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Vierdter Theil. He - Mc.
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Jugurtha, ein König in Nnmidien, der Römer feind,war des Masimffa enckel von dem Manastabal, welchen er miteiner cvncubine erzeuget hatte. Er wurde an seines vetternMicipsä Hofe erzogen , der ihn zwar anfangs sehr lieb hatte,«der auch bald, wegen der bey ihm verspürenden fahigkett zusörchten, und sonderlich für feine söhne gefährlich zu achtenanfieng. Aus dieser Ursache schickte er ihn mit den hulfs-troup-pen, welche er den Römern zum Numantinischen kriege gab/ inHoffnung / sein muth wurde ihn allda bald aufreiben. Alsüber diese Hoffnung fehl schlug / und Jugurtha zwar vor Nu-mantia grosse ehre einlegte / und von Scipione / so allda cvm-mandirte/ gar »»gemeine zeuanisse seiner tapferkeit davon trug,aber dennoch frisch und unbeschädigt nach Hause kam; än-derte Micipsa sein vorhaben, und weil ers einmal nicht überdas hertze bringen konnte, solchem wegen einer ungewissen qe-fahr heimlich oder öffentlich das leben nehmen zu lassen ; wollteer nun suchen, denselben durch gutthaten dergestalt zu gewinnen,daß sein Haus vielmehr eine stütze an ihm haben möchte.Er nahmihn deswegen an kindes-statt an,setzte denselben auch im testament«eben seinen zweyen söhnen Adherbal und Hiempsal zum erbenein, und befahl ihm diese bestermassen vor seinem ende.Allein, wie viel auch Jugurtha versprach, so war er dochfinnes, das wenigste zu halten. Zwar ward ihm anfangs eini-ger anlas zur seindschafft vom Hiempsal gegeben, der sich aufalle weise mißvergnügt wegen der vätterlichen Verordnung infavor des Jugurthä erzeigte, und diesem solches bey allen ge-legenheiten nicht ohne vorwurf dessen unehrlicher geburt zuverstehen gab. Jener nun eben sowol von ehrgeitz als Macht-gier brennend, säumte sich nicht , und wußte seine fache sowohl anzustellen, daß Hiempsal, ehe er sich einiges aufsatzesbesorgte, überfallen und ermordet ward. Wie nun Adherbalhieraus bald schlösse, was auch er zu gcwarten hätte, kam eszum kriege zwischen ihm und Jugurtha, worinn dieser letztere,als der sich schon vor langem heimlich dazu gerüstet , undsonderlich die besten kriegs-leuthe des landes an sich gehängethatte, gleich im ersten treffen einen völligen sieg erhielte. Ad-herbal flöhe nach Rom , und bat um hülffe. Allein als Ju-gurthä Gesandten brav geld unter die Römischen Nathsherren«usfliegen liessen, ward jenem der tod Hiempsalis bald ver-ziehen , und im übrigen ro. Deputirte in Numidicn geschickt,das Reich zwischen ihm, und dem Adherbal zu theilen. Dieseliessen sich ebenfalls qrösten theils bestechen, und erkanntenhierauf dem Jugurthä dasjenige stück von Numidien zu, wel-ches an Mauritanien grentzet, und wegen kriegerischer art dereinwohner, ihn, wo er von neuem krieg wider Adherbalemanzufangen, und denselben gantz aus dem wege zu räumen imsinne hatte, am meisten bewafnen und verstärcken konnte. In derthat säumte sich derselbe nicht, und liesse seine kriegs-leuthe inAdherbalis land beute machen, der Hoffnung, selbiger würdesogleich mit heeres-krafft ausziehen, und also dem kriege selbsteinen ansang geben. Da aber dieser sich stille hielt, und sichentschloß, weil er doch an kräfften zu schwach, seine kläqdenschlechter dingen an den Römischen Rath gelangen zu lassen,welcher beyden ernstlich befohlen hatte, friede zu halten; woll-te Jugurtha in verlassung auffchie in Rom erworbene freundeendlich es wagen , für den Urheber der Händel angesehen zuwerden, wo er nur seinen nachbarn übern Haussen werffen ,und sich allein meister von beyden Reichen machen möchte. Ersiel also mit einer starcken armee dem Adherbali ins land , daßdieser sich auch wider seinen willen, wo er nicht in wenig ta-gen all sein land und leuthe verlieren wollte, mnste zur wehrstellen. Allein er ward bald geschlagen, und von feinem feindem der stadt Cirtha belagert. Da thaten zwar anfangs die sichdaselbst meistens wegen der Handlung aufhaltende Römi-sche bürger tapfern widerstand; es kamen auch zum zweytenmal Römische Gesandte an , den Jugurtham von allen feind-seligkeiten abzumahnen. Doch wiese er diese bald zurück,und die Römische bürger, welche bis dahin Cirtha vornem-lich beschützet hatten, als sie alle Hoffnung des entsatzes ver-lohren sahen , vermochten Adherbalem, daß er sich nur mitandingung eines sichern abzugs ergab. Jugurtha versprachzwar alles; hielt aber nichts. Adherbal ward unter harterPeinigung gelödtet. Und was sonst in der stadt war, auch dieRömer nicht ausgenommen, von dem Numidischen kriegs-volck niedergemacht. Diese that nun war zu grob , undwurde sonderlich das Römische volck so sehr darüber entrüstet,daß der Rath fast gezwungen, den krieg beschließen muste.Der Bürgermeister L. Calpurnius Bestia gieng schleunig miteiner armer in Africa über, und setzte anfangs dem Jugurthäscharf genug zu. Bald aber ließ er sich neben AemilioScanro, der als sein General-Lieutenant mitgezogen, abersvnsten zu Rom bis dahin in dem Räch grosse gemalt gehabt,mit gelde bestechen, und machten einen betrieglichen vergleich,da sich Jugurtha zum schein ergab, einige elephantcn, pferde, rc.an Calpurnium auslieferte; aber im übrigen in seinem sowolals in des Adherbals lande alle herrschafft, so, wie zuvor, be-hielte. Es mangelte auch im Römischen Rath nicht an solchenleuthen, welche entweder von Jugurtha durch bestechung ge-wonnen , oder svnsten an des Scauri und Calpurnii parteyhangend, das geschehene bestätigen wollten. Allein das Rö-mische volck und insonderheit dessen vorständer, die InburüLlebis, Messens endlich um ; wie man dann selbigen Irikuni8das lob geben muß, daß ihnen zu dieser zeit, da die Raths-

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Herren sich durch geschencke und factionen garliessen , die ehre und den nutzen des valterlandes 'meisten angelegen gewesen, und durch solchennur, weil der Rath sie förchten muste, viele dem^ Mschimpfliche und schädliche beginnen sind gehmde" . Mdrucket worden. Wie man nun die fache w'tL>,, Ewollte , wurde Jugurtha unter versprochenem hMnach Rom geruffen, da er vielleicht noch leldennm^ chainisse vom Römischen volck hätte erhalten ,

mit gewissen Römischen Rathsherren gemachte^ ^ Wden tag geben wollen. Allein dieser, an statt lMsuchte vielmehr seine partey durch austheilung ,

men noch mehr zu verstärcken. Und als ihmein anderer Numidier, nahmens Maßiva, M "welcher als ein würcklicher enckel des Mafimsia v ^ -dem Gulussa, bey dem Römischen Rath um da V x W ^dien anhielte; war Jugurtha noch so kühn , d"i> Mckden Bomilcar, einen feiner vornehmsten dien», M ^bringen liesse. Allein hierdurch verderbte er §

volcke vollends , daß er sich bald gemüßigetter fache davon zu ziehen; wiewol er sich noch xMÄ Fmachte, durch sein geld endlich bey den Römern ^gen; soll auch bey seinem weggehen aus Rom ^ Mwieder gegen der stadt umsähe, gesprochensey feil, und werde ihre herrschafft und fteyhenwo nur einer käme, der reich genug wäre, »m > -Mck ' PEs gerieth ihm auch in fernerer fortsetzung u ,zeit ziemlich wohl; Massen der an statt Calp"WiE «eilgesandte Römische Feldherr Sp. PosthmMchwie gemeiniglich dafür gehalten ward, auf g>e>w,.^ch -tisein vorfahr, bestechen ließ, und den krieg Dr i^,iiO,te, bis er wegen regiments-geschäfften zurück naw § w, ^da dann sem bruder Aulys Posth. Minus/ <,cdas commando übertragen, die fache noch ärge^ „„!von dem Könige, so aus list vor ihm wicheorter ziehen liesse, an welchen selbiger bessert' he,» ,und nachdem er vorher viele Römische svldmen». e ich.,der durch geld heimlich gewonnen, die A^n l flunversehens überfiel, und nachdem er sie m>csi, br> .Flager gejagt, den rest gezwungen, sich nnt»/aleickFchoder darunter durchführen zu lassen

und sodann mit schliessung eines pst A A

dien ihren abzug zu nehmen. Hierdurch h§i>» ^ ^lerung des Römischen volcks nur mehr an; m undsschlossene schimpfliche bund alsobald verworff" kKE Ewider Jugurtham Quinto Cäcilio Meteüo ch'

Durch diesen mann nahm nun des Jugurthaersten ansang. Dann neben dem, daß er.w^land und Pflicht auf keine weise zu gewmne« ^hl, Awar, so verstund er auch den krieg furtreM ^

gelte es ihm noch über diß nicht an list M ^nierfeinde durch dessen eigene kunste, abführung's ,c.besehlshaber, stiftung allerhand verräthercye>> ' ME OlONachdem er also zuvorderst die vorher» E

zucht unter der Römischen armee in Africa t

er mit der armee in Numidien, besetzte die 'Messet v"Jugurtham am flusse Muthul, wo dieserRomer an einem unbequemen orte durch " ^

gen ; verwüstete nachdem das land, iind.m'" h,etheil von des Jugurthä Unterthanen, sich -we dss^ck ^ergeben. Zwar mochte er die stadt Zaum?

^ugurtha hatte, nicht erobern, da

an sichern ort postiret, und so oft dre RoM^ge >>lager von der andern feite angriff. ALrck''n!«gurtha das gluck, eine durch Metellum ^ r

nene hochst-gesahrliche verrätherey, als w ^herlic^i^auch Bomilcar, sein vornehmster Krieg»ckelt war, zu entdecke», und den letzten Ezu-hatte sich schon zuvor zu seinen, grossen "chchAketABomilcar bereden lassen, unterm schern ^ha"M'ssckN' Mfrieden zu bewegen, selbigem alle sr >"^^-,1 Aön'ss,hckgute anzahl pferde und Waffen, beneben Mellii^^ssÄ»'läuffern auszuliefern; da indessen, ^ ^ zu /ihn zu sich rufte, um noch mehrere ^und er hingegen nach allem vorgegangenenzu erscheinen , der krieg nichts destoweniger^^,» 'chem aber Jugurtha von dieser zeit an der auch»wie vorher, gerüstet war. Es g>eng//'stMgi>nf,.E,Ualles zurück. Die stadt Vacca, so m't INgiN >scheu bey sich gehabten besatzung ^

nehmen wollen, wurde nach verfllesjulig " „ Mktcllo wieder erobert, und die bürger chg E

niedergemetzelt ; Thala , auf welchen ew

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schätze in des feindes gewalt. ^^nguzuflucht zu den Getuliern, und er a>'FÄf.j!nrgevon Mauritanien, nehmen, welche pjestslich auf seine feite brachte. Ichoch^letzt wenig helffen. Marius, welcher ordech fjb' ' J-Nachfolger in der proviutz war bestimmet ^mindern,, verwüstete das land, soL'ch/schlug Jugurtham selbst bey der stam ^ piotzlavdarauf den wichtigen platz Capsa d«