Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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drey Kirchbergifche schlösset' eingenommen, und zwey davongeschleifet, daß nur der hohe runde thurn von dem schlösseKirchberg / welcher jetziger zeit der fuchs-thurn genennet wird,stehen blieben. Die Burggrafen haben damals nur Greiffbergbehalten. Anfänglich mögen diese schlosser wol unter demReiche gestanden seyn, weil von den Kayfern besondere Burg-grafen dahin gesetzet worden. Nach der zeit aber, als die wür-den erblich worden, und die Landgrafen besondere authoritätvon dem Kayfer erhielten, haben sie diese schlosser unter ihrelehns-herrlichkeit gezogen. Es hat endlich der Burggraf Ottovon Kirchberg das schloß Greiffberg nebst den dazu gehörigen 'dorfschafften an die Grafen von Schwartzburg verpfändet, vonwelchen es völlig an die Landgrafen von Thüringen gekommen.Ausser diesen schlossern hat auch den Burggrafen von Kirchberggehöret Altenberg , in dem Hertzogthum Altenberg, welchesjetzo denen von Schwartzenfels zustehet,Amt und schloß Capellen-dorff, zwischen Jena und Weimar, so ein immediates Reichs-!ehn ehemals war, welches die Erfurter an. izq-8. kaufs-weisean sich gebracht, und an. rzo;. an das Fürstliche Haus Sach-sen wieder verkauft haben; das Amt Cranichfeld , nebst seinemvber-und unter-schlosse, davon die Burggrafen sich gleichfallsvor diesem geschrieben, und zwar kommt dieseszzweifels ohnevon Graf Albrechts gemahlin Margarctha her, als welche einegebohrne Freyin von Kranichfeld war; weiter das Haus Prieß-nitz, vhnfern Jena , und die Grafschafft Farnroda, mit welcherBurggraf Georg zuerst bestehen worden. Zu dem schlösseWintberg hat auch ehemals gehöret das darunter gelegene dorfZiegenheyn nebst einer sehr alten kirche daselbst, Wenigen,Jena,Camsdorff, Prteßnitz , Radegast und Jena-Löbnitz, Kötschau,Hohlstädt, Franckendorff, Röhmstädt, Schwabhausen undSchumfort.

Airchberg, ein uraltes und berühmtes Reichs-Grässichesgeschlechte, welches den Burggrafen-titul in Thüringen, undvon dem jetztgedachten schloß und stamm-hause Kirchberg beyJena seinen nahmen bekommen. Es besitzet die HerrschafftHachenburg samt zugehörigen aus der Grafschafft Sayn, nebstder Herrfthafft Farnrode im Eisenachischen, und ist der Luthe-rischen religion zugethan. Es hat selbiges seinen Ursprung vonden alten Herren-stands - Personen aus Sachsen ,mus welchenehemals ihre SmrspL erwehlet wurden, und geschiehet ihrer inden alten Historien zum öftern Meldung. Sie führten erstlichden nahmen als Burggrafen von Beyerfeld, und sollen, eini-ger meynung nach, von Philippo, Grafen zu Nassau, undSmagina, Gräfin zu Hanau, abstammen. In den Lateini-schen Urkunden werden sie insgemein Lamices IsmM NoMmiigenennet. Sie sind vor alten zeiten von so großem ansehengewesen, daß sie sich von Gottes Gnaden geschrieben, undihre eigene adeliche erb-bediente gehabt. Der erste Graf vonKirchberg, dessen in öffentlichen schriften gedacht wird, ist GrafWilhelm, welcher an. 9; 8 . dem ersten turnier zu Magdeburgbeywohnte. Dessen bruder oder söhn ist Graf Adam von Kirch-berg gewesen, welcher dem andern turnier zu Rotenburg ander Tauber an. 942. beygewohnt. Nach diesem ist bekanntworden Graf Einbrecht zu Kirchberg, welcher auf dem sechstenturnier zu Trier an. io,y. gewesen. Um an. n;o. hat derKayfer Lotharius die Grafen von Kirchberg zu Burggrafendes landes Thüringen gemacht. An. uz;, hat Burggraf Con-rad von Kirchberg gelebet. Ferner wird Graf Wilhelms beydem turnier zu Zürich an. nsi. gedacht. An. nsg. wirdBurggraf Dietrichs erwehnet. Burggraf Wolffram ist uman. ngi. Abt zu Werden und Helmstädt gewesen, hat dasMarien-kloster daselbst auf dem berge gestiftet, und ist den 19.jul. an. n8z. gestorben. Graf Friedrich, welcher auf demReichs-tage zu Erfurt an. H84. umgekommen, wird für dessenbruder gehalten. Dieser hatte 2. söhne, Friedrich II. undWolrathen, deren jener an. 1209. Bischoss zu Halberstadt wor-den , das kloster Watersleben in der Grafschafft Stollberg ge-stiftet, und an. 12; i. gestorben; dieftr aber das geschlecht fort-gepflantzet hat. Um diese zeit werden auch zwey Ertz-Bischöffevon Magdeburg gesetzt, nahmentlich Graf Albrecht, welcheran. 1206. die Bisch östliche würde erhalten, auch an. 1211. diedurchfeuers-brunst ruinirte Dom-kirche zu Magdeburg wiedererbauen lassen, an. 12; 6. Ertz-Bischoff worden, und an. 1252.gestorben, doch kan man so eigentlich nicht wissen, wessen söhne,und ob sie aus diesem geschlechte gewesen. Nicht weniger wirdauch Graf Gormanns gedacht, welcher mit Landgraf Ludwigenvon Hessen in das gelobte land gegangen, und alle seine gütherbey Naumburg an das kloster Walckenried verkauft. Diesersoll der dritte söhn Graf Friedrichs des ersten gewesen seyn.Wie denn auch ein GrafVolrath von Kirchberg zu Halberstadtum an. »240. als Dom-Herr gelebet, und es daher» das anse-hen gewinnet, daß mehr als eine linie der Burggrafen gewesen.Graf Dietrich II. Herr zu Capellendorff , hat das Nonnen-kloster Cistercienser-ordens zu Capellendorff an. 12)7. gestiftet,und ihnen die an dem Gentzig-berge bey Jena angelegten Wein-berge zugeschlagen. Gras Friedrichs anderer söhn , Volrath,welcher das geschlecht fortgesetzet, hat z. söhne hinterlassen,Friedrich III. Rudolphen und Conraden. Unter diesen war Ru-Lolph Dom-Herr zu Halberstadt, und Conrad Dom-Herr zuHildeshelm. Der älteste aber, Friedrich III. welcher bey vielenFürsten und Potentaten in grossem ansehen stund, setzte dasgeschlecht fort. Er hattelohne, darunter Heinrich an. 12-0.

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verstorben, und im kloster Jlefeld begraben lreg'- Host/»sich an Ertz-Bischoff Willibrands von MaE amj»halten. Hermanns und Friedrichs geschieh»düng. Burcard aber soll, wie er von dem 8»»^

Merseburg nach Hause reuten wollen, am*Ä'KrasEÄetertrunckenseyn. Unterdenselbigenhat allem , /.he»einen söhn, nahmens Otto den ältern, tztw'zu dem kloster Bosau viel stiftungen gethan- , KrE^Pdie Erfurter seine schlösset Kirchberg, Wmtbtt^f E,g i^und Lainstein, auffer Greiffenberg, welches sieder eingeräumet, zerstöret. Er hinterließ l-> / letzte» DU"jüngern, Albrechten und Hartmannen, wem-, ^yenHerr zu Halberstadt war. Von einem der an» - i/t' ^mrt Burggraf Albrecht ab, welcher an.am leben gewesen. Seine gemahlin war dicsiL^i/bohrne Freyin und erbin zu Kranichfeldobere-und niedere Herrschafft zubrachte. D» . .Hgr E - ^Gras Dietrichen, Herrn zu Kranichseld, und G m hj,ltEHerrn zu Altenberg und Saalenhorst. ycE «

nen söhn , nahmens Albrecht, welcher an. ' „M HM2. söhne hinterließ, Burggraf Albrechten, M K

gethanen reisen an. 149?. unverehlicht gesto b gle^Hartmannen , welcher alsdenn regierender M

starb an. 14; r. und hinterließ von L-abina,chen,Burggraf Georgen, Herrn von Farnrode, >verstorben. Er hatte zwey gemahlinnen G/sM

vonderPlesse, so an. 1490. starb ; 2.) Barbar ^1^ ,,,Reinstein, und war Chur-Sächsischer AmtM"^^y „ ^

bürg. Dessen kinder waren Magnus, welch» -

gend an. 1482. verstorben, und Sigismund'w ^i;6i. todes verblichen. Treffen erste gemahnn M

tha, Heinrichs des jüngern Reuffen tochler,. ein/fFMmille, Frey-Schenckin von Tautenburg. / ,B

war Sigismund der jüngere, welcher an- o"/ AMund an. 1570- verstorben. Er verheuratheteL^aB^EDorothea, Gräfin von Mannsfeld, Graf A.munds von Gleichen Wittwe, hernach an.von Jsenburg undBüdingen. Deffen sotzne" jaN-S-rAJohann Heinrich, Georgius, gebohren den' ohne t'M»Sigismund Antonius. Weil aber die andere pastode abgegangen, so hat Burggraf Georg hi>/,

forlgepflantzet, und von der andern gematzlm' ^ sE^dalena, einer gedohrnen Reußin von Plan»' eMe^„ricl>'^;laffen. Die erste gemahlin war MargarethenGleichen. Er starb an. 1641. Graf VlE'^46.

16. julii an. 162;. gebohren, und im ocl. a V xen MlstFAntonius, den;. jul. an. 1627. gebohren, ^hen;

16z 8 . in Schwedischen kriegs - dünsten gU per A /Philipp, an. e 6 ;o. gebohren, und bald «am ^ohrchMÄ,,verstorben. Wolfgang Crato oder Crafft' ,,

nov. an. i6;i. welcher an. i6z i. steAorGiessen gewesen, und hernach Präsident HM Äch AMstarb an. 1664. Der dritte aber, Georg O S/.

2. sebr. an. ,626. war Heßischer gehelMttrungs-und Cammer-Gerichts-Präfident zu.H,erste gemahlin war Anna Magdalena, Gf/yon ^ wel^lsiDie zweyte Christina Magdalena , Gran gralo»

Deffen söhne waren Georg Philipp, Ludww W

1674. keÄor MsFliif. zu Giessen gewesen e ^ lall'MtMi»lana Gras Georg Friedrich wurde de verE^K',^.

mit

gang^

lVlsZniKcemitlimus zu Giessen, und an,als der einzige stamm-halter seines gesetztem p.von Nassau - Ottweiler. /»rt-o/. dl-^k. II. liemm. tzgl.

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feld. und Querfurt. chron. c -

Airchdrauf, ein mittelmäßiges E^xen ttz^hB//,/zwischen den bergen in einem sehr fru/^Wf vA ays ^»eches den besten weihen herfur bringt. ^abend ist das Dom-Capitul St. MartM > Hora/! gilt.',-/'berge wird starck in dufstein verwandelt i . ss

ser aufbauet, daher auch im lande das mHäuser zu Rirchdrauf sind aus walle '

äslineat. prov. Huug. k. I. p-jg hys

Rirchen-Staat, 8 rmo mit//e, AlÄ

biethe in Italien. Es liegt Mges'N ^n t

zwischen dem Toscani,chen und Mriam hen» »M-, '

bardey , dem Königreiche Neapolis AHmgrelwe

scheiden selbiges in 2. lyeue, pie "'oiiLP

mittägigen. Es begreift in sich t" O^^sie »E

an dem Toscanischen meere lieget , »^1! ^

der Tiber bis an den fluß GarlgNano As

aus immeäillw ohne Legaten admmü ^^o , i> vic /ch ^lldas alte I-mium, nebst dem Aet da/»

Haupt - stadt darinnen. Ferner E^^to, Ä Pe/5rorl> /Umbrien, oder das Hertzogthum L-Pp^stavt H ^Legaten verwaltet wird,-n dcr xUbgaA^g k-Weiter Romagna, welche vm' vcn ^ §errwalket wird, wie auch das »