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Dom-kirche zu Mayntz auf einem steine diese Worte eingegebengefunden haben : Verce L invemes: er kehrte des nachts dar-auf diesen stein um, in meynung einen grossen schätz darunter zufinden , traf aber auf der andern feite diese Worte an : No-guntia sk antiguo ncgusm ctiÄL: worauf denn dtest Verse ge-macht wurden: „ .
keguls non LAs HL0VE Moguntis ckäck,
^mque Oueem Üravit k'ricierieurn, tzui ^uki6DLV7ci,Lruntuig prorexit, gsMsmque üism bsne rexit.
Allein was von dem steine gemeldet wird, ist ein alberes getich-te. Die knittel-verse aber sind in der gemeinen einbildung, alsob dieser Bischoff Johann der anstifter vbgemeldten Kayser-mords gewesen, also aufgesetzet worden, mögen aber darumdessen noch keinen sichern beweis geben. Der Bischoff selbstsoll sich hierüber mit einem eyd purgiret haben. Doch war dasübelste , daß die vornehmste intereßirte solches nicht glaubenwollten. Daher sonderlich des entleibten Kaysers bruder, Her-tzog Heinrich von Braunschweig, ins Ertz-Stift einfiel, und anvielen orten grossen schaden verursachte. Auch brachen an.1406. einige zusammen gerottete Edelleuthe bis in die stadtMayntz, plünderten einen theil davon, und erschlugen vielebürger. Sonsten hat Johannes an. 1404. das schloß zu Höchsterbauet, und dabey Handlanger-arbeit verrichtet, um seine be-dienten zu gleichmäßiger arbeit aufzumuntern. Er starb an.1419. 6erm. lscr. k. I. rom. 111. rer.
6 srm. p. 42;. logg. Büntings Braunschweigisthe chronick,k.26;. feg. Spangenbergs Mannsfeldische chronick, fol. zo;.
Johannes Schweichardus, war aus dem alten adelichengeschlechte derer von Cronberg an. 155;. gebohren. Seine el-tern wiednieten ihn zum geistlichen stände,, und nachdem er sei-ne studien auf den Teutschen und Niederländischen Academienzu ende gebracht, und von reisen wieder zurück gekommen war,ward er Dom-Herr und folgends Dom-Dechant zu Mayntz,wie auch Probst zu St. Alban. An. 1604. ward er zum Ertz-Bischoss und Churfürsten zu Mayntz erwehlet, und wohnte da-her unterschiedenen Reichs - tagen und der wähl Kaysers Mat-thiä und Ferdinand» II. bey. Es wird sonderlich an ihm seinaufrichtiges und friedliebendes gemüthe gerühmt, welches erfürnemlich bey den damaligen Böhmischen unrnhen blicken las-sen , da er die Protestirenden Stände versichert, daß sie sichin den Ober-und Nieder - Rheinischen kreisen wegen der reli-aion nichts zu befürchten haben sollten, obschon die Catholi-sche die Waffen vor den Kayser ergreissen müssen, wie er dennauch vorherv die Ungarischen und Böhmischen Stände zu ab-iegung der Waffen eifrig vermahnte. An. ,62z. brachte er esdahin , daß die berg-straffe, welche das Pfaltzgräfliche HauSseit an. 146;. besessen, wieder qn das Ertz-Stift Mayntz ge-langte , und auf einer an den Sächsischen Hof an. 1624. ange.stellten reise, vermochte er den Churfürsten von Sachsen, denHertzog von Bayern als Churfürsten zu erkennen. In seineman. iü2o. gemachten testament hat er seines brudern söhn,Adam Philippen von Cronberg , zu seinem Haupt-erben einge-setzet , und nicht allein viel ansehnliche leg-na zum besten seinesChurfürstenthums gestiftet, sondern auch die übrige Cronbergi«sche familie gar wohl bedacht. Er starb an. 1626. und liegtzu Mayntz begraben.
Johannes Philippus , ein Freyherr von Schönborn,wurde an. 1642. zum Bischoff zu Würtzburg, und an. 1647.zum Ertz-Bischoff zu Mayntz erwehlet. Zu seiner zeit wurdedie berg-straffe von Chur-Pfaltz wieder an das Mayntzische Ertz-Stift eingelöset, und an. 16; 8. der streit zwischen Mayntzund Cöln wegen der Kayserlichen cronung beygeleget. An.1664. brachte er durch die Französische hulfs-völcker, so da-mals nach der Macht bey St. Gotlhart aus Ungarn wiederzurück kamen, die stadt Erfurt völlig an Mayntz. In ebendemselbigen jähre wurde der streit zwischen Mayntz und Pfaitzwegen des wildfangs geendiget. (Siehe Carl Ludwig, Chur,fürst von Pfaltz und wildfang.) An. 167;. starb er imstebenzigsten jähre seines alters. Er hat sich in allen angelegen-heilen sehr emsig erwiesen, daher man damals den Mayntzi-schen Hof Lulsm lsborioLm genennet. Leben der Churfür-sten zu Mayntz.
Ertz - Bischöffe und Churfürsten zu Trier:
Johannes I- war des Kaysers Henrici VI. Cantzler, undwurde an. n88. erwehlet, gelangte aber erst an. 1190. zumbesitz. Er hielt es bald mit Philippo aus Schwaden, baldmit Ottone aus Braunschwelg, nachdem es die zeit erforderte,die stadt Trier aber blieb meistens auf Ottonis feite, daher sieein privileeirrm von demselben erhielte, si> nachgehend^ daöfundament der Trierischen freyhett genennet worden. Als eran. ny,. die jurisdiction seines Ertz-Bißthums etwas zu weitausbreiten wollte, ward er von dem Grafen von Vienne ge-fangen , bald darauf aber von Pfaltzgraf Johanne mit gemaltwieder los gemacht. Als er an. ny6. einen altar bauen lassen,soll der rock Christi sich wieder gefunden haben, welcher in denbisherigen Verwüstungen verlohren worden. Er starb an. 121;.und ward in dem klösier Himmelrodt begraben. Lern». Lcr.x. I. snnsl. Irev.
Johannes II. war Jacobi I. Marggrafens zu Baden, drit-ter söhn, und behauptete das Ertz-Bißlhum an. 14; r. widerden Hertzog von Bayern , der sich auf die hülffe Hertzogs
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Philipp, von Burgund verließ. Zu seiner U
zu Trier zu völligem stände gebracht worden. >', Uviel malcontenten nach dem leben, wie erden» an.dem schlösse zu Cocheim durch untergelegtes puwcc »'geflogen, aber ohne schaben davongekommen. ^r;o;. und hatte seinen vetter Jacovum 11 - i, '
6 erm. sscr. k. I. sxllvß. genes,-
ssrev. ...
Johannes III. war aus dem adelichen geMAhtzenhausen, und wurde an. i;;i. erwehlet. EN«' .und hinterließ den rühm eines guten haushaltm»zeit ist die Universität zu Trier renovirt worden.
...
Johannes IV. war aus dem adelichen geDAgen, hieß sonst Johann Ludewig, und wurde » ^
wehlet. Er hat die Herrschafft Montreal wieder MStift gebracht, und ist an. 1547. Mit tobe abgega"-
a.i. 'Ki
Johannes V. ein Graf von Jsenburg, wm^ v,e kerwehlet, und starb an. 1556. Zu seiner zeit w"
Trier dem Marggrafen Alberto zu Brandenden» ^ wwelcher auch an. 1^2. unterschiedene kloster d'asche gelegt, und Johannem aus seinem .
Johannes VI. war aus dem adelichen geM^lritt ÄekLeyen, und wurde an. 1556. erwehlet.regierung fanden sich unterschiedene leuthe "0«religivn in Trier ein , welche sich unter dem 8 ^ nis -einen grossen anhang gemacht hakten, und a>s §hinter der fache her war, so kam es endlich k'^
sich an. 1559. aus der stadt retiriren muste. ^
jahres darauf die Universität zu Trier den JA" , ^met, so musten die Reformirten die siadt verlasie»' Mt"hernach einen neuen krieg, indem dieselbe an, Efreyheit mit macht behaupten wollten, und aw ^dem Kayser Marimiliano II. sollte ein ende ^siarb der Churfürst in währendem streit.
Luguü. Trevir. ... v»>. ,
Johannes VII. aus dem adelichen gesth^Af, va/berq im Nheinlande, wurde an. i;8i. erwev' ' W-das Rectorat der Universität zu Trier verwam» Fließ er den rock Chrisii öffentlich zeigen, undAdel, der etwas unbedachtsam mit einer gewU ^sse>>gegangen war, den köpf abschlagen, obgleich .eine natürliche tochter des Churfürsten Friderir,»
Er hat sich sonst sehr angelegen seyn lasse"? „religivn mit macht fortzupflantzen. Er starb a ' F
L«ce/.
Johannes Hugo, war aus dem adelichenOrsbeck, und wurde an. 1672. Loscljuwr' «
Ertz - Bischoff und Churfürst zu Trier. Äls^ ^erl^ K'
Ertz-Bljchoff und Churfürst zu Trier.
Franckreich an. 1684. die vestung Luremvmv ^so suchte er die alte schutz-gerechtigkeit, welche ^
^ irg über die stadt Trier Edt l>c»,
ie wälle und mauren ^^ächtige"de, daß sie bey einem ssssssAs TÄ >m könnte. Es wurde auch
hervor, und ließ dieunter dem vorwandetron sicher genug seyn könnte
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dem gantzen darauf währenden kriege von or» ^statt mitgenommen , daß der Churfürst meisten
stein seine residentz nehmen müssen. Als naAerauf das neue angieng, hatte der Churfürst w' vjs stdaß die Franzofen sein land sehr mitnahmen1704. nach dem siege bey Hochstädt ihnen ^,Mle"b' -;i'de. Endlich starb er den 6. jan. an. i?"' f., El, ^letzte seines geschlechts. Humbr. vom Rhe»'. .
Churfürsten und Herydge vc'"
Johannes, der beständige, war EW^gebfhÄf ÄSachsen anderer söhn, den ;o. jun. pÄ Ilf/W''//jugend auf wurde er an Kayser Friedrich , ercher seiner groß-mutter bruder war, erzogen /mit Marimiliano l. einen feldzug inStuhl-Weiffenburg an. 1490. erobert wmd?auf der maurr. Nach seines ältesten druoe ^yv 0 .^.drichs des weisen tobe, wurde er Churfun^E^-.^
bey antritt seiner regierung den bauren-rr»cv so sWirssvF
protesiirte nebsi andern wider das scharfeeon^ pvA
dem Neichs-tage zu Speyer wider die Luther rage z>' F
de, und übergab an. i?z°. auf dem RAS , .»1-
dem Kayser die bekannte Confeßwn.
demselben die belehnung über die CW-S. rE
er aber von der Lutherischen lehre "lcht""
er selbige nicht erhalten. Ehe er nun von ^>1B K
ließ er dem Kayser durch Marggraf l>c^je ssM
nochmals zuentbieten , daß ehe er von ^wiederum abtrete, er sich fernen graue« .gen lassen wollte; deck der Kayser ^ab, mein Fürst, Nicht köpf ab. HZmten^fvF'^ l"dern Protestanten an. den der»/ , Mscheu bund auf, und starb den rs. aug.««'