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HN0SVI8 invslvres vel Kolkes mit den Aebten von Kempten selbstgeschlossen habe; worzu noch ferner deren besonderer Reichs-anschlag kommt, den selbige schon von den zeiten Kaysers Sr-gismundi her auf sich hat; wie auch, daß sie sowol damals, alshernach bey aufrichtung der Reichs - matricul zuWormsan.1521. würcklich einen höhern fuß, als das Stift Kempten leibst,hat über sich nehmen müssen. Wie nun bem allem, so beken-nen einmal beyde theile, daß der Abt Sebastian von Breten-stein an. i?2;. mit bewilligung Kaysers Caroli V. und PapstsClementis VII. der stadt alle gehabte rechte um zoooo. fl. ver-kauft. Doch was einige, und unter diesen auch Knipschild ,wollen / Kempten wäre erst von dieser zeit an eine Reichs - stadtworden, so widerspricht solchem nicht nur die stadt , sondernwird auch durch klare Urkunden widerlegt, so bey Dattio äs ps-LS pubi. und Schillers in Inliic. Zuri8 publ. zu lesen. In derthat besitzet die stadt älplomsw von Rudolpho I. Carolo IV. undFriderico III. darinn ihre Reichs - immedietat erkannt, und ihrfreyer Reichs-stand gegen alle fremde anmassungen geschützetwird, ohne noch von den bestätigungen zu reden, so dieser stadtnachmals von allen folgenden Kaysern bis auf die gegenwärtigezeit sind ertheilet worden. Als sonderlich an. 1488. die vonKempten sich auf dem zugin die Niederlande (der zu befeeyungdes Römischen Königs Maximiliani, welchen die von Gent ge-fangen hielten, vorgenommen ward, ) willig und tapfer er-zeigten , ward ihnen vom Kayftr Friderico neben andern gna-den auch der Reichs - adler, halb schwartz und halb vergüldet,mit einer cron zum wapen verliehen. An. bekannte sie sichzur Augspurgischen Confeßion. An. 1628. und 29. mnste sieKayferlich volck einnehmen, wovon die Schweden sie an. i6;r.befreyeten, allein der Kayserliche Oberste, König,nahm an. 16;;.die stadt mit stürm ein, und ließ fast alles darnieder hauen undausplündern. Die Schweden nahmen sie ihnen an. 16^4. zwarwieder ab , musten aber nach der Nördlinger schlacht gantzSchwaben verlassen. Das Regiment der stadt ist LriltoLrsri-cuin äemosrLtics tempemtum, und besteht der grosse Rath aus§8. Personen, nemlich 22. des kleinen Raths, darunter 2. Bür-germeister und ;. Geheime, 16. des Gerichts, ausser des Stadt-Ammanns und 20. von den gemeinen aus allen 8. zünften. End-lich die stadt an sich selbst anbelangend, so hat sie eine feine kir-che zu St. Magnus genannt. Die Jler fliestet zwischen der stadtund Vorstadt durch, und wird eine halbe stunde unter der stadtfchiffreich. Sie hat 6. thore, und z. in der Vorstadt. Sie trei-bet sehr starcken Handel mit leinwand, hat auch eine grosse Nie-derlage von waaren, die aus Italien nach den Niederlanden,und hinwiederum von dar in Italien gehen. So ist auch dieNiederlage des faltzes, so aus Tyrol in die Schweiß geführetwird , daselbst, topogr. 8usv. L«,'x/L/s,A. äs jurs siv.
Uh. III. c. 2z. Europäischer Herold, ?. I. x. 760.sä Vitrisrium, lit). I. tit. 16. , c. 2. 7 "
vinä. bist. pro Herm. LonrinZü cenlurs in äipl. kunä. Ooenob.hiinäsv. Oatt. äs pscs xudl. pslftm. in^urs publ.
tom. III. *
f Jacob Kesel, 8enior Ministern zu Kempten, hat die geist-lichen und weltlichen geschichte dieser stadt unter dem titul:Kemptisches Denckmahl, zu Ulm an. 1727. in 8. drucken lassen.Unter den ersten Lehrern der Christlichen religion zu Kempten,war St. Mang, oder Magnus, ein discipul St. Galli. Vonihm hat die alldasige kirche ihren nahmen. Der erste Lutheri-sche Prediger zu Kempten war Matthias Marbel, welcher an.2525. von den folbaten des Schwäbischen bundes aufgehängtund getödtet worden. c>r<Fr Schwäbische chronick mit MosersFortsetzung.
s Aempten / eine Fürstliche Abtey Benedictiner - ordens inSchwaben, welche von der stadt Kempten, so dem Abte ehedes-sen zugehöret hat, den nahmen führet. Es wird von feiten die-ses sehr ansehnlichen Stifts behauptet, daß Hildegard, desKaysers Caroli lVlsgm dritte gemahlin, und eine tochter HertzogHildebrands in Schwaben, diese Abtey an. 777. und zwar ausihrem eigenen erb - gnth der Fürstlichen Grafschafft Kempten,gestiftet habe, und Andelgarius, ein söhn des grossen Rolands,von dem Papste Adrian zum ersten Abte verordnet worden sey.Es hat aber Tentzel dargechan, daß das von dem Kayftr CaroloIVlsglio darüber ertheilte älploms falsch, und den zeiten diesesKaysers nicht gemäß laute. Hermannus LomraAus und an-dere setzen den ansang des klosters in das jähr 7-;2. und geben ei-nen, nahmens Andegarmm, zum stifter und ersten Abt an.Allein es ist ausgemacht, daß der erste stifter und Abt Theodo-rus geheißen, welcher zu den zetten Königs Pipini um das jähr750. gelebet. So viel kan man wohl zugeben, daß die Hildegardetwan dem kloster viel zugewendet, dafür das Stift sie znm an-dencken in das wapen gesetzt, und dre residentz des Abts, wel-ches ein kloster ohnweit Kempten ist, den nahmen St. Hilde-gard führet. Das Stift ist im übrigen Fürsten-mäßig, undist Heinrich von Mittelberg an. i;6o. von dem Kayftr Caro-lo IV. zum ersten Fürsten erkläret worden. Über dieses ist derAbt der Kayserin Ertz-Marschall, und pflegt solches amt beyder Kayserin crönung würcklich zu verrichten. Das Capitul be-stehet aus 20. Personen, welche alle von untadelhafftem Adelseyn müssen. Diese, wie auch der Abt selbst, haben die frey-heit, daß sie Nachmittage weltlichen stand sühren, und als Cava-liers allerhand dwertlssements im weltlichen Habit üben dörfen.Das Stift hat die Hertzoge von Bayern zu Erb-Truchsessen,
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welches amt durch die von Roth versehen wird.fen ist desselben Erb - Schencke, womit es ftdocyohat, daß der Churfürst die lehn von dem Abte
auch nicht die allergeringste solennität beobachtenBamberg etwan der altemoäus Ksbenäi dur"/ vU-P,erhalten wird, sondern es ist dieses ein alter tmi ch SAp.
daran, daß die Renner von und zu Allmending P,cken - amt von Chur - Sachsen zu lehn zu tragen Pp wPxDahero, als zu zeiten Churfürst Christian des A
dieses amt Joachim von Renner, und dessen M- M l-'Pfür ihre Person aus gnaden verliehen worden, ^
besorgt, es möchte zu einem Heimfall kornmMAbt, Johann Adam, bey Churfürst Christian ben'^M'^bittlich angesucht, solch Erb - Schencken- amtA Met.der Renner perpetuiren zu lassen, welches amvErb -Marschallen des Stifts sind die Grafenan deren stelle es die Ritter von Preßberg vmch vsind die ehemalige Landgrafen von Nellenvu a ^Erb - Cämmercr, worinn ihnen die Edlen vonfolget, da in dem übrigen die NellenburgiE ^ M. ^ter Massen an das Ertz - Haus Oesterreich grt» ,,KpMStifts-lande liegen zwischen dem BiMm»
Herrschafften Mindelheim und Zeyl, dem ^>n '«Pappenheimischen gebiethe, und sind cm tyr'ch^esrSagöw, Nißgöw , Angsgöw, Hillergow, 0 ' ye»Grafschafft Kempten, dem ländlem BuckftNb"L^^,und schlossern Diengauen, Dietmanswred -bürg, re. und 72. Pfarreyen samt vielen lehn Hgen den Herrschafften Rvlenstein und Salden ' ^den Grafen von Pappenheim lange zeit im ^ ^sind nemlich die Landgrafen'' zu Stülingen Mit ch yje EHt!-penheim eines stammes , und die güther,E
fen zu Stülingen im Algöw besessen,.
undCaldennun die
isssli"^
den, Pappenheimische ftäsl - oowwn^ -Hg,
Stülingische linie mit Maximiliano aos §ec ,
die Grafen zu Pappenheim solche güther m v/vvKempten wendete ein, daß ihm das vomimvmgedachte Herrschassken zustünde, und fetzte M
mit gemalt aus der posseßion. Es musten averserliche Verordnungen wieder restituiret wervo» ^ydl>ÄMwurde vor dem Reichs - Hof - Rath getrieben. pe>n Arg H,zur Commißton, welche an. 1686. zu AuMffItt^ ^schlösser Rotensiein und Calden, nebst dem heB ^ ^gen erlegung 6000. fl. zusprach, womit dle P^gW^h .:.nicht zuftreden waren. Daher durch vermmom^rpe'sens an. 1692. die gantze fache dahin verM^.f,cher L st ,Abte gegen 65000. fl. die PappenheimlMe P
sollten überlassen werden. Den streit, ber, DME
hat, muß man unter Rempten stadt ftE yem L sF',er gleich nach dem von Fulda, und noch ^ geistl Mhsr 7Stifte Elwangen, Murbach und Lüders. imnNl^jelhÄ,hat er vor vielen dieses zum voraus ,dafl^,,eS vo»
Rom dependirt, welches der 5 2. Abt, - vernahm'
von Julio II. soll erhalten haben. dckH^,A
und Fürst Rupertus, aus dem uralten HAvon Bodmann, der Römischen KaysermA^t die AM^de schon den 2. ianuarii an. 1678. erwehre* >ten Rotensiein und Grünebach wieder an dasnach verblichenem stamm derer von Rotenn* ^ hal^MPappenheim und Fugger eine zeitlang err vonward an. 172,. Anselmus Reichlin , n>etÄ,ckeM^von dem Capitul zum Lcisäjutore gegeben/ „
von oem Lapirui zum c.c>säjutore csk: -i-
bey seinem an. 1728. den 10. november ersow .
cedirt. 6, , äs monsst.
x. 8;6. y;7- Europ. Herold. ^
civir. lib. III. s. 2;. csiron. ^7none k
sääe , ?. I. n. 12. Lc. in
cls8l'en?.slü. ZVz-iveä!. tkearr. xrLt. ^
vLF« nnbÄsso^F
" Ren , (Thom.) war aus einer .p
familie an. 16;?. zu Berkhamsted m der p
bohren, und nachdem er in dem LoUeßw ycii * ^nachgehends zu Oxford einen guten gru« ^ aber i , t>^,get, an. 1664. zum MMw , A. „ ycMPksologise gemacht. An. 1675. ^mer Weine reise nach Rom, und gestünde "Appell d^ Hn.ULdaß er nunmehro erst völlig von derschen religion überzeuget sey. An. r 684Carl II. von freyen stucken zum BiMss ^ !
nachdem er vorher Pfarrer zu Woodhay , PCaplan bey des Printzen von Oramen gc war ÄHPÄ HLsnomsus zu Winchester gewesen. ^, daß ^
und dre Römisch - Catholischen glaubte^ Hm P?HMP"/,ihre feite würden ziehen können; w lch^es Hofs^e.AiS ,'gung, so er in einigen gelegenheiten vor am « g e-zeugte, unter Caroli II. regierung embrachte. Er befand sich bey dem E ivav HrsMMbey welchem er aber sein amt u>chtE^ggvoauch hernach bey der Hinrichtung des rMgevs,deren er gleichfalls beygewohnt, aus em in AssM -ren haben soll. Gleichwie er sieh b/re" §atbo^ 'des Königs Caroli II. der einfuhcung 0 u>eifrig widersetzte, so äusserte er sich r">w