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Johannes Hagen, sonst ab Instsgms genannt, war um dasjähr i;rr. Pfarrer zu Steinheim am May» in devvl<LLS8 vonMayntz. Wegen seiner geschicklichkeit aber wurde er nach Romgeschickt / um den Ertz - Bischöfflichen mantel vor den Churfür-sten von Mayntz von dem Papste zu losen. Nachdem er auch fau-sten sich an verschiedenen Höfen aufgehalten / wurde er üscarmrdes Leonhards - Lol!e§ii zu Franckfurt am Mayn. Er war inder Astrologie treflich erfahren / hat auch verschiedenes geschrie-ben/ als: IntrocluÄiones itporelefinsricas in Oüiromsiwism,püzssiognomiam, Llirologism natur^lem, Lc. Lo/Aär/tr vitse.
tbe-itr. Meißnische land - chronick , p.;; 9-
Johannes » JEfu Maria / vorhero äc St. Petro genannt,war ein Barfüsser-Carmeliter-Mönch / von Calahorra in Spa-nien gebürtig. An. 158;. gieng er nach Italien , um daselbstseinen orden weiter fortznpflantzen / da er sich denn bey demPapst Paulo V. und dem Cardinalö - Lollegio , insonderheitaber bey Bellarmino , in grosses ansehen setzte. Er starb an.1614. in dem kloster zu Frescati / und hinterließ viele schriften,welche an. 1622. in z. voi. und an. 1650. in 4. vol. zusammengedrucket worden. ffr/i. eaxm. xe/ox«r. üb. II. c.
bibl. Ilisssn. p. 545 -
Johannes von Imola, ein berühmter Rechtsgelehrter vonVononien. Er war daselbst gedohren / wird aber Imola ge-nannt , weil feine eitern ehemals daselbst gewöhnet hatten. Erwurde von jugend auf zum studiren angehalten / und hörte an-fangs zu Perugia Angelum Ubaldum, nachgehends aber zu Bo-nonien Francifcum Ramponcm und andere gelehrte männcrmit solchem fleisse, daß er voctnr und bald daraus Professor zuPadua wurde. An. 1402. zog ihn der Hertzog von Ferrara aufstine neu - angelegte Academie, und von da kam er nach etlichenjähren nach Bononien / dasiger Universität wieder aufzuhelffen,welche durch ein gewisses statut ziemlich verfallen war/ krafftdessen niemand als eingebohrne zu den Professor - stellen solltenbefördert werden. Er hatte das Unglück , daß er sein Haus, bi-bliotheck und mMisscrlM durch brand verlohr / und starb denl g. febr. an. 14z 6. Seine schriften sind: Lommsmani in l)e-
crewles, in Llernentinsn Oigellum infortistum.
LorAnr/ir vitL. cle clar. leg. interxr.
üb. XI. c. 88- tbeatrum.
Johannes, mit dem zunahmen Marcus / war des heili-gen Barnabä Vetter / wird von etlichen vor den EvangelistenMarcum gehalten, aber ohne gründ. Man hält davor, daßunser Heyland in seinem Hause das Oster - lamm gegessen, wieauch, baß der heilige Geist darinn über die Apostel ausgegossenworden. So viel ist gewiß, daß Petrus die gläubigen allda an-getroffen, als ihn ein Engel aus Herodis gefängnis erlöset hat-te. In der Apostel Geschichte lesen wir auch, daß seine MutterMaria genennet wird, und daß er Ursache an einer Willigkeitgewesen, so zwischen Paulo und Barnaba entstanden, weil Bar-nabas haben wollte, daß dieser sein vetter mit ihm ziehen sollte,Paulus aber solches nicht vor gut ansähe. XII. 12.
XV. Z7. Vita Larnsbse. Laxs«r«r. , msmoires pour
fervir ä Issilt. eccl. tom. II. p. I. , annal. xoürico-
eccleüass. tom. I.
Johannes Naronita, ein Syrischer ftribent, soll nach Abra-ham Eechellenfls bericht zu ende des VI. und ansang des VII. f«.culi geledet, und viel wider die Morgenländischen retzereyen ge-schrieben haben,nebst einerLiturgie und ememLominsnwrio überdes heiligen Jacobi Liturgie; allein der k. Simon läugnet, daßdieser autkor so alt sey, wie ihn Abraham Ecchellensis machet,will vielmehr sein buch vor eine fälschlich etngeschobene schufthalten, oder daß das capitel, welches man ihm zugeschickt, vonandern hinein gerücket worden. Der Cardinal Bona, welchemdie Lateinische Übersetzung dieses Johannis IssaronitX zu Romeommuniciret worden, ist gleicher meynung in einem briefe,welchen er an. 167;. an den k. Mabillon geschrieben.
catalogus fcrixt. Orient. K-»o», remarguss kür IsVo^age cln iVIoirt - üibon.
JohannesO-Neal, siehe O-Neal (Johannes)
Johann von Matha, der erste Patriarch des ordens derheiligen Dreyeinigkeit, oder von befreyuug der gefangenen. Erwar aus einem flecken, Faucon genannt, in Provence gebürtig,und wurde an. 1160. von adelichen eitern gebohren. Er führ-te seine studien aufder Universität zu Paris , und wurde voötorIKeoloZiR. Es wird vorgegeben, daß als er seine erste messezu Paris gehalten, er ein gesichte gehabt, welches ihn bewogen,gedachten orden zu stiften. Er gefettete sich hierauf mit FelixvonValois, gieng mit selbigem m die wüste Cerfroi ohnfernMeaux, und von dar nach Rom, allwv Jnnocentius III. selbi-gen orden an. 1209. bestätigte. Der Papst brauchte sich seiner inverschiedenen Verschickungen, wie er denn auch zu den Barbarnin Aftica gieng, um die Christen - sclaven zu befreyen. Erstiftete an. 1200. das erste kloster seines ordens zu Arles inFranckreich, und starb endlich an. 121;. zu Nom. LeFaxn»««,.
Kilt. prsnc. üb. VI. , äs orig. mvnsss. .9«.
Provence.
Johannes von Paris, ein Dominicaner-Mönch und zu-gleich OoÄor Und Professor ssbeologiL, floUkte ZU ende desXIII. stecuü. Er machte sich insonderheit in der damaligenstreitigkeit, die zwischen dem Papst Bonisacio VIII. und demKönige Philipps pulcbro aus Franckreich getrieben wurde, be-
kannt, nahm sich des Kr .igs partey an, und deftnd ^wider den Papst auf das eifrigste. Er that sich d" .j -in predigen als lehren sehr hervor. Allein, wentbefm von der gegenwart des leibes Chrsstl l"Abendmahl behauptete, nemlich, daß die gottncyc ^>sti sich mit dem brodte vereinigte,und selbiges t
machte, wodurch er dann die so viele und grosse «'st „hM A,re von der transsubstantiation zu vermeiden me am»mcynte, so examinirten ihn die Bischöffe, Wllhe^MoAegidius von Bourges, Bertrand von Orleans, vssvon Amiens, nebst einigen DoÄoribus ssbenlogl^' ^
ten ihm ferner zu predigen oder zu lehren. Es p.an den Päpstlichen stuhl, und gieng deshalben na /selbst er um das jähr i; 04. verstarb. Seineüsw8 äe korestgre ssegis L kspsli; OetermirmUllencli Lorporis Lbriii. in 8ocrsmenroLocirinL 8. ssüomX. 6«,/. LonUv-^^zv
p. , äs äogmsts rrsnülu ^
* /skalier / '.^s.
Johannes von Parma, General derin dem XII. Lculo, und soll das sogenannte LrsW ^num geschrieben haben, welches an. 1258.xandri IV. beseht verbrannt wurde. Dieses vuw^ yeö Lurträumen und einbildungen des Abts Joachim, Er' ^ ^chen, und anderer psn-uicorum zusammenviele gantz neue und gefährliche lehren , Mtetrestichkeit und Heiligkeit das Alte und Neue Testawv jyMMtitreffen, ia diese beyde göttliche bücher, müßen Mches neuen Evangelii nunmehro abgeschaffet W«'.unter dem nahmen des Evangelii des heiligen ^
lein gelten. Den Hauptzweck des gantzen getichlslieh zu verstehen, durch den schluß, welcher vernw^an. 1260. an niemand, als die Herren BarfuM^^el!^^
Wesen, sondern ein anderer gleiches nahmens. nnsl. Wnor. »ä an. 12^7. Lsovr«,, aä annwu ^ sc>^
üiü. ecclet- -
Johannes von Udine, ein berühmter mahUjorgiS B!!Friaul gebohren. Er lernte die kunst von dem m^nachmals zu dem Raphael in Rom, nahm amv Edergestalt zu, daß er bald alle andere übertrat- ,vB«,sFwußte er thiere, landschafften, blumen und stummerlen. Er war auch der erste, welcher die runn^ ^ umorsteinerneartzu machen, erfand, und 0^kunst sehr hoch. Man grub zu seiner zeit m „ndvon des Kaysers Titi pallast, um einigeten zu finden. Als man nun etwas erdewurden dergleichen figuren oder bilderder zeitgroeesgue genannt, weil man siel»troffen. Desgleichen fand man einige klemede nebst andern zierrathen. Dieses veranlaguntersuchen, und er probivte es so lange, 0^ E' gr p.,wercke zu verfertigen anfieng, und war aliv ^^tc. ,bK ».diese art zu mahlen in der welt wiederum Äx MlE-. t-'zu Rom an. 1^64. und wurde bey seinem msU" xmo" ,ben. ssaFrx/, vies äkL psintres. vw
, enrret. für les vies cie« keivtrer. -tzriu^L il^
Johannes, ( Erasmns ) ein bekannter um maßxssl. üeculi. Er war sseÄor zu Antwerpeftiner neuen und irrigen Meynungen wegess^
Er hatte daselbst einen streit mit Fansto So"" ^allen creaturen gewesen , welcher 2. tagewam ^dr"nus dasjenige, was darbey vorgegangen w» ^
hen ließ. Von dar gieng er in Siebenburgen^ stsni von Clausenburg zu ihrem Prediger "sshkBdem bedinge, daß er seine meynungenseiner inutter würcklich schon gewesen, nlche oN hi ers? yfl/te. Er war sonst in der Hebräischen sprayw ^ ,vA, M-auch bereits zu Antwerpen ein buch geschuev^^ ^irrthümmer vorgestellet, so aber bald coi»bibliotü. ssntitrinic. K/rrs-r. AtUI sckÄ/
Johannes von Leiden, oder »je
war an. i-;io. zu Leiden gebohren /. ^!./-,n Untes^c>'^'handwerck erlernet, gieng aber nach dieses Alnß/M ssF^ten, und weiter unter die Wiedertaiifec;^^ Vdem sich aber selbige an. i z z4. in Munster A irK üsich, auch dieser Johannes von Ladenthia dahin, und brachte es nach diesesman ihn vor einen Propheten hieltneuewalt anmaßte. Wannenhero er auch eu"^ l' ^,,1/^sassung zu Münster machte, und rr. R'ch ^ dastss^il^ik^len setzte. Er führte hierauf dre p°^Avenn ^ Lvergonnete alle freyheit des flessches, da e sxW nv M ÄmLund nahm er selbst ausser seiner ordentlich ggeM'^ ßstvon den schönsten, die man finden konme^^,,,^B Fnige fanden, die solchem unfuqe wlderw^doch nichts davon, als daß er sie durch eSch^Arichten ließ. Ja er warf sich zuletzt gaworzu ihm ein goldschmied behulssich 'v /sammlung des vvlcks ein blosses schwer^/ -