Z 9 o
j o h
wurf, und tadeln nur dieses an ihm, daß er sich dem Gegen-PapstAnaclero ll. geneigt erwiesen, von welchem er gleichwolnach einer kurtzewzeil wieder auf Jnnocentii II. feite getreten.Gegen die kirchc St. Chrysogoni zu Rom, wovon er den titul ge-führt, war er sehr freygebig, und starb an. n;8. in einemhohen alter. Er hat äs Xebus s ls geüis IN Legsrione tliigli-LAis; äs Ssbifm-ire guscleti; äs LxpuZnscionc 8 utrü Lc.geschrieben. 5 . in Spill. NacE. L-Äor».
Lsveäe». ^7/,.
Johannes von Lothringen , war Renati II. Hertzogsvon Lothringen söhn, gebühren an. 1498. Durch seine Meri-ten erhielt er verschiedene prälaturen , wurde Ertz-Bischoff vonLyon und Narbvnnc, Bischoffvon Metz, Lugon, Verdun, rc.Abt von Cluni, Fescamp, Marmoustier, rc. Leo X. machteihn an. i;i8. zum Cardinal des tituls St. Onuphrii. Erwar ein grosser liebhaber gelehrter leuthe, wannenhero auchselbige ihn hoch ästtmirten. Erstarb endlich an. r;;o. §E-
6 cill. LkriK. kill. äs krsncs.
Johannes von Orleans, der Cardinal von Longuevillegenannt, war des Francisci Grafen von Dunois söhn, Hertzogvon Longueville. König Ludwig der XII. als er noch Hertzogvon Orleans war, ließ ihn sehr wohl erziehen, brachte ihm auchdie Abtey äu Bec zuwege, und an. 1502. das Ertz - Bißthumvon Toulouse. Er brauchte sich auch seiner in vielen wichtigengeschähen. Clemens VII. ertheilte ihm auf interceßion desKönigs Francisci I. den Cardinais - Hut. Er starb aber balddarauf zu Tarascon. , tülloir. äs ToulouL §E-
Lsll. Lkrill.
Johannes von Rupescissa, Tttular - Patriarch von Con-stantinvpel, Bischoff zu Paris, nachmals aber Ertz-Bsschoff zuRouen und Besangon, und Cardinal. Er wurde von einemkleinen flecken, so ohnfern Lyon gelegen, also benennet, undwar eines wein-arbeiters söhn. Weil nun der vatter nicht vielzum besten hatte, wurde er ein chor-knabe in der Johannis-kir-che zu Lyon, gieng aber von dar studirens halber nach Paris,und weil er von scharfen verstände war, nahm er darinnen der-gestalt zu, daß er vocllor in den Rechten und in der Theologiewurde. Er wurde hierauf LMcisIib zu Rouen , und nachdem auf dem Loncilio zu Costnitz zum Bischoff zu Rouenund zum Patriarchen von Aauileja gemacht. Papst Marti-nas V. machte ihn zum Bischoff zu Genf, nach diesem wur-de er Bischoff zu Paris, ingleichen Ertz-Bischoff zu Rouen.An. 1426. machte ihn eben selbiger Papst zum Vice-Cantzler derRömischen kirche, und darauf zum Cardinal und Titular - Pa-triarchen von Constantinvpel. An. 1429. bekam er auch daSErtz-Bißthum Besangen. Papst Eugenius IV. machte ihn zuseinem Gesandten in Franckreich, er starb aber auf seiner reisean. -4; 7. zu Bononien, woselbst er auch begraben worden.Nacco«,«,, in Martina V, «L Lugenio IV. c^rM» Velontio.
Lall. Llirill.
Johannes von Turrecremata oder Torquemada , einSpanier» wurde von einem flecken, so in der viosces von Va-lentin gelegen, also benennet. Anfänglich wurde er ein Domi-nicaner von Valladolid, gieng aber nach Paris, und wurdevaötor in der Theologie und den Päpstlichen Rechten, worin-nen er auch zwey jähr lehrte. Nach seiner rückkehr in Spanien,wurde er Abt des kloßers St. Pauli zu Valladolid und St. Pe-tri zu Toledo. An. 14z i> berief ihn Eugenius IV. nach Rom,und machte ihn daselbst zum lllagillro kaiacki, schickte ihn auchaus das Loncilium zu Basel, aüwo er Wider die Hußiten hef-tig stritte, und des Papsts partey mit grossem eifcr hielte.Daselbst wurde ihm von dem Loncäio der Brigittä offenba-rungen zu untersuchen aufgetragen. An. 14; 7. wurde er wie-derum auf das Loncilium zu Basel geschickt, bald aber aufdas, so der Papst Eugenius zu Florentz angestellet, zurück be-ruffen, allwo er wider den Marcum Lxkelmum mit ernst lehr-te. Eben selbiger Papst machte ihn an. 1419. zum Cardinaldes tituls St. Sixti, und schickte ihn in Franckreich , daß er ei-nen Sxnoäum zu Bourges halten sollte. An. I4;c>. wurde erBischoff zu Orense in Gallicien, und bald darauf von PapstNicolao zum Bischoff von Alba in Italien gemacht. Pius II.machte ihn an. 1464. zum Bischoff von Sabina, und gab ihmden titul eines beschützers des glanbens. Er starb endlich den26. septembr. an. 1468. seines alters achtzig jähr. Er hat vieleschriften hinterlassen, als da sind : Lommemarius in LesretumLrstisni; 8 um,ns äs Lccleli-i L eju« gu-lloritats; LxxolitioLpist. kguli; Lommenlsrius in kkämos; Sermones äs Ism-xors L Sanctis; Irscllstu» äs llgu» bensälllla; Lc.
Letlar-rir»»-. clnon. Cms-
«o«rr,k. §z,o»äa»5<5. Luve.
Ertz-Bischöffe und Bisthöffe:
Johannes I. Ertz-Bischoff zu Bremen, war von geburtein Däne, und hieß mit dem zunahmen Fursat. Sein vattersoll ein Officier bürgerlichen standes , seine Mutter aber ausKöniglichem gedlüte entsprossen gewesen seyn. Anfangs war erDom-Prodst zu Rothschild , und hernach Ertz-Bischoff zu Lun-den in Schonen. Weil er dem Dänischen Könige Erico VII. nichtalles unrecht verstatten wollte, ward er ins gefängnis geworf-fen; er machte sich aber durch stricke, feilen und andere in-
j 0 h
ffrumente, die ihm seine «»verwandtennicht nur los, sondern er entwischte gar aus dem,<>>>-nach Italien. Der Papst Bvnifacius VIII.nachdrücklich an, und that gantz Dänemarckbann. Weil aber gedachter König sich daran jMc» ^hub verfolgende Papst Benedictus XI. nachbann auf, setzte nach Lunden einen andern MS^jlvertröstete diesen Ivhannem auf eine bessere stelle, lderselbe das bald daraus erledigte Ertz-Bißthum "
er nicht auf das Lundische verzicht thün wollte -er an. 1,07. das von dem Papste Elemente V. w«ne Ertz-Bißthum Bremen an; er regierte aucy .zeit gar friedlich; zuletzt aber gerieth er in e>A ' Morie^tung, daß man kaum dergleichen exempel inden wird. Das Dom - Capitul wollte durchausMhannem von Lüneburg an seine stelle zum Ertz-^xes konnte aber seinen zweck nicht erhalten, wett ^Dänischen Ivhannem nachdrücklich schützte;gen dennoch grosse dranqsalen ausstehen muste,in Bremen nicht mehr sicher war. Er nahm spch pflucht zu den Ditmarsen , ward aber von ihm«rück geschickt, ohne daß er solches rächen können- Mgab er sich nach Norden in Ost - Frießland, «m 0 ^ xkNein weib die kühnheit, daß sie mit einem pru.E^steBischoff los gieng, und auf ihn zuschlug, we>. n'-bchLstihrem beduncken etwa« nicht hatte gerecht^« ^lassen. Nach diesem zog er nach Wildeshaustu /ihn einer von seinen feinden, Otto von OLA. ließ'"nahm ihn gefangen, band ihm Hände und M!'/. ,piendlich, nachdem er ihn mit schlügen hart trE« ^Letztens zog er an. 1^27. mit einem grossengnon m Franckreich, allwo sich der Papst M'Fund starb bald hernach daselbst. Der Papstzum erben seiner verlassenschafft eingesetzt. Ls"'nachgehends noch zwey Ertz-Bischöffe zu Brenv«^p»^,.Johannes geführet; als Johannes von Sch^A.
1407. bis 1421. und Johannes Rode von an. ^ Mvon welchen nichts besonders zu sagen ist- ^ >»
in Mecrop. < 7 ^-- Musl. Sax. Lrcbiepilc.
^«5, in ctiron. gx. ^/erLor». Iow. II- bist' ^cliwu. Lrem.
' Johannes III. Ertz-Bischoff zu Saltzhurg/ ahn-e^, Fgers söhn von Breßlau , und hieß mit dem § iv AÄstus. Er ward seiner gelehrsamkeit und versta«^^^«lich Probst zu Fünfkirchen, darnach BischoffÄchafft^ ^radein, und nachdem er an. 1664. eine Gesa«7 .^ Hostnige Matthia Corvino in Ungarn am Kaystrnw^pji
»ist
zurück gelegt, und die Ungarische crone , ffzwanzig jähr war aufbehalten worden, miedA« M "zugleich das üble vernehmen zwischen den , ErtzEP Aaus dem gründe gehoben, ward er an. i 4 ? V. pes^M^Gran. Es begunte aber bald darauf die E^cht Ugen ihn abzunehmen, weil man ihn " Hierzuwenn er es mit dem Hause Oesterreich hielte-daß ein Mönch, nahmens Gabriel, amhen stund, der auch endlich gar durch recommc HohEnigs den Cardinals-Hut erhielt, welches öey,M, t«reitzte, daß er an. 1477. ehe man sichs vcrmuw^ ^ ^ ^grossen ichatze nach Wien gieng; daselbstKayser Friderico III. wohl empfangen, E-lÄ
nen starcken vorschuß zum beylager des Pr^^,
Printzeßin, thäte.
Bischoff Bernhard zu Saltzburg sich siegenden ^
laffen, daß er abdancken wollte, so ^Ä/erhststL«stdaß Johannes an dessen stelle das Ertz-Stfft eBernhard, Evtz-Bischoff zu Saltzburg-) A o-MAwaren auch mit ihm zufrieden. Denn obaufführen ließ, und dem Kayser zu stHA« über Vsandtschafften nach Burgund und nach Ackc« ^mengen die Unkosten doch alle von stmembrachten reichthum. Doch als an. i487- b^„ Kol-i-MBischoff Bernhardus starb, wollten dn meMcholl Ä,den Probst Christophorum Ebrvn zum M
Allein Johannes setzte sich ihnen derMsssen > ^
alle, ausgenommen zwey, nach Muhldo st blS,i^r,^tl
Hierauf regierte er mit gedachten zwey eineran. 1489. erfolgten tod, von welchen e> '^,r cinck
- einige» .
bist. Sslisb. Metrox.
Bis«.ssKZM
Loncilium , und ma'cht'e'darauf eln^^^weEyMcksen lasterhafften Mönchen nicht nnst"?z^ergre>Aü!>tz, iZwider ihn erregten , und ihn die flucht st> vM MEr legte alsdann auf des Papsts Gregorü tersnck^welcher feine gründe durch einen -Legste« « ^ ,§„o-S .LEErtz-Bißthum nieder, und begab sich M^hjgck z^Mjz E
seiner schwachen leibcs-beschaffenheit desto
aber von den Mönchen der Abtey St-^und ermordet. Er hat ein.buch ^0, 9. ^ 0
Graf von Schaumburg, der vonvon Schaumburg genennet wird
" ^2^55, bist. Sslisb.
Johannes von Bayeux,nach diesem Ertz-Bischoff von Rouen.
schrieben, hb. I.