Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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te , wurde er an. 404. bald wieder zurück beruffen. Noch irrdemselbigen jähre erneuerten seine feinde wiederum ihre Verfol-gungen , und als sie hörten, daß er wider die einweyhimg eurergewissen statue, welche der Kayserin zu ehren aufgerichtet wor-den , geeifert hatte, machten sie selbige dermaßen auf rhn erbit-tert , daß sie ihn abermals aus Constantinopel verzagte, ,a ihnauch zu Cäfarea verfolgte, wohin er sich begeben hakte, undihn letztlich nach Cueusns, einem wüsten orte, schickte; jedochwurde er überall, wo er durchreisete, wohl empfangen, undauch in seiner Wildnis, fleißig beluchet. Allda empsieng er blie-se von dem Römischen Papste Jnnocentio I. wie auch von denmeisten Abendländischen Prälaten, die ein hertzliches mitleidengegen ihm bezeigten. Desgleichen schrieb der Kayser Honoriusan seinen drnder Arcadium, und bat vor ihn. Nachdem ernun an dem bemeldten orte viel ungemach ausgestanden hatte,wurde er nach Arabissa in Armenien gebracht, und »achge-hends hatte man vor, ihn vollends nach Pithyus am Schwar-ten meere zu schaffen. Allein er wurde unterweges von den sol-daten, so ihn dahin führten, dermassen barbarisch tractiret,daß er an. 4°7> auf dem Wege starb, im oder jähre sei-nes alters. Sein leichnam ward nach Constantmopel gefuhret,und daselbst begraben. Er wurde von den Päpsten der Grie-chische Augustiners genannt, und von allen wegen seines eiferssehr hoch gehalten. Er hat sehr vieles geschrieben , worunterseine homilien die vornehmsten sind, welche nebst andern schuf-ten in acht wmis von Henrico Savilio und andern sind zusam-men gedruckt worden, und deren vermehrtere edition an. 172;.von dem gelehrten Benediktiner, Dom Bernard äs Montfau-con - besorget worden. 6c V7>ooÄorr äiillogus äs vim

Ldrvloüomi. 6c Kirreo«. ü/oraLtvgf. vir-t

Ldr^Ioliomi. /»»oc-e»r» /. exilf. 7/7,

8o20MeBr,,. 2V>ooäo^e,r,-.

, vis äs 8. ferin Ldr^lolioms. Lave, hilf.ürcer. it. in sntiguiwtidus ssLlesigüiLis. in vita

^o. Lhr^sollomi sn. 1702. eäits. *

Johannes II. aus Cappadocien, wurde an. 517. zu desKaysers Anastasii zeiten zum Patriarchen erwehlet, trat abersein amt nicht eher an, als bis Justinus gecrönet wurde. In-dem man diese ceremonie verrichtete, verdammte er Eutychen,Nestortum, Severnm und andere ketzer, und nahm das Chal-cebonische Loncilium an. Vier tage hernach berief er einenL^nocluin von 40. Bischöfen, um dasjenige zu billigen, wasgeschehen war, und setzte' des Papsts Leonis nahmen mit indas kirchen - register. Desgleichen wurden auch die ersten all-gemeinen 4. Loncilia mit hinein gerückt, und die von Ana-stasio verjagten Bischöfe wiederum zurück gerufen. s^o«,«,,in snnsl. La/«aZe, hilf. äs 1'sZIits. k/ME , chron.

scsles. OrTLse.

Johannes III. 8chola1iicus genannt. Er war der Antioschlschen kirche dluncius zu Constantmopel, oder üxocrili-u-iu«,und mengte sich daselbst mit unter eine gewisse ketzerische pär-tey, welche die fache dahin brachte, daß ihn der Kayser Ju-stinianus um das jähr 564. an Eutychii stelle setzte, da erdenn bis an. 578. den Patriarchalischen stuhl besaß. Er brach-te an. die Griechischen Liwones in eine collectiv« nachden Materien, und verfertigte an. ;?4. den ersten Xomoca-nonem. , shronis. esslslice LrsesX. Dovrar.

hilf. äu Droit Lsuoii. vo« , hilf. ^ur. Lscles.

siehe Eutychius.

Johannes IV. lejungwr, von seinem vielen fasten, zuge-nannt. Er war aus Cappadocien gebürtig, und trieb anfangsein handwerck; weil man aber viel gutes bey ihm anmerckte,wurde er hervor gesucht, und endlich durch des Kaysers Ti-ber« II. bemühung nach Eutychio an. ;8z. zum Bischöfe vonConstantmopel gemacht. Er nahm an. z8y. aufeinem zu Con-stantinopel gehaltenen Loncilio zum ersten den titul eines allge-meinen Bischofs an, welches einen grossen zanck mit dem Rö-mischen Papst erregte, indem Pelagius Gesandten nach Con-stantinopel schickte, welche die acten dieses Loncilü vor un-gültig erklären, und Iohannem, woferne er von diesem titulnicht abstünde, in den bann thun sollten. Gregorius N. thateben dergleichen ; doch kehrte sich Johannes nicht daran, undführte diesen titul bis an seinen an. §69. erfolgten tod. Nice-phoruö meldet, daß er eine person von ungemeiner Mäßigkeit-gewesen, daß er alles sein vermögen den armen gegeben, undbaß man nach seinem tode in feinem Hause nichts mehr ge-funden habe, als einen alten beschabten rock , und einelend höltzern bethe, worauf der Kayser Mauritius an hohenfest-tagen, wenn er briste thun wollte, zu liegen pflegte.

Sa»/ 7t7. epilt.' 7/i,7or»,, äs lcript. 6a-

«iea« , hhf. escl. Oavrck L/s»cke/, äs Is primauts en I'egliss., exilf. , hilf. ecslcs. X. 1. (A.

, chron. ecclesi Lrrec. c?nr>r.

Johannes V. 8vnceIIu8, das ist, des Patriarchen vonConstantmopel Vicsrius und gehülffe, und Verwahrer der heil.kirchett-gefässe. Er folgte dem Thoma II. an. 6;8. und hiengden Monvlhelitischen irrthümmern an; wiewol ihn die actendes sechsten L-nsäi einen Orrkoäoxum oder rechtgläubigen nen-Mkö an.664. L^ronol. AN. 664.

c?^rrrn.

Johannes VI. ein abgefallener Mönch und Monothelet,wurde mit gewalt auf den Patriarchalischen stuhl gesetzt,

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nachdem der tyranne Philippicus Bardanes den Wrum an. 712. verjaget hatte. Allein bald herrE > siststasius, da er Kayser worden, auf des Papsts GM. X,.reitzung diesen Johannem VI. wiederum ab, AN. 712. 714. t^r/.

Johannes VII. oder VI. nach deren ,MII, '-»y

den jetzt - gedachten abgefallenen Mönch aussen , >>>'Lz'ncellus oder Losäjutor der kirche zu Caustan dies-,des Kaysers Theophtli lehrmeister. Er hielt allez^^tey der bilder-stürmer, auch wird er von cmM"Hexenmeister gehalten. An. 8;;. wurde ereingeweyhet, und zwar nach Theodors. Als § -chacl III. unter seiner Mutter Theodorä vormunoi^ ^ser wurde, setzte diese Printzeßin Johannem av -sein amt Methodio. Nachdem selbiger in eme« ,wisse bilder angetroffen hatte, worinnen sie reri"^ yjeden, ließ er ihnen die äugen ausstechen. Da ^ jhi> ^serin Theodorä erfahren, gab sie befehl, daßso tractiren sollte; allein in ansebnng einiger r. jhBvor ihn baten, wurde dieses urtheil geändert , "statt dessen 200. streiche zuerkannt. LkroFa,«".

hilf. imog. isilit. -

Johannes VIII. siehe Xiphilinus. visA

Johannes IX. Lamsterus zugenannt. Er wx nEEunp Lrohivarius der kirche zu Constantinopel , u siilsdas jähr Christi 1198. nach Gregorio ^

trwrchen erwehlet. Die Catholischen seribenten ..

er habe behauptet, daß das heilige Sacrameut ^bluts Christi verweslich sey. cnron- ^

L?E

Johannes X. welcher von einigen Beccus >^j.Er war anfänglich der Griechischen kirche pßk

widersprach der Vereinigung, welche der Kaysir ^ M> sxEauf dem zweyten Loncilio zu Lyon an. 1274. N'M.ischc» .FGregorio X. zwischen der Griechischen und Latmstiften wollte. Der Kayser bemühete sich Zwar " ^äusserste, ihn auf seine feite zu ziehen; allem ..„^^>1auszurichten vermochte, ließ er ihn in em M ,-!>>sen, und ihm darinnen des Nicephori Blem"vorlegen. Als er dieselben dnrchlesen, unswenig genauer überleget, änderte er sech7«-jeche»'hielt es mit der Lateinischen kirche wider die M Yj'fnenhcro wurde er durch des Kaysers MickM'inachdem Iosephus GalesiuS abgesetzt worden, ^.§sse ^ Ftriarche , kam auch bey dem Kayser m M A fu V.Nachdem aber derselbe verstorben, gieng A 'hgeEz 6,dem pöbel an. 128;. in ein kloster, und derphus kam an seine stelle. Josephi nachfoM- § S LÄxriu», relegirte Beccum an den fuß des vcrl^, ,

weil er sich aber hierüber sehr heftig besch^M F,vergönnet, seine sache vor dem LonMorwpel zu führen, welches er auch mit groller v» ^rcheAllein weil er nicht nachließ der Lateinisch^" in Ezu reden, wurde er auf das St. Georgen^nien gesetzt, worauf er in ziemlichem ca^occ'

lik>. V. L2or-r«5. 7!»« orie0^ ^ronü. Leo , äs verpskua ecclev-s

confensione. ^ A

JohannesXI. von Sosopoli, einerThracien, gebürtig. Er folgte dem AlmMl^ d^ lg,brachte sich durch seine lugenden in sol^s-einem kloster, worein es sich nach s"«^antinÄ"».s5.den, heraus genommen, und zum CvvstM ^Patriarchen gemacht wurde, in welcher ^

lebte. , lib. VII. O-rrtFf'Ntt,, ro

an. 1294. n. 6

Johannes XII. war zuvor in des Kaystrs ^sten, und wurde an. izi;. nach hal^., chAr

von Constantinopel erwehlet. Die Griechendiese weise, daß diejenigen, so man zu ,^-rte, den Mönchs-Habit annehmen musten i sich.^,,vor noch nicht, geschehen. Da^ro machl j^rst^geldieser ceremonie fertig; allein der Kahler gep' ^weiler wußte, daß Obiger mildem E verA. «und daß ihm die Aertzte fleisch zu ruch yörftnwelches er als ein Mönch nicht ha"e ,,, §-

ras berichtet, daß dieftr Patriarch sich ^Vikeil i"chische spräche wieder in ihre rechte rctt"s^ gn- ^starb an. 1; 20. lib. VII. ^ yck til>!

, cbron. LLLlci'. 6r-LLL. ^ M F'

Johannes XIII. folgte dem Esaja; /

berge Athos, umdasjahrizzi. oder^'^lches^1,41. Er präsidirre aufdem 8Moäo' ^v. K. v

und Palama irriger meynung willen Kill-wurde an. i;4z. abgesetzt. . 6^

, äs Hes/clli:ilfis lsu (7.M, cdron. eccleü Lrsec. , - jE

Patriarchen von

Johannes I. Patriarch zu Jcru<alcw^,ras. dem Benjamin succediret chaven.