Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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»alunü die meisten in den gedancken, daß des Iovism^se», x. ""ker den Griechen nicht Aö?, sondern ^i-'in >den U' der Phönicischen spräche so viel heisst z

krn ergebener mann. Ein gewisser Zan regier-en^",«nahe bey dem berge Olympo, woraus dieAr ^ erhall/, kommen seyn soll. Aus dieser historischen er-do/va Kh,,^uun insonderheit, daß Jupiter von alten Zeiten»rhDey gy.M als gvtter pflegten verehret zu werden , auchdes /schalten worden, sonderlich weil er vor einenV geprjes/'nchlichen lebens, und vor einen ersinder vieler„»xss und angegeben wird. Ja, weil er auch zuerstbezogt haben soll, baß alles durch göttliche vor-^»Meshj werde, so wären deswegen die menschen auchk>»b/^cher>p« ^gewiesen worden. Sehen wir nun hieraussoll, s? verstand an, den Jupiter unter diesen fabeln»>i /Md dje, öen wir, daß er nach dem physikalischen ver-V?e«uch Mt bedeute, daher die nahmen vium oder NerSkh/' bald » uud; bald vor den Himmel selbst, bald vor dieZW.ll öle aötter-iekni-kimo . kold vor die ieele der melk

götter-schickung, bald vor die seele der welk»i belebe welche ftele, wenn sie die himmlischen cörperJupiter Oss-mpius genennet wird; wenn sieK x^eee w-Utt-irdische würcket, Jupiter 8iyZiu8, und in, "len, ^behs!?uus heisset. Nach dem mornl-verstande kön--^den v"/ Jove gleichfalls auf mancherley dinge ge-"v.!"» 8elnei«,ualt denn hiermit angezeiget wird, wie aller"„auch beneidet werde, lind vielen hinterlistigenM L»g pKxUUterworffcn sey , ja oftermals mit vieler list//Korben zu werden. Dann auch , wie aufNa» allp^ursten Weisheit und unsträfliches leben, einWand dingen und zeitlicher glückseliakeit erfol-derjenige, so der geilheit und dosen lüsten, " am ^ allerhand gestalten der wilden tyiere sichi,?lkbl kq„»'Ud m die schändlichste laster verfallen könne.K?//reichFbellct , hgß ^j,, rechtschaffener und ehrlicherer bMu keine beliebung tragen müsse / sondern das-ir ° auchWe, klüglich und nützlich zu gebrauchen wissen^ alle^ » ueisheit der gründ aller menschen glückselig-?/aS schändlich zu reden, zu hören und zu thunHM,'"lisse. „Dunstigenmenschen allen fleisses vermieden

1eHer'0. ^o//säo,«,. äi-il.

äe IiVi? 2 r>'rac, lur Oviä.o LrÄ. «»r'v. rom. VI. Ä/Nvrr

^ E ^byen^' welchen man in Africa, sonderlich in der> n/^unbatete, wurde also genennet- von demHptlflh^'ches nach Plutarchi und Jamblichi bericht,s/">bex/. lprache so viel heisset, als verborgen oderÄji, leiten die benennung her aus der Grie-

vE^ter ü„u>°kinnen so viel M fand heisset,

VSe»,-^iiLrm"wu nich^ anders bedeute als Jupiter Lrs-iV'vl.M, m^/' weil der tempel, der ihm zu ehren er-V dW er m W^ sehr sandichtcn gegend gestanden hat.

/wem widder-kopfe mit Hörnern vorgestellet,"c»,?»d W ga„kl«"/?en seyn sott, daß als Bacchus, nach2 °vgjW) Wen A,,en aus Indien wieder zurück gekeh-!'»em wlidlgte Libyen Hingereiset, ihm samt sei-o?/dsser durst ankommen sey , worüber er? x M j« ' seinen vatter Jupiter demüthig zu bit-st/WIchernoth hülffeleisten möchte. Worauf,wste anW Widder erschienen, welcher, so bald/// «de angeschlagen, einen brunuen kla-?^il s/>. ^a^gkht habe, wovon sie den durst hätten?k/"kjWen o^wlt aber Liber oder Bacchus nicht undan-^>v Uxw te,„Wer zu seyn scheinen möge, habe er ihm,5sriltte x wunderbarer grösse daselbst aufbauen,WS bild Jupiter in der gestalt eines wid-Dij!/ j^Wm daß er davor gehalten, es wäre ihmI ^ ic! b^/iie a/^'n gestalt erschienen, und zu hülffe ge-«lUv'ge^ ügd « ^ mit smaragden und andern edel-st, /"Egypten hatte er ein berühmtes Ora-dessen fabel von Mose oder Chamivg/uch 'A dann in der that zwischen den wahren^ v/die PjW.IHM nahmen dieser zwey manner,

l'eflnb deff/, " und andere alte scribenten von Jove'A^tkesdienst melden , eine sehr grosseb k. iit, l-Lturn. äs VÜ8 8vri5.

Ä,,E hma8w.nMig.

N - wurde also genennet, wegen des tem-

" dem^g. 1 ^ kriscus auf dem berge TarpejoÜ-d wwA 'wmiten L-rpiwlio hat erbauen las-^ genennet wird. Es soll

T''kj. diese, wir anbekommen haben von dem men-^u,,x'.se^w tempei'^ orte gefunden worden, woselbst derMchK^L^Iegt werden. Sonsten aber^ ^er vö,^ gebäude, daß es auch Cicero emkhöhet,/W uennen pflegte. Von Servioend<Ä gantze werck hernach von^Wew Arz/,gebracht, endlich aber von dem Ho-b/wseLL« Bürgermeister, L. II. 244- völ.^r.^ du^weyhet. Nach diesem ist es dreymal

^u^alle ruiniret, und also auch

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dreymal wieder erbauet worden,nemlich einmal von dem Sulla,hernach von dem Vespasiano, und endlich auch von dessensöhne, dem Domitiano. Auf dessen üdergüldnng sind 12000.talent oder 7200000. gülden verwendet worden. Darinnenprasentirte sich Jupiter, eine dvnner-keule in der Hand haltend,daher er auch kulmmswr oder Opämus Mximus genennetwarb. In diesem tempel pflegten die Römischen Bürgermeisteran eben demftlbigen tage, da sie ihr amt antraten, zu opfern ,und ihre Bürgermeisterlichen kleider anzulegen. Ehe die Römi-schen Heerführer und Kayser in den krieg zogen, pflegten siezuvor in diesem tempel zu bäten, und gelübde zu thun, undwenn sie den sieg erhalten hatten, zogen sie auch in selbigentriumphirend ein. Bisweilen , nemlich bey zustoßenden wichti-gen fällen, pflegte auch der Rath allhier sich zu versammeln. Eswar ein heimlicher ort in diesem tempel, allwo die bücher devSibyllen verwahret wurden, nebst zwey güldenen dem Jovigewicdmeten cronen, davon eine von den Galliern , die ankereaber von den Carthaginensern deu Römern geschencket worden,als sie ihnen wegen des über die Sammler erhaltenen siegsglück wünschen lassen. Desgleichen war auch in diesem tem-pel eine statue oder bildnis der Victoria von maßiv oder ge-diegenen golde. Auf beyden feiten stunden andere tempel, klein-lich zur rechten Hand der Minerva, und zur lincken der göttinJuno. Es wird unter andern auch der Capitolinischen spielegedacht, sonderlich derer, welche ZAnns? Lapiwlini genennet,und alle;. jähr sind gehalten worden, als worinnen allerhandarten der künstler, Poeten, musicanten, mehrentheils aber harf-fen-schläger und comödien-spteler ihre groben ablegten. In so-thanem aZons wurden die sieger gecrvnet: daher auch "einigegar muthmaffen wollen, man hatte Poeten zu crönen hiervongelegensten genommen. LrÄ«r. , Ns Oapica-

lio. v-v/or.

'Jupiter Wsius, ein zunähme , welcher dem Jovi gegebenwinde, nachdem ihn Numa Pompilius, der andere RömischeKönig, vom Himmel herab gezogen, um von ihm die wlssenschafftaus dem donner und blitze zu weissagen zu erlernen. Dennnachdem er diese erhalten , oder von ihm gleichsam ausgelecket,bauete er ihm zu ehren unter diesem nahmen einen altar aufdem berge Aventino, und opferte ihm daselbst auf solche weise,wie er selbst angeordnet halte. Als nun hernach diese ceremo-nien vom Tullo Hostilio nicht recht accurat beobachtet wnr.den, schlug der donner in sein Haus ein, so daß beydes erund alle die semigen dadurch umkamen.

/.rvE.

Jupiter fcretrm8, wurde also genennet von dem Lateini-schen Worte ksrre, bringen, weil man meynte, daß durch des-sen hülffe der friede wiederbracht und hergestellet würde: odervon dem Wort tragen, weil Romulus, nachdem er den Acron,der Ceuinenser König überwunden , die selbigem abgezogeneWaffen im triumph in das Lspicolium auf einer höltzernen trage,so man kerserum nennete, bringen ließ, und selbige dem Joviwiedmete, dergestalt, daß er sie an einer eiche annageln ließ,die auf demftlbigen platze stund, woselbst er einen tempel auf-bauen zu lassen gesonnen war, wobey er zugleich diese Verord-nung machte, daß man ins künftige die im krieg erhaltenebeule allezeit dem Jovi Lereu-io opfern sollte; wie solches her-nach von Cornelio Eosso, welcher Lartem Tolumnium, denKönig der Vejentaner , in einem zweykampf erschlagen, undvon Claudio Marcel!0, der einen dergleichen sieg über Virido-marum, einen König und Heerführer der Gallier, erhielte,geschehen ist. Daher halten auch einige davor, daß dieser zu-nähme herkomme von dem Worte kerirs , schlagen, weil nurdiejenige beute, welche ein General von der armee, dem feind-lichen Heerführer, sobald er todt geschlagen, abgenommenhatte, geopfert wurde. Lrv/«,. L,o». /Voxe,/. üb. IV.

cl. 2. *

Jupiter l. 2 üslis , bekam diesen beynahmen, als die Latei-ner mit dem Römischen Könige, Targuinio 8uperbo , sich tuein bündnis einließen, da diese beyden völcker nebst den Vollcisund lflermcft, die sich gleichfalls mit ihnen vereiniget, einegewisse zeit des jahrs aussetzten, dem Jovi auf dem berge Al-bano in Latio zu opfern, welcher anjetzo Nome (Isvo genennetwird, und nahe bey der stadt Alba liegt, woselbst man diesogenannten lenan l.Atiiw8 oder Lateinischen feyertage hielt.Diesem Jovi ÜLkmIi soll zu zelten des Lackantii mit menschen-biut geopfert worden seyn. OE.

mkig.

Jupiter 8wwr, wurde deswegen also genenntt, weil er dieNicht der Römer gehemmet hatte, als ihnen dle Sabmer nach--agten, welche sich einst unter Tito Tatw bereits des Lspitoiii»emächtiget hatten. Denn als Romulus sahe, daß seine troup,-en zerstreuet, und in die flucht geschlagen worden , gelobte er;em Jovi einen tempel zu bauen, wofern er ftm Heer wiederlusammen würde bringen. Als »nn die Romer sich aufdiesesvieder von ihrem ersten schrecken erholten, und den feinden star-ken widerstand thaten, bis letztlich beyde knegs-heere durch die-«zwischen gelassene Sabliicrumen auf die genug bekanntelveift von einander gebracht, und zwischen den beyden völckemfriede und bündnis ist geschlvssm worden; so wollte auch Ro-mulus sein gethanes gelubde erfüllen, und bauete unten amKrqe Palatino den versprochenen tempel, desgleichen gelobteruch L. L. 46°. der damalige Römische Bürgermeister, M.

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