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Vierdter Theil. He - Mc.
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schieden, ja beyzubehalten, und nicht wieder auf den alten glau-ben zu verfallen. I'Lmpire OrromLn.

Radlubko , (Vincentius) der älteste Polnische geschicht-schreiber , war auf einem adelichen guth Kariwow gebohren,und dessen vatter ein Edelmann , nahmens Boguchwal. We-gen oenennung stines gefchlechts sind die aufihn folgende Pol-nische geschicht-schreiber selbst nicht einig , indem ihn einigeaus der familie der XolLWrmn , andere aber der kolärum her-führen. Dessen gelehrsamkeit und wissenfchafft in der Theolo-gie fetzte ihn bey dem Bischofs Fulcone zu Cracau dermassen incredit, daß ihm selbiger die Sendomirifche Probstey auftruge,und wie Fulco starb , erwehlte ihn das Cracauische Capitulzum Bifchoff. Bey dieser würde erwies er den armen viel gu-tes , verschickte seine eigene güther, und stiftete in vielen Ar-chen neue präbenden. König Lesens der weiss« zog in vielenwichtigen angelegenheiten, auch damals, da er nur noch Probstwar, dessen rath und anschlüge in consideration. Wie er zehenjähr Bifchoff gewesen, schlug das wetter in die Dom-kirche zu.Cracau, wodurch nicht allein diese, sondern auch KadlubkensHausrath und vermögen im feuer aufgieng. Dieses bewogihn , daß er sein Bißthum aufgab, und mit genehmhaltungPapsts Honorii III. ohngefehr an. irig. in ein Cistercienser-klo-ster gieng. Allda endigte er sein Lbronicou Itegni kolonise,welches sich bis an die regierung Wladislai Lasconis erstrecket,und in form eines gesprachs geschrieben ist. Er starb den 8 .wart. an. 122;. Daß aber derselbe nach seinem tode unter dieHeiligen gerechnet worden, hat keinen gründ; wol ist zu erwei-sen , daß man wegen seiner canonisation bey dem Päpstlichenstuhl angehalten. in srm-ck. Lilterc. , in

tMertio bis tsrtio. Hällische neue Libltotheck, wm. III.

„ Rädinger-land, ein in dem Hertzogthum Bremen an derElbe gelegener district, welcher sich von dem siuß Schwinge bisan den fluß Oest erstrecket. Die einwohner wollten ehemalsfreye leuthe seyn, wurden aber an. 1276. von dem Ertz-BischoffGiselberto von Bronchorst unter den fuß gebracht. An. 1711.erhielten einige Schwedische Officiers ordre, allhier ein regi-ment land - militz aufzurichten, worüber die bauren mit den,selben handgemein wurden, und unterschiedliche theils tödteten,-theils verwundeten.

Räfernburg, siehe Refernburg.

Nämifeger-thal, tat. Vollis Vo§eti», ein thal 6. meilenlang in den Italiänischen Schweitzer-Vogteyen, wird von demWasser Lamiczza durchstrichen , welches sich in den Maggia-flufi,nicht weit über dem an dem see gelegenen Haupt-flecken, Lugga-ris ergiesset, allwo zugleich das thal ein ende hat. Den Teut-schen nahmen haben ihm die Eydgenossen aus der Ursache zuge-legt, weil sich dessen einwohner mit dem camin-fegen ernähren,und diese ihre profeßion von dort durch gantz Italien und dasbenachbarte Franckreich herum tragen.

* Rämpfer, (Engelbrecht) war zu Lemgow in Westphalenden 16. sept. an. r6z gebohren. Sein vatter, der ein Predi-ger daselbst war, wiedmete,ihn bey zeiten der Medicin, welcheer, nachdem er auf den Lxmnalri« zu Lüneburg, Hamburg,Lübeck, Dantzig und Thoren, die Num-miors wohl begriffen,auch drey jähr lang auf der Universität zu Cracau die Philoso-phie und jetzo übliche sprachen studiret, zu Königsberg in Preus-sen mit besonderm fleiß erlernte. Er that darauf eine reise nachSchweden, da ihm sowol von König Carolo XI. als der Univer-sität zu Upsal verschiedene vortheilhaffte antrüge zu beförderungseines glucks in dasigcm lande gethan wurden. Er zog aber die-sem allen die gelegenheit vor, mit dem Schwedischen Abge-sandten Lud. Fabricio eine reise nach Persien zu thun, welcheer zu Stockholm den 20. mertz an. 168;. in der qualität einesSeLrLtLrii antrat, und weil sie zu lande durch Moskau angestelletwar, dadurch gelegenheil bekam, seine curiosität durch sorg-fältige anmercküng von vielen seltenheilen der natur zu vergnü-gen. Als zwey jähr darauf der Gesandte wieder zurück kehrte,ließ sich Kämpfer durch die tust, den Orient besser zu kennen ,bewegen, dahinden zu bleiben, und sich bey der Holländisch-Orientalischen Compagnie, deren flotte eben damals auf dem 8i-rw kerlico kreutzte, als Schiff-Lbirurgum anzugeben. Weilnun diese in allen see-häfen anländete, wo die Holländer ir-gend ihre comtoirs hatten, kriegte er dabey das glückselige Ara-bien, die Staaten des grossen Mogols, die Malabarische kä-sten , den Golfo von Bengala und die insul Sumatra , zu be-sehen , allenthalben aber die seltensten anmerckunqen aus der na-türlichen Historie zu machen. Er langte endlich im sept. an.i6 ly. zu Batavia an , woselbst er sich aber nrcht lange aufhielt,sondern im may des folgenden jahrs in dem gefolge der Hollän-dischen Ambassade als Leib-Meäicus mit nach Japan gieng;zugleich aber auch das Königreich S-am besähe. Endlich ent-schloß er sich im nov. an. 1692. nach Europa zurück zu kehren,woselbst er auch glücklich anlangte, und an. 1694. im april zuLeiden in voÄorem prvmovirte. Darauf ließ er sich in seinervatter-stadt Lemgow nieder, in der absicht, seine gesammeltenNachrichten in ordnung zu bringen, und durch den druck gemeinzu machen. Weil er aber auch zugleich eine starcke prsxm be-kam, und der Graf von der Lippe, sein Herr, ihn zum Leib-Meclico bestellet, ward dieses vorhaben durch seine häufigen ge-schaffte nicht wenig gehindert. Er konnte also nur bey seinemlieben etwas weniges davon au. 1712. unter dem titul Lm«ni-Mtes LxoticW zu Lemgow publiciren, als verschiedene häusliche

Widerwärtigkeiten und lang anhaltende colic-iWÄ I'Aden 2. nov. an. 1716. seinem leben ein ende maw Pil-sen hat er eine völlig ausgearbeitete Historie vou-^M,-Siam in Teutscher spräche im manuscript hck'ch'' „Ze«

ches der Englische Ritter und Präsident der Londeiw ^tät, Hans Sloane, an sich gekauffet, und durch Fw § E»Scheuchzem ins Englische übersetzen, undfolianten an. 1727. drucken lassen, welchem eineper 0«dem leben des Verfassers voran gesellet ist. Ern iM'panischen Historie ist in den Innres wrisules L v»L'atzKnov. littorar. 17,8. p- 6Z- Wgo

Evarndten, ist ein dem Ertz-Hause OeMre^gtHertzogthum in dem allen Norico gelegen. ^ pE .^zwischen dem Hertzogthum Steyermarck und ^ MG-.,,»

Bißthum Saltzburg, und der Graffchafft M'Aeii

Meilen in die länge, und 24. in die breite. Vor» ^daselbst die Lsmi, und begriff dieses land bEderEecktheil von Oesterreich nebst verschiedenen andernwie denn Carmmtum die Haupt-stadt dieses lande- pgs vlso zwischen Wien und Preßburg gelegen, u"., mEzB'EPetroneü und Haimburg gehalten wird. If, je'st, r»in Ober-oder Nieder-Kärndten eingetheilet,in dem gedürqe und dieses aufder ebene lieget- pjeirr^K»auch fast rings umher mit hohen Alpen umgeben/reu nennet. Es werden nebst 20. herrlichen p,e v A.12. stadte im lande gezehlet, worunterstadt ist, St. Veit, Gemünd, Völkelmark/ 6^,Lienhart, Wolfsberg, St. Andre, Villach, zu

bürg und Bleiburg, unter welchen die vier M eck

tzogthum gehören, die andern aber Saltzb"Ep.bergisch sind, und Luentz zu Tyrvl gezogen wn 4 prU,Pgiebt es auch darinnen einige von naturschlösser, worunter die haupt-berg-vestung H-Z-E /Griffen, Hollenburg, Landskron, Sonne«'

Es wächset darinnen, weil es etwas kalt ist /getreyde; es giebt auch im lande viele bergwer L ^,„0bäder; aus den bergen entspringen überund sonst giebt es gute weydeund reiche vMck / LFDie vornehmsten flüsse sind dieMöl, Liste, .UaupErÄvant, Geil, und Mis, welche alle von >ÄDran verschlungen iverden. Es hat auch vff' ',„„p E Mder Wörd-ste der qröste ist, weiter der OsiE- ey,see. Es giebt auch unter andern 4. berge bUwgSt. Ulrich, St. Lorentz und St. Helen^A^.^

das gemeine volck jährlich am drittenhaltet, und soll es ein langer weg wol von 'len seyn. Die einwohner reden theils Teutsch^,, pE j,i ^theils auch Italiänisch , weil das land von omuen nach und nach beherrschet worden. Esalten zeiten nebst Oesterreich seine Regentt i un ^ell G^c ^^nach diesem aber ist es unter der Romer boMU«/ °und durch gewisse Landpfleger, eben wie a>m ^ pie -0 pvintzon, regieret worden, bis in dem ^l^^ picscs -',,ii s^Römer aus dieser gegend vertrieben, pcUL phck ^kriegs-gesellen, den Slaven und Wenden,

knegs-ge,enen, oen e^iaoen unoxok'.^--- ^liessen, stlbsten aber Herren des >andes bmo U i,, ..Bayern in dem VII. Lculo den Ehrlsiiickst s Aarse ^

men, wollten die ungläubigen Wenden

nicht länger unterworsscn seyn, sondern ^mittels, nahmens Samois zum Fusst"»' «eckaus dem felde schlug. Ihm folgte Barnwu ' AyuckHunnen nicht gewachsen war, und dahao d lehUxfickfe rüste, und das Hertzogthum von st ".g l>V

Diesem folgte sein söhn Carastus, und stM„dtck^tomarus, welcher das Christenthum m U BackLgf H'K

anfieng. Mit dessen söhn Waldungostarb d -rtzte

aus. Der Hertzog Thaßilo -n BayA ^ecvsöhn Theodo 111 . zum Fürsten em, welcher

vertrieben, hmgegcn an. 778. braEch

Hertzog gemacht wurde. Dieser Hertzog ^ ba^Dhch/s>tthum , welches der gemeine mann und A ^ M tgenommen hatten, auch auf fernen A« investsonderliche gewohnheiten ern, welche ecktzogs m beobachten, und wurde vo A^^ ^ o »ren-geschlccht, welches man nachgehe"d-^x-gckusendörffgeuennet, privilegirt, den "'^Äuec w'Uf c'UE,!de weist zu exerciren : Es sttzte W "N ck feste.^l>Aprivilegirten geschlechte an dem hnldrgu^, freye'morstein, welcher unweit Karndurg 'Ague»und darauf des Landes-Fürsten wP ^^rdendie schrancken um den stein aufgerichttt w ^,e Ln HMvolck stch herum versammelt, kam d^ ^ , e U >bauers-kleidung, und hatte ettw--b !

2. Land-Herren und dem gantzen Adel ° ^

tet; auf der einen serte desselben wuro fuhrst- hoWxoÄgVerändern aber ein mageres acker-vftrd g ver nL^ack^F^der bauer auf dem steine: wer rst ee^^pc ^

pranget ? darauf antwortete das vol« e,»'ss ^Damit/ragte der baner werter: B eM sckLsF)/,

pin bekorderer der woülfahrt UNI r - «-A «ltv

ein beförderer der Wohlfahrtschrie das volck: ja er.ists, mw pgdiesem muste der neue Fürst angewde