Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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430
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ihrem zweck. Aber dieser neue König, welcher bey den obge-meldten böswichten gleichsam aufer'zogen worden , oder we-nigstens ihre böse art an sich genommen, beende sich glerchanfangs so unwissend in der regierungs - knnst , und begiengfolglich bald solche den Unterthanen unerträgliche fehler, daßsie seiner so geschwind als obgedachter zweyer Prmtzen überdrüs-sig wurden. Er wurde deshalben von den Grossen des landesabgesetzet, und seine qemahlm die Königin sich von ihm zuscheiden gezwungen. Der abgesetzte Soliman soll, da er sichin diesem Unglück gesehen, an seinen groß - oheim den Malek-ai - Adel, König in Egypten, geschrieben haben, um einigehülsse wider seine rebellische Unterthanen von ihm zu erhalten.Dieser unverwandte konnte aber aus dem briefe, den Solimanan ihn abgehen lassen, bald sehen, wer er war, dann derselbefieng also an: Von dem Röntge Soliman, und im nah-men GOttes rc. Es ärgerte den frommen Egyptischen Königbald, da er in acht genommen, daß Soliman seinen titul vorden nahmen GOttes setzete, und nahm sich deswegen wederseiner perfon noch seines begehrens an. , biblisch.

Orient.

* Ismailow, ein schönes lust-schloß in Rußland, z. Meilenvon der Haupt-stadt Moscau, allwo sich des gewesenen CzaarsIvan Alexiewitz hinterlassene Wittwe Prvstovia auf ihrem leib-gedinge aufgehalten, und an. 172;. verstorben ist. Wovon viel-leicht die adeliche familie, welche von sehr langen zeiten her inMoskau bekannt, und den Fürsten gleich gehalten ist, herstammt.Von Slrahlenbergs nord- und östlicher theil von Europa undAsia, XII. p. ;c>4. Aus dieser stunde an. 17)4. Lew als Rut-scher General - Major in Polen.

* Ismenias, ein Thebaner, wurde von seiner Republick als

Gesandter an den Persischen Hof geschickt; weil man ihm nunsägte, daß er nicht anders vor den König selbst gelassen werdenkonnte, als wann er ihn anbätete, er aber dieses vor einenGriechen zu schimpflich achtete, erfand er die iist, daß, da erin den saal vor den König trat, er heimlich seinen ring auf dieerde warf, und darauf sich niederbückte, denselben wieder auf-zuheben , welches der Persische König vor die erforderte gewöhn-liche ehren - bezeigung ansähe, und ihm alles zugestund, waser verlangte» 1^°^. 1.21. , m.

y. , kelop. p. 280. flrtsxerx. p. 1022. K-

««/. XIV. p. ;oi. XV. x. ;8r. Licka,.

Jsny, lat. Iln», eine Schwäbische Reichs - stadt im Algöwgelegen. Einige wollen den nahmen von eisen, weil sie nachdem Algöwischen dialect Eisni genennet wird, und ein roß-ei-sen im wapen führet, andere von der Egyptischen göttin Isis,welche selbiger enden ehemals verehret worden seyn soll, diemeisten und verständigsten aber von dem nächst bey der stadt ent-springenden und hart vorbey fließenden wasser, die Mn-achgenannt, herleiten. Das alterthum belangend hat sie solchesgemein mit andern benachbarten städten, welche ihren Ursprungvon den Römern und derselben lagern haben, wie die daselbstehemals gefundene steine , müntzen, und andere Römischemerckmahle beweisen. Um das jähr 1090. soll Manegvldus,Graf von Beringen, das kloster orä. 8 . keneä. daselbst gestiftethaben, mit welchem aber bald darauf die stadt in grosse zwi-tzigkeiten und krieg gerathen, bis selbige an. 1219. durch dirTruchsessen von Waldburg und Kordorff, welche damals dieHerrschafft Grauchburg, worinn Jsny gelegen, lehns - weisevon den Grafen von Beringen und Nellenburg besessen, dahingetheidiget worden, daß das Gvttshaus kein guth oder erbe inder stadt gewinnen und haben, und wann demselben eines durchGOtt gegeben wurde, selbiges in jahrsfrist wiederum zu ver-kauffen schuldig seyn solle. In welch und andern rechten undfteyheiten mehr die stadt Jsny hernach durch Kayser Rudol-phum, Aldertum und Heinrich ausdrücklich auf die stadt Lin-dau befreyet worden ist. Nachdem haben die Grafen von Be-ringen die stadt und Herrschafft Trauchburg samt der Kasten-Vogtey über das kloster dem Truchsessen Johannes von Wald-burg um 190. marck silbcrS, dessen enckel aber Otto Truchseßvon Waldburg an. i; 6 ;. der stadt ihre freyheit um 9000. pfundguter Heller verkauffet; wie sie dann auch in eben selbigem jäh-re vom Kayser Carolo IV. unter die freyen Reichs - städte, undin des heiligen Römischen Reichs schütz und schirm dergestaltaufgenommen worden, daß sie alljährlich auf Martini ioc>.pfund Heller entrichten und bezahlen sollte, welche Reichs-steurenanfänglich von Kayser Sigismundo an die von Haimenhoffen,nachgehends aber von Kayser Maximiliano I. der stadt sechstenvon neuem eingesetzt und verpfändet worden. Es soll dieses ehe-mals ein schöner ort gewesen, und deshalben klein Augspurggenannt, durch die viele feuers - brunste aber sehr verderbet wor-den seyn, weil an. 1284. die gantze stadt, an. 1401. wiederumdie helfte, an. 16z 1. drey viertel, und erst an. 1721. in zweymalauf einander ein schöner theil der stadt verbrunnen. Vor diesemhatte sie einen grossen leinwand-handel, und starcke weberfchafft,welche sich öfters wider den Magistrat empöret, bis an. 1598.die fache aus dem gründe verglichen wurde. Sonsten ist derRath, welcher aus 19. Personen, als 2. Bürgermeistern, 2.Stadt-Ammann und 1?. andern Raths - freunden bestehet,und die gantze bürgersthafft, von zeit der Reformation an undnoch pur Evangelisch gewesen; und hat das heilsame Reforma-tions - wem allda ins besondere befördern helffen, der berühmtePaul Fagius, welcher dahin an. 1527. zum kroeceptme der La-

temischen schule und an. 1^7. zum Pfarrernebst dem Peter Büffler desRaths daselbst, einem SL Als»der Gelehrten, welcher deshalben auch den Amvroi'rum von Cvstantz dahin beruffen, und aufstme »k A r>esbräische buchdruckerey aufgerichtet, darin» nm v ^

Leviw, eines Teutschen und gelehrten Judens, vendig kommen lassen, viel Hebräische buche» 8den, die sich sämtlich noch auf der kirchen - duM" „finden. Jsny ist auch eine von den 4. mahl-nAMivMKayserlichen Land - Gerichts in Ober - undwelches alle monat daselbst abgehalten wird. . A worde?'aus löblicher stadt Jsny Cantzley also eingeschickt'mehrerer und ausjuhrlicherer bericht ist zu sihbp" ^ckroiüc. 8uev. loposr-lpd. s-s'^

vit, Imx. Europ. Herold , k. I. p. 761.

Reichs - Archivs. , cle monslt. 6erl».^

läcr. ßeogk. Lucä Grafen - saal rc. Ekivstp-

Isocrates, ein berühmter Griechischer8- jähre nach erbauung der stadt Rom zu Ach»" MEM»

; i«. layrc nach eroauung ver ,ravr ycom zuLysimachus kr^cor daselbst war. Sein satter ha' ruE/sicalischen instrumenten, sonderlich flöten, die hMleibeigenein grosseranzahl verfertigen liesse/ "''g,hnviel erworben, daher er ein ziemliches aufsem»" I antE ^Seine lehrmeister waren Prodicus, Gorgracher aber an gelehrsamkeit und beredtsamkeit datowar anfänglich gesonnen, einen öffentlichen Rch"baes -hm aber hierzu an hertzhafftigkeit sowMstarcke» stunm mangelte, wendete er allen stm»" W Kdaß er andere unterrichtete. Er liesse sichs dabch ' v,jo>k)zahlen , wollte von keinem lehrjüngerclrLLkm-,8 nehmen , so nach unserer müntze fall /,, ^

oder fünf ortsthaler äusmachen. ' Er pflegte n>l>U sfordere nur taufend ärsckmsb, wo aber jenia«», so >hertzhafftigkeit zu reden und eine starcke helle sttw , kseinen lehrjüngern die Rede-kunst , beydrmgMy^Fer bereit zehen tausend ärgcdmgs zu geben. liE^iEdurch diese gute bezahlung, von welcher »»"'Ä,ren ^V.chen, was auch immer einige verwenden >

reich; dahero ihm die Athenienser, wie seh» »»^der sperrete, die last auflegten, eine galeereauszurüsten ; als wozu man in schweren kr »8 ein» IM,burger anzuhalten pflegte. Im übrigenliebe vor sein vatterland , daß er nach empsaE vor>,.,-E ,der Niederlage, so die Athenienser bey Cha»fM" schllw^ lpcedonischen Könige Philipps erlitten, alsobawsich zu tobe zu hungern ; dahemr auch A L Ao»Fnach, eben als man die bey Charonea erWag ,

lich begrübe, verschieden ist. Doch war er ^schickoder nach andern gar iao. jähr alt. Er vm ^ ,

riones hinterlassen, von welchen aber nur sii.Handen sind. vitL Orator. I»

Isola, lat. Le5u!um, eine kleine stadl meapolis, nebst einem Bischvffthum,

Cal-Aoff!"

Neapolis

St. Severino gehörig.

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Isola, lat. LIiewm, eine stadt in eiu»Trieste, auf einer kleinen inful, welche vdas veste land gehangen wird. Mgh'ÄÄ

Jsola, eine kleine stadt in der GraW"ll »

Hertzogthum Mayland, welche der fluß ssE»und daher den nahmen einer inful bekonuul.ten am fluß Anza liegt ein städtgen gleiches

Jsola äellL Scala , ein artiges »nb ^

zwischen der kolls cki St. Andrea und dem Peroin dem gebiethe der Venetianischen landiw AB8c3li§eri, oder die berühmten Herren a , ...

ehemals qebauet, und in dem sominer l'^, x. ipflegen. Schauplatz des kriegs in

Jsola äel krencipe, siehe Antigonra.

Isola, (Franciscus äell') hat A^a beka^ vllAschafften an verschiedenen Höfen m?"ch^aystÄAkl>M'Er war von Befancon, und begab sich'" ^ M'tdas jähr 16^9. Von dieser zelt an sucht»fer das Kayserliche interesse zu befördern,was nur einiger Massen zu errichtung d> > als 'L§«^konnte. Er war nicht mehr als tSWenEZev' M

Kayser Ferdinando III. die stelle ancE ^ hi-c F' jSzu bekleiden aufgetragen wurde. Er wuM „„cher geschicklichkeit aufzuführen, daß rrwn h,ese s»

Hof für nöthig befand , ihm noch -f'z^crsÄ' jKivlc »überlassen. An. 166;. war er G Zch 'ol

Hofe des Königs Philipp! IV. m SpaMA^ k»' Fmit dem munde das Oesterreichifchethat er es auch mit seiner geschickten feoe^^r, ' ^ e"joI

andern genügsames zeugnis geben s"^^ hera''^AEdem titul: Louclier ä'Lrm 60 Zulll FM/erUnsinn -n dieieniae ^

darinn er alle diejenige prTtLichsnss' Iz'steilS'Hnnem buche unter dem titul:

äe ls Nonarckie ä"stsp3gne 3N- I^°7- grosse »

sehr gründlich widerlegt, auch dabey