Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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356
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I

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Denn wenn es daselbst heisset: so ich will, daß er bleibe,bis ich komme; so wird dadurch nur die zukunft zu dem par-ticular-gerichte über das Jüdische volck, oder die Zerstörungder Republick und stadt Jerusalem verstanden. Übrigens istunter seinen Episteln die erste jedesmal vor canomjch gehal-ten worden; was aber die beyden letztem anlanget, so hatman seidige zwar vor zeiten nicht mit in den canonem auf-nehmen wollen; allein derer lehren, schreib-art und zweck er-härten zur genüge, daß auch solche Johannes verfertiget habe.

X. r. IV. 21. Jot-. XIII. 2;. XX. 2. I. i;. IV.17. VIII. 14. I. üb. III. L. I. U. ü. üb. II. c. rz.

comm. in 2. c?o>-. II. tom. V. Javi»/. ^rForr»«r. Weex-or«,LÄve, snüg. ltzroli. Ac. *

Päpste des nahmens Johannes:

Johannes I. war aus Toscanien gebürtig , Congantiisöhn, und des tituls Pammachii Priester. Er succedirte Hor-misdä den aug. an. 42z. Zu seiner zeit publicirte derKayser Justinus sehr scharfe eclicta wider die Arianer, undnahm ihnen ihre Archen. Dieses allarmirte Theodorrcum ,König in Italien , welcher ein Arianer war. Daher» suchteer den Kayser zu besänftigen, und zwang zu solchem ende denPapst, daß er sich in dieser fache zum Abgesandten nach Con-siantinopel brauchen ließ, welcher denn zu Constantinopel mituügcmeiner pracht angenommen wurde. Anastasius und an-dere berichten, daß er die restitution der Ariamschen Archenzuwege gebracht habe. Allein dieses ist nicht wahrscheinlich,sintemal Theodoricus ihn nach Ravenna gefangen schickte, wo-selbst er den 28. may an. 526. Hungers sterben muste, nachdem er die Arche r. jähr, y. monat und 14. tage regiert hatte.

LÜron, l-rrFSE/, äial. üb. III. c. 2.

Johannes II. Mercurius zugenannt. Er war Projectisöhn aufbem berge Cölio in Rom gebohren, und succedirteBonifacio II. in der Päpstlichen würde zu ansang desfahres. Der Kayser Justinianus brauchte ihn zum Abgesand-ten , um zu untersuchen, was mit den sogenannten Äcömi-ten, welche ketzerische Mönche waren, zu thun sey. Darauf be-rief Johannes an. z;r. einen 8ynoäum von Bisi'höffen, welchesie verdammten, und schrieb Justintano einen bries, worinner ihm solches zu wissen that. Dieser Papst billigte auch dieabsetzung Contumeliosi, des Bischoffs zu Riez, in einem an dieFranzösischen Bischöffe abgefertigten send-schreiben. Er starbendlich den 26. jun. an. brav. L. 20.

Laro». (?ave.

Johannes III. ein Römer, mit dem zunahmen LstelmuZ,war Anastasii söhn, und regierte die Arche nach Pelagii I. to-de iz. jähr weniger 24. tage, nemiich oon dem 27. iul. an.559. an bis den dritten gleiches monats an. 572. Man hatnichts sonderliches von ihm, ohne daß er die begräbnisse derMärtyrer repariret, und die Archen der heiligen Apostel Ja-codi und Phtlippi erbauen lassen. , in smi.

H/astä». <L Ur, cVe-re, bist. Uss kapL8.

Johannes IV. von Salona aus Sclavonien gebürtig, wardes Venantii söhn, und wurde 8c:Ko1Mic:u8 zugenannt. Ersuccedirte dem Severino den ;i. dec. an. 6,9. und schrieb zuansang seiner regierung einen gelehrten brief an die Schott-ländischen Prälaten von der Oster-feyer, weil selbige das Oster-fest nach der weise der Morgenlänbischen Archen feyerten.Noch einen andern brief schrieb er an Constantinum Heracliisöhn, welches eigentlich eine schutz-schrift vor den Papst Ho-norinm wider die Monotheisten ist. Seine regierung währtenur r. jähr 9. monate und 6. tage. Denn er starb den 21. oct.an. 641. öea«, bist. stngl. Ist). II. L. 19. kVat/A«. ,

snnsl. bibl. konrist L?«ve.

Johannes V. von Antiochien,einer stadt in Syrien, gebür-tig, war Cyriaci söhn. Ehe er Papst wurde, muste er sich zuvielen wichtigen geschäfften brauchen lassen. Der Papst Aga-then schickte ihn als feinen Abgesandten auf das sechste allge-meine Lonailium. Nach Benedicti II. tobe den 2. jul. an.68;. wurde er erwehlet, und regierte die Arche r. jähr undH. tage. <7,arco»r«§.

Johannes VI. ein Grieche, wurde nach Sergio I. den 29.od?r zo. oct. an. 701. erwehlet. Er regierte die Arche z. jähr,2. monat und 12. tage, und starb den ic>. jan. an. 70;. nach-dem er die Archen zu St. Andrea, ingleichen St. Petri undPauli in einigen stücken repariren lassen, und an verschiedenenorten 9. Priester, 2. Diaconas und i;. Bischöffe gemachthatte. Gisulpho, dem Hertzoge von Benevento, dräuete er mitdem göttlichen geeichte, wofern er nicht die in dem sogenann-ten Erarchat eingenommene städte wieder hergeben würde.Hierdurch ließ sich besagter Hertzog gewinnen, und der Papstranzionirte die gefangenen mit dem kirchen-schatze.gn. 701. 70;.

Johannes VII. Platonis söhn, ein Grieche, kam den r.mark. oder wie andere sagen, den i. may an. zur regie-rung. Der Kayser Justinianus schickte ihm einige Puncte zu,und gab ihm befehl, einen postum zusammen zu ruffen,

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elliäj'l!

um dasjenige, was darinnen der Christlichen lehre vssbestätigen, das übrige aber zu verdammen, N'E-

fammelte er zwar an. 707. einen 8vnoäum> richtenaus. Nachgchends untersuchte er Wilfriedi, desvon Aorck, fache, welcher unschuldiger weift veckMh„m s,!und setzte ihn wiederum mit ehren in sein Ertz^'° bDieser Papst hat nichts denckwürbiges verrichtet, oyn^c ^liche stistringen sind, die von ihm herrühren ftl>en>den 24. ftpt. an. 707. öea«, üb. V. c. 20.

Johannes VIII. sonst Johanna oder Agnes ^ein weib gewesen seyn. Es wird vorgegeben, fav Aigck",,mens Gilderta von Mayntz gebürtig, sich zu einem HKder, welcher in dem kloster Fulda gelebet, gehaltn' ^>ci'chem sie auch den zunahmen LnZlica angenomM«"^jx Msich hierauf in manns-kleider versteckt haben, nnogeliebten studirens halber nach Athen gegangen nv „Eselbst in studien dergestalt zugenommen haben,

rer rückkunft nach Rom, da man sie als eine ma"

Johannes änglicM genannt, ansähe, vorward, um das jähr 8?4. »ach LeomsIV. absterben^ ^liehen stuhl zu betreten. In dieser würde nungethan haben, was einem Papste zukommt, BischPriester geweyhet, messe gehalten, Archen und au« „

lückM

ret, Sacramenten administriret, und dergleichen'.soll von einem ihrer bedienten, oder wie andere' ^„e

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einem Cardinal schwanger worden seyn; daßceßion auf öffentlicher straffe ohnfern dem CoM" gsijungen söhne niedergekommen, aber darüber M ^geben müssen, und auf selbiger stelle ohne wema«'graben worden, nachdem sie den Päpstlichen «nmnen monat und 4. tage besessen. Dieses solldaß die Päpste bey den proccßionen zur Laterans xei'' Fobige stelle vermeiden, auch baß man nach ^erwehltm Papst auf einen stuhl sella KerLars"^ ? ..niir' ,«

setzt, um dessen geschlecht zu erforschen. N»nviele, welche dieses vor eine unfehlbare wahrheu ^

sich theils daraufderuffen, daß nicht nur alle alu^chronicken kurtz nach dem ansang, oder dochmitte an deS zehenden ÜLcuIi an der zahl ubs, - u'Wdieftr geschicht gedencken, sondern auch dieft'^E falten manuscripten des Anastafli Libüocbscs"''.^' h«''um die zeit, worein man die Johanna setzet, ster der zahl der Päpste vermeldet werde. ^ > F

het man auch die zu Rom annoch vorhandene. ^rariLm, und andere kleinigkeiten an. Allem W

die fache noch nicht aus. Die viele fcribcnten/fach erwehnen , haben dieftlbige einer von ne „p ^ -Enen abschreiben; und ist es in den Mittlern"zzeiten, in welchen solche alle gelebt, eben mm EF!weftn, daß eine sonderbare seltsame fache oder . aEflickbald sie von einem, auch ohne genügsamen A -jen^ V «ward, alsodald von einer grossen anzahl anderer ^ ^ >und unbesonnen nachgeschrieben worden. ^ geD^c f-scripten des Anastasii anlangt, so mangelt M ^ ^den meisten, so wir heut zu tage befthen A ^ °rin streit wegen eines gewissen exemplars, weuvin der Heidelbergischen bibliotheck soll beft'E dckHistorie an ihrem rechten ort unterenthalten haben, auch von einem nnstreitigM "'^elE-hiÄsen seyn, wie es die Mayntzische?. k. JesuftMSch § siE,ges zu ihrer ausgäbe Anastasii von an. ^ol-o^scelS O .geliehen worden, ftlbsten gestehen. Nun »a '. z''buch, nachdem der obgemeldle reiche bucher-D^t Äi Ain den Vatican gebracht worden , seithttl'

Vorschein kommen ist; „so lasset sichSalmasii Zeugnissen, die solches mehrern n ^jchess»xerzchlet haben, ziemlich klar erweisen, daß "/L.H.'^0^te in solchem buch gestanden, ja ^

Mayntz in den 2. stucken ihrer neuen edttwwhero geschencket, dieftlbige gelassen habe"andere Mayntzische exemplare die gefthE Deauslassen, und nur von den eäiwribus aw ^ iv. ^

vermeldet wird, baß einige Ooäice« ..die Johannam fttzeten. Indessen wie de" -^jptschwer, da nun dieses Hejdeibergifche nE'. hezu sehen, und wir also von dessen umstand ^und wie alt es eigentlich gewesen, den Eselbst einnehmen können, uns lediglichund deswegen der streitigen geschickte S'ss ivenlgDie sogenannte lella üereoraria giebt ^als welche schlechter dingen ein aus ds" tzje Pafv vcS ckdern noch übriger stuhl ist, woraufgesetzt, und dabey aus dem LXIII. Psalm crME^ckrichtet den geringen auf aus dem staube, ^fe Wckck r>>'men aus dem koth. Ferner ziehen die, tsV

wcrffen, für sich an, daß alle ftrlbenten weA ftck , i,Scotum darvon schweigen. Phol" smals mit Heftigkeit wider den PaB 'Are dÄAdavon. Ja seidiger sowol, als aüe aA^,, ^ Mü-tzen Benedlctum zum unmittelbaren naun ^ pl z>auch aus der chronologie die zwey m-'