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des Hertzogthums Oesterreich unter der Ens aufgenommenwurde. Im april an. 1721. wurde er als Kayserl. außerordent-licher Ambassador nach Rom an die damals im Conclavi ver-sammelten Cardinäle, und den darinn erwehlten Papst Jnno-centium XIII. geschickt. Er langte den 27- april zu Rom an,und hatte den r. map unter einem prächtigen gefolge und be-gleitungvon 180. carossei»/ beydem Cardinals - Lollegio au-dientz. Er hielte eine kurtze Lateinische rede an die zu erthei-luug der audientz depurirten Cardinäle cksl Giudice, Conti,Alderoni und Albani, welche der erste von ihnen in Italiä-nischer spräche beantwortete. Er sahe darauf die crönnngs-so-lennitäten des neuen Pavsts mit an, hatte bey ihm solenneaudieutz, und kam den i. stpt. wieder nach Wien zurücke. Iminl. an. 1722. befand er sich als Kaiserlicher Lommistärius aufdem Ungarischen Land.tage , und im junio an. 172;. wurdeer zum Böhmischen Oberst-Hof - Cantzler erkläret, von welcheransehnlichen stelle er den ;. julii besitz nahm, nachdem er den24. jun. vorher den end deswegen abgeleget. Den 29. nov.an. 17; i. ward er Ritter des göldenen Vliesses. Im sept.an. i?;4. legte er die Oberst - Cantzler-würde freywillig wiedernieder, stit welcher zeit er sich meistens auf seinen güthern be-funden. Von seiner ersten gemahlin, Maria Theresia, ge-bohrner Gräfin von Funfkirchen, mit der er sich an. 1702.vermahlt, hat er einen einzigen söhn, nahmens IohannemLeopoldum, hinterlassen, der ftil dem 6. sept. an. i 7 ; 4 - mitTheresia, einer tochter des Marchese Nvfrano, in der ehe lebt;nach dem tobe seiner ersten gemahlin vermählte er sich zumandern male an. 17z--. mit Maria Augusta, gebohrner Gräfinvon Palfi, die er als Wittwe hinterlassen , als er den 22. sept.an. 1741. auf feiner Herrschafft Cblumetz in Böhmen, in sei-nem 6;. jähre mit tobe abgegangen.
Rmtzig oder Rintzing, ist r.) ein fluß, welcher in Schwa-ben, nicht weit von dem ansang des Furstendergischen gebieths,entspringt, nachmals bey Haussen, Gengenbach und Offenburgvorbey läuft, endlich aber der stadt Straßburg gegen über mitdem Rhein sich vereinigt. Eine gewisse gegend auf demSchwartzwald, meist Fürstenbergischen gebieths, durch welchedieser fluß gehet, hat daher den nahmen des Rintzinger-thalo.2.) Ein fluß, welcher im Fulbischen entspringt, Steinheiin ,Salmünster und Gelnhausen vorbey, und unter Hanau in denMayn läuft. *
Ainwulfus, ein West-Sächsischer König, succedirte Sige,berto an. 7?-;. und wurde nach der flucht seines tyrannischenvorfahren mit grosser freude zum Kümg crwehlet. Er war einsehr behertzter und tapferer Herr, welches die verschiedeneschlachten, so er wider die einwohner in Wales gehalten, be-zeugen. Allein, da er bey Effington wider Offa, den Mercia-nifchen König, stritte, kam er unglücklich um. AIs er vonKineard, des vorigen Königs Sigebcrti druder, einen verdachtgefastet, daß er nach dessen tobe sich der Crone amnassen, oderseines bruders vcrjagung zu rächen trachten möchte, gebot erihm, sich aus seinen Herrschafften wegzumachen. Kineard ge-horchte zwar hierin», entschloß sich aber, feine raache bey gele-genheit auszuüben, zu welchem ende er eine kleine parrcy zu-sammen brachte, und als er vernommen, daßKinwulfzu Mer-lan in Surrey bey einer gewissen weibs-person, die er liebte,im Hause wäre, marschirte er bey nächtlicher weile dahin, undumringete den vrt. Der König, welcher sich allzu sehr aufseine tapftrkeit verließ, brach mit etlichen wenigen seiner bedien-ten auf, lief mit grossem grimm auf Kineard los, und brach-te ihm eine gefährliche wunde bey. Allein die andern, so umselbigen herum waren, übermanneten und tödteten ihn. Sobald dieser wdcs-sall ruchbar worden, liefen ihrer viele, undunter andern auch Osrie und Wivert nach dem Hause zu , all-wo Kineard und seine mannschafft sich befanden, welcher, alser sahe, daß er umringet war, die fache in der gute beyzulegensuchte, da er aber merckte, daß dieses vergeblich wäre, muste errs endlich dergestalt ansfechten, daß beydes er und alle seinegeführten bis auf einen oder zwey auf dem platze blieben.
cke gest. IveA. stnZIlL lib. 1. L. 2 .cbron. Ist,. II. c. ly. äe O/'cers, rrbbrev.
cstwn- sä an.79;. üor. ack an. 779.
Uiosem, des Türckischen Kaysers Achmet gemahlin, Sul-tan Ibrahims Mutter, und Mahomet des vierten, welcher an.7687. von dem thron gestossen wurde, groß-mutter. Sie hat-te bey währender Minderjährigkeit des Mahomets die regte,runq in Handen, als aber des Mahomets mrttter sich vor vie-ler alten frau wegen ihren intriguen fürchtete, wohl wissend,daß sie die conspiration der Ianitscharen, welche Ibrahimyiassacriret, angestiftet, und unterhalten; verband sie sich mitdenen Späht, Baschen und Begs, »velche gemeiniglich derIanitscharen Widerpart sind, und versicherte sie, daß Kiosemwillens wäre, den nahmen und das amt derer Spahi abzu-schaffen, und alle gemalt den Ianitscharen zu überlassen.Durch diese zeitung wurden die Asiatischen Svahi alsofort der-massen allarmiret, daß sie mit einer zulänglichen armee, unterdem commando Gmgi-Ncbi oderNebi desGeorgianers,geradenWeges nach Scntari zu marschirten, und die köpfe der verrä-cher, die sich wider ihren Herrn den Ibrahim empöret, for-derten. Dieses tagte dem Groß-Vezier, Moral Bafchaw, sogleichfalls ckn Hemeldter conspiration theil hatte, ein solch
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schrecken an, daß er alsobald eme machtzusammen brachte, und damit unverzüglichruckte. Allein, weil sich gleich die obersten L?I,„rde ^ DNatolien und Griechenland darzwijchenhindert, daß es zu keinem würckiichen treffennun die Spahi wieder zurück gezogen haftennitscharen dadurch noch kühner und trotzigermit einander einen heimlichen rath hielten, »iw ^
lich beschlossen, selbige aus dem wege zu räum
nach schickten sie ordre an den Bassa von^oGurgi-Nebi umzubringen, welches denn auchgen wurde. Der abgeschickte gieng gleichund als er sahe, daß er niemand um sich halft yachalsobald mit einer Pistole, und sandte sftM^ndestantinopel. Dieses diente darzu, daß düstch, „steinr/Ümehr und mehr aufeinander verbittert würben,ihre eigene, die andere ihres sohneö MahoMch. K^,er-behaupten suchte. Allein endlich gieng der ilftM,einigen von der Königin partey begleitet, mnahm selbige gefangen, und übergab sie denmerlinqen in ihre Verwahrung. Nichtihr der Mufti das leben ab, und führte dem.^,muthe, daß er solch urtheil unterschreiben chiden Reichs-frieden auf besten fuß stellener alsobald, und wurde also das urtheil durch ^ i vvollstrecket, welche sie strangulirlen. n -
0"om»u. E'vodPil'
Aiow, ist eine besondere und sehr grosse "ch Ajcwelche in der Moscowitischen Ukraine gelegen- ve» 7^stuck von Noth-Reuffen, und liegt zu beydenl E Mpers, zwischen Moscau, dem obern VolluMch/, !>Fschafft Barrav und den Oczakovischen Tartarn th Mil-bis an das Euxinische meer, und gehöretMoscowitern, ausser einem theil, so denEs befinden sich unterschiedene städte darinnen/ > Mio»! /die Haupt-stadt ist, werter die vestnng Czechrw', gehörhuslav, Bialocerkiov, eine vestnng, so den v heNCzircaßi, eine wichtige vestung am Dnieper, ' ^
zustehet. stolonl:,. BeschreibungR
Riow, eine stadt in Polen, und !war drr ^in Roth-Neussen, und,die Haupt-stadt ^scowi^o-/-Äe
schafft. Sie liegt am Dnieper an den u>>I,tzen, 70. weilen von Kammieck uord-ostwar ^
Warschau westwärts, und ist wohl devefl San. 867. von Kio, einem Rußischen Pft.'^par i>^x,ei> ^,nach dessen nahmen genennet. Vor zesten ' vBund wohl gebauet. Nachdem sie aber an. .g M
tarn erobert worden , haben sie selbige n -rdaß wenig inehr von ihrer alten herrlichender zeit haben sie die Cosacken ihrer ^
auch die Moscowitcr und Polen sich immer MchsIg,An. 1667. wurden unter dem Czaar gesE§i>vfriedens - tractaten zu Adrcskow bergcsta" M de^,Smolensko, Scverien und die Ukraine le- ' n»erIMlI,den Moscowitern bleiben, Kiow aber an l67I.xjc^werden sollte. Diese Handlung wittde ar>^ v° .M xJedoch behielten die Russen Kiow «och 'Ä'^assen Mselbiges an. 168z. beständig an Moscaufindet sich jctzo darinnen der Rußischeder Griechischen religion. Auch giebt I'IsseNBasilü darinnen, welche ioo. dörfcr zu g " ^ M
gehen in den wildnlssen herum, «nb . ^ AM
nebst schweren ketten. Sie schweifen K^rtar^i'KkEvangelium zn predigen/bis in die grE^m, .H, HDsuiten haben gleichfalls daselbst em. welchr^hck'"»/allda unter
meynung nach, _
ist. Jedoch ist ungewiß, wie weit . ^
weil ein theil davon durch erd-deben
der erde ausgemauerte gange, MN,/- geBI ch
lach, in die 8«. niesten erstreck
Het darinnen begräbnisse von dem altenvielen gantzen cörpern. Zwey Rußsschr d ^hzeitM, fcH j.noch in eben demselben Habit, den w Machen/
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und werden von den MvscowikisckM I cl^reb'
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gezeiget. Loloni^. k/«
0. 9. Üb. XX. Ke»-lEtt7, äe relitzn „^1r»ra««r bist. orbis terwr. BefthrelPp. 172. ^«ä^Ledcn Caroli XII. l'- mWppenheim, eine alte adeliche pm e>» Mstlwo sie das schloß zu Neuwester, mg> M
allwo sie das schloß zu 7.
zu Straßburg besitzet. Eberhard, hm ^lurnier beygewohnet. Ottmar Dletr'w »^ll^zu Oberkirch, Hans Philipp an. r?4 - E'/scher Ä EWolf Dietrich an. 7591. Mrtmann^EEHeinrich Balthasar starb an- l6?9-^ ^ veM ^Rath und Ober-Amtmann i» SMM D^^hgsar, ^ > 1nes alters. Hans Wsthelkn, HelneiE gelI^ Vb Mwig und Philipp Ludwig, haben an. ^xon- AK'Mgeschlechtfortgepflantzet. HeryoSS deHssck
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scheu Lxmnsllo zu Bremen, und tl .