Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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solches vorn Kayser Augusts, der auch den nahmen JulruS ge-führet hat. Auf der spitze dieses berges sind zwey auf beyden sel-ten der land - straffe stehende säulen zu sehen, welche rund, undohne köpf und fußgesteüe aus einem rohen felsen, gantz grob hm,gehauen, und in die erde eingegraben sind. .Ihre hohe rstvlerschuhe, fünfzehen zoll, und der umkrers fünf schuhe, zwey zoll.Oben ist ein eingegraben loch etwas barem zu stecken, aber voneiniger eingegrabener schuft siehet man kein merckmahl, dahernicht abzusehen ist, woher einige ihre furgebende aufjchnftenhergenommen haben. Nicht weit von diesen faulen liegt der so,genannte Iulier - fee, dessen auslauf gegen Sylva xlsn» abflief-set. Im Winter ist die straffe über diesen berg unwandelbar,aber im sommer wird sie gebraucht. Es wird auch in dem Iri-nersrio Lntoirini des dorfs Stabulum heut zu tage Stallaund Bivtum, anjetzo Bevio gedacht, und sind die Römischenkrieges - völcker oft über diesen berg in Rhatien und in dasNordgöw gezogen. Es haben aber die Römischen historien-schreiber den nahmen Julti noch andern geburgen gegeben, alswie T. Livius lib. V. csp. ;4- von den Galliern meldet, sieseyen unter anführung Bellovesi durch der Tricastmer (welchevölcker um die Iftr in Savoyen gewöhnet haben ) land über dieJulischen Alpen (wäre heut zu tage der Nom Cenis) durchder Tauriner land (heut zu tage Piemont und Montserrat)eingebrochen. Wiewol einige für Julias ftlpes lesen ^uvias Ll-xsg. Ferner wird der nähme Miss älxes gegeben, demjenigengebürge, so in der Beliebiger lande zwischen Trient und Crain,von Tarvigio längst dem Piove - siuß (vor zeiten Anaxus)über Belluno und Feltri in Kärndten führet, dessen Ammian.Marcellinus lib. XXXI. gedencket. lib. X. x. 299. b.

I. I« Gcheuchzers berg-reise, wm. II. x. 8;. äe Ll-xib. pa§. 107. *

Iulin , oder Iulinum, war ehedessen eine der gröstenund berühmtesten städte in Europa, auf der Vor-Pommerischeninsul Wollin. Den nahmen soll sie von einer statue haben, dieIulio Cäsari von einigen Teutschen, die dessen tapferkeil be-wundert , aufgerichtet worden. Gewisser ist, daß sonderlich«ach dem untergange der stadt Wineta, indem derselben com-mercien sich meistens hieher gezogen, die stadt in so grosse auf-nähme gekommen, daß sie sich unterfangen dörfen, grosse krie-ge zu führen, und Suenottonem, König aus Däncmarck,wol dreymal in ihre gewalt gebracht. Da Bischofs Otto vonBamberg die stadt zum Christlichen glauben beredet, haben sichbey zwey und zwanzig tausend menschen zur taufe angegeben.Nach des Bisthoffs abzuge aber sollen sie sich wiederum zumHeydenthum gewendet haben, da es denn geschehen seyn soll,daß , als sie eben ein Heydnisch fest mit grosser Üppigkeit began-gen , feuer aus der luft gefallen, und die gantze stadt rniniret.Sie ist aber doch wieder einiges theils auferbauet worden , abernicht zu den vorigen kräfften gekommen , bis sie an. 1170. vondem Könige Waldemaro aus Dänemarck gäntzlich zerstöretworden. Auf den öden platz ist das jetzige stabilem Wollin ge-bauet worden, wiewol auch das alte Iulin diesen nahmen inden letzten zeiten schon geführet haben soll. Pommerl.

lib. II. p. 144. leg.

LXDD6LV0KIM, siehe Angers.

WIJ0L0N4 LIDDLLTIIM, siehe Dayeux.

Julis , eine stadt auf der insul Cea im Nari Lgco, ist dievatler-ftadt gewesen vieler berühmter leuthe, als des PoetenSimonidis, des Poeten Bachylidis, des Sophisten Prodici,des Ne-lici Erasistrati , und eines kbilolopbi Aristonis.Sie ist drey weilen vom meer auf einer höhe gelegen ge-wesen.

Julius, der monat, hat seine benennung von Iulio Cäsa-re. Denn als derselbe den 2z. jan. in dem 700. jähre nach er-bauung der stadt Rom, aus Spanien zurück kam, und seinentriumphirenden einzug in Rom hielt, wußte ihm der Rath kei-ne grössere ehre zu erweisen, als daß er den monat Quintilis,darinn Julius Cäsar gebohren worden , nach seinem nahmenheissen ließ. Kayser Carl der grosse nennte ihn den Heumonatweil man um diese zeit mit dem Heu-machen beschäfftiget ist.Bey den Römern war er dem schütz des Jupiters übergeben,und bey den Jüden, denen er der vierte monat in dem jährewar, muste er von einem gewissen abgott Thamuz heissen.

Oem/l. antigu.Xom. lib. IV. c. 11. in,vit. Zul. Lsck.Lsecd. VIII. 14 -

Julius l. Papst, war eines bauren söhn, wurde anfäng-lich Diaconus der Römischen Arche, und succedirte an. N7.dem Marco. Er berief darauf ein Loncilium von hundertund sechzehen Bisthöffen , »in sich mit ihnen zu berathschlagen,wie den Christen in Orient, die durch die Arianer verfolgetwurden, zu helffen, worbey denn zugleich Athanasius vor un-schuldig erkläret, und mit in die gemeinschafft der versammel-ten Bischöffe aufgenommen wurde. Nachgehends berief derPapst Julius einen andern 8)molIum , und schrieb an dieArianischen Bischöffe, welche zu Antiochien versammelt wa-ren , einen bries, welcher von dem heiligen Athanasio ange-führet wird, worinn er ihre Übereilung und raachgierigkeitstrafet. Mittlerweile setzte er die verjagten Bischöffe wiederein , starb endlich an. ,52. und bekam zum Nachfolger den Li-berium. 80«--«-,,. 8o2SM«»m. I.rM. v/Ncot-r bibl.

kvnr. Lave.

^ ^ ^ Nllk- ^

Julius II. sonst Julianus äe la Rovere AN „std Baus dem flecken Albizola ohnweit Savona Mw» L^^g >svon schlechten eltern gebohren, auch anfänglich e>"sen seyn. Er ward aber Bischofs zu Carpentras, j geiE,von seines vatters bruder, Sixto IV. zum Carvw»

Nach diesem erhielt er das Bißthum von Albaiio uiwund wurde Decanus des Cardinals-Lollegii. Z/^stvU/von seinem Vetter das Bißthum Bologna und Avw I,zu einem Ertz-Bißthum erhaben wurde. Ertrouppen wider die einwohner von Umbrien, .^,jcher ^stand erreget hatten, und kam an. 148°. vou owWgsrus in Franckreich. Als hernach Carolus vi"- n ^reich an. 1494. einen zug nach Neapel vornay« ' tob-ne partey wider den Papst Alcxandrum VI.er war. Endlich nachdem er das Haupttey in vier Cvnclaven gewesen, wußte er ftnw olle« A-itreiben, daß er an. izo;. nach Pii III. tode M eEh,dinälen , die er meistens bestochen hatte, luw v ^wurde. Weil er grosse tust zum kriege hatte, u^dVmen Julius an , zum andencken Julii Cäsarw-seiner vorfahren gewohnheit einen langen bar»/durch in ein grösser ansehen zu setzen. Gleichwie herWahl mit Franckreich gehalten , also änderte *war König Ludovico XII. gantz zuwider,lens, den titul des Aller-Christlichsten dem Ks« L voÄMland zuzueignen. Diejenigen, welche sich st'" ,cherise»entgegen setzten, that er in den bann, unter w' 1; > h ersus von Este, Hertzog von Fcrrara, war, dennes Hertzogthums zu berauben sich bemühete. u» ^dem Könige in Spanien, welcher es Johann! ^ hxlE D/gewalt nahm. Er war dem kriege sehr ergeben Fstadt Mirandola in Person, und commandirte st^"sten, richtete alliantzen auf, reihte verschiedeneder die Venetianer, und war der vornehmste a«n ^iche!> ^ h</Stande so gefährlichen Cambraischen bundes / ^aber er der Papst, als sich die Venetianer ließ, LF'quemten, mit eben so schlechter ehre wiederum, inKayser Maximilians I. und Ludovico Xssreich,treulos ward, als er denselben anfänglich/'"?Mdss'ne stärckste hülffe waren die Schweitzer, welchemittelst des Cardinals von Sitten gar sehr "Ä,>verdst^F ^da er hingegen selbige mit tituln, sahnen, l^geistlohnete. Kurtz , er führte sich mehr wie AI der ^,,B,°,ein Papst auf. Weil aber weder der Kaystr' A

Franckreich wohl auf ihn zu sprechen waren , .^es .daß ein Loncilium zu Pisa beruffen ward/ urve. Hnach Mayland, und ferner nach Lyon verleg/'bigem sollte Julius von seinem bisherigen pAg, ^

antwort geben. Allein er kehrte sich hwr"" " Ae aN^x »Urief ein anders in dem Lateran zu RoM, lb'' ,vclK.Pr-l^8 uc wider König Ludwig XII. in Franckren^ ^ihn die Waffen ergriff, da denn die Päpstlich wst^M'Ran. 1512. bey Ravenna geschlagen wu^Ähigte, MÄAbald wieder erholete, und die Franzosen stUältene, WiB.,verlassen. Der erste schrecken , den er am r ^von obiger Niederlage empfunden, warf ty" garb- a ecfieber, an welchem er den 22. febr. an.„ndseine freunde beschuldigten ihn vieler laster/.^, -derlich der unkeuschheit, trunckenheit, raaM^^ esminder dem ehrgeitz ergeben gewesen stw'- .Mie t»r ^i> ^auszuge wider die Französische undschlüsscl Pctri gleichsam in einer solennenber-fluß gcworffen, und an deren statt das '"i. E,hjgst^Hand genommen, ist zwar eine alte sage / "^ zu^von keinem scribenten, der „ hst" /L. aus

viel bekannt ist,gelebt, berührt wird

und die ersten,

den es allein für ein' umgehendes ges^st

^ aus

nicht so gar leicht zu glauben ist. -ler ,,

»ar,«!«,, boplotsteca leÄ. II. ^

distoria. , I-ucioV-

XII.

Julius III. sonst Johannes Maria Aasnahm aber den nahnien 6 e Monte an / ^ ?

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Monte Sän Sabino im Florenlinifcheu ,von geringer ankunft und zu Rom gebvm -,^jiweit, daß er nach unterschiedenen andern »/zu Palestrina und Ertz-Bischoff zu SE theil^Unglück Clementis VII. muste er auch Kaw^ck-. a/Massen er bey crfolgtem vergleich egebeu "eicEzEnebst andern von dem Papste zum , M

lus III. machte ihn an. izz6. r«m M'^Staa.^^ ckde er unterschiedene Legationen im ^!l,/Papst^!,eyAl!Die wichtigste war wol , daß <bn dw'^ateulinm zu Trident als fernen vornehmst/n ^ a„gem ,öfnung schickte, da er auch dir PaFMder^ ^besonderm sieiß wahrnahm, und st^ ^ iieß / Ae, A cl /j.des Loncilii nach Bonomen g/drauchen st kop'^hckesollte, als ob sie nach der Legaten saE^F^E,wissen des Papsts, geschehen. A" p ichenso eifrig auf, daß er auch den KAsien , ?"che der trennung des Loncilu vorzub . ^^te. g>Versammlung geschickt waren, hart " »