Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
Seite
458
JPEG-Download
 

4;8 jur

Attilius Regulus , als er mit den Samnitem in einen kriegverwickelt war, dem Jovi 8tstori einen tempel zu bauen, welcheser auch nach erhaltenem siege bewerckstelligte, und solchen tem-pel in Lirco klsminio aufführen ließ. Der Römische Rathpflegte sich bisweilen in des Iovis 8cswris tempel zu versam-meln. Sonst sind ausser diesen bisher angemerckten, auch nochandere zunahmen dem Jovi beygelegt worden, sintemal er unterandern hieß vielpiter, welches so viel seyn soll, als ciiei «L lucisxarer, ein vatter des tags und des lichts, wie Macrobius eserkläret. Er heisset auch Luceeius oder Oijovis, weil er denmenschen das licht verschaffe: »»»gleichen Jupiter kiltor, indemer den Römern gerathen, sie möchten viele brodle in dem lagerder Gallier, die damals vor dem Lsxitolio lagen, werffen las-sen , und als dieses geschehen, harten die feinde an dessen ero.berung gezweifelt, und die belagerung aufgehoben. Er hießauch ferner Jupiter Lapis, da man bey bundnissen in dessentempel einen stein in der Hand haltend, mit dieser formul schwur:wenn ich mit wissen betriege, so werffe mich vi-lpiter, jedochohne schaden der stadt Rom und deren berg, von sich, gleichwieich diesen stein von mir werffe. Jedoch wollen andere , diesebenahmung sey zuerst von demjenigen stein hergekommen, wel-chen die Ops dem Saturns gereichet hat, daß er ihn an stattdes Iovis verschlucken sollen. Hiernächst wurde er auch genen-net Jupiter RonE, sintemal ihm Octavius Augustus einentempel im Lspiwlio erbauet, als einsten in der CantabrischenHeerfahrt bey nächtlicher zeit der dvnner an seiner sanfte weg«streifte, und dessen diener erschlug, er aber von solcher gefahr er-rettet worden war. Wiewol ihm auch schon vorher» dvnnerund blitz zugeeignet, und deswegen von den Weissagern JupiterIvnsns und kulgsnn genennet worden. Ferner hieß er auchVejovis oder Vejupirer ( Veäius) hergenommen von der parti.ynla privLÜva ve, welche so viel seyn soll als lins, und Jupiter,das ist, 6ne juvanüi fsculmcs, als welchen die Römer Nichtum leistung einiger hülffe willen verehrten, sondern nur aus derUrsache, daß er nicht einigen schaden zufügen möchte. Obschonsonsten Vejupirer, nach etlicher Meynung so viel bedeuten soll,als xmrvus Jupiter. Doch ist das erstere wahrscheinlicher; danndessen bildnis präsentirte sich in gestalt eines gottes; der pfeile inder Hand hielte, mit welchen er bereit war schaden zu thun: ge-stalt man denn ehedessen etliche götter verehrte, darum daß sienutzen könnten; etliche aber versöhnte man, damit sie nichtschaden möchten. Andere halten davor, daß dieser Vsjupüerder gott Apollo, hinwieder andere, daß er Pluto gewesen sey.Zu geschweige« andere nahmen, welche Jupiter geführet, als dasind: Jupiter 8ponlor, Imperator, Victor, Lltor, Loolervstor,ksgutalis, Vimineus, Lrbitr-uor, krTästor, und andere mehr,deren hin und wieder Meldung geschiehet. Lrvr»,.

Koma- antigw't.

Jura, oder Iurassus, ein grosses gebürge, welches sichvon dem Rhein bey Basel bis an die Rhone erstreckt, und dieSchweitz von der krsnche-Lomts und der Grafschasst Bugeyscheidet. Es wurde von dem daran liegenden kloster sonst auchder berg St. Elaudii, das land da herum aber ksgus surenlisgenennet; wie man denn auch Burgundien von diesem gebürgein Lis-jumosm L Irims-jurrmmn eingetheilt. Es wirb dieserberg sonsten auch Teutsch der Jurten, item der Leberberggenennet. Er theilet sich unterhalb Solothurn, also daß einarm sich gegen dem Rhein hinunter, der andere aber in dasSuntgvw und Elsaß erstrecket, und allda mit dem Lothrin-gischen gebürge Vogefus fast zusammenhänget. Es gehen anverschiedenen orten päße oder Wege darüber, welche ihre sonder-baren nahmen haben. Ais unten bey der stadt Brück heisset erder Bötzberg, darüber man aus dem Fricklhal gen Badenreiset. Weiter hinauf, zwischen dem Sißgöw und Ergöw beyOltinaen, die Schaffmatt, darüber man aus dem Basel,gebiethe nach Arau reiset. Noch weiter beym schlösse Hom-burg , und dem dorfe Läuffelfingen, nennet man ihn den nie-dern oder grossen Hauwenstein, darüber von Basel die straffeaufOlten, Zossmgen und Lucern gehet, und bey Waüenburg,den obern oder kleinen Hauwenstein , darüber der wegauf Solothurn gehet. Ferner gegen Niedergang heisset erdie Wasserfallen, darnach der Beinweiler-berg rc.ckron. Lssil. p. ;. üb. VIII. p. 257. b.

okron. lib.V. c. l'a/x/A not. 6sU.not. orb. gütig. *

* Jura, eine Schottländische insul, und zwar eine von dc»sogenannten Ouestern Eylands. Sie wird von der halb-insistCantire nur durch einen canal einer halben stunde breit abge-sondert. Es hat darauf keine stadle, wol aber einige steckenund dörfer, davon der vornehmste ort auch Jura genennetwird. Übrigens wird diese insul ihrer reinen luft halben füreinen der gesundesten örter von Schottland, auch das vesteland nicht ausgenommen, gehalten, und findet man sonstenkaum leuthe, die ihr leben so hoch als diese insulaner bringen.Sie hat Überfluß an fruchtbaren Vieh - weyden, rind - viel) undandern zahmen haus,thieren; sonderlich findet man unter dasi-gen fischen die salmen sehr gut und schmackhafft, und etliche quel-len von sauer-und andern mineralischen wassern. Der Hertzogvon Argile »st Herr darüber. ck- /« ^0«,

//. tom. II. p. 285.

Jvrea, lat. kporeclis, sonst Lamporeggio genannt, istdie yaupt-stadt der laudschafft Canavese in Piemont an dem flusse

' » r

Doria, nebst einem kokt genannt Castigtto ,delle und einem schlösse. Der Bischoff daselbst KLden ErtzBischvff von Turin. Diese stadt hat "E Mliie .vor Christi geburt schon gestanden, und »st von ° zM A»vider die an-und einfülle der alten Salaßier, E>Plinii bericht, aufeinrathung der Sibylltschenworden. Ehemals gehörte sie unter ihre eigenenachdem aber selbige von dein Kayser Ottonc«wurde sie eine Reichs - stadt. Kayser Fried"«) ^ v ^Wilhelm, Graf von Holland, überliessen st^ssiell^/ sl.1252. Thomä ll. von Savoyen, Grafen von Mf'^dcodenn auch Marggraf Johannes von MontstrraGrafen von Savoyen, fein recht, so er an «eyekWhi»

abtrat. An. i;iz. als die Eydgenossen nach grlvo«'^,, ^

bey Novara auf dem Heimzuge begriffen waren, er!-dieser stadt 400. gefangene Franzosen in der ^auch dieselbige an. nochmals eingenomn>z'hprEft»ward sie von dem Französischen Marschallerobert. An. 1641. wurde sie von dem Franw> .von Harcourt ernstlich belagert und gewaltig orn. MAf,die belagerer »vurden tapfer abgewiesen »md zm» fick U fjjtalso daß sie an der eroberung verzweifelten, dao zenweil der Printz Thomas von Savoyen zu Atzjyivltr,

Chivas gerücket, die belagerung aufzehebt, um ^

dem bedrängten Chivas zu hülffe geeilet.sept. aber muste sich dieser ort nach ausgestandengerung endlich an die Franzosen ergeben, wen/ AM /.vestungs-wercke völlig ruinirten. u-u ^

lis- Schauplatz des krieges in Italien, v . ^* . .siezest .xlll

Jvrea, ein Margqrafthum. Es hat stE Z,eigenen Regenten gehabt , wie denn Ansga--"^von Jvrea, ums jähr 87 °. bekannt ist. Sem 1 °^ »o» M

bertus, welcher mit Gisla, Berenqarii l- K 0 "

lien, tochter, erzeugte Berengarium II. und am g voi' ^Ansgarium II. Marggrafen von Jvrea und Höchsten ileto, welcher durch den König Hugonem von 0. yBvertrieben wurde. Berengarius II. pnd ^ !>>

setzte sich wider Hugonem, König vonwurde aber von selbigem genöthigt, stch L ,,Me st' Mretiriren, und bey dem Kayser Ottone ^^rlasseN'. EAls aber die Jtaliäner Ottonem »neistenthests As la>ss^Eer wieder zurück i» Italien, bemeisterte M . ^ so Snahm den Königlichen titul an. Allen» „xyi l» sssregierte, riefen die Jtaliäner den Kaystr M

»velcher ihn an. 964. gefanacn in Teutschst>vvL^^ct nach zwey jähren zu Bämberg verstarb. ^bertus II. Marggraf von Jvrea, , ^

lichen titul, vermochte aber wenig.

Otto, hat die linie der Grafen von Burst^e^„ Fdessen »st dieses Marggrafthmn an das pyyeii ^wen, von »velchem es die Hertzoge von ,lehn besitzen. LeMo IcsliT- "

6s Lavo^e. ,-bürste

* Iuretus, (Franciscus) war von Diffusfangs Osnonicus zu Langres, trat aber »0 zelt ^ Kt«einen andern ab, und brachte seine ubrM ' z E. ^Dtjon, theils auf seinem land-guthe zu oM^eil»K^ck ssine mit studiren zu, hatte auch fast überres anmerckungen gemacht, und solche n"-sammen gehalten. Allein kurtz vor sttN»'' hM ^>> L-alles, was er aufgesetzt hatte, ins feuer , ChMjer,Ac

e»ne>» tlernen theil seiner arbeit über die alten ^ Hten ubr»g, welcher in des Präsidenten r"bibliotheck gekommen. Juretus starb an. r ° ^ alnn ^als 70. jähr alt. Man hat von ihm'"! §<,. >" ^ Ll)^über des Symmach» Lpillolas, Parts vonSenecam, ib. 1607. und über den I .

^E^E,wm.I. x.28o. per znv^>i

likvici .18 , war ein Magistrat, Ar ^^ches/so v>^.die iurisdiction über Italien exererre»» m»m M zz,Lonsulsres gethan hatten, iuriäicus iltcvuumvir oder Oslenlor in den colonlen. ^ jji

, lih.VLLLLXLVII. . . surf'

, oder in dem Z B

Teutsch, geschworne, werden»» Engellaiw ^n ^nennet, auf deren ausspruch in prinstw^ 0dings a,»kömmt, ob der angeklagte vor ssschuldig zu halten sey. Es inüffen newu -

jeden orts l2.mä»»»er, welche »»» ^r sie znss^r ^freyen güthern angeseffen sind, ernennem 0

peinliche geeichte ^gehalten werden ,stelle erscheinen, daselbst nach abgelegten ^^r >vlr^,,6'wider und vor einen jeden beklaMn E«orbergoAl<iv^^nach einer von den anwesenden Richter« ^ ^

tzen instruction (in solchen Puncten, e!'^,

aus den landes-gesetzen erfordern ) stcb gssangr«^,, so F

thig vergleichen, ob das Lcium, ? ' ^

haben soll, vor wahr oder faljch ZU , vck«

welche ihnen nicht zweifelhaffl vorkomm ^ ^,0 s

an der öffentlichen gerichts-stelle. , irlE

Ae in ein absonderlich zimmer, ohne cn