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welcher an. 1672. bey Tolhuis am Rhein erschossen wurde, undnahm den geistlichen Fand an. Es wird gesagt, daß , als ersich aus dem Jesmter^Lollsgi» begeben, deren orden er anfäng-lich annehmen wollen , er im gehirne sey verrückt worden. Erstarb im febr. an. 1694. machte aber ein testament, wormner das Fürstenthum Neufchatel und die Grafschaffl St. Paulan den Printzen von Conti vermachte, worüber es nachmals soviel scrupel gegeben; nicht allein wegen der jetztgemeldten ver,rückung, als deren man ziemlich ftarcke beweise auf die bahnbrachte , sondern hauptsächlich, weil die Stande des landesnicht erkennen wollten, daß man sie nach freyer willkuhr, anwen man wollte, verschencken und vermachen könnte. DieGrafschaffl Dunois aber nebst andern fielen als »erledigte lehneder Crone henn. (siehe Neufchatel.) Hamb. hift. remarquen,
§n. 1699. x>.*
* Johannes von Aktors, Graf von Eu, Herr von St. Vale-ry und Anlt, beygenannt ohne land , war ein söhn Robertivon Artois I!I. Grafen von Beaumont-Ie-Roger, von dessen ge-mahlin, Johanna von Valois, die ihn an. izri. im aug. zurweit gebracht hatte. Er wurde an. 1; 9». den 26. sept. bey dercrönung Johannis, Königs von Franckreich , zum Ritter ge-schlagen ,"und den folgenden febr. mit der Grafschaffl Eu , dieRudolpho von Brienne II. genommen war, bestehen. Ohnge-achtet fein vatter zu den Engelländern übergegangen war; sofolgte er doch dessen fußstapfen keineswegs, sondern diente seinemKönige mit grosser treue; hatte aber das Unglück, daß er in derMacht bey Portiers gefangen wurde. Nach seiner erledigungbekam er die Grafschaffl Eu, die immittelst der Dauphin Caro-lus, Hertzog von Normandte, dem Grafen von Evreux, Königevon Navarra, geschencket hatte, wieder, und that dem KönigeCarolo V. in der Picardie kriegs-dienste. An. 1;82. begleiteteer Carolum VI. auf dem zuge in Flandern, und führte in derMacht bey Rosebec, die den 27. nov. des besagten -ahrs ge-schahe, die arriere-garde, worauf er an. i;86. den 6. aprilstarb, und in der kirche der Abtey von blätre-Okime zu Eu be-graben wurde. Von seiner gemahlin und Andern siehe den ge-schlechts - artickul Artois. , bist. gsneal. tom. I.
x. ;88-
Hertzog von Lothringen und Brabant:
* Johannes I. Hertzog von Lothringen und Brabant, Graf
von Töven rc. beygenannt der steghaffte, war der anderesöhn Henrci III. Hertzogs von Lothringen und Brabant,und kam durch Vermittelung seiner Mutter Adelheid, Hugo-nis IV. Hertzogs von Burgund, tochter, die ihrem ältesten söhneHenrico feind war, nach seines vatters an. irs». erfolgtemtobe zur regierung, welche bey währender Minderjährigkeit feinemutier führte. An. 1268. huldigte er zu Cambray dem Römi-schen Könige Richardo, und hielt zu Löven seinen prächtigen An-zug. An. 1270. den 26. nov. wurde er zum Ober-Voigt vonLüttich erkläret, und den folgenden 25. mertz stiftete er zu Ge-viert eine Commenthurey vor den Teutschen orden. An. 127z.that er, der Königin Johannä zu dienste, einen zug in Na-varra , und empfieng auf dem rückwcge zu Paris aus seinesschwagers, des Königs Philippi III. Händen den Ritter-orden.An. 1277. ward er zum Ober-Voigt von Aachen erwehlel, undan. 1280. dabey bestätiget. An. 128;. kam er nicht nur wie-der zum besitz der stadftNiemägen, sondern brachte auch vonAdolph» II. Grafen von Mons, das Hertzogthum Limburg ansich. Er war auch so glücklich, daß er Renaldum I. Grafenvon Geldern, der ihm dieses Hertzogthum streitig machen woll-te , an. 1288. den 9. um. in der Macht bey Worinqen übcrnHaussen warf, und denselben dadurch nöthigte, daß er an.1289. alle darauf habende ansprüche fahren ließ. An. 1290.versähe er sein land mit guten gesehen, welche noch in Übungsind, und an. 1292. erklärte ihn der Kayser Adolphus vonNassau zum Vinci» des Reichs von der Mosel bis ans meer,und von dem Rhein bis in Westphalen. Endlich hatte er dasUnglück, daß er auf dem beylager Henrici, Grafen von Bar,mit Eleonora von Engelland, welches an. 1294. zu Antwer-pen vor sich gieng, in einem turnier von Petro von Beaufre-mont in einen arm verwundet wurde, und daran den ;. maysterben muste, als er sein alter ungefehr auf4;. iahr gebrachthatte, worauf man ihn zu Brüssel in der Barfüsser-kirche be-erdigte. Er hat sich durch viele geistliche stiftungen hervor-gethan, und ist bey seinen Unterthanen so beliebt gewesen, daßsie ihm, zu tilgung der schulden, die er wegen erkauffmig desHertzogthums Limburg , und wegen der vielen kriege mächenmüssen, den zwanzigsten therl ihrer guther willigst hergegeben.Von seinen gemahlinnen und Andern siehe den geschlecbtö-ar-tickul Brabant. c. 44. , tropk. äs
Lrsb. tom. I. x. 274. logg. bist. §sneal. tom. II.
p. 7S4-
* Johannes II. Hertzog von Lothringen, Brabant und Lim-burw Narggraf von Antwerpen, Graf von Löven, beygenannt
/ der friedliebende, war ein söhn des vorhersteheuden JohannisI. von dessen anderer gemahlin, Margaretha, Guidonis Grafenvon Flandern tochter. Er befand sich an. 1294. an dem Hofeseines schwieger-vatters, Eduardi I. Königs in Engelland , alser von seines vatters absterben Nachricht bekam, worauf er sichsogleich nach seinen landen begab, und die Aebkißin zu Nivel-
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le, so ihm in seine rechte Angriff that, zu paaren129z. ließ er die stadt Waffemberge, welche w Everjagt hatte, schleifen, und schloß mit Valcra»^von Jülich, ein bündnis. An. 1297. brachte er,daß der Graf Guido von Flandern, den man ^,f fter das jähr vorher zu Paris gefangen genommen^suß gestellet wurde. An. 1293. bestätigte ihm /"„ock Al-bertus nicht nur seine rechte, sondern ertheilte w tzrtz/sfreyheiten. An. i;»». den 14. aug. trat er m>t „er ,schösse von Cöln in aüiantz , und wurde den rr.
Herrn von Mecheln erkannt, welche stadt sich PAy »'Ai zv2. wider ihn auflehnte, aber bald zum creutze „ Mt «rAn. iz»6. erregte das gemeine volck zu Brüssel »' tiiibfenheit eine aufruhr, setzte einen neuen Rath e'/ ^dem Hertzoge mit gewafneter Hand entgegen; a»c he?"'/,ihnen so übel, daß die rädelsführer mit dem "
Nicht besser gieng es denjenigen, Mich,
musten.
wider die Jüden einen tnmult erregten. -. ,
Hertzog merckte, daß sein lebens-ende herbey nE ^an. izi2. die Grossen nach Corlemberge chsam" h zsdaftlbst allerhand löbliche Verordnungen, und >'den 17. oct. des besagten jahrs. Sein lcichnamzu Brüssel in der kirche St. Gudulä, wie er es vAA sw „beerdiget. Von seiner gemahlin und Andern
Hrabant. cbron. L. 90. so" hist. 0
tropb. äs Lmb. tom. I. p. 949. segg. ^
wm. II. p. 796.
* Johannes III. Hertzog von Lothringen, EWLimburg, Margraf von Antwerpen, Graf von Lov^von Mecheln, beygenannt der siegreiche, war ^ahlisl/ßdes vorhersteheuden Johannis II. von dessen SsL. M.Dgaretha, Eduardi I. Königs von Engelland tE^z z ^nur 12. jähr alt war, als sein vatter an. O^jnergesegnete, so machten sich diejenigen , die bey's, va",jährigkeit die regierung führten , das von iftss Fgroß-vatter gesammelte geld wohl zu nutze, js
band er sich mit Adolphe, Bischoffe zu Lütstch 'g, Ä i>e'wohnern zu Mecheln, daß sie einanderfeinde deystehen wollten. An. 1916. leistete des , rHennegau, wegen desjenigen, so er inMcchem«Airews,Beyd. An. >;i8. nahm er den Herren von A ogths'^Fstadt Sitthaert, und vereinigte sie mit dem , EMl
mcn und Polen,' Graf von Lurcmbürg, "Eciisats Arion und des schlosses la Röche, vor M pje AxAn. I zrz. übergab ihm Otto , Herr von CjE ' yM.be, welche ihm aber der Hertzog wieder ruste"'Ahi"sFÄbedingung , daß er dieselbe von ihm zu leh»'onst<s'LAn. i;;i. verfiel er mit Philippo VI. Kowgt ,,wegen Roberti von Artois, Grafen von Bea»^ hA,krieg, der aber an. nz2. beygeleget wurde. ,„jk 0 . cdem noch unterschiedliche kriege, worunterchern einer der vornehmsten war, als ws'ch^stch s'Waleve aus dem selbe schlug. Er starb/" M s
den 9. dec. da er sein alter ohngefehr amhatte, und wurde in der Cistercienser-Abtey - ^
den. Von seiner gemahlin und Andern ^ "
artickul Brabant. La^«^r chcon. c.'kE, tcopk. äs Lrsb. com. I. p. Z84-Zönsül. com. II. p. 797. . «narck'b'Kcc'U
Johannes, Hertzog von Lothringen und ^
Radulphi söhn, welcher an. i; 46. in dcr M.jjtobtet wurde. An. i; 96. ließ er seine tapU .ssaE,bey Polsters sehen, woselbst er verwundetHernach als er »weder a»if freyen fuß nieder
eine reise in Preussen an , kam aber bald
Carolo von Blots und Chatillon seinem "A/aN- , -M-«von Montfort zu helffen. Caroius wMve
schlacht bey Avrai getödtet. Hierauf»vohner zu Neufchatel an der Maas von d» ^ l>ey^,h>> s
abzuziehen; allein dieweftungs-werckc,wc'as^/
aufführen lassen , wurden »viedernach das Parlement zu Paris vor sich/Oss <§eim' Ibe^den 27. sept. an. 1,82. mit gifte vergebe"- Aurtt" xos Flin »var Sophia, Eberhard» IV. Grafenter; die andere Margaretha, Ludwigs ? As l. HChiney tochter. Aus erster ehe war// Mr d"Lothringen , Graf von Vaudemont,
fortgesetzet.
. ' Johannes I. von AvesneS , Grafälteste john Burchard» von Avcfncs - V n rPretha , der andern tochter Ba!dn»n»l^ ^ä^tMA, s'F.und Hennegau , wie auch Kayrers vv" g^^'seiÄ,hatte. Weil fein vatter ein
ohne vorwissen des Römischen A
verehlichet hatte, so erkannte ihn d-est pd"wollte, baß weder er noch sein bruder -rw ^ I»-Hennegau haben sollte, zumal da die 4