution gesche-hen , ein creutz, und hernach nicht weit davon eine statue, da-durch sie in weibes-kleidern vorgestellet ward, aufgerichtet. Demungeachtet will ein gewisser Franzos, nahmens Vignier, dieart ihres todes in zweifel ziehen, und vorgeben, sie habe sichnach diesem an einen Cavalier, Robert von Hermoise, ver-hcurathet, mit dem sie hernach zu Metz lange zeit im ehesiandegelebel, und sey eine andere unter ihrem nahmen verbranntworden. Es zeuget aber Marcellus mit unterschiedenen grün-den, daß diejenige Johanna^ so an. ,4;6. zu Metz zum Vor-schein gekommen, eine betrugerin gewesen. Indessen wissensich die scribenken nicht darüber zu vergleichen, ob es etwasgöttliches oder natürliches mit ihr gewesen. Du Haillan sa-get, es sey Johanna entweder des Johann, Bastards von Or-leans, oder des Herrn von Baudricourt, oder des von Pothonmaitresse gewesen. Diese Herren, als sie gesehen, daß der Kö-nig in einen solchen zustand gefltzt wäre, da er sich weder zurathen noch zu helffen gewußt, und wohl angemerckt, daß ohneein außerordentliches mitte! den erschrockenen gemüthern nichtwürde aufgeholffen werden können, hätten sich dieser Johanna,als einer listigen person bedienet, sie in allem wohl unterrichtet,und dergestalt vor den König geführet. Weil nun selbst diesePersonen die fragen gethan, so wäre es gar leicht gewesen, daßsie viel geheime dinge entdecket, deren man sie wohl unterrich-tet. Dieses hätte der König und das volck als ein von GOttgeschicktes mitte! angenommen, welches auch glücklich von stat-ten gegangen. O« , lle I'etst cke krance,

liv. II. p. i»8- Oe cke gestis sokrmnse. bist.

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«re/, tom. II. col. 1056. legg. Vtaxce/. orig. äs la Nvnsr-

cbie. ^oetrräill'. vol. II. bist. orb. tsrr. c.

Johannes der Täufer , und Vorläufer des HErrn Chri-sti, wird auch in heiliger Schrift eine stimme eines Predigersin der wüste, der Engel, so vor demMeßia den weg bereiten soll,der in der krafft Eliä vor ihm hergehen solle, und ein Prophetdes Höchsten genennet. Es wurde seine empfängnis von demEngel Gabriel seinem vatter Zacharia, der ein Priester aus derordnung Abia war, kund gethan, als er in dem tempel desHErrn Priester-amts pflegte, und vor dem Allerhöchsten räu-chern wollte. Diese Verheißung des HErrn wurde nun er-- füllet, und Elisabeth, desZachariä weit», so von dentöchternAaron, und eine gefreundtin der Jungfrau Maria war, brach-te einen sobn zur weit. Der ort, wo die Niederkunft der Eli-sabeth geschehen, wird gemeiniglich vor die stadt Hebron, aufdem Jüdischen gedürge gelegen, gehalten. Andere aber setzenden geburts-ort Johannis naher zu Jerusalem gegen Emauszu. 'Sonst hat Augustinus angemerckt, es wäre nicht ohne son,derbare Vorsehung GOttes geschehen, daß Johannes zu der zeitqebohren worden, da die tage im jähre sehr kurtz werden, Chri-stus aber um die zeit, da sie wiederum zuzunehmen anfan-gen, um dadurch anzuzeigen, wie Johannes sich vor Christoerniedrigen sollte, und wie hingegen dieser grosser als jenersey. Als nun Johannes an dem 8 ten tage nach seiner geburtsollte beschnitten werden, so wollten ihm einige von den ge«freundten und nachbarn der Elisabeth den nahmen Zachariasbeylegen; Elisabeth aber verlangte, er sollte Johannes heißen,weil ihm der Engel des HErrn bereits diesen nahmen schonzugedacht, ehe er noch empfangen worden, ungeachtet, daß kei-ner in ihrer freundjchafft diesen nahmen führte. Weil auch

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Zacharias weqrn Unglaubens gegen GOtt bey der ^gung eines sohnes war stumm worden , so wlNcklc- Mwie er ihn wollte nennen lassen. Da er nun en>,derte, den rechten nahmen seines sohnes darauf zu»^Eschrieb er nicht nur, sondern sprach auch zugleich nU'ck Fgeöfneter zunge: er heißet Johannes. Dieser Jol)«^ Aehe er noch gebohren wurde, gleichsam einen Prv^ AB-,weil er vor freuden in mutter-leibe hüpfete, 5>sGOttes zu seiner mutier, der Elisabeth, kam. Von Mcrziehung wird in heil. Schrift wenig gemeldet; .»>'Baronius vorgiebt, er wäre in dem ;len jähre st"»die wüste gekommen, so findet man doch hierzu de» ° x-Mgründ nicht. So viel ist gewiß,daß er in der wüste >0' ADAden, bis er vor das volck Israel hervor treten sol"0-tct sonsten ein alter autkor, daß er in der wüsten oe>' ^gesehen, woselbst sich Johannes aufgehalten, und^e fchr Mpsas geheisscn. Daselbst habe er in einer hole, oM pxpi v,meile jenseit des Jordans gewöhnet. Es soll ^

üeculo an diesem orte cine kirche und ein kloster ^den seyn. Einige wollen gar vorgeben, Christus w» ^ .hannem daselbst zu besuchen, zum öftern dahin gekon W>Alein Chrysostomus glaubet vielmehr, Johannes M E,nicht eher gekannt, als bis er ihn habe taufen ^

auch mit der Schrift überein kommt. Seine lem ^ 0langend, so war solche nicht herrlich; denn er M Ä," ^von cameels-haaren, und einen ledernen gürtet, n»^.^den, seine speise aber waren Heuschrecken under sich nun eine geraume zeit in der wüste auM" ^ ^he daselbst der befehl GOttes zu ihm, sich vonmachen. Gleichwie aber das Propheten-amt dawB xrB ^in lehren bestünde, also verwaltete er solches oLstjM ^Es war aber die Haupt-summe seiner lehre, wie ^diese Welt gekommen wäre, und das Reich GOtce» §,den, darum sollten die menschen busse thun. V

die taufe der busse zur Vergebung der fünden. AB.^

ie ihre fünde bekenneten, theilte er die taufe ^ ^

die

viel Sadducäer und Pharisäer zu seiner tauft k«"'er ihnen solche nicht, sondern wiese sie mit harre '

<Dä ^ r»,

Es stund aber das volck, so zu ihm kam,dancken, ' ' '

daß er ein grosser Prophet wäre, sondernauch viele vor Christum selbst. Allein Johanns

aucy viele vor iLyrmum jelvjt. Allein Joyai">"^ecwie er sie zwar anjetzo mit wasser taufe, es wmoeckerer nach ihm kommen, der würde sie mit os" ^j,chund mit sener tanfen. Zu derselbiqen zeit rau ' saus Galiläa zu ihm, daß er sich von ihm tauft" .j<,M LJohannes wehrte ihm anfangs solches, ^habe vielmehr nöthig, daß er von Christo getausiließ sich aber dennoch durch das zureden dessich darzu bewegen. Inzwischen hatte die,pr""^^B Feinen solchen Nachdruck, daß die Jüden auf «

riethen, er müste wol selbsten Christus sey»' .ssihlU^ilj^sandten sie Priester und Leviten von IcrujaleM «zu fragen, wer er doch eigentlich wäre. . „E r»aber ftcywllsig, daß er weder Christus, »och^" „ieisEß^'ein Prophet sey. In seinen predigten schonte er

auf dosen wegen gieuge; sonderlich aber stellte

pa, dem Vierfürsten in Galiläa, sowol seine "Acht Ä ^ten, als auch dieses frey unter die äugen, daß r . .prdaß er seines bruders Philipp» weid, die ließ ^/„sE

be. Solches verdroß den Herodem sehr, >E„ p".

nem in ein gefängnis legen. Allein die ^ M Ä

noch nicht zufrieden , sondern sie wünschte LDa nun einst Herodes seinen geburts-tag ftye" A vot"x,ch.>seinen Obersten und Hauptleuthen, wie ""Tswch^ iis Äin Galilaa ein gastmahl ausrichtete, so tratrodias vor den Herodes, und zeigte ihre geicy« B

tzen. Weil dieses ihm sehr gefiel, versprach er w sollft

les, was sie von ihm bitten würde, geben wowdie helste seines Königreichs seyn. Als sie u ^ sie gMihrer mutler um das Haupt Johanms bat, w A,veete gewähret, obgleich solches dem Könige fthv /,>!<

Demnach schickteer den henckerhin, und 'ftv erHäupten. Es wurde hierauf sein Haupt am , chcergetragen, und dem mägdlein gegeben, welM Mau/M ,,,,,

stellte. Jvsephns giebt vor, Johannes wäre ^

nem schlöffe auf dem gedürge in dem lande

rodes seinen geburts-tag beqangen, enthaum i" jM Vzwar soll dieses nach der gemeinen iah^/Ma""'^tet Ädes ;i. oder im ansang des »2. jahres des V

vor Ostern, geschehen seyn. Als 2 ?h""' „e>hr"^,elB .i^kamen seine junger, da sie solches horten,nam, und legten ihn in ein gtab. Da^>^ ^,äre ^

sonderlich Hieronymus und Eusebius vor,der Haupt-stadt in Samaria, begrabenwollen solches nicht einräumen. Indem" I"daselbst gefunden haben, als selbiges unttr^ H

siats von dcnHeyden wäre eröfnet, und ^yprckdgebeinen von ihm verbrannt, der andere a^sim"^ Ferhalten worden, welche sie einem Am zu ,,

men Philippus, sollen gebracht haben-nicht würdig geschätzt, einen solchen koN^^riwahren, habe sie dem H. Athanasio ,xjchsa"unter einen altar vergraben, und daocp -