Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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«infang daselbst anzutreffen ist, ehe er den andern gipset desberges ersteiget, ausruhen. Wenn es gut weiter, so ist es obensehr angenehm und eine überaus schöne ausstcht. Wie mandenn will , daß man daselbst über ;c>. städte, dörfer und fleckensoll sthen können. Sonst dienet dieser berg den daherum woh-nenden land-leuthen zu einem wetter-xroZnolkco, davon manden vcrs hat:

Wenn steht Kayser Friedrich ohne Hut,

Ist das Wetter schon und gut;

Ist er mit dem Hut zu seh'n,

Wird das wetter nicht besteh'».

Man erzehlet aber von diesem berge: es habe ffch Kayser Frie-drich , so nach einigen der I. nach andern der II. seyn soll, mitden scinigen hinein verflucht, und führe daselbst eine unter-ir-dische Hof-statt. Er fasse daselbst an einem tische, welcher nacheinigen golden, nach andern silbern, oder auch gar nur stei-nern , der bart wäre ihm durch den tisch bis auf die füsse ge-wachsen , und er schliefe zwar, aber doch nicht recht, nickestets mit dem köpfe, und zwickere mit den äugen, als ob erbald aufwachen wollte, würde auch noch vor dem jüngsten tagewiederkommen, und sein verlassenes Kayserthum auf das neuewieder annehmen. Welches man auch mit vielen sonderbarenbcgebenheiten , da der Kayser einen schäfer, der ihm ein ange-nehmes lieb vorgespielt, einige fuhr-leuthe, die ihm körn zuge-führet haben, u. s. w. ansehnlich beschenckt haben soll, zu be-stätigen sucht. , Fürstl. tifch-reden, 1 .107.

I. L. p. l8ci. cke Lurecr Lrvo sp. suncl. l. c. p. l88.

Lriv. Rerczmia curiola , 4. n. Kill. kolir. Lr-

eliiv. I. H. 7. 14. segg. Von Rohr , 1 .0. §. 17. P. 262. Esfand sich auch im jähre 1^46. auf dem wüsten schlösse auf diesemberge ein wahnwitziger schneidet aus Langen-Saltze; der, nach-dem er lange zeit gefangen gewesen, und hernach seiner hasstentschlagen worden, auf denselben in eine capelle gerathen, undals er drey bis vier tage und nächte daselbst bey einem feuergesessen, gegen die in dieser gegend wohnenden leuthe, so desrauchs gewahr worden, und zu ihm hinein gegangen, viel rüh-niens von Königreichen und Kayserthümmern gemacht, hernachaber von Graf Günthern zu Schwartzburg angenommen, undzulänglich versorgt worden. Welches auch wol mehrern theilsmag gelegenhcit gegeben haben zu ertichten, daß Kayser Frie-drich wieder aufgestanden wäre. Gpangenbergs Adel - spie-gei, tom. I. Iii>. IX. c. 2. p. 21 l. , Interpret, mets-

Niorpli. Ovill. XIII. S/earrnr, I. c. p. igo. 6e Le-ren ürvo apuä eunä. I. e. p. 188- I. c. §. 6. p. in. legg.

Von Rohr, I. L. §. 21. 5 eg. p. 26?. Einige halten nun zwardiese erzehlung von den schätzen, die Kayser Friedrich auf die-sem berge austheilen soll, vor fabelhafft, stehen aber doch inden gedancken, daß etwa ehedem ergiebige bergwercke hiermöchten gewesen seyn , und vielleicht eine grübe zum KayserFriedrich geheissen haben, daraus hernach diese fabcl entstan-den wäre.' Andere aber meynen : es habe diese erzehlung vomKayser Friedrich den Ursprung daher genommen , daß man. vonKayser Friedrichs II. tobe keine Nachricht erhalten, und dieseranfangs in der stille beygesetzt worden wäre, deswegen einigegeglaubt, er wäre nicht gestorben, sondern hielte sich im ver-borgenen auf einem schlösse auf, und würde zu seiner zeit schonwieder hervor kommen , und den verworrenen zustand desReichs auf bessern fuß setzen. Was sonsten diesen berg anbe-langet < so findet man auf selbigem einen treflichen vorrath vonallerhand seltenen medicinischen kräutern. Es pflegen auch dieschäfer, weil fo viele gesunde kräuter daselbst wachsen, gemei-niglich darauf zu hüten, und geben vor, daß die weyde aufdiesem berge den schaafeu weit zuträglicher als in der gantzenbenachbarten gegend wäre. Es findet sich auch droben einstein-bruch, aus welchem grosse sand-steine, die man zu mühl.steinen zubereitet, gebrochen werden; so wollen auch einige,daß man daselbst einen weisscn mit dunckelfärbigen streifenvermischten alabaster antreffe. Ehedem soll auch am fusse desberges ein birnbaum gestanden haben , dessen wurtzel gleichsampctrificirt gewesen. Unter andern ungegründeten dingen abererzehlet man , daß oben assf dem gipset des berges ein teich vonrothem Wasser zu finden sey, welches von den rothen steinenund boden also gefärbt wäre. Sonst findet man darauf dop,xelt angelegte gebäude, und siehet aus dem grosse» umfangeund den vielen noch stehenden überbleiscln , daß sowol aufderersten, als höchsten spitze des berges mancherley wercke sowolzur bewohnung als beschützung angelegt gewesen, und muß sichnoch über die dicke und vestigkeit der mauren verwundern.Man kan auch noch eigentlich erkennen, daß ehedem drey stei-nerne thor-wege in diese bürg gegangen seyn müssen. Von derehemaligen kirche und capelle stehen noch die vier mauren, hinnnd wieder sind auch einige gewolber unter der erde und mitsteinen auögefetzte thüren anzutreffen. Zu den zeiten, da derPirnische Mönch gelebet, mag die capelle noch in ziemlich gu-tem stände gewesen feyn, wie denn in dessen excerpri.-- spuälcripr. rsr. 6erm. tom. II. P- I 57 l- eines Claußnersund verschiedener wunderbaren bildungen gedacht wird. Esscheinet aber fast, als ob die gebäude auf der obern spitze desberges mehr zur beschützung als zur wohnung angelegt gewesen.Man siehet nebst den, einen tiefen graben, so um die gebäudeherum geführt gewesen, nnd einen ziemlichen theil von einemHiereckigten thurne, welcher Kayser Friedrichs thurn genannt

wirb, um welchen wieder Mauren geführt find , ü» hl n'Äauf Händen und füssen hineinkriechen, und »A-nvlicheAs,nehmen, daß man nicht in die auf dem berge w

falle, so man ihn besehen will. Vor den erbamr § ^ aeses wollen einige Iulium Cäsarem ausgeben, we A felb ^weil dieser niemals in diese gegend gekommen, "

Verleget. Andere wollen deswegen lieber, daß e» MdGeneral Drusus oder Germaniens angelegtzu bescheinigung desselben an, daß man m der ^ ,0-^einen schornstein mit der Nachricht gefunden, " ^

vor Christi geburt angelegt, und von den Ro>»er'nannt worden, woraus hernach die Teutsche» -v ^ HMmacht hätten; wobey auch noch die alten vcrje,

VE:

Stollberg das schloß ward fundirt, v-Wider die Thüringer aufgeführt,

Und Kiffhaufcn renovirt ftin, .

Am Hartz erbauet der Sachsenstein, dOM,angeführt werden; welches aber beydes nicht w» herMsandere die erbauung desselben vielmehr in die M stfischen Ottnliuin und Henricorum, welchen tss'/thümlich zugestanden, setzen sollten. Andere 1vermuthlich erst zu anfange des eilften iahch»»7Zach,-,Ml,'ser Heinrich, der aller orten den aufrührlsthr» ^ Eschlosser, um sie zu bezähmen, entgegen geW i>eveE,Mworden, wiewol es vielleicht nur damals mehr ^den. Im jähr 1048. findet man es allberests t'>schloß genennet. Im jähr 1069. muß es jv^i!»Springer gehört haben, weil man findet,

jähre vom Kayser unter dem vorwande,strafen, eingenommen und besetzt worden .nahmen es die Sachsen dem Kayser wieder av. «MEeroberten es wieder die Kayftrlichen durch ^

drichs söhn gleiches nahmens. Als im E^ae»' ^

sen den Kayser bey dem Welphs-holtze Ä

drey iahre belagert, endlich im jähr n i8. t»A irrt» >^>7,gebrannt, und mehrern theils eingerissen; „g i»Fabricms und^Calvisius, ^ welche diese ttob^^aetZ^^

I°7Y. setzen. Nachgehends, ist es wieder "As NÄ- findet, daß lm,>ahr 128^, I

sintemal man sindek, daß ,m jähr 1231.von Beichlingen Burggraf daselbst gewesenberus, LLtsI. Lom. Äarck. L Topsrcb.l.c. tom.lll. p. i 8 ?-- anführet, daß wan, 1 ^ MUrkunden Kayser Heinrichs III. und lV. erftvvorhergehenden Burggrafen daselbst gewcst»-^,das Kayserliche Hof-laaer selber daselbst geben tMiA,,ner in feinem Thüringen, Ucr. N.;. in

vor, es sey hernach nebst andern raub-sch'»» - ^ E ,von Kayser Rudolpho l. zerstöret worden'vermuthen, daß eine Kayferliche bürg den -" wird',. E,,zuzehlen gewesen. Im jähr i zro. undKayfern Ludwig und Carln IV. welche d>t ^„„et.damit belehnten, noch eine Kayserliche burE.hch ÄxPiUstlieh war im jähr 14;;. eine berühmte w»örniitder capelle befindlichen holtzemcn creutze, fM» ,,Fl s,chen und wunder vorgegangen seyn sollen- 7^ pnvhaben hernach diese bürg aufs neue zerstob"' „y -^7,4nen folgenden Witterungen in gegenwartM^^^^I,

laithe»"""

wird dieser Kiffhäuser-berg lat. «e!

Die daherum wohnenden gemeinen leutheTeutschen Küpphüfer-oder verkürtzt den K>p>

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?AE^"Ahrygien,

er»- »nd -xä General-des

l ^ an ^ Vnnh'e» von an-

cbronico erfolgte. Ioh. TMMf M ^„4 :

e-nverlelbet,

/fite?," ««recht aittgeleget worde^ ^,t^

wr. p. 20,. Ktkn/bw genennet. ^

Ärl-r», ' ele IM. ttd. m. c. s.

Welche in der form^ /esvins in dem Kö<nsee«H^M..

^ da^/UM halben monds am »fee ^/^lclwssc ist n,lt von Man se»e«»etfind, und hergen umgeben, f»pachten bergen kon!!^^ ein ^mpimbestri-w vor-

land bewciff-//, , ^wen unterschied,-che E' "

?wser provrntz ^ sthr fruchtbar machen. ,

laback, pomermm^^^" Überfluß an wein, »»M

Herrlichen ,,„d l cckwnen, granat-apfelnsehr schö„ ^. ^aten si-üchten mehr.und die selbe,- ^ Dre walder find mit so vrem AM,,,

?ut allem, wag"n- ^ viel vleh angefüllet,

^berflüKg vE,-,!a entweder zur noth oder M M

»ocr,chenflnb ,l,rm nachöarn das^

uverpußlgversehen,mo, undlhren»^,,, paßAlAkönnen. Einige reifende Personen ber^ so ^0ein theil von dieser provintz sey, tb»»^die fruchte darinnen schwerlich ras werv