Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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amts-verrichtrmgen nach Cilicien gierig, allwo er mit einemChristlichen Bischoff bekannt ward, von dem er aufs neue dreEvangelien zu lesen bekam. Die andern Juden aber, die ihmanderer ursiichen wegen damals zuwider waren, überfielen ihndereinst in seiner Wohnung, und da sie ihn mit lesung derEvangelischen schriften beschäfftiget fanden, verübten sie grossegewaltthätigkcit an ihm , stäupten ihn auch in ihrer schule.Ja als er durch den Bischoff selbigen orts aus ihren Handengerettet ward, ergriffen sie ihn nach einiger zeit auf der land-strasse, und warfen ihn in den fluß Cydnus. Als er aber auchaus dieser gefahr mit dem leben davon kam, entschloß er sichdie Taufe anzunehmen. Hiernächst gieng er an den Hof desKaystrs Constanttni lVIagni, und machte sich bey demselben der-gestalt beliebt, daß er die würde eines Lomiri8 erhielt, nebstder vollmacht in allen Jüdischen stecken und stadten kirchen zubauen, wie er auch zu Tiberias, Diocäsarea, Nazareth undCapernaum gethan. Vor seine person hielt er sich zu Scytho-polis auf, und erwiese sich in der Christlichen lehre so treu, daßer, da die gantze stadt unter dem Kayser Constantio Arianischwar, er allein vest über dem rechten glauben hielt, und un-gescheut wider die Arianische irrthümnier redete. Epiphaniaswill alles obige aus Josephs eigenem munde gehöret haben,und erzehlet es bTres. XXX. 4. sey!j. dat»-r-7rr,r , bibl. OrXL.IV. 6. 17. p. 2;;. bibl. Hehr. tom. IV. n. 891.

x. 8?2. ksgg.

* Iosepin, durch zusammenziehung seines rechten nahmensJoseph sti Arpino also genannt, war zu Arpino in Torr» äiI.avoro im Königreich Neapoli an. I? 70. gebohren. Sein dat-ier , Mutius Polydorus, war ein schlechter mahler, hielt aberdoch auch seinen söhn zu dieser kunst an, welche derselbe nach-gchends zn Rom weiter trieb, und sich darin» dergestalt voll-kommen machte, daß er die gewogenheit des Papsts und vielerCardinäle erhielt. Er ämulirte beständig mit dem berühmtenmahler Caravaggio, dessen Manieren von des Josevin seinengantz unterschieden waren, doch hatte er auch viele, die ihmnachahmeten. Er starb endlich zu Rom an. 1640. in hohemalter. L>e, viss des keintres.

Josias, König in Iuda, folgte seinem vatter Ämmon imjähre der weit ;;94. Er war ein sehr weiser und frommer Kö-nig , und stellete zu Jerusalem wie auch in seinem gantzen Reicheeine genaue kirchen-reformation an. Unter ihm würde auchdas gesetz-buch gefunden, welches der Priester Hilkia zum Kö-nige sandte, da er denn durch dessen lesung so gerühret wurde,baß er GOtt um rath fragte, erhielt auch durch die ProphetinHuldam die Nachricht, daß sein Königreich sollte untergehen.Er wandte aber durch eifriges gedät und thränen GOttesstrafe von sich ab, machte einen bund mit dem HErrn, reinigteden tempel und das Reich von der abgötterey, schaffte alleWahrsager und zeichendeuter fort, und richtete den wahren got-tesdienst wieder auf. Unter seiner regierung fleug der ProphetIeremias an zu weissagen. Es zog auch Pharao Necho ausEgypten herauf, stritte mit den Assyrern und Babyloniern umdie Monarchie, und kam bis nach Carchemis am Phrat. Dagieng ihm Josias entgegen, und hielt mit ihm auf der ebenebey Megiddo ein treffen, allwo Josias tödtlich durch einenpfeil verwundet, und nach Jerusalem gebracht wurde. Erstarb auch daselbst im z i. jähre seiner regierung, zu grossem be-trübnis der sinnigen , und des Propheten Jeremiä , welcher ihnbeklagete, auch viel klage-lieder über ihn gemacht, also daßdaraus eine gewohnheit entstanden. 2. lr-^. XXIII. 2.

XXIV. XXV. XXII. XL1X. , Ich. X.

sntig. ^uä. L. 5. L 6. 5-,/ra-E. annal. Vet. Colt. Ktt-

enchir. bibl. p. 104.

Ioßius, oder Joice, (Thomas) ei» Engellander, aus einemvornehmen geschlechte entsprossen, begab sich zu Londen, nebst 6.seiner brüder, in den Dominicaner-orden, hörte unter AlbertoÄlLgno sowot die Philosophie als die Theologie, empfieng zu-gleich mit Thoma von Aquino die NaMsc-würde, und lehrtehernach in unterschiedlichen klöstern mit sehr grossem applaulüdie gedachte wissenschafften. Als er hierauf 7. jähr Provincialvon Engelland , auch eine zeitlang des Königs Eduardi I.Beicht-vatter gewesen, ernennete ihn, wegen seiner vielen Ver-dienste, und sonderlich wegen seines tugendhafften Wandels, Cle-mens V. an. i;o?. zum Cardinal-Priester, des tituls St. Sabi-nä. An. r; 10. sollte er, nebst dem Cardinal Nicolao cls Prato,die stelle eines Legaten bey dem Kayser Henrico VII. verwalten;allein er starb unterweges in dem Savoyischen den iz. dec. desletztgemeldten jahrs; worauf man seinen cörper nach Engel-land führte, und zu Orford beerdigte. Es werden ihm fol-gende schriften zugeeignet : 8uper IV. läkros 8sntsntiarum;VokIIIa in l'chltsrinm; Loinment. in ssestliam <L ßeremiam;kolkilla in kroverbia 8alom.; Lommsnt. in Oenssin; äs Lon-cepcions 8. IVI. Virg.; in Lantica Lanticor.; cls 8tstu ünima-rum poch mortem; Lermonss per rmnum; t)ure1ki»ns8 Tkeolo-xicse ; contra Iconoclaiias ; in lbibr. äuguüini cie Liv. vei ; clsvoäkrina 8ckolsrium ; contra sob. vuns 8cotum ; chper Los-tium äs Lonchlatione; äs Loncorclia bibror. 8. Tbomse ägui-ngtis ; (Zcioälcheta Lc. Wiewol einige davor halte«, daß Tho-mas von Aqutno etliche von solchen schriften gantz oder zumtheil verfertiget, 6ocl-w,«. 881. Pngl. /Vrs äs Icript.

Lngl. annal. ann. öilinor. 8e«r«s

iiibl.

jos

Iofiia, ein söhn Nun von dem stamme ^

von GOtt noch bey Mosis lebzeiten zum HEU sM'Ägenten des volcks Israel erwehlet. Er trat auwalsobald nach Mosis tobe an im jähr der weit ri.84- . M ,that war, baß er kundschaffter nach Jerichozog er mit einem kriegs-heer aus Simmda sich dann der Jordan, indem die Leviten 0^voran trugen, zertheilte, daß sie trockeneskonnten. Er setzte auch mitten im Jordan ein ^

Wunders, und als sie qäntzlich über diesen stuß W jrichtete er die 12. steine, so sie aus diesem ffuffegE .

Gilgal auf. Da nun alle Könige der Amorlterseinen anzug vernahmen, wurden sie gantz verzagver^.befahl dem Josua, daß er die kinder Israel / Keil >gebohren worden, mit steinernen Messern 0^0Vierzehen tage hernach hielten sie das PaM-Josua die stadt Jericho belagern , deren sclv'W

ftlbsten einfielen,als die bundes-lade zum "fier" "xher stragen worden, und die Priester die posaunenhatten. Ai wurde durch eine krieges-list eingenv" ^s„E xsGibeoniter, welche sich gleichfalls eines überfau-jE',pmachten einen bund mit dem volcke GOttes.

. König zu Jerusalem, sahe dieses letztere nicht stvch<jcgte ^,»n'band er sich mit 4. benachbarten Königen, und o>-bconiter; Josua aber kam ihnen zn hülffe, unssw ,, htSden theils durch das schwerdt, theils durch denaus sie fallen ließ, umgebracht. Das wundckdiesem siege vorgegangen, ist, daß die sonnefallen zwölf stunden stille gestanden, damit er n ' „»die feinde desto länger fortsetzen konnte. InU-sMNUchEhatte er fast alle städte des landes Canaan eE> hjecn; i. kleine Könige geschlagen. Ihre länder wrEA E ^die y. stamme und unter den halben stamm MAslet. Josua aber, nachdem er r 7. jähr regiert d»' rE

i ic>. jähre seines altcrs an. 259;. oder wie aiMi

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Sonst wollen einige fürgeben , er wäre nicht oe ^gen buchs, so unter seinem nahmen in hell-be^Ä,,, Eiist ; allein man kan das gegentheil unter ander >

aus diesem buche Josua XXIV. 26. Andereversthiedene reden und ausdruckungen darm»nothwendig erst nach seinem tode haben musst" ' odckden ; so hatte das übrige entweder ein Propv"

GOtt erleuchteter mann , so vielleicht Esta-gethan. XXIV. I. segg- sse

ßuci. , an»- ,-oolv'

in ^ns. Ma/rz-eE, als. bibl. Dr,

8ac. üb. I. c. ;. §. 2. äenionlkr. ^

encbir. bibl. p. 60. 62. segg.

Iosua Bar Nun, oder ein söhn NUN' Met; eret vielem Syrer ein buch,kwelcbes den t""'^ hM ^ Odarinnen sich befinden fragen über die gaubwelche in II. tomos eingetheilet ; veciüonestiarum, viel driefe; >"-"--4 t'l"' i»>m n« ^ p"

chen amter,

em werck von demund ein klein werck von den

catal. siccipr. 8yr. ^ ot>ck

Josua oder Isa 2slebi«, das ist, der^lauchtige zugenannt. Er soll nach eEUein söhn Bajazeths I. gewesen seyn , welaV ^ er1402. in einen eisernen kefigt sperrete, jevouJebene, bey Angora geschlagen hatte., ^ ,

für einen belrieger oder nur sur einen P-chNash vbgemeldter Niederlage , als im^y VerL eSFzercuttung ivar, nahm Josua durch beysta" ^ Eund vornehmsten Häupter unter den Turrr.^xschlacht entrunnen waren, die regierung ^en'^stes iFdie stadt Bursia oder Prusa, als den ^U^rckischen Reichs. Allein Mahomct,, ewss geBajazeths , der sich auch schon rn E pMAF Kgieng auf ihn los, und als er durch ,berühmten nas Gnni verbeut in EleM-Al'V^ng

berühmten paß Capi Derben! in Kleinaber die von ihm vorgeschlagene landesmen wollte, ward dieser von jenem müberwunden

gefochten, und_

Mahomcks, mit eigener Hand erlegt

grenz alles verlohren, was Jsa bis Ulriecbi§l ^o»'Äs jmuste er sich gen Constantinopel z"M, M sick'IvEl ,der flucht retten. Nach kurtzem ents« seitlebis, der älteste söhn Bajazeths, welw zufall dre Europäischen «ander besessen, "U p

nen sitz gehabt, dem Jsa beyzustehen , ^ d^ .,s

dieser nebst Mahomet gegen einander o^r m

hätten, alsdann beyder desto leichter , v»-.gieng also mit neuer macht in Asien M ^ ^ >riges gebieth ein, da er die, so sich

gelinde tractirte, mit denen aber , welch^^heit

ten, sehr scharfverfuhr, bey welche"^ schlossPrusa, allwo sich die einwohner , v0-,..

von keiner Übergabe nichts hören wvnU^ cssf,wurde. Aber bald darauf kam MU weMissiden Jsa nachmals , daß er kaum MC ^ Pstr erhielte zwar wiederum etwas v"