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Vierdter Theil. He - Mc.
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der nach Mayland, und von dar nach Wien , woselbst er sichan. 17,z. mit Anastasia Basilica, einer tochter Johannrs Hen-rici Corneln , Grafen von Peraen, vermählte , und ivdennwieder nach Mayland kehrte. An. 171;- wurde er zu Wien tnden Reichs - Freyherr« - stand erhoben, und in dem Gouverne-ment von Novara bestätiget, worauf er im feptcmbr. die Kay-serliche restdentz verließ, und bey seiner ankunft im Maylandl-schen durch die zwey tonnen goldes, so er mitbrachte, die fol-daten nicht wenig erfreuete. An. 1716. da thn der Kayser zumGeneral-Feld-Zeugmeister ernennet, nöthigte er mit etlichenregimentern die Genueser, daß sie dem Kayser die freye ein-unddurchfuhr des Sardmischen saltzes gegen einen geringen impostzugestehen musten. An. 1718. bekam er ordre, in dem Kö-nigreiche Sicilicn, anstatt des Grafen von Caraffa, dascommando auf eine zeitlang zu übernehmen, und langte den17. novembr. mit einem starcken Iransport aus Neapolis indem lager ohnweit Melazzo an. An. 1719. im may löfete ihnder Graf von Mercy in dem commando ab , da er denn im in-uio in dem treffen bey Francavilla, im octobr. aber bey der be-lagerung von Meßina seine tapferkcit an den tag legte, und den27. novembr. Palermo berennete, welches sich drey tage her-nach freywillig ergab. An. 1720. bckam er das general - com-mando in Sicilien , nachdem es die Spanier gcräuinet hatten;an. 172z. aber in dem Hertzogthum Mayland. In eben diesemjähre erklärte ihn der Kayser zum General-Feld-Marschall, an.1725. zum geheimen Rath, und an. 1727. zum General-Com-mendanten aller in den Niederlanden stehenden trouppen, wo-bey er zugleich nach dem Grafen von Visconti, der Gene-ral-Statthalterin Oberst-Hofmeister, den ersten rang erlangte.Er starb endlich an. 17,2. den 25. aug. plötzlich zu Brüsselan einem schlagflusse, da er im Parc spatzieren gieng, ohneerben , und nahm die wapen feines Hauses mit ins grad.

* Jungten, (Joh. Heinrich) war den 19. decembr. an.1648. zu Kaiern in Hessen gebohren, allwo sein vatter IVI. Sieg-fried Jungten ein Prediger gewesen. Nachdem er theils zu Mar-purg, theils zu Echzell den gründ in der schule gelegt, begab ersich nach Marpurg , und legte sich auf die Medicin. Von dawendete er sich nach Heidelberg, und promovirte an. 1671.in Doüorsm. Er begab sich hierauf in die Schweitz, undmachte sich zu Bafel bekannt, allwo ihm die kundschafft desLandvogts zu Murten, Herrn von Mühlinen, eines sonderba-ren liebhabers der Chymie viel genutzet. Seine glückliche prs-xis machte ihn bald bekannt, so daß thn schon an. 167z. derHertzog von Birckenfeld zu seinem Hof - üleäico beruffen. Al-lein die kriegs - unruhe nöthigte ihn , die Schweitz wieder zusuchen, bis er an. 1677. nach Waiblingen als PK^iisun beruf-fen worden, wobey ihn zugleich die Pfaltzgräfin von Veldentzund der Graf von Wittgenstein zu ihrem Hof - Nsälco vonHaus aus angenommen. Von hier zog er an. r68->. nachFrancksurt am Mayn, wurde aber das folgende jähr von demGrafen Truchstß zum Amts-IVlechco nach Lohr beruffen, allwoihn der Gras von Hohenlohe - Schillingsfürst, KayserlicherAbgesandter im Reiche , mit sich genommen , mit welchem erzu Würtzburg, Bamberg, Nürnberg und Mayntz gewesen.Nach vollendeter reise nahm er den beruf zum Physicat nachSpeyer an, und blieb vier jähr daselbst. Er begab sich hieraufnach Mosbach in die Pfaltz, da er aber des kriegeü wegen nichtsicher seyn können, sondern sich an. 1689. wieder nach Franck-furt gewendet, allwo er an. iöyo. zum Garnisons-und an.lüyz. zum Hofpttals-Meclico, endlich an. 1695. zum kiryücoorclinario bestellet worden ; welchen ämtern er bis an sein endemit rühm vorgestanden. Seine'prsxss war berühmt, und sei-ne grosse dienstfertigkeit machte ihn bey hohen und niedern be-liebt ; wie ihn denn sonderlich der Landgraf von Hessen-Hom-burg, der Graf von Jfenburg - Offenbach, und Graf vonStollberg-Gedern und andere zu ihrem LeibMeclico von Hausaus bestellet. Die Hcsclemia Heopoiclins Xoturse Luricssorumerklärte ihn zu ihrem mitgliede, und legte ihm den nahmenApollonius bey. Er war von einer starcken nalur, und be-hielte die kräffte des leides sowol als des gemüths bis an sein en-de , das den 5. jan. an. 1726. erfolget. Seine schriften sind:Ldymm LxperlmeritsUs euriolä, welches buch an. 168;. Latei-nisch unter dem titul: IVIe6icu8 prTlsnti tieculo sccommoclLn-cius per ei>)/mism , und nachgehends vermehrter unter demtitul : Lk^mia LxperimentLll8 5 . kkilolopk. diät. IVlecksn.Heraus gekommen ; Joh. Agricolä Lommem. in koppium mitanmerckungen und vielen raren Processen eigener erfahrung,an. 1686. kroxis IVIeclico, an. 1689» 170z. in 8. l.sxiconVbsrirmceuticum, <M. 1689. ^ 29 > ?roxso8 IVleäi'cL mn6srn-eLleÄs; krLxev8 tVleäic-e moäernX Vaäs mecum, an. 1694.Der sichere und sorgfältige üleäicus, an. 1701. 170;. in 8.

Lorpu8 küsrmocentico-ph^stco-iVIeäicum, an. r7n. lVlrmuo-le kroxeo8 MeäicX mociernL, «N. 1707. Lbirurgia ül-rnualis,an. 1710. Gelehrte Zeit. an. 1726. p. 48;. StoUes Histo-rie der med. gelehrth. §. 282. x. ;66. feg.

Junctinus, (Franciscus) war einer der berühmtestenMchemoticorumundLttroloZorum des XVI. sseculi. Er warvon Florentz gebürtig , allwo er auch in der Juntischen buch-druckerey LorrsÄor war, brachte aber die meiste zeit seines le-dens zu Lyon zu, woselbst er verschiedene bücher schrieb. Erwurde hierauf ern Carmelit, auch Prediger in selbigem orden

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und krovmcislis , verließ aber denselbigen orden yebiktholischen religion. Jedoch ließ er sich bald wird s L^ei>Abereden. Er war der Astrologie und dem nationa /> grolleergeben, trieb starcke Wechsel, und gewann dam« AwSgeld , wiewol sich nach seinem tobe gar wenig sichan. i;8o. unter dem fall seiner bücher erschlage" /eine andere todes - art prophezeyet hatte. Er vf" Ich"fachen geschrieben, worunter sein Maökswbrionss Xorivirotum; 8peculmn MrologiL; " ^ ^ lj.per Ultra, Ls. L« LroZ-r ct« , bibl- t ^ Fir-

ste ssienr. tVIatbemat. p. 144 . ko//'evr««r, bwi-p.245.

Zungermann, (Gottfried) ein gelehrterLeipzig gebohren, woselbst sein vatter, Caspar -> ^

Professor, ?rocsncellsriu8 und 8enior der As.w Sxjiter aber, Ursula, des berühmten Ioachrmi Ca" Vche en ^war. Er hat in der Griechischen spräche einerung gehabt, auch darinnen verschiedenes rA„^„ali,(ZorreÄor in der Wächelischcn buchdruckerey ss Fristenstarb daselbst den 16. aug. an. iüio. Semr^,

,suliu8 Lsetsr cuw dloris variorum; XotL w xchlt-6s Lguuleo; Lpilkolee, Ls. exilt.

Ärr epiltolg».

Iungermann, (Ludwig) ein berühmterzu kleipzig gebohren, und war des obigen Vion' ^Als er seinestudien auf schulen absolviret, ward „W.auf die Academie gethan, von bannen begav ^ ^^Wtorff, allda er selbst einen Uortum MeäiLum alLotsnicis vortrefftch hervor that, auch endlnv^^rE AZraäum in der Medicin erhielte, und sich einen 'd'Ave, d' ^Wege brachte, daß er nach Aichstädt beruffenbiger zeit fast in gantz Teutschland berühmten werten recht zn beschreiben. An. isi6. sollte er »acy ^des berühmten Matthiä LobelS stelle kommen/ >schlug. An. 1622. kam er nach Giessen, und om ^nach Altorff, erhielt die ?rokeGonem 6"^^, irV"herrlichste gelegenheit seinem amte genüge zu 's-xgylecnbigegegend nicht allein sehr reich von nützlichen?.^,,, hidernauch dierarcsten gewächfe aus fremdenlw vecirrFSselbst sich befindlichen Hortum Meäicum von wwurden. In solchem zustande verwaltete eraw.jähr sein amt mit unverdrossenem fleisse, und n" ^libstuin dem ein und fünfzigsten lahreseinesä' ^kders.^^an. 16;;. Seine bibliotheck, die er hinterlieih ^gden'"des annoch bey lebzeiten gemachten lsg-m )Nbliotheck daselbst gebracht. Seine schriften sindtarum, gUD circa ältorlstum L in vicims ^ AeoLornu Lopi-e klorum 6ie6enlium. » M»

p. i;7- tkeatrum. ^ yfld

Iunaferberg, lat. Vivvi2a§ora, ein EtzasiiN/ ^„!>Eberg an dem fiusse Wolga, in dem Königreich V,chem, der Russen vorgeben nach, vor dttjcw av,ne riefen-jungfrau gewöhnet. Er hat untertw' Mue» VjK ^bäncke über einander, von rothen, gelben nnv.^y gl ^nen, so als mauren anzusehen; auf denselben 'nach der ordnung hingepffantzte rannen - bau» 'befchreibung, p. zzs. feg. an.

Iungius, (Joachimus) ward zu sren. Sein vakter war N 1 . Nicolaus Jungms / ^ Hold'daselbst, die mutter aber Brigitta, eine gebvm ^ >Naus geistlichem stände. In seiner jagend g>E ha"^zch ^und legte ziemliche fundamente in sprachen, heg^. -r«»blllttrie er sich vornemlich in der Dialccttc,auf nach Giessen, woselbst er annoch m denfieng tragodien zu schreiben, und Rami ^

vorzulesen. Er studirre anfangs hauvtsa A, per ^doch wandte er sich nachmals mit allem nE/seinestic, und wurde im zwey und zwanzigsten E pas ^0 ^xiiksr, darr denn kurtz darauf, ^

Theologicum legen wollte, auf gedachter E bald ld wköre äl!whele08 vociret wurde. Er suchte av n »dimißion, gieng nach Augspurg, daselbst pralle''ren, von dar nach Rostock, und endlich^ fMr^yt/jMPadua in diesem ttuäio voLkor wurde. ^ W

162;. machte er sich mit den gelehrtesten lM,sto,opl^brachte in Vorschlag, eine Societät m der a«e>

und selbige besser zu excoliren , welchestion fand, allein aus Mangel der kojkn ^je w je/AtIn Verbesserung der Aristotelischenglücklich, und in der Mathematic,cin und andern üudien entdeckte er viele 1"-' 0 '^

rvfessore-

an. 162;. zum Professors meäisins nackj^^e

cin und andern studien entdeckte er viele i "-' gackdenn das folgende jähr 1624. zum ^^, a>elmst^!,p.162;. zum krosessors äleäisins nach^ ^re M^m das (I^mnssmm nach Hamburg zukk^ilces und Logics 8 befördert wurde, linder denn zum öftern die vornehmsten Grm^ zu " xEngelland in mathematischen ivisse'E.ch x ,usclss/nl A,, - ite. Durch allzu eisriges studiren rn >ernmslum lixpockonäriocum sich zugezoge fchlE Kan. 1657. bey einem sich hierzu erelgnenv ^septembr. sein leben beschloß,äoack. äuo§ii.