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dadurch nicht sowol die Iustinianischen gesetze, als vielmehrder Loäsx 1 üeoäc>üam,i 8 zu verstehen seyn. In Italien aber,und pornemlich in dem üxsrcüLeu ÜLvenn-usnü hat es ohnezweifel mehr ansehen gehabt, und findet man davon bisauf das Xll. LLuIum unterschiedene merckmahle, wiewol mitdiesem unterscheid, daß zwar der Loäsx und die Novellen zumöfter«, die Pcmdecten aber niemals angeführet werden. 6s-
in proi. aä Lost. Vüeoäoü rsr. ^ulcLniL. I.
üb. III. L. 14. äs O. .jur. 6 erm. c. 20. er«, ,
ä. 1. H. 18- leg.
In dem XII. üecnlo ist es endlich wieder zu seinen kräfftenkommen, zwar nicht, wie man etliche ioo. jähr blindlingsgeglaudet, als wenn Lotharius 8axo solches durch ein besonde-res gesetze in die schulen und geeichte von Italien und Teutsch-land wieder eingeführet habe, als welche fabel von Conringtound andern sonnenklar widerleget worden; sondern es fiengJrnerius , ein krokellor zu Bologna, auf einrathen der mäch-tigen Gräfin Mathildis an, die Römischen Rechts-bücher umdas jähr m;. wieder aufzusuchen, und öffentlich zu erklären,worinn er denn so glücklich war, daß er nicht allein viel zu-hörer bekam, sondern es drang dieses Recht mit gemalt in diegerichts-stellen, und wurde allenthalben mit solcher begierdeangenommen, daß man in kurtzen der Langobardischen undSälischen gesetze wenig mehr achtete. L/r/perZe»/r,, in ümk3-rio. in cirron. üb. Xll. , äs XeZno It 3 Ü-L
üb. XI. ^/,'äs/E, cls voclor. üononiens. L?o»rr»Z. äs O. ^ur.6 erm. cap. 2l.
Weil nun die Teutschen im Xlll. und XIV. üeculo häufignach Italien zogen, allda die Rechtsgelehrsamkeit zu erlernen,und hiedurch die obern und niedern Gerichte Teutschlandes mitlauter solchen Personen besetzt wurden, so des IustinianischenRechts mehr als ihrer landes-gesetze und fitten erfahren wa-ren, so geschahe es, baß jenes nach und nach eingeführet, dieseaber je mehr und mehr unterdrücket wurden, und nahmendie ersten um so viel mehr üderhand, nachdem die TeutschenUniversitäten anlegten, und die Rechts-krafe!üoos8 blos denRömischen und Päpstlichen Rechten wiedmeten. Endlich kamdie fache um das ende des XV. lLsuü dahin, daß es in denReichs-gesetzen angeführet, und als ein,sus lübliäigrium, je-doch den alten Rechten und gewohnheiten unbeschadet, ange-nommen wurde. in sbron. 8pirsns. üb. IX. L. 21.
äs 0 . ßur. 6 erm. c. zr. 6 cLa«»-. äs 6 er-
N 13 N. üü. vet. Ilom. 30 .surls in Xsp. nostra orig. 8 s-r 7 r^«r,exere. II. §. 12. üb. VIII. Z. 20. üerri«,, äs conüätllüonibus 6 c1 egibu 8 §. i;.
Iustimanopolis, in Cilicien; siehe Anazarbus.
Iustimanopolis oder Iustinianäa, ist eine stadt in derBulgarey, woselbst Kayser Iustinianus der ältere qebohrenwurde. Sie hieß vor zeiten Berina, und nach diesem Acris.Gedachter Kayser legte ihr seinen nahmen bey, und machtesie zur Haupt-stadt von beyden Dacien, Triballien, Dardanien,oder Möfien und Pannonien. Im übrigen wurde diese stadtIustinianäa die erste genannt. Sintemal örter diesennahmen führten, unter welchen Iustinianäa die andere inOber-Mösien, und die dritte in Chalcedonia lag.
Iustinianus I. Griechischer Kayser, war des Sabatii söhnvon Vigilaütia, Kaysers Iustini des ältern schwester. Erwurde von diesem Kayser erstlich zum XobilMmo, und her-nach am i.apr. an. 527. zum Ls-lürs und äugulto gemacht,und folgte selbigem nach einigen monaten. Er nahm sich derregierung bald anfangs sehr eifrig an, ließ die zerfallene kir-che wieder in guten stand bringen, publicirte scharfe gese-tze wider die ketzer, und that viel zum besten der Christli-chen religion. An. 529. überwand er durch seinen GeneralBelisarium die Perser und Vandaler, und brachte das Grie-chische Reich wiederum in guten stand. Nach diesem entspannsich eine gefährliche empörung, welche Hypaliuö, ein k-uriciu^nebst dem Pompejo und Probo, so allerseits Anastasii vetternwaren, mitten in der stadt Constantinopel angestiftet, die Hy-xatium auf den Kayserlichen stuhl setzen wollten. Diese re-belliert war so wichtig, daß Iustinianus schon alles vor ver-rohren schätzte, und im begriffe war, den Kayserlichen pallast,als worinn er von dem rasenden volck umringet war, zuverlassen, woferne ihm nicht von der Kayserrn ein muth ein-gesprochen worden. Endlich wurden die rebelten durch Bell-sarii und Narsetis tapferkeit, welche mit wenig bewafneteneinen ausfall aus dem pallast thaten, und das unbehertzteund schlecht bewafnete volck in die flucht jagten, mit ertöd-tung wohl zoooo. menschen, die doch meist in dem gedrängeerdrücket worden, gedämpfet, die rabelsführer aber empfien-gen ihre verdiente strafe gerade vor dem pallast, darinn sie sichunterstanden hatten ihren Fürsten anzugreiffen. Hierauf giengder krieg mit den Vandalern an.aufdas neue an , wel-cher aber in dem folgenden jähre, nachdem die Haupt-stadt Car-thago eingenommen, und ihr König Gilimer gefangen war,geendigt wurde. Doch machten nachdem die Mohren in Afri-ka diesem Kayser zu schaffen, erschlugen auch 2. von dessen Ge-neralen Salomvn und Areobindam, und wurden erst an. ;;i.gäntzlich gestiüet und unters joch gebracht. Er schickte als-dann Belisarium wider die Gvthen, welcher ihnen bald an-fangs Stellten, und darauf einen grossen theil von Italien ab-
in
nahm, letztlich auch der Gothen König, VMUgefangen bekam. Als aber Belisarius aus Italic«rüsten wurde, erwehlten die Gothen Totilam zum " §,cher an. ;4?. Rom wieder eroberte, so aber Beul«"aus dem Orient zurücke kam, in dem folgcNI tzj/stKl^üeinnahm. Totilas erhielt zwar nach 2. jähre«der, und that, so lang er lebte, den Römern Msen widerstand, sondern auch manchmal nrerM'w ^so oft andere Generalen, als Belrjärius und I°r VFentgegen gesetzt wurden. Endlich an.MWses wider die Gothen gebraucht, und schlug Ain einem harten treffen. Hernach als dieserselbst getödlet worden, wurde bald auch dessen «^, ri«^jas von dem Narsete geschlagen und umgevr«M j>c>> ^gleich das Gothische Reich in Italien geendiget. M,ar l "fern hatte dieser Kayser auch viel zu thun. ll««« E ,ren die Gothischen kriege ursach, daß man <111. ve-
rricht mit genügsamen ernst widerstehen konM , ein«'bey schlieffung eines fünfjährigen stillstandes w« ,wissen tribut versprechen muste. Dieser ward Dbrechen, weil die Lazier, deren König Gubale» Mernn^l,ger weise war getödtet worden, sich ausl>«Persien hiengen. Doch hakte Iustinianus das S'" M ^ser in einer grossen schlacht mit Verlust Hpeni" Fflucht zu jagen, besänftigte auch die Laster,falschen ankläger Gubazis zur strafe gezogen, «ssss„. L'einen neuen König, nahmens Tzalhins, gesv.„vekam ein völliger friede mit den Persern MN ''jähr,an. 562. Auch wurde unter dieses K«EFnoch übrige rest der Hunnen vollends aufger>ep xye« t^ir!>'ge zeit in Thracier, und Griechenland durch «reugethan, so, daß hernach deren fast nirgendInsonderheit aber hat sich dieser Kayser dur >Mzri «gung der Römischen Rechte berühmt gemacht'den geschicktesten Männern in seinem Reichewelche der sogenannteLoäex^ultinisnsusan.- E
getragen wurde. An. 5;;. ließ er die Visen« MtN iFr
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aus den büchern der Nechtsgelehrten zu,ann«t«bald darauf die Inllicmione8 , welche ein VNd
Rechte seyn sollten. An. 554. ließ er den .fern, und publicirte an. 541. die Novellen, ss«er von schlechten studier,, darbey sehr ehrgeNM' aur"^' st,durch seine gemahlin Theodoram, welche ^
laster war, ^zu vielem bösen verleiten. Z«^ gisssecten der Eutychianer und Aphthartodoceten /
14. NVV. an. ;6;. 's tz/sso s«
Lraca»«,. äs ßulüniano. öüv" I« 'nF«"
Is. axol. pro ^ultmikmo.
äoxu8. 6ravr»«, äs ortu <L progr. ^uris Vrv- tss
üiK. äo XeltoriLnilmL Lc. * odck siiH,'
Iustinianus II. Ükinotmetu8 zugenannt/^abgeschnitterren nase. Er folgte in ^ ^co-alters an. 68;. seinem vatter Constantrno ^
tritt seiner regierung bekam er einige EAaft sie, „che die Saracenen bishero besessen, und n 0 '«Ache«LchL.'jährlichen tribut zu geben. Allein well er > ^ M-ekmüntze nicht annehmen wollte, brachte fgäntzlichen abfalle; that auch ^darinn^s^^^ styc'
friedens-schluß eingegangen, die Mardaitewvolck vom berge Libano, allwo sie bishero v-nü ^ . v,.
racenen aufgehalten hatten, wegzuführenort zu setzen; daher dann bey erneuern«^lander mehr als andere, den anfallen b>e>^ 6«,,
gestellet worden; wobey auch Iustiman« . schN'^pfil^,ziemliche Niederlage erlitten; doch mehr durw^ er »^»1^vonischen hülfs - völcker, auf deren tapiA.^llchtrauet, und welche doch auf ihrer stue'^jt, " Fals wegen stiner eigenen soldaten zaMUffyesse«feite den sieg schon in Händen hatten. I, diel^ Ig-«diesem schaden die Asiatischen provintze» v«'^roviel zu leiden. Er hielt hieraus benzu Constantinopel, welcher dem Papste „wollte, weshalden er ihn bey nahe gefa»^, pje AchF,
pel führen lassen. Seine grausamkett, «« ^ci>,ve ^
te gcld-erpressungen machten ihn bev >ev*^ ,!)>« M A i>shalben Leontius an. 694. wider -hn/^ ms ,«^Ä^'Ä^schneiden ließ,, und ihn verjagte. Leo>nwh„l0 j«der Kayser-würde an, wurde aber vontrieben, und seiner nase gleichfalls beralw § jahr/^L'stinianus durch hülffe der Bulgaren ^ kloste^n«^vom throne, ließ dem Leontio, der >«I "narci^!!.iAbstmaro den köpf abschlagen
->emP§Ainr.^
Avnmaro oen ropt ao,cy,agen, ^errc«
äugen ausstechcn, und viele vornehmene raachgierde war in dieser zeit so gr ^tter en
emzug in Constantinopel ein hefmes^^ ec«',„
ihn bey solchem anlas jemand warne „^ er
lubde thun, allen seinen feinden ei< ei«v
sich selbst den greulichsten lod anwün>^^^,ich
von schonen wurde. Er schickte auch
den sogenannten Okerkonelum .^hsinrarl
ner der stadt Cherson ihm auf beW^chil,-
stellt haben, welche dann alle erwacht 2 ^ be
der Kayser noch klage führen dorfte, v»"