Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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Brandenburg und der Bischoff von Wurtzburg dem Kayser6000. mann zu hülffe in Ungarn schickten , wurde ihm das com-mando darüber aufgetragen; als aber bald darauf die fncdens-tractaten zu Carlowitz gepflogen wurden, begab er sich ebenfallsdahin. An. 1699. trat er eine reife in Frankreich an, und kamunterwegs in grosse gefahr, indem das schiff auf eine sand-banck getrieben wurde. Zu ende des jahrs 1700. kam er zurücknachGotha, gieng aber den 27. ssum an. 1701. wieder fort,besuchte die Hannoverische, Zellische und Mecklenburgische Hö-fe , gieng von Hamburg nach Slralsund , und von dar zur siem Curland , aüwo er den 20. september anlandete. Er begabsich hierauf in das Schwedische Haupt - quartier, woselbst ihmder König nebst den seinigen freye tafel und quartier antrug. Erbekam alsdenn erlaubnis einen tour in Schweden zu thun, undgieng den 5. april an. 1702. zu Neva! zu schiffe, muste aber ohn-weit Sandham einen gefährlichen stürm ausstehen, da das schiffan einer klippe zerflossen wurde, daß er sich nebst wenig Personenkaum noch auf die klippen retiriren konnte. Als die verwittibteKönigin von Schweden stlbiges erfuhr, ließ sie ihn auf einemKöniglichen jagd - schiffe abholen , da er den i;. april glücklichzu Stockholm ankam. Er kam durch Teutschkand endlich wie-der zu der Schwedischen armee, und wohnte der action bey Po-towsky und der croberung von Thoren bey, vor welcher stadtzwischen dem Könige und ihm eine stück - kugel durchflog , unddem hinter ihm gestandetten General Lieven den schenckel ab-schoß. Nach geendigter campagne gieng er den 6. deceinber an.170;. über Dantzig und Breßlau nach Berlin, machte dem Kö-nige von Preussen seine reverentz, welcher ihm ein und andereavantagen antragen ließ, die er aber wegen des Schwedischenengagements ausschlug. Nach seiner rückkuiift in Polen gienger mit dem Könige von Schweden nach Dantzig, und wohnteder eroberung von Lemberg bey, war auch an. 1704. und 1709.fast bey allen activnen in Polen. Nachdem sich aber der Printzdenaugusti an. 170?. von dem Könige in Schweden beurlau-bet, gieng er in Kayserliche dienste, führte als Kaystrlicher Ge-neral - Feld - Marschall - Lieutenant auch Engelländifcher undHolländischer General - Lieutenant 4. Gothaische regimenter inItalien, woselbst er seine tapferkeit bey paßirung der Etsch, beydem entfatz von Turin, bey den belagerungen von Pavia undAlexandrien, welche letztere er allein commandirte, und bey an-dern gelegenheiten sehen ließ. In währender belagerung der ci-tadelle zu Mayland that er eine reise nach Gotha, wartete demKönige von Schweden zu Alt - Ranstädt auf, gieng aber imjunio wieder zurück in Italien, und langte den i. julii an. 1707.glücklich zu Turin an. Er führte bey dem einbruche in Franck-rcich ein besonders corpo , facilitirte die paßirung des flussesVar, und ließ bey der belagerung der stadt Toulon insonderheitseine tapferkeit sehen. Allein, da er den 14. augusti in den ap-proschen das commando übernommen, wurde er den 15. darauffrüh morgens in einem ausfalle durch eine musqueten - kugelunter dem lincken äuge getroffen, daß er zwischen 9. und 6. uh-ren verschied im 29. jähre seines alters. Iunckers Sächsischergeschichts - ealender. nun. 8sxon. Xov. irtter.

170;. p. ;o2.

* Johannes Georgius, ein söhn Hertzog Ioh. Adolphszu Sachsen - Weissenfels, war an. 1677. dem;, julii zu Hallegebohren. An. 1694. erhielt er nach absterben seines Herrnvatters, vermöge des rechts der ersten gebart, alle desselben lan-de , stund aber wegen noch nicht erreichter Mündigkeit unterder ober - vormundschafft des Königs in Polen , Friedrich Au-gusts, als Churfürsten zu Sachsen. An. 1698. trat er nun-mehr» die regierung an. Denn ob er wol noch nicht seine völ-lige jähre hatte, so entließ ihn doch der König, weil er sein ge-flissenes gemüthe gegen denselben bezeugte, seiner vormund-schafft , und erklärte ihn vor volljährig. Dieses ward hieraufin den Weiffenfelsischen landen von allen cantzeln öffentlich ab-gelesen. Den 19. september dieses jahrs erhielt er auch den Ele-phanten - orden, wobey er sich zum hmbolo erwehlte: LruxLkriül mea 8aws. An. 1700. wurde zwischen ihm und dem Kö-nige in Polen ein vergleich wegen des Evangelischen vlrekkorüzu Regenspurg abgefasset, in welchem ihm die direction derge-stalt aufgetragen wurde, daß er mit dem Evangelischen gehei-men Raths-Lollegio zu Dreßden correspondiren, die rescripteund instructionen aber unter des Hertzogs Unterschrift unddem besondern Commißivns - sieget bey dem geheimen Raths-collesio zu Dreßden an den Gesandten abgefertigt werdensollte. Die schreib - art war damals also eingerichtet : VonGOttes Gnaden , Wir Johann George, Hertzog zu Sachsen,und s. w. Als begehren ww m höchst - gedachtem nahmen undaustrag , auf vorher mit dem Chur - Sächsischen geheimenRaths - LoIIegio zu Dreßden beschehene überleg - und verglei-chung , hiermit gnädigst, und so ferner. An. 170;. hatte erdas glück den König in Spanien, Carolum III. und nachmali-gen Kayser Carolum VI. mit seiner gantzen Hofstatt zu bewir-then , welche bewirthung derselbe sonderlich geruhmet. An.1704. den 24. januarii stiftete er in ansehen des FürstenthumsQuerfurt den Ritter - orden cle In Hoble kalüon. An. 1706.empfanden bey dem damaligen Schwedischen einfall seine län-der gleichfalls das ihrige.' An. 1709. that er eine reise nachDreßden, und wohnte den lustbarkeiten, so des Königs in Dä-uemarck wegen angestellt wurden, mit bey. Er bezeigte auchbey dem damals angestellten carrousel grosse gefchicklichkeit.Weil auch die der stadt Querfurt ertheilten rr. jähre zu vöüi»

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ger wieberaufbauung nicht iNlängNch wartn. ^

in diesem jähre noch die freyheit von allen a»M r"schwerungen auf 20. jähr, befahl auch, daß dem s„i>t^jeden ioo. thalern, so sie zum bauen angeweim .hxy estattet werden sollten. Er gab über dieses den kE^y <kunstlern die Versicherung » daß sie ansehnliche BL,handwerckern aber, daß sie das freye Meister - .^Mtcs.re handwercks - begnadigungen zu gewarten habe« > ^re,1710. ließ er einen kleinen lüst - Hafen vor demches zuvor nur ein pförtgen geweftn, aufbauen, ^

baren und schönen schiffen besetzen, und mit eimmsehen, dadurch man mit einem schiffe inkonnte. An. 1712. in der nacht zwischen dcm .^v"'^mertz nahete endlich sein tod heran, der ihn in mseiner jähre auf seinem residentz - schlöffe Augu>m° ^i>Weissenfels zum grösten leidwesen seiner unttMraffte. Er war sonst ein Herr, der die hochE „wogenheit aller leuthe an sich zog, und gerne u

ten erwiesen hätte. Mit dem Könige in Pou''^y f Mständig in gutem vernehmen. Sein gröstes verg" ? Ein gelehrten und klugen bemühungen. Sem I Tder ansehnlichsten in Teutschland , an welchemDicht - kunst undMusic sonderlich ansehen fand'-, sc^>selbsten ein guter kenner davon war, theils aber v>verstunden, gnädigst belohnte. Hecrows-

x. 20. keqq. npelldtE

Churfürsten und Marggrafen zu Auer«-

wie erueb nan OkÜrNberS

wie auch Burggrafen von Nur ^Johannes I. Marggraf und Churfürst z

bürg, war der älteste söhn Alberti II- MaE"'h,,n

denburg, aus Ascanischem stamme, von dessen gch. ts

tild, einer tochter und erdin Conradi, MarE' /

berg und Lausitz. Nach seines vatters tode,

solgte, stund er eine zeitlang unter der vormuuvff^E^

ci I. Fürsten zu Anhalt; sührte aber hernach. LFlE. p

der, Ottone III. dem frommen, eine e> K.

rung, da sie denn Berlin beseitigten, und

Oder durch die dahin verlegte Niederlage in am c E«

ten. Mit den Ertz - Bischöffen zu Magdeburg» ,

zu Halderstadt, milden Marggrafen zu

mit den Hertzogen in Mecklenburg und Pommem , >

streitigkeilen, und nahmen den letzter» bm

Marck ab; dem Ertz -Bischoffe zu Magdeburg ss

die Grafschafften Alvensleben, Seehausen um „ör-U«

bürg laffen. Er starb an. 1266. nachdem er am '

nem bruder das land getheilet hatte. Von

und kindern siehe den artickul Brandenburg' "

Märckische chronick. Abels Preußische ^ . .x N

1 ^ 8 - 54 °. AM

Johannes, Churfürst zu Brandenburg , m ^r L,tur der grosse, wegen seiner beredtsamkejt sio^ D ^

Cicero genannt, Churfürst Alberti AckMs a"L

, er-t 'felda

gebohren zu Onoltzbach dey 2. aug. an.

nes vettern Chursürst Friderici II. Hof sehr mmlM. j>>^

gieng in seinem 1;. jähre wider die ^ .

vatter die Chur erhielt, machte er ihn zum ^ von >Marck. An. 1474. brachte er König Matthmu ^ ^Casimir von Polen und llladislaum von BfM'lBöhmen stritten , und dabey der benacho" ^e,schonten, durch sein ansehen und nachdruckn»/ Mlau zu einem stillstände, da er sich sonderu»/nebst Chursürst Ernsten von Sachsen dewenuimee verfolgen wollte, der ihre vorschlüge "'^.76.de. Als Hertzog Heinrich X. zu GlcMU an- , DÄMier seine gemahlin Barbara, unsers ChurfM'' ^ vekffuniversal - erben ein. Weil aber des verMmnes II. damit nicht zufrieden war, kam es F

6. jähr gewahret, da denn endlich

Barbara, die sich ihre prätension desto

Häupten, mit dem Böhmischen Komg.u^wrlm § !>Vhatte, (welches nachgehends aberdas Hertzogthum Croffen als eine hypothe» lm . M Mhaben sollte (welche zoooo. ducaten sie an- a

Marggraf Friedrichs söhn , Marggrm ^

Wie nachgehends an. i;;8. das Haus U siberkAh /völlige herrschafft über dieses Hertzogthuman seinem orte angeführt. An. "84-. uUrg WFChurfürst worden, hat die stadt LumM^M^L/Schutzhcrrnerwehlt, welche gerechtlgke»' !

net, bis auf seine zelten geblieben, ^'-rsten^ EkLnem vatter in der Chur, und bellte amsein Hof-lager an , wobey es h^"^«nterthÄmi' MZwey jähr darauf kriegte er mit Am/u ", zu /Hpis /ten Marck, sonderlich der stadt StenbM ^ h-

wegen der bier - accisc, so im gantzeN ssv M

führet wurde, redellirte, etliche von stm ^

sonsten allerhand infolentzien verübte ,wo^vornehmsten radelsfuhrer gelobtet, st>"v ggas (

fürnehmsten Privilegien beraubet worden. leM,,tck L

rischen fache mrt ihm paßirt, strhct m ^ xc ^

gislai X. An. 1498. erhielt er von demxrivileZium, eine neue Universität zu s