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wurde er Ertz-Bischoff von Lyon, wohnte auch in solcher Qua-lität dem zu Valence an. ;74> gehaltenen Lonsili» bey ,, undan. ;8i. dem zu Aquileja, wohin er von den andern Prälatenaus Franckreich gesandt wurde, um des Paüadii und Secun-diani, zweyer Arianischen Bischöffe, irrthummer zu widerlegen.Nach seiner zurückkunft trug sich ein wunderlicher fall zu.Denn ein einwohner von Lyon wurde wahnwitzig, schlug undverwundete alle leuthe, die ihm auf der gaffe begegneten. Weiler aber einige gute stunden mit unter hatte, retirirte er sich,als man ihn greiften wollte, in die kirche. Der Magistrat da-selbst bat den Ertz-Bischoff, ihn auszuliefern, es sollte ihm keinleid widerfahren, man wollte ihn nur ein wenig gefangen hal-ten, bis das volck wieder gcstiüet wäre, versprechend, ihn als-denn dem Ertz-Bischoff wieder zu überlassen. Justus lieferteihn aus, muste aber erfahren, daß das volck zufuhr, den unsin-nigen aus des Magistrats Händen riß, und ihn jämmerlich hin-richtete. Dieses nahm sich Justus dergestalt an, daß er sichentschloß,von hier sich wegzubegeben, gieng also nach Marseille,und segelte von dar in Egypten. Als er daselbst angelangt war,begab er sich unter die Einsiedler, wurde aber von einem fremd-linge aus Lyon erkannt, und lebte daselbst bis zu ende des IV.liLLuli. Als die Lyoneser seinen tod erfuhren, liessen sie seinenleichnam aus Egypten holen, und begruben ihn in der kircheder Maccabäer, die nach ihm benennet wurde. Die Herren vonTournon aus Franckreich wollen von diesein Iusto abstammen.Wannenhero ihre erstgebohrnen mehrentheils den nahmen Ju-stus führen. Sie habe» die kirche St. Justi zu Lyon gestif-tet, worinnen die ältesten von dem Haufe Tournon die vor-nehmsten sind. In dem schlösse Tournon ist ein gewisses quar-tier, so man St. Justi zu nennen pfleget, allwo er gebohrenseyn soll, wie denn auch der Cardinal von Tournon in selbi-ger stadt dem St. Iusto zu ehren ein LoUegium gestiftet. §»-
»7«,. k-e arm. eccles
Justus klrgelütsnu«, wurde von seinem Bißthum Ur-gel in Catalomen also genennet. Er wohnte an. 92,. demandern Loncilio zu Toledo bey, und war zu seiner zeit in sehrgrossem ansehen. Er hat verschiedene schriften hinterlassen, alsda sind : Lomment»riu5 in Lamica Lanticorum; und einigebriese, doch an der zahl kaum drey, die ächt sind. , äs
lcrixt. csclss. c. 2i. äs red. Hilp. lib. V. c. 7.
* Justus, (Paschasius) ein voÄor ÜIsäiclNX und kbilosi)-phiX, aus Eeclov in Flandern, lebte um an. ,;6o. that einereise durch die vornehmsten Europäischen länder, wurde nachseiner Wiederkunft erstlich bey dem Marggrafen von Bergen opZoom, hernach bey dem Hertzoge von Alenqon, Leid - ölsäi-cus, spielte überaus gern imvrette, schrieb auch äs Lisa kenäs suranäa luäcnäi in pecunia Lupiäirats libros II. welcheBoxhorn zu Leiden 1648. in 18. heraus gegeben.
bibl. Lslg. bibl. cur.
Justus, siehe Iujk
* WDkIVIssOI, oder VITHIM6I, ein Alemannisches volck,
welches schon im dritten siesnlo über die Donau gegangen ,und sich in Vindelicien und Rhäticn veste gesetzet hat, undaleichwie sie an grosse und leibes-stärcke unter allen Aleman-nen den vorzug hatten., also hatten sie auch grössere Pferde,und führten grössere rüstung. Ihre geschicklichkeit auf denpferden zu kämpfen, ist schon zu Caracallä zeiten berühmt ge-wesen, und die zahl ihrer reuterey wird bey Dcxippo in ex-cerpt. bis auf dreymal hundert taufend erhöhet. Zu Gallienrzelten haben sie einen einfall in Italien gethan , und sind bisnach Ravenna durchgedrungen, welches zu Rom ein unbe-schreibliches schrecken verursachet hat. Der Rath muste ausder noth eine tugend machen, und mit den feinden einen bundschließen, vermöge dessen die sutlnmgi die Rhätischen Alpenruhig besitzen, und alle jähr eine gewisse summe goldes undfilbers von den Römern empfahen sollten. , Legat,
p. 8. ck,, XVII. 6. aä p. 166.
in Näo». 7. p. i;o. Lrsseör«,, cbron. I. Xa/inr«,,I. x. 690. ^o)>rst«, , 18. 21. VII. 22. L«.
, IX. x. irr. von Bünaus Teutsche Kayser- undReichs-Historie, k. I. lib. II. p. ;72. Von der zeit an habendie Römer Rhätien verlohren, und dieflurkungi sind der Jta-liäner grentz.nachbarn worden, und werden auch von Ammia-no Marcellino XVII. 6. also genennet. Unter Aureliano fielensie wieder in Italien ein, weil man ihnen die versprochenesumme nicht geliefert hatte. AurelianuS brachte ihnen einenstreich bey, der aber nicht viel zu bedeuten hatte, und es erhel-let genugsam aus der erzehlung Dexippi, daß er lieber mitihnen tractiren, als sich mit ihnen herum schlagen wollen.Er ließ demnach ihre Gesandte vor sich kommen, und schalt sievor abtrünnige und bund-brüchige leuthe; dagegen beschwertensich die ssurlmnZi über der Römer nicht gehaltene Verheißun-gen, und wollten allerdings vor ihre freundschafft, die sie denRömern vor geld verkauftet, bezahlet seyn. von Bunan,I. L. k. I. lib. II. x. 186. legg. Wenn Dexippi schriften nichtUntergängen waren, so würbe man mehr davon erzehlen kön-nen. Dergleichen krieg war Zweifels ohn auch derjenige, dessenMarcellinus im vierten Lsulo gedencket. Denn so oft die Rö-mer die bezahlung weigerten, welches gar oft geschahe, sooft griffen die Mlumxi zu den Waffen, und wollten sich selbst
jut juv ^
bezahlt machen. Übrigens ist von diesen
cken , daß sie das Schwäbische geblül über der ^
ausgebreitet haben , und daß die Graubündtner,
ein gut theil der Schwaden und Schwerer v iis
kommen, welches zum theil die ungewöhnliche v
erkennen giebet. .,,s M
* Iutten, chttx, ein altes volck, ursprünguwmen. Nachdem die Limbri und Teuwnes FpE
tigen ländern ausgegangen sind, so kamen dir M ^nach, und setzten sich in ihrem lande vest, undden söhn Humberti, des Gothischen Königs, dELa
ten. Einige gefchicht-schreiber setzen die rEWM .Jck"ni schon in das jähr der weit 2909. Dagangen, bemächtigte sich nach ihrem bericht Hou . M .Atilli l. Königs in Schweden, dieses thrones, ^
kömmlinge endeten sich mit Aldano III. «-rS-
tom. I. T'z-vM. L?o7«ert/e, LicI. 6eogr. ^
Iuturna, eine göttin oder Nymphe, welche Emern, und insonderheit von den weibs-perl"'wurde; gestalt die Werber durch ihre hülff^,glückliche geburt, die jungfrauen aber glück»Z „erlangen hofften. Den nahmen selbst hatte l>c .^x O.,hclssen. Es wurde gesagt, daß, weil sie el»een schone jungfrau gewesen, Jupiter sich M ss, per»ernach, zur Vergeltung ihrer gegen-liebe, E
ichkcir begäbet, und sie in einen brnnncn ov h-be.desselben Nymphe oder wasser-göttin verwan^ser brunnen Juturna war in Latio am fluß -''„pRom, dessen wasser man bey allen opfern,"'., ge^.bey denjenigen, die man der göttin Bestatter». Emuste, als wo es verboten war, sich eines" ftch'L s"'zu bedienen. Bemelbter brunnen läuft in de,.fi tscv^MNumicum. Einige sagen, daß JuturnaTurni, des Königs der Rutuler, schwester.A wock", Mnachdem sie von dem Könige Latin» gefcW'. .in dein stufte Numico ersäuftet habe.
kütor. lib. III. . ,velcl>c-
W war zu Rom ein privaE B>5E
begieng, wenn sich ein junger mensch zuM ^^sira '„ -i' xscheeren ließ. Es ward mehrentheils in den f'ghE,' t»',ten celebriret, und wurden dabey allerhand l.bet. Nero wollte es das gantze volck gcn'Asich fürs erstemal den bart ließ abschnestch.schau-spiele, gebrauchte auch diese gelcgenvL^s, z»' c>vor dem volck zu singen, und auf der clw^^ron-
IkatL. äs L0INK L. 2.
k reist«,. lib. NIII. * '„s) s'
Juvenalis, (Dcciinus oder Decimus 3 "'^ in Äscher Poet. Er war von Aquino, einers».bürtig, wiewol andere sagen, daß er
sen, lebte im ersten Lculo, und wurde»xon ^sreygeiassenen söhn gehalten, oder doch, das.« ^
gelassenen erzogen worden, wiewol fernemus Junius Juvenalis, weil sie allesamtgcBL,ihe >zuzelgen scheinen, daß er aus einem vorney>> als' ^se gewesen seyn, Massen nicht leicht sswa? ,va.c'' x,je!>' scondition dergleichen führen durften. . ^ er 17«,jung, als er nach Rom kam, und nEv'^chtseiner lebens-zeit mit declamationensich endlich auf Verfertigung satyrifchcr 'ser Vsich sehr berühmt machte; letztlich «dM ^gochc" «ivE/Kayfers Neronis comödinnten, zu hartde er von bannen weggeschickt, um ei'«g^,,tzea ipoli an den Egyptischen lind LibyW»
Viren, allwo er in kurtzem vor verdrus ' ,,^ - .WtzjLwo wir dem leben Juvenalis, so ^L-erwird, glauben, wiewol andere mit m», pes ^keit behaupten, daß er bis in das ich-^Hadriani gelebt habe. L,ss/.' epilt. gusM- , p.
kost. lib. VI. s. 6. ist is.
Lsr. Loxr-rcLi«,, äs koecis Lst. - dcM >l>
Juventus, ein Priester und Pock "jaEr war aus einem vornehmen gcfchlcckV-, j„ hecv ^sen, und brachte die Evangelische ftscmLjjchss
4 . buchern, welche in der b-bliochec» ,pssack'b scl>' ^weit mehr zu finden sind. Er ftlset vorige" ,ver^i >7nung des Evangelisten Matthal.gar medrtg, auch die verie jelvst "Einlgc? ch.,,,--auch noch andere schriften zugee-g»e - § Sec«"scribellten den nahmen G. AauMuu ,jj, ep >
rii ekron. ^ ssi- 4 »' , pi
in sonimenc. in ülstrk.
' ZuvenrlI, Mc°IauS)dc>
Niederlanden gebürtig, zog «ach Nun ^
in dem vatterlande erlernet hatte. n»t ^ ^
glas-mahlen, hernach auf das ^ ,
aber gantz aliein auf das perspect'wm , ^
aug. an. 1997. Doppelmayr. ^
Nürnberg an. 1579. odgedachten N