Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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aber wegen graßirender pest wieder zum lande hinaus. In demfolgenden jähre eroberten die Sachsen Bautzen , Gorlitz und Zit-tau, und schlugen unter dem General Arnheim die KayftrlichcnbeyLiegnitz, daß ihrer 4000. auf der wahlstatt blieben. Es wur-de aber noch in demselbigcn jähre an einem frieden mit dem Kay-ser gearbeitet, welcher auch an. 16,4. zu seiner nchtiqkeit, abernicht eher als an. 16;;. zum völligen effect kam, worrnn demChurfürsten nebst andern conditionen dre Laußnitz erblich über-lassen wurde. Niemand empfand dasselbe übler als die Schwe-den , als welche hierauf mit den Sachsen anbunden, und sie imselbigen jähre bey Dömitz, einem flecken in dem Mecklenburgi-schen , schlugen. An. i6;6. eroberten die Sachsen zwar Magde-burg , erlitten aber bey Wittstock in der Marck eine ziemliche Nie-derlage. Die Schweden rückten an. i6;8. vor Leipzig, wur-den aber von den Kayserlichen und Sachsen bis in Pommern zu-rück getrieben. An. 16;9. erhielte Banier bey Chemnitz einenziemlichen sieg, eroberte Pirna mit stürm, belagerte aber Frey-berg vergebens. An. 1642. erhielten die Schweden unter demGeneral'Torstensohn beyLiegnitz eine ziemliche victorie, undbekamen darauf Leipzig ein, welches sie bis nach dem Westfä-lischen friedens - schluß inne behielten. Nachdem aber an. 1645.die Schweden bey Iancowitz in Böhmen wieder einen sieg de-fochten, machten die Sachsen mit den Schweden einen still-stand / jedoch wurden die Sächsischen lande bald durch die Kay-serlichen , bald durch die Schwedischen völcker sehr mitgenom-men , bis endlich an. 1648. der Westphäliche friede erfolgte. An.1654- ließ er an den Böhmischen grentzen Johann - Georgen-stadt vor die um der religion willen vertriebene Böhmen anlegen.Er starb endlich den 8. october an. 1657. Seine erste gemahlinwar Elisabeths , Hertzog Friedrichs von Würtemberg tochter,die aber an. 1606. verstarb; die andere Magdalena Sidylla,MarggrafAlbrecht Friedrichs von Brandenburg in Preussentochter, von welcher letzter« er vier Printzen hinterließ, JohannGeorg den II. der ihm in der Chur folgte; Augustum, den stif-ter der Weissenfelsischen, Christianum, den stifter der Merse-burgischen, und Mauritiüm, den stifter der Zeitzischen linie,deren jedem er gewisse lande in seinem testamente angewiesenhatte, von Chemnitz , vom Teutschen kriege. BertramsChur-Sächsische chronick. sümiranäs 8axon.

6e rsbus 8uec. 8axon.

Johannes Georgius II. Churfürst von Sachsen. Er warobigen Johann Georgen des I. ältester Printz, gebohren den ; r.may an. i6iz. und folgte dem vatter in der Chur, wie auch inden meisten übrigen landen. An. 1657. verwaltete er das Reichs-Vicariat, wehlete hierauf nebst andern Churfürsten, Leopoldumzum Kayser, und wurde auf seiner ruckreise zu Weimar unterdem nahmen des preiswürdigen zum Oberhaupte der frucht-bringenden Gesellschafft ernennet. Er wohnte an. 1664. demReichs - tage zu Regenspurg persönlich bey, wurde an. 1669.von dem Könige Carolo II. von Engelland zum Ritter des Hosen-bandes gemachet. An. 1671. verglich er sich mit Hertzog JulisFrancisco von Sachsen-Lauenburg dergestalt, daß besagter Her-tzog beyde Chur-schwerdter, jedoch mit untersich gekehrten spi-tzen zu führen befugt seyn sollte, wobey sie auch wegen der Lauß-nitz und Lauenburgischen lande eine erb-verbrüderung zusammenaufrichteten. An. 1678. hielt er mit seinen brüdern eine solennezufammenkunft zu Dreßden, welche unter allerhand Ritter-spie-len mit sehr grossen freuden- bezeugungen vollbracht wurde. Erbekam das letzte jähr einen unheilbaren schaden im gestellte, undstarb den 22. aug. an. 1682. auf dem schlösse Friedenstein zuFreyberg, wohin er sich wegen der in Sachsen graßirenden pestsamt der Hofstatt begeben. Sein einziger Chur-Printz vonMagdalena Sibylla, Marggraf Christians zu Brandenburgtochter, war Johann George III. und folgte ihm in der regie-rung. xrosopograpst. LIeät. stroulsr. Tschimmers

Sächsische zusammenkunft. HEerr snn. 8axon.

Johannes Georgius III. Churfürst von Sachsen. Er warden 20. julii an. 1647. gebohren, wurde von jugend auf zu aller-hand ritterlichen Übungen angehalten; und weil er in der jäge-rey absonderlich zugenommen, wurde er an. 1661. von dem Kay-ser zum Reichs - Jägermeister erkläret. An. 1672. machte ihnsein vatter zum Landvoigt in der Ober - Laußnitz, ließ auch dasschloß Bautzen zu einer residentz anlegen. An. 1674. gieng ermit einem corpo von 6000. Sachsen an den Rhein - ström, woh-nete dem treffen bey Sintzheim bey , und ward mit genauer nothaus der feinde Handen errettet. An. 1680. trat er die regierungan, halfan. 168;. die stadt Wien entsetzen, that an. 1684. ei-ne reise nach Venedig, und überließ der Republick zooo. mann,welche auch in Morea gute dienste gethan An. 1636. trat ermit in bie Augspurgische allrantz, und ließ von seinen völckernmann nach Ungarn gehen, welche zur eroberung der ve-stung Ofen Nicht wenig beytrugen. Als hierauf an. 1688. derkrieg mit Franckreich angieng, that er zuvorderst eine reise inHolland , führte gleich nach vollbrachter reise in begleitnng bey-der Printzen seine armer selber zu felde, und trug an. 1689. zureroberung von Mayntz nicht wenig bey. An. 1691. wurde ihmdas ober - commando über die gantze Reichs - armee aufgetra-gen , welches er auch übernahm; er crkranckte aber in währen-der campagne, und starb ben 12. sept. an. 1691. Als man dencörper einbalsamirte, fand man das Hertz gantz verwelcket, undkeinen tropfen blut darinn, da doch alles andere noch frischwar, welches zu allerhand gedancken anlas gab. Er hinterließ

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von seiner gemahlin Anna Sophia, KönigsDänemarck tochter, 2. Printzen, Johannem Dund Fridericum Augustum, die ihm beyde nach

get. Eur0p. llr/locrcnc. arm. 8axot>. ,

Johannes Georgius IV. Churfürst von SachbGeorgii III. ältester Printz, den 18. oct. a>'- „ r 'geo, LEr wurde in allen Fürsten anständigen qualitäten e Hauch an. 168?. eine reise durch die vornehmsten ^ropa. An. 1691. trat er die regierung an, unvan. 1692. zu Leipzig mit Eleynora Erdmuthvon Eisenach, MarggrafJohann Friedrichs von -we. An. 169z. erhielt er den erdendes Hosendano Abald darauf wider die Franzosen persönlich zu ei»^ ^das andere jähr dergleichen thun, wurde aber " 16-A yAgen fieber überfallen, woran er ben 18- october ' M v»starb, und weil er keine erben hinterließ, folgte UWFriedrich August. Europ. ür/lo»c»,.

Heryoge von Sachse»

Johannes Fridericus , der mittlere, HE/chfer>sen, war Churfürst Johann Friedrichs von er» ^söhn, gebohren den 8. januarii an. 1529. Er 's m,ni» Änen brüdern so wohl erzogen, daß er nicht alleinoriren, sondern auch die Hebräische Bibel versterbt H Ahalf hierauf in währender seines vatters gefangn'",,,

nen brüdern den gründ zu der Academie Jena

i?? 4 . die erb - Verbrüderung mit Henneberg en x !>ie

seines vatters an. i;?7. erfolgtem Hintritt, A

rung 8. jähr allein, hatte anfangs seinen sitz

legte aber selbigen auf Wilhelm von GrumbafS tzle/Aii»'

1564. nach Gotha. Weil er sich nun durch

stian Bruck bösen rath verleiten lassen, und

rig annahm, wurde er selbst darüber in die achl^ii i" F

stadt Gotha belagert, nach deren eroberung

schwartzen kutsche nach Wien geführet, und zu

gen gehalten. Es wurde zwar an. so^WÜ!

schlössen, weil ihm aber der Kayser Rudolphus

ditionen darbey vorlegen ließ, wollte er selbi^^str^RF,

An. i;9?. ließ ihn der Kayser wegen besorgender

nach Steyer bringen, allwo er von einem M

gefängnis den9. may an. 1595. verstarb, st»"

nach Coburg gebracht, und daselbst begraben. ^

mahlin war Agnes, Landgraf Philipps von

andere Elisabeth seine Pfaltzgräfin bey Rhein

gefängnis, starb auch kurtz vor ihm. Seine voi

retenihm auch eine losevettel zu, alS wäre esvie ^

na von Eleve, des Königs Henrici VIII. verstoß Ess

die sich mit ihm zu vermählen suchte, so aber

war. Seine Printzen waren Johann Casin»»v rcht»" v"

bürg, und Johann Ernestus III. der zu Etstnaw

»«,. clelcript. k. Lotst.

bist. Lotst. ann. 8axon. ., ^ zll

Johannes wilhelmus, Hertzog von SaUjntz / üEr war Churfürst Johann Friedrichs anderer 2 .zu Torgau den 11. martii an. izz°. In st»^ »Er» ^den Königen in Franckreich Henrico II-Carolo IX. vortrefliche kriegs - dienste, »>»»b/^ j,,dem ersten die stadt und Herrschafft Chatlüonvon dem andern noch dazu ;8°oc>. francken lah^herl^eE,che dienste er aber an. i;68. völlig cmiltirte. L» yie»lich seinem ältesten bruder, Johann Frledrtchr" ^ind ^Lallein, doch theilten sie an. 66. mit «nandMdie Wermarische landes - portion. Nachdem a, i» y Nbrich sich in die Grumbachischen Händel milEäpeerkläret wurde, sprach ihm der Kayser dessen^ B-er auch die stadt Gotha erobern. Jedoch trm»nesgefangenenbrudersföhnendasFürstemMsenach ab. Dem Churfürsten Auqusto nA Ariege r'A ,,wegen aufgewendeter kosten zum GothaiM» ^^Sachsenburg, Arnshaug, Weida und ^68--4. assecurirtenAemter genennetwerden. ^»''^, i"'seine TsteoloMs zum Alteiiburgtschen Lolma" ^ aii..i,,l,j 7 -selbst die Präsidenten - stelle verträte. E* wvv ^selReichs - tage zu Speyer bey, stellte auch.' §eine general - Archen - Visitation an. Er U" -K,

157z. Und Uvar nickt nkn«> nc^miitstuNS v""

jähr zuvor

zwar nicht ohne Vermuthung vor» S Auäaneinem hohen orte empfa^MstEMl' jsemer gemahlin Dorothea Susanns, Ehurs"

Pfaltz tochter, hatte er 2. Printzen, Fr'LA^welchem die Altenburgische linie fortgepfla tz.

Johannem, der die Weimarische linie erya s

still. Lotstsna. still. Lotst.

se/rr 8axon. numistn. cr-nüSI»»»^

JohannesCastmirus,warHertzvg-'Ovllü c-a-.mittlern von Gotha dritter söhn, den §rM^A^dem schlösse Grimmenstein zu Gotha Pbov §hlirf ^aufdie Academie Leipzig, wurde auch umeVorsorge dergestalt erzogen, daß er scho» »m 0^^» ^ters Lateinische verse geschrieben. .dALerre'H ^ie»"M

Grumbachischen Händel gefangen ln Orß

de, trat er am i;84. noch bey dessen uvKbekam Coburg zu seiner residentz, und "