Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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Z6o joh

Johannes V. Cantacuzenus, war ein bedienter an Andro-nic: Paläologi des jünger» Hofe, und nachmaliger Kayser.Er war aus der berühmten Cantacuzenischen familie entspros-sen, und sein vatter war Gouverneur in Peloponnej», seine Mut-ter Theodors aber aus Kayserl. stamme. Als er in seiner jugendwohl unterrichtet worden, wurde er am Hofe erzogen, und an-fangs bey Andronico dem ältern Cammer-Herr. Allein alsselbiger spürte, daß er es mit Andronico dem jungem hielte,kam er bey demselben in ungnade, wurde jedoch von diesem letz-tem zum Gouverneur in Thracien gemacht. Als selbiger an.i;28. stinen groß-vatter Andronicum von dem throne stieß,machte er ihn zu seinem vornehmsten Minister, und that nichtsohne seinen rath, trug ihm auch die Reichs-gestllschafft an , soaber Cantacuzenus nicht annehmen wollte. Als Andronicusstarb , setzte er ihn seinen beyden söhnen, Johanni und Ema-nueli, zum Vormunde. Diesen stund er eine gute zeit wohl vor,bis die Kayserin Anna nebst dem Patriarchen Johanne und an-dern vornehmen Herren unruhe erregten, da er sich dann in Ma-cedonien begab, aber von der Anna für einen ;rebellen erklärtwurde. Es fand sich bald eine grosse menge von Officierern beyihm ein , welche ihn nöthigten , daß er an. i?4i. zu Didymo-tiche in Thracien die Kayser-wurde annahm, und zu Hadriano-pel gecrönet wurde. Jmmittelst setzte man dem jungen JohanniPaläologo die crone zu Constantinopel auf. Wie nun beyde ihrefreunde und anhänger hatten, also erwuchsen hieraus zum Nach-theile des aesamten Reichs zwey widerwärtige parteyen. Can-tacuzenus schlug sich zu den Türcken, und eroberte Lydien undCappadocien, nebst vielen andern provintzen und städten; wiedann so gar Constantinopel an. 1447. den 6 . jenner durch verra-therey in seine Hände kam , und der junge Johannes Paläolo-gus endlich sich gezwungen befand, einen vergleich anzunehmen,vermittelst welches er dieses Cantacuzeni schwester henrathen,und sodann beyde das Reich gemeinsamlich verwalten sollten,nur daß Paläologus, als welcher bessers recht hatte, und ein ge-bohrner Kayserlicher Printz war, den Vorsitz haben, und in denunter beyder nahmen ausgehenden befehlen zuerst sollte genennetwerben. Zuvor setzte er den Patriarchen ab, welcher seiner wählzuwider war, und hielt darauf an. i;47. ein klein Loncilium zubestätigung der irrthümmer des Palamas wider den Barlaamund dessen anhänger. Allein da er sich mit allen obigen Vorthei-len nicht vergnügte, und sowol den ersten rang vor seinem schwie-ger-sohn nehmen , als auch demselben eines und das andere ab-zwacken wollte, setzte sich jener mit ernst zur wehr, begab sich mitseiner Mutter Anna, einer Savoyischen Printzeßin, genTheffalo-nich, und stärckte sich durch hülste der Genueser, da hingegenVenedig es mit Cantacuzeno hielte; dergestalt, daß erstlich an.1^2. dieses letzter» flotte geschlagen, auch er nachmals in ver-schiedenen treffen zu lande unten gelegen , endlich die Haupt-stadtConstantinopel durch hülste der Türcken erobert, und Cantacuze-nus an. i;zz> das Reich gar aufzugeben genöthiget ward; wie-wol er in seiner eigenen hievon aufgesetzten erzehlnng den scheinhaben will, als hätte ers freywillig geryan. Er begab sich hier-auf in ein kloster auf dem berge Alhos, woselbst er einenMönchs-Habit und den nahmen Joasaph, wie auch Chnstodu-los , welches so viel heißt als ein knecht Christi, annahm. Seinsöhn Matthäus, welchen er bereits zum Nachfolger in der regie-rung bestimmet, folgte ihm in dieser einsamkeit nach, gleichwiesich auch seine gemahlin in ein Nonnen-kloster begab, und ihrennahmen Irene in Eugenia verwandelte. In diesem kloster-le-ben war er nicht müßig,sondern wie es ihm an klugheit und ver-stand nicht mangelte, also schrieb er mancherley bücher, als Hi-storien: sserum sb LnllroniLi« <L leiplo Zellsrum ; Oretioi:es;LvoloZiain pro kille LkrMans. «seine andere Ander waren,Thomas, Manuel, und Andronicus, aus welchen der anderedas Hertzogthum Sparta geführt; sodann Helena, welche mitdem vielgemeldten Johanne Paläologo vermählet worden , fer-ner Maria, eine gemahlin Nicephori Ducä , Fürstens in Acar-nanien, und endlich Theodor«, welche an den Türckischen Sul-tan Orchan getrauet worden. üb. IV. Z'o/rÄ«, Üb. VII.

bist. Osn. 6 r,ftlr«ra,rr. L'e/sLlr» , bist.

Lonstsntinopol. p. 4 yj. sag. *

Johannes VI. Paläologus, tonst Lalo - ssobannes zuge,nannt. Er war Andronict des jungem söhn , welchem er,wie bereits vorhin gedacht, succedirte. Johannes V. riß ihmdas Reich aus den Handen, jedoch schlug er ihn mit beystand derGenueser und Türcken, so daß er zuletzt vom Kayserlhum abste-hen muste, wie schon im vorhergehenden artickul gemeldet. Ergab den Genuesern zur erkenntlichkeit -die insul Metelino oderLesboS, und vermahlte seine schwester mit Gatteluzzo ihremGeneral. Seine regierung war nicht glücklich. Mit den Bul-garen muste er einen grossen krieg fuhren, worinnen er, nachder Savoyischen geschicht-schrerber bericht, gefangen, allein vonihrem Hertzoge Amadeo VI. welcher auf des Papsts Urbani zuAvignsn bereden einen feldzug wider die ungläubigen vorge-nommen , wiederum erlöset, und auf freyen fuß gestellt worden.Dieser Kayser Johannes wurde auch genöthiget, mit den Tür-cken sich in ein bündnis einzulassen. Allein Ämurath I. fragtenicht viel darnach, nahm ihm unterschiedliche platze hinweg,und richtete an. izör. seine residentz zu Adrianopel auf. Seinsöhn Andronicus suchte ihn von dem throne zu stürtzen, dessenverrätherischer anschlag aber zu allem glück noch zu rechter zeitentdeckt wurde. Indessen nahm man diesen Printz gefangen,und wollen einige gar, er wäre durch heißen eßig des gcsichts

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beraubet worden; wiewol dieses in ansehungdeWs^>>lnach verrichtet, nicht wohl zu glauben scheinet. „>c h»-zwey jähren durch hülste der Genueser, welche Gala«"ten, aus seinem gefängnis entrunnen, und durch oe-sehen Königs Sismanni, sowol als des TurckE„ri>>§Amuraths und der Genueser hülste an. INI-^7"eingenommen, woselbst er seinen vatter und

gefangen hielt. Man sagt, daß er zuvor in M,,

um die Christlichen Fürsten um hülffe zu ersuchen/ " ^ W,sich zu Rom den i8. oct. an. i;6y. eydiich verbunden'chische kirche mit der Lateinischen vereinigen zu HE« 'sen als der vatter nach verfluß dieser zeit, eben wie"dronicus, aus dem gefängnis entkommen , undzu Bajazeth dem Türckischen Sultan nahm, Z^^eil er Udas Reich sreywillig auf, entweder aus reue, odtt ^Mferner ursach geben wollte, daß die Türcken durcheinheimischen kriege zwischen den Griechischen sM?allen zuletzt Meister wurden. Doch muste sein oEstgch""'VI. den Türcken nur zu viel unterworffen seyn /diesen Unruhen unangefochten zu regieren. Jn^„,viel von kranckheiten, sonderlich dem podagra

leiden / «

er sich durch sein wollüstiges leben soll zugezogen

nach dem tobe seiner ersten gemahlin, Helena, d>e > ^"" " nAlexiiKavs^'he

Manuel schon verlobte Eudociam

zunt tochtcr, als er sich in ihre schönheit verliebtziemlich alt und mit der gicht behasstet, dannoch tm rten haben. Weil Andronicus, der älteste sohN/.ye^,Fübergeben, so hatte er schon einige zeit vor seinem' ^dern söhn Manuel zum LolleM und Nachfolger uN^M.l^

nommen, und starb an. i;y,. cna/Et?/. ^

kurc. , bist.

bistnr. lls 8-rvo^e. , cbroruc- r

, bist. Lonstnminop. p. ^06. ssrzg. * .., ^

Johannes VII. Paläologus, kam zu der regi^sein vatter Emanuel III. selbige sreywillig niedeneg 'de den 10. jan. an. 1419. gecrönet, und umMarggrafen von Montferrat tochter, verheuwgast-r.sagt, daß er ausser dieser noch eine andere seni„ 7 .chnemlich Martam Comnenam, des Kaysers ,,Onuphrius Und andere halten davor, daß er a» 4 ^,s>nFzeitliche gesegnet, und ihm sein bruder Johamieo.^M^habe. Mein es ist ein irrthum, welcher daherman nicht genau observiret, daß Emanuel, vaM''' V"wurde, an. 142;. gestorben, und daß sein

der Griechischen weise zum andern mal proclam -^;M

net worden. Im übrigen war dieser Kayser

als sein vatter, gestalt die Türcken täglich mehr ^

berten, und unter andern an. 14z 1. ThessaloM"l ^ Mnachdem man sie vorhero an. 1425. mit mE ..gcrMMbezahlung einer grossen summe gelbes von der o^M^stantinopel weggebracht hatte. Weil nun JohaM' ^ ^

daß der aantze Überrest seines Reichs ihnen vollen^den börste, und er bey niemand anders als 0« / 7, vekhülffe zu suchen wußte, so verlangte er hestMAissck i»»!''gung der Griechischen und Lateinischen Ä

Papst Eugenius IV. und ließ ihn dahero dnrcy !^,diesem vorhaben unterhalten, auch zu wissen s MELoncilium nach Ferrara beruffen hättedahinan. 14z 8 . in eigener person mit vielen Prälaten >

Fürsten, und wurde mit ungcmeiner Pracht e» s

gebends wurde das Lonciiium wegen der dMipest nach Florentz versetzet, und vörbemMle .

14; y. geschlossen, aber von der Griechischennommen. Bald darauf kehrte der KarM 7 , ONN^ Äe''? ,,,Griechenland, und starb an. 1448. oder wwandere wollen, an. 144;. Er hatte von drey^ hMk _noch keine Ander gezeuget, weswegen „aaM. -,'ckVztinus Paläologus im Griechischen KayserthiM'ter welchem endlich Constantinopel von den Ao»jNW»Äund diesem Reich ein ende gemachet W

gleicher zeit noch ein anderer Johannes Pmao Ädronici, von dem im vorhergehende» artten / L,

einiger mästendes Reichs anzumassen Dlbn^

bald mit seinem vetter des Johamns VII-v« ^läologo, dahin verglich, daß er "Msie^ließ; nur mit dem bedinge, baß, alldleweu^„ p, ^

Occldent vornahm, er hingegen in deffn ^verwalten sollte. Doch muß immer eme ^,ch ' ,1,'^zwischen ihnen geblieben seyn , weil Manne«

Wiederkunft Johannen: in die insul Lennwo „,dieser hernach von bannen wieder hervor ist» ^ ,

Fürstenthiiin Thessalonica besihencket word ^lib. II. ^ M

Oonst-rntilwp. p. stegg. *

Johannes, der Tyranne zugenanm-^

Kayserliche Zecremrius, und wurde a»>4 2stini, eines Römischen Generals, beystand « geN' .Etobe zu Ravenna zum Abendländtjchen Kao^.rch >^il> 'pßkdas folgende jähr wurde er von der nrst'^ter 5

dosius seine base Placidiam und seinen ven a<

gleiten ließ, wiewol mehr durch die list beö ^ s Mkett der armee, geschlagen und rmmrl.