Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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creutz-zugs wider die Türcken kam es so weit, dass auf sein zurr«den, Carolus, Hertzog von Revers und nachmals von Mantua,zu solchem ende einen neuen Ritter-orden aufrichtete, worüberer, nebst vielen, so denselben angenommen, an. 1619. den r.nov. in der Cathedral-kirche zu Revers in des k. Joseph, alsPäpstlichen Lammillsrü, Hände den eyd ablegte. Auch in an-dern ländern traten unterschiedene vornehme Herren in diesenorden, und der Papst ertheilte demselben seine confirmationnebst ansehnlichen Privilegien. Allein der gleich darauf in Eu-ropa unter den Christen entstandene krieg machte alle diese an-schläge zu nichte. In zwey andern projecten war der ?-uerJoseph glücklicher, erstlich daß er einen neuen Jungfrauen-orden unter dem titul einer Congregation äs Xürre-Osms äuL-ävaire, vermittelst einer bulle des Papsts Gregor» XV. den21. mart. an. 1621. nach vielen Hindernissen, zu stände brachte,wovon bey seinem leben ein kloster zu Poitiers, eines zu Angers,und 2. andere zu Paris gestiftet wurden; hiernächst daß er an.1617. eine vollkommene gemalt erhielt, zu ausbreitung des Ca-tholifchen glaubens Mssiones in der provintz Poitou zu stabili-ren, welche hernach immer weiter sich ausbreiteten, bis ihn end-lich an. 162;. der Papst Urbanus Vill. zum 8uperiore einer aufdie länder der ungläubigen,gerichteten grossen Mißion ernenne-te; da er denn durch beyhulffe der freygebigkeit, so der Königdißfalls sehen ließ, sehr viele MssionZrios nach Griechenland,Armenien, Natolien, Palastinam, Egypten, Persien, der Bar-barey und andern abgelegenen landschafften sendete, von derenguten progressen die Congregation äs xropsganä-r ssiäe zumostern Nachricht bekam; er selbst aber empfieng durch diesesmitte! unterschiedene dem Staat zuträgliche kundschafften.Wider die Reformirte in Franckreich gab er den rath, die Waf-fen zu gebrauchen, und half nicht nur den Hertzog von Luynes,ingleichen den König selbst, dar;» anfrischen, sondern befandsich auch in eigener person bey denen an. 1620.1621. und 1622.dißfalls vorgenommenen expeditionen, wobey er fowol durchpredigten, als durch allerhand negoristiones, das beste feinerreligion nach vermögen beförderte. Als den sept. an. 1622.Richelieu die Cardinals-wurde erhielt, trug derselbe kein bedru-cke» , den kster Joseph als denjenigen anzusehen, dem er dievorher gegangene nomination darzu vornemlich zu dancken hät-te. Hernach da dieser neue Cardinal den 29. apr. an. 1624.zum Premier-Minister erklärt ward, ließ er alsbald den k.Josephzu sich kommen, und weil derselbe ohnedem als Provincial seinesordens auf das zu Rom ausgeschriebene General-Capitul reisenmuste, so trug er ihm an den Papst und an den Hertzog von Sa-voyen unterschiedene wichtige commMone« auf, mit welchener an. 162;. im markio von Paris reisete, und den 1;. desselbenmonats nach Turin, den ro. apr. aber nach Rom kam. Nachseiner zurückkunft beschloß der Cardinal von Richelieu, ihn inStaats-sachen beständig zu gebrauchen. Zu solchem ende legte eran. 162z. sein Prvvincialat nieder, und nahm von derselben zeitan niemals wieder einiges amt in seinem orden über sich. Indem maymonat des letztqedachten jahrs ward er wegen der Val-telinischen streitigkeiten abermal nach Rom geschickt, von ban-nen er im julio zurück nach Fontainebleau kam. An. 1626. alsRichelieu schon im begriff stund, sich von dem Hofe hinweg zubegeben, und dadurch seinen feinden die oberhand zu lassen ,brachte er ihn auf einen andern schluß, wodurch hernach dessenoberstes und mnimschräncklcs MiMllerlum vollkommen beseiti-get ward. Und ist von einigen in acht genommen worden, daßbey den vielmal entstandenen grossen Widerwärtigkeiten Riche-lieu sich oft ziemlich zaghafft erwiesen , und deswegen solcherleuthe, wie der k. Joseph war, nöthig gehabt, um ihn bey dererforderlichen standhafftigkeit zu erhalten; wobey dann diesersich so gar der scharfesten Worte nicht soll enthalten, und denCardinal in solchen fällen gemeiniglich uns pauls mouillee,eine mit wasser begossene Henne, genennet haben. An. 1627.half er den König überreden, die bclagerung von Rochelle vorzu-nehmen, kam auch selbst im oct. zu der armee, allwo er den Her-tzog äs 1 » Tremouille zu annehmung des Catholischen glaubensbewog, auch tag und nacht beschäfftigt war, etwas auszusinnen,wodurch die erodernng des gedachten orts befördert werdenmöchte. Nachdem dieselbe den ;o. oct. an. 1628. erfolgt, wollteihm der König das daselbst neu aufgerichtete Bißthum geben;allein er schlug es aus, gleichwie er schon vorher mit dem vonAldi gethan. An. 1629. begleitete er den König bey dem feld-zuge wider den Hertzog von Savoyen, negottirte mit demselben,wie auch mit dem Hertzoge von Mantua, befand sich hernachIbey der expedition wider die Reformirten in Languedoc, undbrachte zu ausgange des ermeldeten jahrs EdMundüm Richer zueiner retractation wegen feines buchs äs Lsslessgssics L kolitisakotellLts, wobey ihn einige beschuldigt, daß er demselben gemaltangethan. Nachqehends folgte er zum andern mal dem Könige,da er wider den Hertzog von Savoyen zog, und wagte dabey inunterschiedenen gefährlichen actionen sein leben. An. iszo.ward er dem an den Kayser und an die Teutschen Reichs-Stan-de abgefertigten außerordentlichen Ambassador, Leon Brulart,als Mitgesandter beygefügt, und hatte den vornehmsten antheilbey dieser schweren negotiation; nach deren glücklicher endigunger den ;o. dec. wieder nach Paris kam. Anfangs zwar schienes, als ob er bey Hofe in Ungnade gefallen wäre, indem er insein kloster sich zu retiriren besetz! erhielt; allein man sahe balddas gegentheil. Denn nach wenig tagen fieng Richelieu an, fastvlleStaats-geschäffte mit ihm zu theilen,und gab ihm zu solchem

ende ein zimmer zunächst dem seinigen nicht »ur Ä

auch in demLouvre, zu St. Germain, zu llB ^

überall wo er herum reisete. Zu gleicher zelt aU «MeM,König, welcher ihn sehr werth hielt, eine >ahr ih"i,Äilsich und 4. andere Capuciner, die als Lscremruteten,ließ ihm auch dabey eine carosse mnerhailen'" ^an bis an seinen tod sind fast alle wichtige StamS''seine Hände gegangen, und man konnte ihn nur re - gM .mier-Minister des Cardinals von Richelieu nenn^hingegen dieser es bey dem Könige war. Daycdaß fast alle, die dem Cardinal feind waren ^

schrieben, sich gleichfalls wider ihn erklärten. E'.„ pm sAwegen der Italiänischen angelegenheiten eine

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liehen Hof. An. lüz2. trug er viel bey,an dem Französischen Hofe den ansang seieben demselben fahre folgte er dem Königeder durch den Hertzog von Orleans und den ,Montmorency erregte aufstand gestillet ward, au ,er um diese zeit ein grosses zu der alliantz mit oerxerden, und zu deren nachmaliger verneucrung^mit denen vor besessen gehaltenen Nonnen zu - soll dss.«st/sich an. i6;2. anfieng , und etliche jähre wähne-Joseph einen sonderbaren antheil gehabt haben, in^>Bnachdem die erste guten theils durch die Capm"angestellte besitzung übel ausgeschlagen , und A ^,n^fowol als noch einige andere anstifter solches am stE Färgerlichen betrugs im rechten scharf verfolgte, Axtiilr» Fzu erretten, dem Cardinal weiß gcmachet, als ov -Heber wäre von einem gewissen sehr anzugums''kurtzem unter dem titul der Louräonuierc äs u ^ s,chselbigen ausgegangen war. Dann hierdurch ^

lieu leichtlich zur raachgier bewegen, und wc".Zollte h hcfselbigem vorwand dem Grundier entweder mch^auch in ermangelung des nöthigen beweifts,'"^kommen, soll sobald Verschluß gefastet worden >tzung zu erneuern, und sodann die fache durm > W' IMCardinal selbst ausgelesene Richter richten zu lE beE,!!Grandier sicher genug haar lassen muste.selbst nähme sich k. Joseph nichts au; doch ^ >>ähabe heimlich eine reift nach Loudun gethan-yaß ftshem zu erforschen, ob die fache also beschaffen ^ „,idständige leuthe solcher glauben zustellen konnte»die Exorcisten einige ehre zu hoffen ware; w ^

satze,sich auf solchen fall an die spitze dl^krieges zu stellen. Allein da er als ein Manch pMcket, wie der betrug nicht gar lange, und amo,..dem gemeinen volcke währen wurde, hatte erdrehet, und sich vergnügt, seine niedrige orde" st,,,eshandeln zu lassen; indessen aber den Cardin^ zc

cken erhalten, damit das werck bis ans ende sAn. 16;;. ließ er sich mit grossem eifer angeltder sogenannten Llumbraäo«, welche sich " äu echchvorzuthun anfieng, daselbst zu unterdrücken- ^

erwehnten fahrs gab ihm der Kömg anchseHy

Cardinals-wurde, welche man aber anzuneh»'e»sehen Hofe viel schwierigkeiten machte; aum v ...

gehalten , daß Richelieu selbst unter der bch. W-,zu hintertreiben, oder doch zu verzögern ge!»^^chesapr. ward er mit einem schlagfluß befallen / 'ungeachtet er daran curirt worden,, äe^.entweder in dem Capuciner-ktoster L »

Paris, oder in dem daselbst befindlichen ^ ^

eine gantz eingezogene art zuzubringen; wm § m pcc.'^

da er an dem Hofe gelebt, in seiner ktclbun^pgclch^Mls^und in seiner kost sich beständig, wie anderes ^ten. Den 15. dec. an. i 6 ; 8 . rührte ihn, ^ sprach^av.von neuen der schlag, und benahm rhm U ^ vchß>empfindung auf der einen feite, doch ihl>

Hertzog von Orleans und Richelieu bem«zustande, worinn er den folgenden11. uhr mit tobe abgienq. Sein le.ch-bA^^M ^,,nicht geringern solennitaten gehalten, als w ^ E zlich härte den Cardinals-Hut erlangt,legte man in der Capuciner-kirche veven x,x,aro. Angelum von Joyeuse, ftin h^„

überantmortüt. Ikon ftinen^..^^l«s, ts 1,1

au ^Llv-urs uveranlworier. Von I"'—- §arow"' „0,1'zu mercken, baß sein jüngerer bruder,

Tremlay, in anfthung seiner das GouvAA ^ IoPstille erhalten; baß seine schwester

... . , .

erhalten; baß seine schwesterBeaumont, Marquis äs St. Etienne, ge"^einer von seinen enckeln, der Abt äuuicu8 von der kirche äs Xücrs-v'äms zuübrigen hat dieser kster Joseph unterlM otio»

gegeben, als: kr-ltigues äs Piste L äs ^ K

mcillsure lVIsnIers ä'sutenäre I» i sevv ^

ksiurement; ls5 Öilpoütions ä Ia,6usr ^ le

ltruction pour les krinsss , &^sancre ls ssurc; I'Lmr äsploroble äs ^ kAr?niere äs la relever ; Tmite äs la öä l»mo^ens äs 1'emblir L äs lskairs iubülidmI.srins ; Irsits äs l'Orm'lon ment->Is ( v ketzetc^g, a!

ctats beschuldigte matt ihn an. 162z. äu Maber vollkommen von sich ablehnte ) ^