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von den andern in einigen religions-gebräuchen oder ceremo-nien unterschieden, und haben ihre sonderbaren begräbnisse.Diese werden hauffen-weise in den meisten Türckischen stadtengefunden, und sonderlich an den grossen hanbels-ortern, als zuSmyrna, Aleppo, Groß-Cairo, Thessalonich , rc. Sie sindmehrentheils Wechsler, Wucherer, zöllner oder gleits-leuthe,mäckler, apothecker, ärtzte und dollmetscher. Sie können ei-nem von allen waaren, so in einer stadt anzutreffen, Nachrichtgeben, und deren güte und preis gantz eigentlich benennen.Die andern Morgenländischen volcker, als die Griechen undArmenianev , können sich hierein nicht so wohl schicken, wes-wegen sie sich dann hierinnen der Iüden bedienen müssen. Manfindet einige örter in der Turckey, da sie die einwohner nichtleiden wollen, ohngeachtet der Groß-Sultan ihnen in allen ge-genden seiner Herrschafft zu wohnen erlaubet. Die Ursachedieses Hasses ist die unerhörte gransamkeit, die sie an ihrenschuldnern und sclaven ausüben sollen. Die Türcken undMorgenländischen Christen erschien insgemein von ihnen, daßsie alle Char-sreytage, um ihren abscheu vor der Christlichenreligion an den tag zu legen, einen Christlichen sclaven ermor-den, jedoch so, daß sie dieses sehr geheim hielten, nachdem sieunterschiedliche mal wegen dergleichen abscheulicher that nach-drücklich gestraft worden. In Occident sind dergleichen Mord-thaten beydes an jungen kindern und alten leuthen verübt,mehrmal den Iüden erwiesen worden; wie dann auchverschiedene ärgerliche lehren dahin gehen, welche von etlichenihrer Lehrer getrieben werden; wiewol darum weder geschloj-sen werden kan, noch sonsten glaublich ist, daß dergleichen all-jährlich geschehen sollte. Der ermordung derer ihres eigenenvolcks sowol erwachsenen als noch jungen linder, welche ei-nige liebe zur Christlichen religion an sich mercken lassen, sindnoch mehr exempel vorhanden, als von der vorgemeldtengattung. In Spanien wurden die Iüden zu Ferdinandi La-tllolici zelten vertrieben, welches unter König Emanuelis re-gierung auch in Portugall geschahe. Aber in Italien, Deutsch-land, Holland, und zumal in Polen und Böhmen werden sie ge-duldet, ihnen auch ihre synagogen verstattet. Franckreich leidetsie zu Metz, als in einer ererst im XVI. sxc. eroberten stadt; wieauch der Papst in seiner Grafschafft Venaifiin, und zu Avignon.
ßuä. IVloses L llsron. /e tkea-
trs äs 'Vür^uie. K»ra». lull. Lrirics Vet. lelk. in 8.
kortslit. stäei lib. III. lib. IV. L«»ä» Jüdische
Heiligthümmer. kill. äes siuilV. Eisenmengers ent-
decktes Iüdenthum, k. II. c. *
* Iudenbach, ein bekanntes dorf im Hennebergischen , einemeile von Neustadt an der Krempe, gehört ins FürstenthumCoburg, und werden daselbst die reisenden, welche durch denThüringer-wald reuten wollen, mit frischen Pferden versehen.Zeillers Reichs-geogr. VIII. x. ;8s-
Iudex, (Matthäus) einer der vornehmsten scribenten vonden Lenwrüs ML8äeKurgensibu8. Er war den 22. sept. an.1528. zu Dippoltswalde in Meisten gebohren, und hatte vonjugend auf lust zum studiren, wannenhero ihn sein vatter nachDreßden in die schule schickte. Er blieb aber nicht lange da-selbst, sondern begab sich nach Wittenberg, und von dar nachMagdeburg. Er war in einem schlechten zustande, als er da-hin kam, und gantz entblößet vom gelde, jedoch gieng er vorden thüren singen herum , und brachte sich dadurch hin. Weilman aber an ihm anmerckte, daß er einen guten köpf hatte,nahm ihn ein Advocat zu seinem knecepwr an , und schickteihn an. 1546. nebst seinem söhne nach Wittenberg. Er legtesich anfänglich auf die Rechte, änderte sich aber nachmals, undwurde an. i?4y. Miller , kehrte auch bald darauf wiederzurück nach Magdeburg, woselbst er anfänglich LonreNor, undhernach Prediger zu St. Ulrich wurde. In dieser stelle blieber bis an. i;;y. in welchem jähre man ihn zum krokellorIKeologiD nach Jena berief. Er wohnte an. I?6o. dem Lol-loguio zu Weimar, zwischen Flacio und Strigelio, bey. In-dem er aber dem Strigelio nicht beypflichten wollte, wurdeer nebst dem Flacio und Wigando zu ansang des oct. an.1561. abgesetzt, da er sich zwar noch ein halbes jähr zu Jenaaufhielt, und von dar nach Magdeburg gieng; allein weilihn der Magistrat daselbst auch nicht dulden wollte, muste ermitten im Winter sich nach Wismar wenden. Von dar gienger nach Rostock, um einer Promotion beyzuwohnen, starb aberdaselbst den 15. nray an. i;64. Er war in der Astrologiewohl erfahren, hat auch verschiedene nativitäten gestellet. In-sonderheit hat er an den 10. ersten Magdeburgischen centurienviel geholffen, auch an der Übersetzung der ;. ersten centurienin die Teutsche spräche grossen antheil gehabt; wie er dannein sehr fleißiger mann war. Nächst dem hat er verschiedeneschriften hinterlassen, worunter sind: LnsrrÄunnen sspillolsrumvominiLglium ; Lorpus voötrinT ex Xovo sseilamento ; äeLäiaxkoricis Loiniprelis; cle Viälormi 8trigelü vselLi-stionsAc. kill. ecel. p. 770. nomenelrrtor krokels.
ßsnerck. vid. krokess. ßenens. tkestr. LKoxssr
oratio äs vim Alsttksei chiäiLis. intwäuck. aä kill.
eccl. snimLävers. xkil. killor. k. VI. x. 71.
Iudia < die Haupt-stadt in dem Königreiche Siam, liegtan einem der schönsten flüsse in gantz Orient, so, daß die gra-sten schiffe im Hafen daselbst ihre waaren ausladen können.Ungeachtet sie drey Teutsche melken in ihrem umfange hat/
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so ist sie doch rings herum mit besten maurtt» bcklv M,und hat runde thürne an statt der basteyen naw Michnier; die strafen sind lang und geraume, unv .^.7,,um die stadt herum lauft, ist 2. musqueten-sthmst . IydlvVKönigliche pallast übertrift an pracht alle andereund ist starck bevestigct. An. 1648. versähe diesenig mit ;2ooo. mann wider den König vonLvoo. praus oder kühnen, äest-r. InaiL. AjviÄ.,
Judith , eine Jüdische wittwe von dem „ hjeß A,und eine tochter Merari, des sohns Uz. Ihrnasses, starb aber in der gersten-erndte in der ^„rpe.^und Judith war noch sehr jung, als er ihr entE" jOt" §war sehr schön und reich, dabey aber hatte ^
ein gut gerächte, daß sie GOtt fürchtete, und tonübel von ihr reden. Als nun Holofernes, ßch ^>,1mann von Assyrien, die stadt Bethulra, darmnaufhielt, belagerte, merckte er, daß ausserhalb 7° ^ die > Amittag ein brunnen war, welcher durch roy«'geleitet wurde, da ließ er diese röhren abhauen / Edie belagerten desto eher zur Übergabe zu brE ^ F ^t-n llcki miä, g-knn . Ikläu-a ri, thut!E.n»-
ten sich auch schon resolmrt, solches zu thunschmückte sich aufs herrlichste, gieng aus der 7in das feindliche lager. Holofernes ward M .heit gegen sie entzündet, nahm sie niit freu s» e' ,,fahl, daß man sie nach ihrem verlangen,sollte gehen lassen, ihr gebäl zu GOtt zu thun-.7,M ^
.. .er Ä>.'L
> GOtt zu
wurde immittelst noch mehr in ihre schonhen 7, ^ ^ ^
war frolich mit ihr. Er blieb auch, nacksselU . ^
sonst getruncken hatte, mit ihr allein in der cann^^^M^^Holofernes truncken in seinem bethe lag uno> 7 ^^v(^l>>sein schwerdt, und nachdem sie ihn damit 2. ma> ^hauen, schnitte sie ihm das Haupt ab, und htA,ga r>l^V>einen sack stecken. Sie giengen beyde nach Bethuu^dts i,^kündigten den sieg, den GOtt seinem vom s.Ar./Da der tag anbrach, und in dem Assyrisch^>!>wurde, was geschehen war, erschracken dleik'gaben die flucht. Judith ward wegen ihrek Aeiudem gantzen lande Israel sehr geehret, und M - ,1^jähr alt »vorden, starb sie endlich zu Bethuu^selbst bey ihrem manne begraben. Der tag F
ges, welchen sie davon trugen , wurde bey MeE >ein grosses fest gehalten und hoch gefeyert. ^len darüber gestritten wird, ob es vor ewenur vor ein geticht zu halten sey. Fur de^^h^ .wird sonderlich angezogen, daß die rngeschichte nicht allein von keinem andern Esrühret oder bekräffliget wird, sondern ga^nnwol die unstreitige dücher der heil. SclMtschicht-bücher erzehten, auf keine weise verg'" 7 jx,E^ine; baß auch sonst einige falschheiten und" der Iß«darinn anzutreffen, und insonderheit ,
(welche sich gleichwol mit lügen, mcineyd, u"v ^ zu's E,lichen nahmens und deS gebäts, mit Mein sliebe und solchem todtschlag, der unter dein 1 ^,^11 F ^,schafft, das ist, meuchelmörderischer we'ff ^ bu<K^^Uschwerlich muste versündiget haben) mgar ungemein rühmliche that, und an ,;s.
vorgestellet und erhoben wird. /«etrei, Vll. e l,ie"
prsek. iri likr. luäitk. ver
ras»,,. enckirlä. bibl.
toire äs ßuäied. * peri^" xt ,,
Judith, eine schöne, galante, gLA/? haustherrschsüchtige Dame aus dem WelWe»'s seinesser Ludwig dem frommen, nach abstcrv« sie an^smahlin Ermcngard, an. 819- vermahlet,zu Franckfurt einen söhn, Carl, dem'"L^beYnahmen Lalvus beygelegt, gebahr. Oie schieltden jähren vor diesen ihren söhn , und r ^vatter Alemannien und Rhätien, woM' ftjchen'ch,,L^,Lotharius, Ludewig und Pipinns schleus ^
che sich daher mit den Grösten des Re>m^ M^verbanden, und die Kayserin noch bWgouagangs mit Bernhard, Grafen von Bar«» ^lou! ^ c
Kayser wider die söhne zuni G^udiateu- .,^e»mernrio ssexni gemacht hatte, beschulb. ^ s^Pjpl^ihlEbrach an. 8 zo. aus, da der Kayftr, d« l« . aber 7zog, seine gemahlin nach Laon v/rsMbch z>E jft A Amachtigte sich ihrer daselbst, hielt sie und , A ssgemahl zum Monchs-stande zu bereden -selbst nach Poitiers ins kloster derhech^ ,gres sso lange als Nonne aushalten muste-chen das solgende jähr nach dem N . fodertübesser liefen, der sie daranfwiedcr zu sta^ sie
nicht eher in sein ehe-bethe aufnahm /.^s eiE ss
gorio und andern Bischöffen rhres gelU ch^tinge
auch sich selbst wegen der harten ber^^ck dm^E L
eydes geremrget hatte. An. 8^ «tstandenA^,,st ^ v-neues ungluck, indem er bey neue'ttn 7^0^ner söhne , im Elsaß in dem AÄ
schen Basel und Straßburg von st' KaEÄtouAlassen wurde; dazumal kam ß
Hände ihres stief-sohns LotharU, der l>e^ ^ype
ländischen ins gefängnis verwies.