Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
Seite
438
JPEG-Download
 

4)8 j u d

Iud, Iuda (Leo) eines Elsaßischen Priesters söhn, geboh-ren an. 1482. Er stndirte erstlich zu Schlettstadt, hernach zuBasel,atlwo er Zwinglti mit-lehrjünger ward, und mit ihm ver-traute freundschafft hielte. Er ward erstlich Pfarrer zu St.Pilt im Elsaß, ferner Diaconus zu St. Theodor im Elsaß, undvon bar hegab er sich zu Zwinglio nach Einsiedlen, an dessenstelle er auch an. 1^9. daselbst Prediger wurde. An. 1522.ward er Pfarrer zu St. Peter in Zürich, half dem Zwingliogetreulich und eiferig reformiren, sollte auch nach dessen tobesein 8 uccsllor werden, welches er aber mit gutem glimpf vonsich ablehnte, als es ihm von dem dasigen Magistrat angetra-gen ward. Er hatte viele von Zwinglti schriften ins Teutschund Latein vertirt, bekam auch neben Bullingero in dem be-kannten streit vom H. Abendmahl vieles zu thun. Sonstenwar er ein guter Msologus, mit einem fertigen geist und west-lichen m-licio begäbet, auch kurtz gefaßt, wo es um eine predigtzu thun war. Unter andern schriften, so er verfertiget, befindet'sich der grosse und kleine Züricher Catechlfmus; die H. Bi-bel ins Teutsch und Latein wohl übersetzt rc. Hottingers Helv.kirchen-geschtcht. Vir-L Isieol.

histor. critic. V. T. lilr. II. c. 2l. *

Iuda, der Patriarch, war Jacobs 4ter söhn, von der Lea.Er heurathete des Suha eines Cananiters tochler von Odol-!am, und meynet Torniellus, daß er damals nur iz. jähr altgewesen, wiewol dieses nicht von allen angenommen wird. Alsseine brüder den Joseph umbringen wollten, rieth er ihnen, sol-chen den vorbey ziehenden Ifmaelitern zu verkauffen. Nach die-sem versprach er seinem valter Jacob den Benjamin aus Egy-pten wieder zu liefern, und erbot sich bey Joseph, vor denselbi-gen knecht zu styn. Als Jacob feine kinder aufdem rod-bethesegnete, verkündigte er, daß der Meßias aus dem stamm Iudakommen würde. Er hätte;. söhne, Ger, Onan und Sela, undvon feiner schnür Thamar, welcher er unwissend beygewohnet,Perez und Serah. XXXVIII.

/-eräeZZ»'«,, bist. katriarcli.

Judäa, siehe Iudea.

Judah, siehe Iud.

Judah, ein gewisser Rabbi, welchen die Jüdenxlallllaclolch, das ist, unsern heiligen Meister nennen. Er lebteunter dem Kayser Antonino, dessen freund und lehrmeister er,wie einige vorgeben, soll gewesen seyn. Seine landes-leuthe ge-ben ihm den titul eines Fürsten, und erheben den rühm seinergeschicklichkeit, Heiligkeit, wie auch dessen grosses ansehen überdie Massen. Er ists, welcher die alte unter den Jüden herumgegangene traclitiones von allen feiten her zusammen gelesen ,und daraus die sogenannte Jüdische Mischn« verfertiget hat.Die Jüden dörfen dieses schmier-werck wol der H. Schrift andie feite setzen, und die darinn enthaltene tr-Miriones von GOttselbst durch Molen und die Propheten herleiten. Aber nebendem, daß sich diese vorwendende rriMmones oder sag-mahrendurch ihre eigene adsurdität von sechsten widerlegen, und alsodas zeugnis und beweis von einem gantz andern Ursprung mitsich führen; so kan auch jeder vernünftiger leicht urtheilen, wiewenig man einer solchen lehre sicher seyn könne, welche etlichelauseüd fahr ohne schriften nur von mund aus unter den leu-then soll herum gegangen seyn , und nach so vielen vorgegan-genen zerstreuungen, und beschehenen abfallen und Verderbnisssen des Jüdischen volcks in schriften verfasset worden. Er waranbey ein sehr reicher mann. , p. 160. 8clislcyelsr

slgjchabsla p. )2. bibl. ksbbin. lnagna psg. 78.

imrocluök. ?.ä öiltor. xkiloll Lbr. x. 9 ;. legg.kistor. critic. V. 1. *

Iuda Lhiug, von Fez, ein Rabbi, so vor den gelehrtestenerammaticum unter den Jüden gehalten wird, als welche ihnauch insgemein den Fürsten der Lrammaticorum nennen. Weiler indem XI. Lculo gelebet, so hat dieses ihrer viel, sonderlichauch den ?. Morinum, welchen Voßius darinnen folgte, aufdie gedancken gebracht, daß die grammatikalische disciplin nichteher under den Jüden aufgekommen. Allein Morinus hatsich genöthiget befunden, diese meynung in feinem letzten buchezu ändern, und Simon citiret viel Orommsricos, die noch vordiesem Rabbi gelebt haben. Er hat alle feine wercke in Arabi-scher spräche geschrieben, und unter andern auch ein herrlichWörter-buch, welches von denen, die es wollen gesehen haben,gelobet wird. bikl. Kitbb. M3ZN. ?. III. xag. 42.

kill. critic. V. 1 -

Iudas Jscharioth, Simonis söhn, und ein Apostel JEfu^ Christi. Sein geitz erhellet sonderlich daraus, daß, als Mariaden HErrn JEsum mit narden gesalbet hatte, er solches miß-billigte, weil man seinem vorgeben nach, aus diesem Wasser vielgeld lösen, und es den armen geben können; auf welchen faller, der den seckel hatte, solches gehofft unter die Hände zukriegen. Er wurde auch von dem laster des geitzes angetrieben,daß er mit den Jüden handelte, den Sohn GOttes in ihre Hän-de zu liefern, und bekam zu dem ende von den Hohenpriesternzo. silberlinge. Er befand sich mit bey dem letzten Abendmahldes HErrn, welches er mit seinen Jüngern hielte. Nach die-sem verrieth er seinen Meister durch einen kuß, und machte,baß er von den Jüden gefangen wurde. Nachdem er aber sei-ne grosse übelthat erkannte, brachte er den Hohenpriestern dasgeld wieder, erhieng sich aus Verzweifelung selbst, und weil er,

^ ^ ^ schick^

wie man dafür hält, von dem stricke, daran er 'hatte, losgerissen war, fiel er auf die erde, da»' s per" §de aus dem leibe gieng; wiewol dieses letztere ,z>

schüktung des emgeweids, davon die Dchrift auw ^,7. ^einigen gemuthmasset wird. ^

cls xernicis L casu ßuclX. /'errsssr« > ,

-sua-e- *

Iudas, ein Apostel des HErrn, wird auch, loU pck ^und Lebbäus genennet, und war ein bruder Jaw ^nern, daher er gleichfalls unter die anverwanvu ^ze>zehlel wird. Die Apostel und Evangelisten lyni' t'Msonderliche unterscheidungs-zeichen hinzu, wenn >>

Iuda reden , damit man ihn mit Iuda dem v ^ crconfundiren möge. Hieronymus meldet von ^

Thoma an Abgarum, den König zuEdessa,

Er soll auch das Evangelium in Arabien, Syrien. „sichtamicn verkündigt haben , und zu Edeffa einesverstorben seyn. Wiewol andere melden, daße>^sesum-ändere aber, daß er in Persien getödtet worden. ^ vEwiß, daß er einer von den Aposteln gewesen, >thet haben. Er hat auch eine Epistel gestd^M sMunter den canonischen büchern mit befindet, uiw ^ j,idem tobe der meisten Apostel verfertigt haben, i»

III. VI. ./«!-. XlV.

Älsrtk. X. L«/e-r«,, lib. III. c. 2. , auvg

vitÄ^uäke. ,iä,

Iudas Maccabäus, der dritte söhn MathA^äer- .^sterö von Jerusalem, aus dem gefchlechte dersuccedrrte im lahre der stadt Rom 587. stlneu>ihn wegen seiner rapferkeit und eifers vor das b hM.seinen andern kindern vorgezogen hatte. Ps.,

brüder verjagte er die feinde, ließ die Jüden, !!, ^,

fahren gefetze unter dem Anttocho übertretengen, und reinigte Jndäam von allen HeydmWv ^ ^Apollonius, der Hauptmann zu Samarien, den useiner waffen erfuhr, zog er mit seiner armer M Fdas Maccabäus schlug ihn aber, und tödteugrossen anzahl der feinigen. Er gewann auw .nahm des Apvllonii schwerdt, welches erführte. Seron, der Hauptmann in Syria, d»' sich WEsen Haussen wider JudamMaccabäumzog,"' Als^iLrächen wollte, wurde von ihm auch geWagem Mp v Mtiochus hörte, ergrimmete er sehr, und schickte pevgrossen armee in Judäam, welches bey denen, ' pfekte(,pEda waren, grosse forchl erweckte. Allein stA V, sie Ete den feinigen einen starcken muth, und nachv" ^ fein ^ peine fasten zur schlacht geschickt hatten, wueven^he, ,^ 'ihnen in die flucht geschlagen. Da aber A wäre" ^ Lseinlgen geflohen, und die Juden unerschrocken.

klnav >ia^> AnU«^lii>n. -in „,»-ä i->,-as - 00^^ si<>^

hinav nach Antiochien, ein neues knegs -den aufzubringen; mittlerweile zog Juda—gx y.-.-,, -salem, und reinigte das heiligthum wieder- - z. M ^selbst mit den feinigen das fest des neuen au«^.opserte darauf brand-und danck-opfer.ste thurme und mauren an das heiligthuM' f ^

den nicht mehr einnehmen konnten. H ^jchendie feinde seines vatterlandes in unterfch'rd'^^s ve Aund that ihnen grossen abbruch. Als AM»^daß seine Generale durch die Jüden aE.ff ih>'ch.,per>>lFer den schluß, wider sie zu ziehen und fi.Es, lÄcch'Ä,Aber er kam nicht zum zweck seines vorhabe''eines elenden lodes. Judas, siegte auchAlcimnm und Nicanorem, machte em nelegÄ iiss^ßmern, und nachdem er bey unterschiedlichen» B ,proben seiner tapferkeit abgelegt hatte, wiiroeschlacht um das leben gebracht, welche A . § ge,^ Awieder ein mächtiges kriegs-heer hielte- ^ perjßjähr der welt 179;. oder ;7y4. und Lss' liessen; 9; - Simon und Jonathas, seine bruder,nam nach Modin bringen, woselbst er w» ^sv^.sein vätterliches begräbnis beygesetzt würd b"

weinte ihn viel tage lang. i. L 2. v>

üb. XII. ?

snclüricl. bibl. x>. 401. segg

cnciitriu. 0101. p. 401.

Iudas von Gamala, ersuchte durch " hrein ,iaers Zadock das volck, sich in Judäa zu ,s, !

ein Haupt unter einer gewissen secte bey d Zyre'ü, ^ ^

darzu gelegenheit von der schatzung, ^

^ ; Kaystrs Aus „,chts

Pfleger in Syrien, auf des

Dünn Judas sagte: diese fthatzungpjenstL js' ^eine öffentliche erklärung, daß^ngn e ^^^ . r ^gen wollte. Seine secte, wie JosepM L,, a>E „ocstücken mit der secte der Pharisaer udcrcl ^ wa sö. FHäupten wollten: GOtt wäre es allein/e> piMHerrn und König erkennen sollte. ^jflen "liebe zu der freyheit, daß ste um siu-l- .„M

Marter ausstunden, , »»ug

^ * Iudas Lius, ein Rabbine und soh» dck ^

war von Franckfurt, und stard an. l2'7 da 0 h^a^F'schrieben, welches er 8ckir »mellucl,der Einheit GOttes nennet, worinn