Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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Johannes II. der fromme zugenannt , ein söhn Caroli I.Hertzogs von Bourbon,und Agnes von Burgund, ließ an. 1450.bey lebzeiten seines vatters, da er noch den titul eines Grafenvon Clermont, führte, feine tapferkeit in der schlacht bey Fm.'-migny sehen, worbey er zum ersten mal commandirte. Nach-gehends war er mit bey der eroberung von Bayeux, Caen,Vourdeaux und andern örtern mehr, so den Engellandern unterCarolo VlI. abgenommen wurden, und wurde deswegen vonjetztgedachtem Könige zum Gouverneur von Guienne gemacht.Nach dessen tobe wohnte er an. 1461. des Königs LudoviciXI.crömmg bey, allwo er des Hertzogs von der Normandie stellevertrat. Weil ihm aber dieser König fein Gouvernement vonGuienne nahm, fieng er an mit den übrigen mißvergnügtenPrintzen vom geblüte zu confpiriren, und war einer von denvornehmsten Häuptern der sogenannten Ligus äu bisn xubliswider gedachten König. Weil er aber etwas zu zeitlich in dasseid rückte, ehe seine übrige Partisans fertig waren, wurde erzu einem frieden an. 1465. gezwungen, den ihm feine gemahlinCharlotta, die des Königs fchwester war, noch zu wege brach-te. Nichts destoweniger als die Normandie bald hernach revol-tirte, nahm er Rouen vor des Königs bruder, Carolum, Her-tzog von Berry , der das Haupt der LiZue war, in besitz, undward in dem darauf erfolgten frieden mit eingeschlossen. Da-mit ihn auch der König beständig von den andern mißvergnüg-ten trennen möchte, gab er ihm alle Pensionen, die er unterdem vorigen Könige gehabt, und die er ihm genommen hatte,wieder, verheurathete seine tochter an dessen bruder, und erwiesihm grosse gutthaten, weil er ihn am meisten unter den Ligir-ten, wegen seiner klugheit und tapferkeit fürchtete. Es bliebihm auch der Hertzog nach diesem sehr getreu, half ihm dieNormandie wieder einnehmen, und brachte es dahin, daß auchder Hertzog Carolus von Guienne, des Königs bruder, sich mitdemselben aussöhnte. Er begleitete den König an. 1468. aufderreife nach Peronne, zu dem Hertzoge von Burgund, und em-pfieng von ihm an. 1469. den Ritter-orden St. Michaelis.Hierauf quittirte er den Hof bis zu des Königs tobe, woraufer wider feinen bruder, der nebst seiner gemahlin Anna, Ludo-vici XI. tochter, zur vormundschafftlichen regierung CaroliVIII. bestimmet worden, behauptete, daß ihm solche regierungzukäme. Anna von Bourbon brachte ihn zwar auf ihre feite,als sie ihn an. 148;. zum Reichs-Marfchaü von Franckrejchmachte. Er ließ sich aber bald wieder von dem Hertzoge vonOrleans zum neuen aufstand bewegen, wiewol er doch baldwieder von demselben abtrat, und sich mit feinem bruder auf-richtig versöhnte. Er starb endlich auf seinem schlösse zu Mvu-lins ohne eheliche leibs-erben den i. apr. an. 1488. im ürstenjähre seines alters. Jedoch hinterließ er einige natürliche Ander,worunter Matthäus, Herr äs la Röche en Renier und Botheon,Admiral und Gouverneur von Guienne und Picardie wurde,Carolus, von dem die Marquisen von Lavedan und Malause ab-stammen, und Hector Bischofs von Lavaur, und nachmals Ertz-Bisthoffzu Toulouse. , dick. äs Lourbou.

kill. äs krause lom. II. *

Johannes von Bourbon I. Graf äs 1a Marche, Vendome,ic. und Königlicher General-Lieutenant in der provintz Limosin.Er war Jacobi von Bourbon söhn, von Johanna von Lt.Paul,gieng an. i;66. mit dem Connetable Guesclin in Castilien , undHalf daselbst Petrum den grausamen bekriegen. Nach seinerrückkunft führte er mit den Engelländern krieg , und fand sichin der schlacht bey Comines, nicht minder an. r;82. in der beyRosebec. Er gieng hierauf mit dem Könige von Franckreich.an. iz88. in Gelderland , und an. izyi. in Languedoc, starbaber den n. jun. an. izy;. Er vermählte sich an. izsg.. mitCatharina von Vendome, Johannis vi. tochter, von welcherIacobus von Bourbon II. Gras äs la Marche; Ludwig, Grafvon Vendome, und Johann, Herr von Carenci. k'ror/sarckr still.Larcsti VI.

Johannes von Bourbon II. Graf von Vendome, rc. warLudwigs von Bourbon söhn, von Johanna äs Laval. Erhielt sich zu des Königs Caroli VII. zeiten bey verschiedenen ge-legenheiten sehr wohl, und wurde an. 1451. beyder belagerungvon Fronsac zum Ritter geschlagen. Bey der crönung Ludwigsdes XI. vertrat er des Grafen von Toulouse stelle, war an.i46;.in der schlacht bey Montlehery, und starb auf dem schlösse La-vardin ohnsern Vendome den 6. jan. an.'1477. Von seinergemahlin Jsabella von Beauveau waren Franciscus von Bour-bvu, Graf von Vendome; und Ludwig , Printz von Roche-iur-Aon, von dem die Hertzoge von Montpensier herstammen.

* Johannes von Bourbon, Hertzog von Enghien und Estou-teviüe, Pair von Franckreich, Graf von Soissons , der sechstesöhn Caroli von Bourbon, Hertzogs von Vendome, und Fran-ciscä von Alenson, war an. izrg. gebohren. An. 1552. ver-theidigte er Metz gegen die Kaystrlichen, gieng an. iccc. alsVolontair nach Piemont, und erwies sich bey belagerung vonSt. Ulptan ungemein tapfer, welches er auch an. 1557. inder schlacht bey St. Quinten that, in welcher er gefangenward, und bald darauf an den empfangenen wunden das le-ben einbussete. Er hinterließ von Maria von Bourbon , einertochter Francisci, Grafen von St. Paul, keine Ander. L«»re/,hiL fr-m^k. VI.

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* Johannes von Orleans, Graf von Angouh-f HkkMgord, der gütige zugenannt, war ein söhn Ludovnvon Orleans, und Valentinä Lssvrria, und an." sstAn. 1422. gab ihn sein bruder Carolus, Hertzog ^ ViNJ,j,den Engelländern zur geissel. Nach seiner wieve«»" ^>11^an. 1444. in Gyenne, und starb an. 1467. Esner gelehrsamkeit und frömmigkeit in gutem aulE.^jBan. 1449. als bas Baßler-Loncillum den Pavstabgesetzt, die Päpstliche würde angetragen ward / ..-§,1'"ausschlug. Papirius Masson hat dieses Herrn leoin Lateinischer spräche heraus gegeben,

Hertzoge von Bretagne:

Johannes I. Hertzog von Bretagne, Graf E!e Ksux oder der rothköpfigte zugenannt. ^von Dreux, iVIaurisr zugenannt, und Alixe, ein^ ^lüBretagne, söhn, kam an. 1217. an das lichtseinem vatter, und führte mit den vornehmsten y W'nen, sonderlich den Baronen von Lanvaux, Craß»wie auch dem Vicomte von Laon krieg, welche er«brachte; desgleichen hatte er einen streit mit der ^ §>i.'Wweshalben er nach Rom reisete. Hierauf ^ ^

dem Könige Ludovico 8ancko auf dessen anderer . ^ s gFcam. Er hielt nach seiner rückkunft sehr strengrechtigkeit, machte unterschiedliche gute stifttMP'den 8. oct. an. 1286. Von seiner gemahlin, Blaute,pagne, Thibaldi, Grafen von Champagne undvon Navarra, tochter, hatte er Johannem II- H,' ^

tagne, von dem hernach; Petrum , welcher an.und an. 1268. zu Paris gestorben; Thidaldus /

Eleonor starben in der jugend. , k»r-

Johannes II. Hertzog von Bretagne, Pair vo^ M ^Graf von Richemont, war an. 12^9. gebohren.nig Philippo dem schönen gar getreulich , lss.''E,an. 1297. zum Pair von Franckreich machte. F

er nach Rom, um des Papsts Clementis V-r oy em »Lwohnen, hatte aber das Unglück, daß er daftwn^gefallenen mauer beschädigt wurde, woran er " Willselben jähre zu Lyon verstarb. Von seiner >-

König Heinrichs III. von Engelland tochter,

Artus; Johannes, Graf von Richemont,ohne kinder verstarb; und Petrus, Vicomte »o'ebenfalls ohne erben mit tobe abgieng. ^ ^

Johannes III. Hertzoq von Bretagne, GA ^ Ec 'Vicomte von Limoges, Der gütige zugenam, -eArtus II. söhn, diente dem Könige PiststE.^in dem Flanderischen kriege, unb starb zu ..

an. N41. Er hatte z. gemahlinnen, deren^-^Mdes Grafen von Valois tochter; die andereIV. Königs von Castilien tochter; die dnttO^x,di, Grafen von Savoyen einzige tochteraber dennoch keine erben. Seine kriege urn'hanne IV. siehe in dem folgenden artickul. ^ ^ ^

Johannes IV. insgemein von Montfort P^E^^von Bretagne. Er wär ein söhn Artus .

gemahlin Jolanta von Dreux, Gräfin gN.

IV. des Grafen von Dreux tochter,

ser Artus vermählte sich anfänglich nut A welth^MV

Grafen von Limoges, einigen tochter

nem III. so ohne erben starb, unb Güldenen ^ ^

Grafen von Ponthievre zeugte, welcher ss- ß ^ v ^

Johanna, die lahme zugenannt,

Bretagne und Caroli von Blots gemahlw's- ynd t' D Vnun Johannis III. Johannes IV. ein tapfre ^ M ^maßte sich dessen landes an, welches häustÄ zNschädlichessstreitiqkeiten zwischen den beMn ^

und Blois verursachet, wodurch fafi ga^t, w'Ä «gegangen wäre. Das erste behielt r^E^tet ^

dieses Johannis tobe, die oberhand, unP ^

König von Franckreich, Philippum Vii!^s„„cs ' /Johannem auf seiner feite hatte. JE' '

würbe in der stadt Nantes belag "t, und "gen genommen. Hierauf führte man^w^ore,

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setzte man ihn daselbst in den thurm desbis an. r;4z. bleiben muste. Er veE ..loslassung keinen anspruch mehr auf d"> la>chen, hielt aber fein Wort nicht, sondern u patz.- ^Dinant weg, und gieng nach Engellaud, petrogAM'suchen. Als er sich aber in seiner hoffn» MiU/ser im sept. an. i;4c. vor Mißvergnügen- von MJohanna, Ludwigs von Flandern, Goeu ^ for>ter, von welcher Johannes V. von de

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Johannes V. der tapfere und übel'w^ ^

Blois in dem kriegs-wescn auferzogen wor verja^ssck^Fsieg erhalten. Dieses geschahe nach ' ^

von der gantzen Französischen macht an^»