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sagen, er wolle sich nicht an des Churfürsten land und leuthen,sondern an seinem fleisch und blute rächen; worauf der Chur-fürst im schertz sagte, er sollte ihm nur die fische im terche nrchtverbrennen. Als aber Kauffung fortfuhr, fernere drohungenausznstossm, wurden ihm nicht allein seine in Meisten habendegüther genommen , sondern er auch des landes verwiesen. Erwandte sich hierauf in Böhmen , kaufte sich daselbst das schloßJsenberg, zog zwey Meißnische vom Adel, nahmentlich Wil-helm von Mosen und Wilhelm von Schonfels, nebst andernan sich, und bediente sich eines Böhmischen kochs, nahmensSchwalbe, der sich in Churfurstliche dienste begab, als einesspions. Als nun selbiger dem Kauffung berichtet , wie derChurfürst eine reise nach Leipzig gethan, nahmen sie die gele-genheit wahr, kamen den 7. julii an. 145^. um Mitternachtnebst ;6. reutern vor das schloß zu Altenburg, und erstiegendasselblge auf denen von einem seiner diencr angelegten leiternin der stille. Als sie dergestalt in dem schlösse waren, verriegel-ten sie der Churfürstin und anderer Hof-bedienten gemacher,mengen auf der Printzen cammer zu, und nahm KauffungPrintz Ernsten mit sich aus dem fenster die leiter hinunter.Mosenaber ergriff an statt Printz Albrechts, der sich unter das betheverstecket hatte, einen jungen Grafen von Barby. Als Kauf-fung diesen irrthum wahr genommen, übergab er Printz Ernstendem Mosen, kam wieder ins schloß, und führte Printz Albrechtenmit sich heraus. Die Churfürstin war indessen erwachet; weilsie aber nicht aus dem gemache kommen konnte, rief sie demKauffung aus dem fenster zu, er sollte der Printzen schonen, erwerde erhalten, was er verlange. Sie hatten sich indessen derge-stalt getheiler, daß Kauffung nebst Printz Albrechten in Böhmenrilete, Mosen aber und Schonfels nebst Printz Ernsten in Fran-cken, damit, wenn eine parcey gleich ergriffen würde, jedochdurch die andere könnte gnade erlanget werden. Es entstundaber bald ein tumult auf dem schlösse, welcher auch in die stadtkam, allwo die meisten Hof-bedienten sich lustig gemacht; undwurde sofort ein courier an den Churfürsten nach Leipzig geschi-cket, auch den flüchtigen nachgesetzet, und alle sturm-glocken aufden dörfern geläutet, dahero Kauffung , als er die glockenklingen höret'e, durch lauter unwegsame örter eilete, und kaumnoch eine halbe meile von den Böhmischen grentzen war. In-dessen stellte sich Printz Albrecht vor Hunger und durst gantzkranck; wannenhero Kauffung feinen geführten voran schickte,er aber nebst noch zweyen von den Pferden stiegen, um vor denPrintzen crdbeere zu suchen. Es kam ein köhler ungefehr darzu,welchen sein bellender Hund auf diese spur gebracht. Dieserfragte den Kauffung, wo er mit dem knaben hin wollte l demgab er zur antwort: es wäre ein böser bube, der seinein Herrnentloffen, dem wollte er ihn wieder zuführen. Kauffung aberverwickelte sich indessen mit seinen sporen in dem gestrauche,daß er sich sofort nicht wieder losmachen konnte, wannenheroder Printz geleqenheit nahm, und dem köhler ins ohr sagte,daß er Churfürst Friedrichs Printz wäre, und entführet worden,worauf einer von den reutern, so bey Kauffungen waren, einenhieb nach dem Printzen that, aber dessen fehlte; dahero derköhler bewogen wurde, mit seinem schier-baum einen schlagnach dem reuter zu thun; er schlug auch nach Kauffungen, wel-chen er würde umgebracht haben, wofern der Printz nicht fürihn gebäten hätte. Als indessen des köhlers Hund starck zu bel-len anfieng, kam dessen frau herbey , welche den andern köh-ler» ein zeichen gab, die sofort zusammen kamen, den Kauffunggefangen nahmen, und selbigen nebst dem Printzen in das be-nachbarte kloster Grünhayn brachten. Indessen wurden auchvon des Mosen geführten 6. ergriffen, und weil die übrigenmerckten, daß man ihnen starck nachsetzte, hielten sie sich ohn-fern dem schlösse Steinn in einer höle gantze;. tage aus, batensich bey Printz Ernsten gnade aus, schrieben darauf an Frie-drichen von Schönburg, Amts-Hauptmann zuZwickau, undversprachen den Printzen auszuliefern , woserne man ihnenwürde gnade widerfahren lassen , und als ihnen solches ver-sprochen worden, lieferten sie den Printzen nach Hartenstein.Printz Albrecht wurde der Mutter zu Altenburg , Printz Ernstaber dem vatter zu Chemnitz überliefert, worauf der gantze Hofnach Ebersdorff gieng, allwo damals eine berühmte wallfahrtwar, daselbst GOtt danckten, und zum andencken der Prin-tzen und des köhlers Ander in der Arche aufhängen liessen.Dem köhler wurde vergönnet, daß er lebens-lang so viel holtzin dem walde schlagen durfte , als er zu seinem unterhaltvonnöthen haben wurde. Es wurde ihm auch ein guth ein-geräumet , und etliche matter körn jährlich verehret, welchedie samilic noch genießet. Kauffung wurde hierauf den 14.julii zu Freyberg enthauptet, sein leichnam prächtig in den sarggeleget, und anfangs in der St. Peters-kirche daselbst begra-ben , bald aber ausgegraben, uyd nach Neukirch, einem dorfeohnfern darvon, gebracht. Seine freunde hatten zwar nochgnade für ihn ausgebäten, allein der ausgesandte böte kam zuspät. Sein bruder Dietrich wurde gleichfalls wegen einigenverwegenen Worten zu Altenburg enthauptet. Schwalbe nebsteinigen andern wurden zu Zwickau mit glüenden rangen zerris-sen und geviertheilet. Mosen aber und Schönfels erhieltengnade, dle ihnen Printz Ernst versprochen; man weiß aber nicht,wo sie hingekommen. üojeM, vit» LlberA. F'aöxiorr orig. 8axon.Spangenbergs Mannsf.chron. cttron. Mtn.F>a»cH.
ckron. ste xlsxio Lsustünsi. äs rsvtu
L-meüi <L Merti.
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Raunin, eines der ältesten und ansthnstchA-AE^
Häusern in Mähren und Böhmen, welches mit ver^einerley wapen und Ursprung hat. Ihr stanun-y« Mii» r.schafft Kaunitz liegt in Mähren, zwey weilen ov,dem flusse Jgla. Wilhelmns, Graf von Kaunitz,
Mit Conrado,Hertzvge von Znoym in Mahren, U „ersU.„;sam verwüstet, und dabey weder kloster noch klE> Mmcauch die stadt Wien genöthtget, ihre mauren m- ynachgehendö hat er an. 1179. bey Prag demHertzfsFridcrico,einen herrlichen sieg wider Sobieslaum bcv
darauf eine wallfahrt nach Rom gethan, da er v» gMrückkunft zur pönitentz wegen vorbesagten veru. ^ ^
thaten soll noch eine schrift in alter Böhmischer^ ^
den seyn, davon ein kr-igmemum in Paprocit tt> ^zu finden. An. i; 98. hat Hermann von Kau« AOber-Cämmerers in Böhmen bekleidet. ' hF
befand sich unter den Catholischen Ständen w ^,1
an. 1421. sich verschrieben, alle diejenige, fi> M
pflichteten , als feinde an leib und guth zu trac»rc' MKaunitz, der um das jähr 1490. gelebet, ist ew v vo» MLeonis Wilhelmi, Grafen von Kaunitz, wordenesöhn Dominica Andrea, Grafen und HettN her MftsAusterlitz, Ungrisch-Brod, Mährisch-Prusch'artickul handelt. Er hinterließ bey seinem an«tobe z. söhne und 4. töchter; die söhne waren ew''Aa^Carolus, Graf von Kaunitz, so an. 1676. gebovr" ^ zuclitor äi ttom, Probst zu Alt-Oettingen,bürg, Passau und Olmütz, und zuletzt BifclM E ,7^'den, an. 1717. aber den 2;. sept. gestorben. ^
Ulricus, Kayserl. Cämmerer, Reichs-Hof-Rflch Mc l^EAbgesandter an die Churfürstliche und FürstlMM,, ^so sich mit Maria Ernestina Francifca , Erd-6).
Frießland und Nietberg, Ferdinandi MapiMitza^ „,,0Nietberg tochter, den 6 . aug. an. 1699. verw«.^',^verschiedene Ander gezeuget. z.) Johannes B
1697. gebohren, und in der jugend gestorben-..lern ist Maria Eleonora mit Francisco WenceS!« ^ lsilts«Trautmannsdorff; Maria Dominica an.
Joseph, Grafen von Rosenberg, und Francssca
pha an. 1711. mit Albrecht, Grafen von v . ^
worden. La/ör'«r epit. rer. Lottem.
Raunltz, (Dominicus Andreas,.Graf , AeA
heimer und Conferentz-Rath, Reichs-Vlce-C^«y ^ >
goldenen Vliesses, war ein söhn Leonis W'w^n Ach MKaunitz, undEleonorä, Maximiliani Fucsten^ sHtvchter, welche ihn um das jähr 16; ;-gebot)rgeschicklichkeit und gute qualitäten brachte.^ansehen, daß der Kayfer Leopoldus ihn nttyr« ^
jähre als Lnvoxe am Chur - Bayerischen
brauchte, sondern auch an. - 587 - beretts MB
mit einem vorzug vor andern vornehmen S«n ^
chen Personen in selbiger Promotion erww
auch wenig jähre hernach den Ritter-orden « Agych
ses, und wegen der grossen Hoffnung, ,,,,
treue und capacitat gesttzet hatte, wurde er«
serlicher Ambassador an die Holländer gelw , »oh
er auch im folgenden jähre bey dem ChurM
Brüssel verwaltet, und hernach als erst^ 7 bA
dem Ryßwickifchen frjedens - fchlusse an- ^
Weil nun inzwischen der Reichs-Vice-Cww' W
von Windtsch-Grätz, den 2,. der. an. -- 6 -?- ^
vv» , vk» 2^. vcr. u»-
Churfürst von Bayern aber eine sonderba^
^ den Grafen von Kaunitz hatte, so bat er bey«^ »z,dieReichs-Vice-Cantzler-stelleaus,welche^'fE^i>die ihm den i8. jun. an. 1696. aufgetrEpick«^ .Verst nach seiner zurückkunft von dem
fchlusse an. 169.8. würcklich angetreten, AE,
geheimen Conferentz-Rath gezogenrichtungen ließ er sich sehr fleißig angelegen' xer E^MVaber gar zu viel waren, ward ihm an -'7 ^ dr' M,ltz>tFriedrich von Seilern, welcher mit lM ^ Zchl'Ää»^klenixorentiviue zu Ryßwick gewesen war ,F
feite gefetzt. Ob ihm nun zwar dadurK ^ ww ^ Ferleichtert wurde, so konnte ihm doch lew ^eri» ^werden, welches er in seinem besten a^r^
gebracht hatte, beschlossen, indem er ve« KcaAiÄ
einem schlagftusse todt im bethe gA"d 8 ratis^§muhlin war Maria Eieonora, AdolM ^jgrelw^Sternberg, obersten Burggrafen des ^ i 7 ^che^tochter, welche ihrem gemahl den 2 . oA H pew ^ Ktkgefolget. Von ihren Andern findet manartickul Nachricht. . «öbmew^S'c" E
Raurzim, eine Königliche stadt «n Prag-^^^E
l-LL« «rZÄLSi
gerichtet, und nu,soll, wurde aber nachgehends Mit