Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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welches die bilder-verehrung bestätigte, die sie auf alle Wegewollte zu stände gebracht wissen, auch sich zu solchem ende al-lerhand nicht gar rühmlicher practickn bediente; woruntervvrnemlich zu zehlen , daß sie den damaligen Patriarchen Pau-lum zu abtretung seines sttzes vermocht, und an dessen platz Ta-rasium erhoben; der bis dahin ein Lay gewesen, aber ihro imübrigen völlig ergeben, und zu ausführung deren gefaßten Vor-habens durchaus bequem war. Als aber Constantinus seinvöllig alter erreichet, wollte er seine mutter nicht länger an derregierung lassen theil haben , und regierte sieben jähr alleine.Dieser schimpfaber verdroß die Karserin dermassen, daß sie sichihres sohncs mit list bemächtigte , und ihm die äugen ausste-chen ließ , nachmals auch gar dessen tod beförderte. Sie re-gierte hierauf 5. jähr 2. monate und 16. tage bis den letzten oct.a». 802. da Nicephorus sich zum Kayser auswarf, und sie aufdie insul Mitylcne verwies, allwo sie nach einigen Monaten auskummer starb. Als Carolus M. sich im Occident sehr mächtigmachte, suchte sie selbigen mit der Hoffnung einer Heurath, umdadurch das Morgenländische Kayserthum zu erlangen, zu spei,sen , und waren seine Abgesandten gleich zu der zeit, da Irenevon Nicephoro abgesetzt wurde, zu Constantinopel, um be-meldte Heurath zu bewercksteüigen. in comp.

tom. III. L Lmno. lib. IV. c. 41.

bcrreH-'ani», , in obron. ,

biss. Lonkantinopolir. , hissor. imaginum. *

* Irenicus, (Franciscus) sonst Friedlieb genannt, welchennahmen er nach gewohnheit seiner zeit in die Griechische sprächeübersetzet, ward zu Ettlingen, einer Marggräffich - Badischenstadt, gebohren. Das jähr kau nicht gar eigentlich bestimmetwerden. Doch scheinet, es sey um an. 14»?. geschehen.Nachdem er die ansänge in seiner vatter-stadt erlernet, kam ernach Pfortzheim, allwo kurtz vorher Georg Simmler zu leh-ren angefangen hatte. Hierauf horte er auch zu Heidelbergoder zu Tübingen Melanchthonem, und legte sich fürnemlichauf die Historie. Er hat einiger jungen lculhe studien regie-ret. An. 1; 18. wurde er der St. Calharincn-fchule zu Heidel-delberg vorgesetzet. Als aber die Reformation in Teutschland jemehr und mehr zunahm, fieng er an sich auf die Gottsgelehrt-heit zu legen , und begab Ich nach Gemmingen, allwo er dasEvangelium geprcdiget hat. Er hielte gute freundschafft mitReuchlino, Pirckheimerv, Theodorico Gresemundo, und sei-nem landsmann Caspar Hedione. Er hat neben andern lin-dern einen söhn hinterlassen , welcher zu Jtzfelden Pfarrer ge-wesen , und seines vatters ssxegelm Oermsni-e zum zweytenmal heraus gegeben hat. Dieser hatte noch anders geschrieben ,als : 6s 8. Oäilis libr. III. cls liiltoriL Narcüionum Lscien-srum lik. II. Es ist aber nichts davon vorhanden. 4l.

, in xr-ef. ncl. Lxeg. 6erm»n. s. Hanov. 1728.

* Ireton, Cromwels eydam. Er commandirte den lincken«ügel in der Wacht bey Nazeby, so anfden 14. junii an. 1645.gefallen. Der Printz Robert, welcher die Königliche armeecommandirte, schlug ihn auf seinem flügel; er selbsten aberwurde verwundet, und gefangen genommen , nachdem er sichals ein tapferer soldat und General aufgeführet; da aber durchdie tapferkeit Cromwels die Königlichen trouvpen und dashaupt-corpo geschlagen worden, wozu seiue cavalerie das meistebeygetragen, so mäste auch der ssügel, so zuvor überwundenhatte, die flucht nehmen, und die gefangenen , worunter sichauch Ireton befunden, in dem stiche lassen. Nachdem an. i6;c>.das Englische Parlement Cromweln zurück beruffen, welcherdamals in Irrland war, ließ dieser den Ircton seinen eydam indem lande als seinen Lieutenant und Lord Deputy zurück. Ire-ton war bey Cromwel nicht nur als tochtermann, sondern alsfein eigener söhn angesehen, welchem er alles von seinen ge-heimsten vorhaben entdeckte, und dessen raths er zur unterwerf-fung, und seiner hülffe zu ausfuhrung der grosten Unternehmun-gen vflegete. Dieser Lord Deputy nahm bey abwesenheit seinesschwahers die stadte Waterford und Limerick in der provintzMounster weg ; allein die einnehmung dieser letzten stadtkostete Jreton das leben, dann er erholte dabey eine pestilen-tzische kranckheit, welche sowol in der stadt als bey der armeewütete, und woran er an. 1651. gestorben ist; sein leichnamwurde in Engelland hinüber gebracht, und ihm zu ehren einprächtiges grabmahl aufgerichtet, welches ehedessen in West-münster unter den Königlichen begräbnissen zu sehen war.Etwas zeit vor seinem tobe legte Ireton eine trefliche probe sei-ner großmüthigkeit und freygebigkett ab. Er wußte nemlich,daß das Parlement ih.m eine lahmche pension von 2000. pfundsterlinq gewiedmet hatte, doch schlug er es höflich aus, undgab demselben zu verstehen , das parlement sollte ehendertrachten seine schulden abzuzahlen, als dabey so frey-gebig zu seyn ; doch dancke er ihnen für ihren geneig-ter willen; er habe genug von sich selbsten , und habegrössere freude sich, sein leben und alle ferne muhe zumnutzen der Englischen nation aufzuopfern , als ausdem gemeinen guth dessen freygebrgkeit zu gemessen.Iretons wittwe wurde nach seinem tode an Fletwood verheu-rathet. An. i66v. aber wurden auf einen spruch des Parle-ments die leichname Cromwels, Iretons, Bradshaw undPrides, aus ihren begräbnissen hervor gegraben , auf einemWillen zu dem Hochgerichte nach Tiburn geführet, von io.uhr des morgens an bi.S zum Untergänge der sonnen , zu ei-nem öffentlichen scheusal, aufgehenckt, und gegen abend un-

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ter dasiger gericht-statt verscharret.

xlet. tum. Vlll. p. ;46. wm. IX. r>. Z4. ^ '

tOM. IV.

. Iris, Thavmä und Electrä tochter, »nd der HaM hB Ester. Sie wird von den Poeten zu der gottmmacht, gleichwie Mercurius des Iovis böte ist, ^Zweifel dieses angedeutet wird, daß der regenbogendeutung das Wort Iris Hat) ei» böte der luft, undter, daß ist, eine wunderbare würckung Wtüeogon. , üb. II. metamorpü. .

Iris, ein fiuß in Klein-Asien , entspringt in provl^an den grentzcn von Klein-Armcnren , und gelssmPontnm. Er nimmt ohnfern der stadt Comana ^

Cerauno zu sich, den Lycum aber ohnfern AmaflA^,. F?sich endlich in das Schwartze meer. t

^ * Irmanos, oder OrsetteIrmanos, l^'^,,klci"^?mtrum. d. i. die sieben druder , werden pesAe

wiE.

gene»^^

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wüste insul» , auf dem Oceono Ltüiox^o ,divtschen insuln und der insul Madagascar,die Portugiesen zuerst entdeckt.

Irmengard, stehe Hermengard.

, Irmenseul, war eine zu dem götzendienste inle der alten Sachsen. Es war seidige bey

phalen an einem wäldgen unter dem freyen hupflegten die allen Sachsen ihren vornehmsten^^....zu verrichten. Krantzius will, daß es ein bild"sen, in gestalt eines streitbaren Mannes, in dem 1man eine sahne mit einer rose, in der lincken

der brüst einen bär, auf dem schilde einen low«> shero einige davor halten, es sey selbige demMercnrio, Herculi oder Apoüini zu ehren auiE^t'

Hu

Und mag sonderlich für die erste meynüng anM , ,

daß Mercurius im Griechischen Hermes gehE'V ^kan aus dem Adamo ttremenii darthun ,eine von holtz aufgerichtete säule gemessn / l,aöe»> 7 §>issTeutschen ohne dem nur wenig götzen-bilder i",

Alichscheinet der nähme sowol als die übrigen^

Hand zu geben, daß diese faule dem alten TeE^minio zu ehren aufgerichtet worden. Ef zage.'Ältssan. 772. von Carolo »I. zerstöret, dahero htm V che ;vorgegeben wirb , daß man selbige noch in der ^

heim an statt eines leuchters brauche, c. l

e. 6. ^§3X0N.

Lrixori. lib. II. L. y. ori^. Läxon./^' . pH

Irmensuls. cle sssdus Armin"-

Irmentrud , die erste gemahlin Kayssr/Eß er Esie an. 84z. angetrauet wurde, (s) An. 8ü°- ^

sons crönen. (b) Sie war eine mutter Caron' f gäkamen, und Ludovici kslbi , und starb an.

cle clissslls. KI. Hucl. kü in kn. (b.) '

866. Loncil. 8rce/sso». gp.tow-1- ^

Aci gn. 869. ,

Irminger, (Ioh. Iac.) von Zürich 1 Ad-gssVÄSein »aller war Ulrich dieses nahmens,seid. Nachdem er seine studien eine weisst" L

reisete er ausser landes, um selbige aufftemsr ^zusetzen, da er denn sonderlich unter 6)0^1, ,

gute progreffen gemacht. Nach einerpi-Vkehrte er wieder zurück in sein vatterland,er eine welle in der Lateinischen schule gedlemunus zu St. Peter in Zürich, ferner an, ^ SUeiEflund endlich an. 164z. üncilies und >

ster. Er starb den 2;. ftpt. an. -649. . §r „nd»logus, trefllcher Redner, und gelehrter Po^^raN,>>^,beydes Teutsch und Lateinische Lsrwm^ tw ^4 Ss>ü,ter IlrbK ssigur. Munimentmn -L ölulscul z;.Ai,

tum; Livium lleroulis; Ein Teutsche_ 2

Glauben und Gedult; ssomsn-eauch sich selbsten ein schönes Christlich^ !>^

01,'

Irmtraud, eine alte adeliche fawili^. ^stamm-schloß Irmtraud in derliegt. Godebrecht von Irmtraud l^tenachkommen blieb Gtlbrecht m einer B»

hinterließ Jöhannem, welcher an.

Mayntz, und Nassamscher Hofmeisterwar die letzte Aebtißin zum Guadenthm ' Solf^und hatte einen bruder, nahmens PüssUe, "obgedachle stamm-schloß Irmtraud ^

des XVII. sXLuii, als Generai-Quartlermc ^ Me

tode abgieng. Sein söhn wurde ihm.PhAcs'seinem gestehte, als Rittmeister erschom^ drey ss^'an. 1708- gelebet, und seinen stflchw Adel,pflantzet. ^umbracht, vom Rheinttchr '

Irmtraut, siehe Erntraut. ^rter vs".A >Ä ^

Irnerius, ein berühmter Rechtsgrl^war seiner geburt nach ein Teutscher , " E

ein Mayländer, wurde aber krofossor i ELs

nun wol anfangs die Phiiosoph r leh ^diesem auf der Mathildis beseht an,