Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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478 kas tat

zu bewahren, und auf die Haushaltung und jährliche rechnun-gen der beamte» ein aufsehen zu haben, u. a. m. Es waren alsodie Prälaten gleichsam lins mann , und konnten nichts von demgeistlichen gnth ohne vorhergehenden consens ihres Kasten-Vogtsalieniren ; es wußten auch die Könige und Fürsten, wie reichein jedes Gottshaus wäre, um selbige bey noth-und kriegs-fällen um eine beysteur anzulegen. Dafür genossen sie einigeschöne Vortheile und rechte, als die freyheit zu jagen und zufischen, einen theil an der fallenden busse und freveln, das so-genannte Atz und Mahl, .oder gast-recht und einkehr.(c) Wann auch diese Kasten-Vogte solches amt fur sich und ihredescendenten erhielten, nennete man es eine Erb-Raften-Vog-tev. Also setzte vormals Konig Dagobert in Franckreich denH. Arnolph von Oesterreich dem Ertz-Stifte Trier zu einemKasten-Vogt. (6) Das Ertz - Haus Oesterreich erlangte dieErb-Kasten-Vögtey über das Gottshaus Seckingen. (e) Sohat das ländlein Schweiß die Kasten-Vogtey über Einsiedlen,< k) und die 8. alten Orte der Eydgenoßschafft über die in denVogteyen gelegene klöster. (ß) 6eL6voLar.

e. 9. num. 50z. 1!^. IV- L- 49- ^ Ho. V. e. z.

«r cliron. 8pir. üb. H- c. ;6. (k) 6. I. r>. 8«;- Ke/oÄ.

Mes. prsÄ. in vocs Käst - Vogtey. (c) cl. I. (6)

ä. I. c. 4 - num. iri. (s) (s)AeE. (§)

p. 97. *

?^aswin, oder Rasbin, so nach etlicher meynung der AltenArsacia gewesen, ist eine ansehnliche stadt in Parthien, an diebergichte landschafft Deilem grentzend; sie liegt auf einem ebe-nen , aber sandichten boden. Die Arabischen tzeograplii setzengemeiniglich ihre longiwä. von den Insulin Voirunaris auf 85.und die latitucl. auf ,7. grad, welches aber Olearius um etwasverringert. Von ansang war daselbst nur ein rastest, gegen dieanläuffe und streifereyen der wilden Deilemiten, von dem Per-sischen Könige Sapor Ardeschier erbauet, hernach wurden vonunterschiedlichen Califen zwey städte damit vereiniget, welchezuletzt mit einer mauer umgeben worden; da aber die Tartarndurch gantz Asien wüteten , ward auch diese mauer samt einemguten theil der stadt niedergerissen; sie erholte sich doch wieder,wurde von neuem restaurirt, und erlangte durch einen grossenzulauf von allerhand völckcrn, und viel aufgerichtete prächtigegebäude ein schönes ansehen. Das erdreich daselbst ist frucht-bar ; obschon sie keinen fluß haben, so leiten sie doch das Wasservon den nächst-gelegenen gebürgen durch unter-irdische canälein viel ft>d-brünncn zu der stadt nutzen; wegen der grossen som-mer-hitze begeben sich die reichern einwohncr mit ihren gezeltenin eben biß gebürge. Als ü. Heg. 9;;. L. 1^48. Soliman diePersische residentz Tauris eingenommen, verlegte der PersischeKönig Schah Tahmasp seine residentz nach Casbin, und zierresie mit vielen prächtigen gebäuden aus. Sein enckel SchahAdas hatte daselbst von ansang seiner regierung auch noch seinensitz, begab sich aber hernach nach Jspahan, wodurch Casbinviel von ihrer vorigen Herrlichkeit veriohren, obschon sich daselbstnoch über 100000. etnwohner befinden , welche von einem va-roM oder prs-wre regiert werden. Die spräche dieses orts istnicht sonderlich rein, weil es an wilde völcker grentzet, so kommtdie zierlichkeit dieser Persischen mund-art deren zu Jspahan beyweitem nicht bey; die mit gold gestickte seidene tücher, gebranntegemählde (enLLust-l) As. so daselbst verfertiget werden, sindhoch aeschätzet. Es sind auch viel gelehrte und durch schriftenberühmte männer von dar gebürtig, als : Zacharias EbnMachmud, welcher in Arabisch ein wcrck 6s L6mirsn6is XerumOestsrum ; und Hamdalla Ebn Beer, so von gleicher Materieeines unter dem titul: ünimormn Xscrsario in Persischer sprächeheraus gegeben, .deren sich Jac. Golius in feinen nocks überAlfergannm oft bedienet; jener kommt auch oft bey E. Pocockeunter dem titul Lslivimus vor, weil seine vorfahren von darherstammeten. So findet sich auch Hapshet Chalil von dargebürtig, welcher eine beschreibung dieser stadt verfertiget undausgegeben. (siehe auch Casbin,) welches allhier mit vielencuriosen umständen vermehret worden. 6^»-. iv«-

üo/r«i. *

Ratlage, oder Latlidg, welches auch Rirtlintt genennetwird, ist ein kleiner ort in der Englischen landschafft Cambrid-geshire, an den grentzen von Suffolk, allwo an. 977. ein be-rühmt National-Loncilium , wegen feyrung des Ofter-festsgehalten worden; wiewol einige in den gedancken stehen , daßdamals nicht an diesem orte, sondern zu Kyrleton in Oxfords-hire, die Englische Clerisey zusammen gekommen. Catlidg ge-hört den Freyherren von North, und ist deren vornehmster sitz.

Lritsnn.

*Ratona, (Emeritus) ein Ungar von Uifalu, frequentirteerstlich zu Patack, und ward Xeüor zu Szeysi, oder in derMoldau, allwo er sich innerhalb zwey ,ahren so viel geld ge-sammelt, daß er auf Universitäten gehen konnte, und studirteerstlich zu Wittenberg zwey jähr, darnach zu Heidelberg dieTheologie. Als er an. 1599. nach Hause gelanget, ward erReÄor zu Patack, darnach Sigismundi Ragoczi Hof-Predi-ger , ferner ward er Prediger zu Szeysi und Görtz, letztlichin Keresztur, allwo er gleich an. 1610. den 22. oct. im z8.fahre seines alters starb. Er schrieb äs libero ürbiuio, itemcks katrmn, Loncilioruni L Trsäitionum Lucstoritots, Franck-furt 1611. in 8. zu welchen Pareus eine vorrede gemacht, unddes Äuckoris leben beschrieben hat. Er hat sich manchmal nur

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er

vikilmnum von seinem vatterlande benennet.

Ilungsr. litter. p. 199.

Ratte, eine uralte adeliche familie in den HerW«Bi>ÄMagdeburg und Bremen, wie auch in derbürg, dahin sie der Kayser Henricus I. aus den m> ^,r,versetzet haben soll. Hermann Kalte hat umdasl s edem Bremischen gewöhnet. Berthold i« ^ M1509. am leben. Dessen ur-enckel Christoph E'twals Dänischer Oberst-Lieutenant in einem treffen "und hinterließ unter ändert, kindern Marquarden, r",ansang des XVIII. üeculi als SchwedischerRath floriret, und die güther Henhoff, PfortzhelM »^^li»aufsein geschlecht gebracht, welches er mit viererben fortgepflanzt. ,

In dem Magdeburgischen besitzet diese famille st»her, den alten stamm-sitz Wust nebst andernChristoph aufWust, florirte an. 1620. als A--L

Magdeburgischer geheimer Rath. Hans auf W^blirE.undScherlübe, warum das jähr 1608. Fuch'^.W'/Mgeheimer Rath,Hof-Marschall und Cammer-v>re<-r°^,^I-^pbefand sich einer dieses vornehmen geschlechtsjor in Königl. Preußischen diensten; und an. geh^.sF.stoph Bernhard von Kalte als Königl. Preußlsib^.B°wie auch Hof-und Cammer-Gerichts-Rath.dlob. Krem. Hons Coburg. thron. lickÄ. ^

* Ratte, (Hans Heinrich, Graf von)

General - Feld-Marschaü, Erb-Herr auf WustGötin rc. war den 16. oct. an. rsgi. aus einem MsSächsischen geschlechte gebohren. NachdeM/t i'fv PxEAauf in den Chur - Brandenbmgisch-und Komm'^ Mkriegs-diensten tapfer hervor gethan hatte, ward , .einander General-Major und General-Lieuten?.'^<rl>-^ii>Commendant zu Königsberg, in welcher gua>»mden König Stanislaum daselbst aufgenommen /verstellter kleidung aus der stadt Dantzig entwiche»-aber noch in diesem jähre das Gouvernement «Ae»e'WFPommern. Den 17. jul. an. 17)6. ward er zu»' MN ^ ^der cavalerie, und im jun. an. 1740. von »em/ »Mzum General-Felb-Mavschall erkläret, auch wem^sse>L„s,nach mit allen seinen ehelichen nachkommen t>v,Mligch-M^erhoben. Seine gemahlin, eine tochter des ev^§M°, !>nfischen General-Feld-Marschalls Grafen veff.Lrstarb den 18. julii an. i7;8. zu Berlin. Sem M, vck>Ljsals Lieutenant in Königlichen dienstennov. an. i 7 ?o. um eines gewissen Staats-vermCüstrin seinen köpf. Er aber starb denbei>^ .einem schlagflnffe zu Reckane, unweit dem Ksf

seines alters 60. jähr. ^ '.rflebid

Ratllenburg , Catelnburg, ein in deM »/§Wß

benhagen ." ^

Es-

ein

Braunschweig, an. i;;8. eingezogenlenk.

Ratz, ist ein edles Frauen-kloster im ,

dem Heintzenberg im gründe gelegen. Dells»

BischoffzuChur, neben seiner mutter, emer^ E

von Hohen-Realt, und seinem vatter -'ÄisA

schaff zu Chur. Er führte weder Monchs-reg^gelübde ein , sondern ließ den edlen Fraulem.belieben daselbst ein und aus zu gehe», sichhin zu verheurathen. Die erste Aebtißm mmschwester, Vespula, eine verwittibte Grafische a"' M Eiter der Aebtißin Gutta von Schauenstern, m^„pst(starben, litte das kloster eine erbärmliche v'ärtf PAlbrecht von Schaurnstein aber hat ts ffAriE^c^ ,»>>aufbauen lassen. Die letzte Aebtißin war C» ^ dck E.mels, an. in7. erwehlt. Nachgehends abtt ^ vA,

Bund des klosters einkunfte unter d,e

solche anderwärts an kirchen und schulen Z» st ,,

Xb-sr. I!b. VII. p. 87. * - Sch'Äpm'Lt

Ratzbach, lat. L-,rw8, ein kleiner flust s^ger t»dem dorfe Katzbach in dem FürstenthuM ^

durch das Liegnitzische fliestet, und bey P ge»Er,ilst"

durch das Liegnitzische fliesset, unv ^ gr.'-fallt. Er wird msgemein der tolle ftrosich leichtlich ergiesset, und öfters grolle» ^

orätio äs Lätti eluvione. ^

Ranenstein, ein Gräflich nahM^sßer ÄE

Wallerstein lsche special-linie noch ietzo dew ^ bM x» tOettingen.) Ehedessen hat es semenach deren abgang es an Oettingen pE

thete Graf FriedrichII. von Oettingen^ ^Nbra". F"',stein, welche Jmhof die letzte erbin Est,ede»

An. 1648. wurde das schloß von den SM ^

X. k. lib. V. c. II. n. 4. t.

*Ratzenstein, Begii oder^ v-/'AeE>^

schönes berg-schloß in Ober-Crain, 6 . rr^xs ch es.A kAWesten, den Katzianern gehörig. ^McheM v E.thums Crain, lib. II. e. s. p. i l 4 . d>e ^

welchen nahmen es aber nachmals, a> u»

ablegte. Es hegt im ebene» grün