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lippus VI. König in Franckreich.) Er succedirte demselbenan. i z;o. Gleich zu ansang seiner regierung stiftete er, oderwie einige wollen, erneuerte er den sogenannten Stern-orden,(siehe Stern-orden) und ließ Nudolphum, den Connetablevon Franckreich, Grafen von Eu, hinrichten, weil er dem Köni-ge in Engeüand, von dem er gefangen worden, zu seiner ran-zion eine überaus grosse summe geldes, so er nicht bezahlen konn-te, oder anstatt dessen die vestung Guines in der Picardie zu ge-ben , und solcher gestalt dem feind einen schlüssel des Reichs indie Hände zu spielen, versprochen. Mit Engelland hatte Jo-hannis vatter einen stillstand gemacht, der von Johanne voneiner zeit zur andern bis an. verlängert, aber schlechtbeobachtet wurde. Der König in Navarra Carolus, dem Jo-hannnes seine eigene tochter zur ehe gegeben, verursachte endlich,daß es zum offenbaren krieg kam. Denn weil Johannes in dernoth war, bediente er sich der gelegenheit, und machte wie-der ansprnch auf Champagne und Blois, ohngeachtet diese fa-che zu Philippi V-stelii zeit durch einen tractat verglichen wor-den. Und weil die Engelländer Angouleme und die anderelandsthafftcn, so er vermöge gedachten tractats besaß, verwü-stet hatten, forderte er andere davor. Der König gab ihmauch Meulan und andere platze in der Normandie, damit ervergnügt war. Angouleme hingegen gab er nachgehends sei-nem fävoriten, Carolo äe In Cerda, welcher aber gleich dar-auf zu Aigle, einem kleinen orte in der Normandie, auf anstif-ten des Königs von Navarra, der demselben jederzeit gramwar, erstochen wurde. Weil nun der König von Navarra alleseine Plätze bevestigte, und Johannes beförchtete, er möchtesich zu den Engelländern schlagen, pardonirte er ihm auchdiesen streich. Als aber Carolus von neuem mit Engellandcorrespondirte, und so gar den. Französischen Cron-Printzenverführte, der jedoch wieder zurücke trat, nahm ihn Johannesanf einem deswegen angestellten banquete zu Rouen m arrest,und ließ ihn nach Paris führen, «llwo er ins gefangnis gesetzt,und den vornehmsten , so es mit ihm hielten, die köpfe abge-schlagen wurden. Um eben selbige zeit fielen die Engelländer,der mit dem Könige zu Navarra vorher genommenen abrede ge-mäß, in die Normandie, welche aber Johannes an. rzzz. ta-pfer wieder zurücke schlug. Das nächstfolgende jähr plünderteder Engelländische Cron-Printz Eduard mit 17000. mann Quer-ci, Auvergne, Limosin und Berri, und wollte dergleichen auchin Anjou, Poitou und Touraine thun. Allein der König, wel-cher damals gleich zu Chartres war, überfiel ihn den iy. sept.an. N56. bey Maupertuis, 2. meilen von Poitiers, woselbster sich in den Weinbergen verschantzt hatte. Ob nun wol derPrintz sich erbot allen schaden, den er auf seinem Marsche vonBourdeaux an gethan, wieder zu ersetzen, und binnen 7. jährengegen Franckreich nichts feindliches zu tentiren; so unterließdoch der König nicht, weil er den sieg schon in Händen zu habenvermeynte, hie Engelländer anzugreiffen. Er hätte sie nochdurch Hunger ohne schwerdt-streich zwingen, und den EnglischenPrintzen gefangen bekommen können, allein die Franzosen wa-ren zu hitzig, und verliessen sich zuviel auf ihre grosse anzahl.Deswegen sie dann den feind in seinem besten Vortheil, zwischenWeinbergen, zäunen und desileen angriffen. Allein da die vor-angerückte 6ens ä'Lrme8 theils durch die Englische bogen-fchü-tzen niedergeschossen, theils durch deren reuterey in Unordnunggebracht und zurück gejagt worden, Miethen auch die hintersolchen stehende trouppen in Unordnung ; sonderlich flöhe die an»dere linie, welche der Dauphin führte, fast ohne gegenwehr da-von. Daher fiele nun die gantze macht des feindes auf die drit-te linie, so das Larps äs relerve machen sollte, da dann derKönig mit dem wenigen reste, der bey ihm blieb, sich zwarfange zeit mit grosser hertzhafftigkeit wehrte, auch nebst seinemjüngsten söhn Philippo, nachmals Hertzog von Burgund, wel-cher damals nicht über io. jähr alt war, und nach der zeit denzunahmen des kühnen empfieng, verwundet wurde, endlich abersich einem Edelmanne aus Artois,nahmens Johannes von Mor-bec, welchen er vormals wegen einiger verbrechen weggejagthatte, gefangen geben muste. Der Printz von Wallis tractir-te ihn sehr höflich, als seinen Herrn, wartete ihm auch selbstdes abends bey der tafel auf. Allein weil er sich beförchtete, ermöchte ihm entwischen, oder auf der reife nach Londen wiederentrissen werden, so machte er einen stillstand auf etliche jäh-re , und sandte ihn gleich des andern tages nach Bourdeaur,und von dar nach Londen, woselbst er 4. jähr lang gefangengehalten wurde. Mittlerweile war in Franckreich ein elenderzustand. Denn weil der Adel durch seine zagheit und flucht dieNiederlage bey Poitiers und die gefangenschafft des Königs ver-ursachet , ward er in dem gantzen Reiche verfolget und schaffet.Hingegen die bürgerschafft und sonderlich der pöbel zu Parisunter anführung des krevörs der kaufleulhe, zogen alle gcwaltan sich, zwungen den Cron-Printzen Carolum, Dauphin undHertzog der Normandie, daß er alle Minister abschaffen, eineReichs-versammlung bernffen, und einen ausfchuß der Ständezu seinem geheimen Rathe machen muste. Die partey des inder gefangenfchafft sitzenden Königs von Navarra schlug sichauch darzu , bemächtigte sich vieler Plätze in der Normandie,streifte bis nach Paris, und befreyete endlich gar ihren Königmit list , welcher hierauf seinen einzug zu Paris hielte, sichzum Haupt des pobels gebrauchen ließ, und gar auf die Cro-ne Hoffnung machte. Die aufrührischen erwehlten hieraufzum zeichen unter sich, daß sie ihre Mützen halb blau und halb
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roth trugen, und kamen einmal hauffenweise ^ gellphins pallast, brachten r. Marschalle vor seichen zuund zwungen ihn mit dem gantzen Hofe, ihrgen. Endlich aber entwischte ihnen der DaupM - po»»piegne, woselbst aller Adel sich zu ihm schlug, ?a^^einem öffentlichen krieg kam. Es entstunden bar"banden von straffen - räubern, die sich '
desgleichen eine neue bauren-rotte in der Picardie « ^ p§s s'§la iscguerie genannt, (davon ein eigener articnu- «tzmgtze Reich verheereten. Ja es war an dem, daß
Navarra in Paris sollte eingelassen, undvon Franckreich ausgeruffen werden, als dermannschafft, so der rädelsführer des unruhige«sen, ermordet wurde; worauf der Dauphin , wr _einer armee genähert hatte, um die stadl nm slgen, mit frolocken eingeholet wurde. Der Kou ll. schloß^,ra kündigte hierauf dem Dauphin den krieg an, zu »
offensiv-alliantz mit Engeüand. Es kam zwar an-den zu einem frieden, krafft dessen die Normalien ^ ^ M ^
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ven zu euicin sricvcn, »um vr„ci, ^v
und die Graffchafft Guines an Engelland abgebe« ^ ^dem Könige Johanne 600000. thaler an golde ocr, ^sollte. Aber der König von Navarra, der P«^eii/geschlossen hatte, verursachte durch seine verheern»-) ^Dauphin diese geld-summe nicht auftreiben konnte.den jähre ward zu Londen ein anderer stiebe ge^E.,,durch der König Johannes an Engelland abtrat d«Guienne, Poitou, Touraine, Anjou, Maine/und alle Plätze, so die Engelländer jemals wfesten, nebst den Grafschafften Boulogne und Mzwar mit aller souverainität, desgleichen daßBretagne ein Vasall von Engeüand sey , daß M^r^ «ner ranzion 4. Millionen gold-thaler bezahlen, ich A Fles Eduardus III. auf seinen anspruch auf Franarthun sollte. Als aber der Dauphin und die Stalls ^ >-reich hierein nicht willigen wollten, kam Ed.»"^
ner armee selbst dahin, verheerte das gantze lös-
lich aber doch endlich, nachdem er durch em.gea '
Wetter erschreckt worden, zu gelinden conditlow> ^den 8. may an. i;6v. zu Bretigny einem kleinen e Ftres einen frieden, bannn er die abtretung 0° .„E'LTouraine, Maine und Anjou , desgleichen den chM Fden lehens-nexum von Bretagne, und eine m «> oließ; und daß im folgenden jähre die reminaam' ^reich eingeschickt,, und dagegen auch der ^ chM'Mwegen der Französischen provintzen nachgelaw',
Der König von Navarra ward auch mit Gschloffen. Im übrigen kan man die damalige« ^niglichen schatzes daraus schlieffen, daß Johanneneinzuge in Paris nicht einen silbernen teller m Ahatte. Zu auftreibung der ranzion wurden or ^ rdem Papst zwey zehenden über die Cleriseyden die Juden gegen eine summe geldes en«> L
nach diesem war das geld so rar, daß man ff^ Fdarinnen nur ein silberner naqel stack, gebra"w^,,Mallen diesem kam noch, daß die befatzungen betze, so an Franckreich wieder abgetreten w»ro^sold nicht empfangen, sich ebenfalls nach derpel unter dem nahmen Compagnien zujamw ^gantze Reich durchstreiften, und erst nach lausch v>Lx,c»gerettet werden konnten. Es gab auch ffusi ^
rigkeiten wegen erfüllung der friedens- p""^M'«FAschickte Eduard III. die renunciation auf fte<L. Lob er gleich sich als fouverain in den ihm abg/",^schen provintzen aufführte. Doch kam es zu re> pen>'i)6l. starb der letzte Hertzog von BurgundKonig von Navarra als der König Johanne? pmachten. Doch der letztere behielt den PU/ «0 kÄ,,st 'tzogthum an. i;6z. seinem vierten jbhn.PH«^^vs^,jedoch mit vorbehält der souverainitat. Aanf des Papsts Urbani V. und des vertrrevem
zu besuchen, in die er sich zeit währenderverliebt haben solltx, oder dem Konlge^ ^ßstl
sein'
gen, daß er k'cinesw^gesiaran schuld ^
Hertzog von Anjou, einer von den geisseln ^ ^
noch andere streitige Puncten auszumachenW'vorwand war, deffen sich der König bedtt>" ^ apr^„,G^,er dieses bewerckstelliget hatte, wurdezu Londen von einer plötzlichen kranckhest u?er seinen geist aufgeben muste, und zwar >» , z ! ^
ters. Dieser König Johannes ^
und redlichsten Herren feiner zettgehalten^ ^gUb^siFMpflegte: daß, obgleichweit verbannet wäre,
dem munde der Röntge finden some- ^eitLg^ll/regieren war ihm sein feind Eduard r - ^vermahlte sich zum ersten mal an.,N- '^.^ellxemburg, des Königs Johanms m -o ^colll?kinder, so er mit derselben zeugte, wäre" in'll ^solger; Ludovicus I. Hertzog von Amandere zweig der Könige von Map"" "